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Nachrichten

15.8.2008

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Bell leidet unter gestiegenen Rohmaterialkosten

Bell konnte den Umsatz im ersten Halbjahr um 14% steigern. Wegen 15% Rohmaterial-Teuerung und einer für Bell unrentablen EURO 2008 sank jedoch der Gewinn.




Die Bell-Sparten Geflügel, Seafood und Convenience wuchsen erfreulich. Bild: Manuelle Paupiettes-Herstellung bei Bell Seafood.


Die Bell Gruppe hat trotz einer weiterhin ungünstigen Rohmaterialpreisentwicklung ans gute Vorjahresergebnis anknüpfen können. Sämtliche Geschäftsbereiche verzeichneten ein deutliches Absatzwachstum. Der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen wuchs um 14 % auf 890,4 Mio. CHF. Rund die Hälfte dieses Zuwachses ist preisbedingt. Das operative Ergebnis konnte in Folge der höheren Beschaffungskosten nicht mit dem Umsatzwachstum schritthalten.

Während bei Frischfleisch und Charcuterie die Margen deutlich unter Vorjahr ausfielen, entwickelten sich die Bereiche Geflügel, Seafood und Convenience erfreulich. In der Summe liegt das operative Ergebnis auf Stufe EBITDA um rund 4 % über Vorjahr. Nach Berücksichtigung der schwachen Resultate des während der EURO 2008 betriebenen Projektes UBS ARENA fiel der Unternehmensgewinn mit 23,1 Mio. CHF um 2,9 % unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis aus.

Der Fleischkonsum der Haushalte hat im ersten Halbjahr 2008 erneut zugenommen. Vor allem Geflügel, Seafood, Rindfleisch und Fleischprodukte erfreuten sich wachsender Beliebtheit. Rückläufig war der Konsum von Schweinefleisch.

Die Schlachtungen der Bell Gruppe wuchsen bei den Schlachttieren um 2,8 % auf 43’929 Tonnen, beim Geflügel um 6,0 % auf 10’463 Tonnen. Im Inland haben die Schlachtungen von Schweizer Schlachttieren abgenommen. Die Landwirte erzielten durch das knappe Angebot deutlich höhere Preise.

Die spürbar höheren Kosten einerseits, der Preisdruck seitens der Abnehmer andererseits führten zu einem starken Druck auf die Margen. Beim Rohmaterial musste eine Teuerung von insgesamt 15 % hingenommen werden. Deutlich zugenommen haben auch die Kosten für Verpackungs- und Hilfsmaterialien. So sank die Bruttomarge unter Ausklammerung der Sondereinflüsse von 31,9 auf 30,8 %. Die Steigerungen bei den Personalkosten sind teilweise auf die gewachsenen Volumen sowie auf die Reintegration der Gastro-Produktion in Kriens und in Prilly zurückzuführen. Bei den übrigen Aufwendungen wirkte vor allem die Teuerung bei Energie und Transport kostentreibend.

Die Bereiche im Überblick

Bei Bell Frischfleisch lag der Umsatz mit 388 Mio. CHF um rund 18 % über Vorjahr. Auch bei Bell Charcuterie ist die Umsatzentwicklung erfreulich mit einem Zuwachs von 15 % auf 212 Mio. CHF. Der Margendruck, insbesondere in der Charcuterie, akzentuierte sich weiter. Die höheren Gestehungspreise konnten im Markt nur bedingt realisiert werden.

Bereits im dritten Semester hintereinander hat Bell Geflügel markant zugelegt. Vor allem Schweizer Geflügel verzeichnete erfreuliche Zuwachsraten. Der Umsatz des Geschäftsbereiches lag mit 165 Mio. CHF um 10 % über Vorjahr. Die höheren Volumen auf veredelten Produkten wirkten sich positiv auf die Ertragsentwicklung dieses Bereiches aus und vermochten die Rückgänge bei Frischfleisch und Charcuterie auszugleichen.

Die Geschäftseinheit Bell Seafood profitiert weiter von der steigenden Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten. Der Umsatz konnte um 9,2 % auf 40 Mio. CHF erhöht werden. Bei Bell Convenience wachsen vor allem die Produktegruppen Sandwiches und Salate. Insgesamt stieg der Umsatz um rund 21 % auf 36 Mio. CHF.

Für Bell Catering stand das erste Halbjahr 2008 klar im Zeichen der EURO 2008. Während die Umsätze in den EURO-Stadien Bern und Basel den Zielsetzungen entsprachen, lagen die Ergebnisse des Public-Viewing-Projektes UBS ARENA weit unter den Erwartungen. Der erzielte Umsatz betrug knapp die Hälfte des erwarteten Mindestumsatzes. Da das Projekt hohe Fixkosten generierte, resultierte ein Verlust von rund 5 Mio. CHF. Die im letzten Jahr gebildete Rückstellung von 1,4 Mio. CHF reichte nicht aus, diese Lücke zu schliessen.

Erster Schritt der Internationalisierungsstrategie vollzogen

Bell hat den ersten Schritt der Internationalisierungsstrategie vollzogen und hat rückwirkend per 1. Januar 2008 die bei Clermont-Ferrand (Frankreich) domizilierte Groupe Polette übernommen. Polette erwirtschaftet mit rund 230 Beschäftigten und vier Betrieben einen Umsatz von umgerechnet rund 90 Mio. CHF. Die Unternehmung stellt hochwertige Auvergner und Savoyer Rohwurst- und Schinkenprodukte her.

Da die Transaktion am 1. Juli 2008 vollzogen wurde, findet diese Übernahme im ersten Halbjahr 2008 noch keinen Niederschlag in der Rechnung. Über die Kaufmodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. 2008 werden der erzielte Umsatz und das Ergebnis für die zweite Jahreshälfte konsolidiert. Nach Kaufpreisverzinsung und Abschreibung Goodwill für sechs Monate wird der Beitrag am Nettoergebnis 2008 unwesentlich sein.

Ausblick

Für das zweite Semester geht Bell von einer abflachenden Konsumstimmung und einem geringeren Absatzwachstum aus. Auf der Seite der Rohmaterialpreise wird bei Fleisch von Schlachttieren keine wesentliche Entlastung erwartet. Beim Geflügel kommen höhere Abgeltungen an die Vertragsmäster sowie höhere Futtermittelkosten zum Tragen. Der Druck auf die Margen wird entsprechend hoch bleiben. Für das zweite Halbjahr rechnet Bell deshalb mit einem Ergebnis in der Grössenordnung der entsprechenden starken Vorjahresperiode.

Bell über sich selbst

Die Bell Gruppe ist das grösste Unternehmen der Schweizer Fleischwirtschaft. Das Angebot umfasst Fleisch, Geflügel, Charcuterie, Seafood und Convenience-Produkte. Zu den Kunden gehören der Detail- und Grosshandel, die Gastronomie sowie die Lebensmittelindustrie. Rund 3'300 Mitarbeiter erwirtschafteten 2007 einen konsolidierten Umsatz von 1,64 Mrd. CHF. Die Bell Gruppe ist an der Schweizer Börse kotiert. Mehrheitsaktionär ist Coop mit einem Anteil von rund 60 %. (Medienmitteilung Bell) (gb)


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