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Nachrichten

23.9.2008

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KURZNEWS 23. September 2008

Käfighaltung bei Kaninchen soll künftig deklariert werden / Neue Emmentaler-Organisation ausgerufen / Schweizer essen 16 kg mehr Frischgemüse pro Kopf als vor 20 Jahren / EU will schärfere Regeln in Schlachthöfen / Deutsche wollen "Ampel"-Kennzeichnung


Bundesrat will Deklarationspflicht für Kaninchen in Käfighaltung

Der Bundesrat will importiertes Kaninchenfleisch aus in der Schweiz verbotener Käfighaltung der Deklarationspflicht unterstellen. Er ist bereit, eine Motion von Nationalrätin Tiana Angelina Moser (GLP/ZH) entgegenzunehmen. Von den jährlich in der Schweiz konsumierten 3,5 Millionen Kilogramm Kaninchenfleisch stammen 2,8 Millionen aus dem Ausland und davon wiederum gegen die Hälfte aus Batteriehaltung, wie die Nachrichtenagentur SDA Moser am 22. September 2008 zitiert. Die Konsumenten wüssten aber nicht, was sie ässen und wie die Tiere gehalten würden. Zudem würden jene benachteiligt, die im Inland artgerecht produzierten.

Auch der Bundesrat sei der Ansicht, dass den Konsumenten die Wahlfreiheit garantiert werden sollte, weil viele aus ethischen und moralischen Gründen die Haltung von Nutztieren in Käfigen ablehnen würden. Die Ausdehnung der Deklarationspflicht sei zwar ein zusätzliches Handelshemmnis, doch sei in diesem Fall das Interesse der Konsumenten höher zu gewichten.
(Quelle: LID / 22.9.2008)



Guter Start für Backwarenkonzern Aryzta

Aryzta, der weltweit grösste Hersteller von Tiefkühl-Backwaren, in dem auch Hiestand aufgegangen ist, hat erstmals konsolidierte Zahlen veröffentlicht. Im per Ende Juli ausgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Umsatz rund 5 Milliarden Franken. Im nur pro forma erstellen Finanzbericht weist Aryzta einen Konzerngewinn von rund 256 Millionen Franken auf, wie die Nachrichtenagentur SDA das Unternehmen am 22. September 2008 zitiert. Aryzta ist im August aus der Fusion der irischen IAWS Gruppe und der Schweizer Hiestand entstanden.

Gleichzeitig veröffentlichte Aryzta auch die Halbjahreszahlen der ehemaligen Hiestand. Diese steigerte den Umsatz um 375,5 Mio. Franken. Auch das operative Ergebnis hat Hiestand erneut steigern können: Der Betriebsgewinn kletterte um 20,2 Prozent auf 39,54 Mio. Franken. Unter dem Strich verzeichnete der Aargauer Grossbäcker einen Reingewinn von 22,9 Mio. Franken. Das Halbjahresergebnis von Hiestand sowie der Jahresabschluss der IAWS seien Beweis für "das Wachstumsmomentum, das aus den beiden vormals separaten Lebensmittelunternehmen in Aryzta einfliessen wird", zitiert die SDA den Aryzta-Chef Owen Killian.

Zu den positiven Zahlen habe zudem ein ausserordentlicher Beitrag der Origin Enterprises beigetragen, an dem die IAWS-Gruppe einen Anteil von 71,4 Prozent hält. Origin ist in Irland, Grossbritannien und Polen im Geschäft mit Agrar-Nahrung tätig und betreibt Getreidemühlen. Für Aryzta stellt Killian eine nachhaltige Entwicklung und ein Gewinnwachstum in Aussicht.
(Quelle: LID / 22.9.2008)



Thurgauer Tafeltrauben sind wieder auf dem Markt

Die Thurgauer Tafeltrauben sind wieder erhältlich Wegen guter Frühjahrswitterung und optimaler Sommervegetation ist die Qualität der Tafeltrauben dieses Jahr sehr gut. Aus der Thurta-Produktion werden rund 35 Tonnen Tafeltrauben erwartet, wie das Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg in einer Medienmitteilung vom 22. September 2008 schreibt. Die Qualität sei sehr überzeugend. Bei den Sorten, die in den Grossverteilern dieses Jahr angeboten werden, handelt es sich um Palatina Lilla, Fanny und Angela bei den weissen Sorten und Muscat bleu bei den blauen Sorten. Ab dem 22. September werden
(Quelle: LID / 22.09.2008)



Neue Emmentaler-Organisation setzt auf Tradition

Die neue Organisation "Emmentaler Switzerland Tradition" unterstützt die herkömmliche Art der Emmentalerproduktion und will so einen hohen Qualitätsstandard sicherstellen. Die Weltmeisterkäser Christian Wüthrich von Rüderswil und Anton Wyss von Mutten sowie die Käsereien Leimiswil, Schärlig, Stettenbach, Wohlen und Schüpbach haben beschlossen, zusammen mit der Firma von Mühlenen AG die eigene Organisation "Emmentaler Switzerland Tradition" zu gründen, wie es in einer Medienmitteilung vom 19. September 2008 heisst. Die neue Organisation sei offen für Käsereien, die Emmentaler nach der herkömmlichen Art mit Milch aus der Umgebung der Käserei produzierten. Mit dieser Massnahme wollten die Käsereien und die Firma von Mühlenen einen Teil der Schweizer Tradition bewahren und sicherstellen, dass der Emmentaler aus der Schweiz einzigartig bleibe.

Die Emmentalerkäse der heutigen Sortenorganisation würden zu einem grossen Teil aus grossen Käsereien mit zusammengeführter Milch stammen. Laut Medienmitteilung sei dieser Käse qualitativ nicht besser als anderer Grosslochkäse. Dies führe dazu, dass der Emmentaler Switzerland an Marktanteile verlieren würde und die Sortenorganisation die Produktion zurückfahren müsse.

Die neue Organisation „Emmentaler Switzerland Tradition“ will diesem Trend entgegentreten und einen Emmentaler produzieren, der sich qualitativ deutlich abhebe. Die notwendigen Mittel für den Aufbau einer Marke könnten aber nur beschafft werden, falls dass Bundesamt für Landwirtschaft die neue Organisation von den Selbsthilfemassnahmen befreien würde.
(Quelle: LID / 19.9.2008)



Milchskandal in China auf Frischmilch ausgeweitet

In China hat sich der Skandal um verseuchtes Milchpulver ausgeweitet. Nun wurde auch in Frischmilch die giftige Chemikalie Melamin gefunden, an der bereits vier Säuglinge gestorben sind. Der Stoff sei in haltbarer Frischmilch der drei führenden Milchproduzenten Chinas nachgewiesen worden. In 24 von über 1'200 in dieser Woche überprüften Milchtüten sei man fündig geworden, zitiert die Onlineagentur agrarheute.com die chinesische Behörde für Qualitätsüberwachung am 19. September 2008.

Betroffen seien die Produkte der Firmen Yili, Mengniu und Bright Dairy, die in ganz China im Handel sind. Die Unternehmen wurden aufgefordert, die Milch zurückzurufen. In vielen Supermärkten in Peking waren die Milchregale bereits am 18. September leer. Nach Angaben der Behörden drohen Erwachsenen von der mit Melamin versetzten Milch keine gesundheitlichen Schäden. Dagegen sind in den vergangenen Tagen bereits mehr als 6'200 Kleinkinder durch die Chemikalie an Nierensteinen erkrankt. Mit einem weiteren Anstieg der Zahlen wird gerechnet. Mit Melamin, das in der Industrie als Bindemittel eingesetzt wird, kann minderwertige Milch künstlich aufgebessert werden.
(Quelle: LID / 19.09.2008)



Groupe Minoteries steigert Umsatz und Gewinn

Die Westschweizer Mühlen-Gruppe Minoteries hat im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Gewinnsprung gemacht. Der Umsatz legte um 19 Prozent auf 67,6 Millionen Franken zu. Der Gewinn schoss um 38 Prozent auf 3,3 Mio. Franken nach oben. Das erste Semester 2008 sei geprägt gewesen von der Übernahme des restlichen Kapitals der Beteiligung bei Intermill AG im Januar und vom Verkauf der Beteiligung von 24,5 Prozent bei Pouly Tradition SA an die Familienholding Finalim von Aimé Pouly im Februar, schreibt die Groupe Minoteries in einer Medienmitteilung vom 19. September 2008.

Die Groupe Minoteries werde ihre Wachstumsstrategie durch Akquisitionen weiter verfolgen. Daran ändere auch die im Mai abgeblasene Fusion mit dem Thurgauer Mühlenbetreiber Meyerhans Hotz nichts. Für das laufende Geschäftsjahr sei man angesichts der Investitionen und der Kostenkontrolle optimistisch, hiess es weiter.
(Quelle: LID / 19.09.2008)



Schweizer konsumieren mehr Gemüse

Im Jahr 2007 hat jeder Schweizer durchschnittlich 76 Kilogramm Frischgemüse gegessen – das sind vier Kilo mehr als 2006 und somit ein neuer Rekord. Insgesamt wurden in der Schweiz im letzten Jahr 590’000 Tonnen Gemüse konsumiert, wie die Schweizerische Zentralstelle für Gemüsebau und Spezialkulturen in einer Medienmitteilung vom 19. September schreibt. Gut die Hälfte stammt aus Schweizer Produktion.

Zu den beliebtesten Gemüsen zählte die Karotte, von denen im Durchschnitt jeder Schweizer fast neun Kilogramm verspeist hat. Darauf folgten die Tomaten mit 8,5 Kilogramm pro Kopf. Weitere beliebte Gemüse waren Eisbergsalat (knapp 4 kg), Melonen (3,5 kg), Peperoni (3,3 kg), Zwiebeln und Salatgurken (je 2,9 kg), Zucchetti (2,5 kg), Kopfsalat (2,4 kg) und Blumenkohl (2 kg).

Noch vor 20 Jahren assen Schweizerinnen und Schweizer jährlich 60 Kilogramm Gemüse. Laut Bundesamt für Gesundheit sollten jährlich 109,5 Kilogramm Gemüse auf den Schweizer Tellern liegen: fünf Portionen Gemüse täglich.
(Quelle: LID / 19.09.2008)



EU-Kommission will schärfere Auflagen für Schlachthöfe

Schafe, Schweine und Rinder sollen bei ihrer Schlachtung künftig weniger leiden. Deswegen will die EU-Kommission die Tierschutzauflagen für europäische Schlachthöfen verschärfen und legte dazu am 18. September in Brüssel einen Vorschlag vor. In der EU werden jährlich rund 360 Millionen Schweine, Schafe, Ziegen und Rinder sowie mehrere Milliarden Hühner zum Verzehr geschlachtet. Dazu kommen rund 25 Millionen Tiere zur Pelzgewinnung.

Gemäss dem Kommissionsvorschlag soll künftig jeder grössere Betrieb einen eigenen Tierschutz-Beauftragten bestimmen und nachweisen, dass das Personal ausreichend geschult ist. Zudem soll regelmässig überprüft werden, ob die Betäubungsverfahren wirksam genug sind. Weiterhin erlaubt sein sollen das umstrittene Töten von Hühnern im Elektrobad oder das Vergasen von Schweinen mit Kohlendioxid. Dafür gebe es bisher "keine kommerziell machbare Alternative", heisst es in dem Entwurf. Industrievertreter stellten sich den Plänen nicht grundsätzlich entgegen. Tierschützer begrüssten den Vorschlag als ersten Schritt in die richtige Richtung. Die EU-Staaten müssen den Plänen noch zustimmen.
(Quelle: LID / 18.09.2008)



Starbucks Kaffeebohnen bei Coop im Regal

Coop wird ab Ende September in den größeren Standorten der Handelskette Kaffeebohnen der Starbucks-Marke verkaufen. Starbucks ist in der Schweiz sonst nur in den 40 Starbucks-Coffeeshops zu haben. Eine entsprechende Vereinbarung wurde in Los Angeles zwischen der Starbucks Corp. und Kraft Foods Inc geschlossen, zu der inzwischen auch Jacobs-Kaffee gehört.
(Quelle: Backspiegel / 18.9.2008)



Ständerat will Agrarforschung stärken

Die Agrarforschung in der Schweiz soll gestärkt werden. Der Ständerat hat am 18. September mit 27 zu 4 Stimmen eine Motion von Peter Bieri (CVP/ZG) gutgeheissen. Der Bundesrat soll unter anderem ein nationales Forschungsprogramm prüfen. Bundesrätin Doris Leuthard sagte, sie sei inhaltlich einverstanden mit den Forderungen, möchte diese aber nicht als verbindlich entgegennehmen. Es sei den Hochschulen überlassen, wo sie ihre Schwerpunkte setzen wollten. Ein nationales Forschungsprogramm sei möglich, sagte Leuthard weiter. Die Schweiz könnte sich eine Nische suchen, die international nicht bereits besetzt sei.
(Quelle: LID / 18.09.2008)



Blauzungenfall im Kanton Luzern

Im Kanton Luzern ist ein fünfjähriges Schaf wegen der Blauzungenkrankheit abgetan worden. Wie der Kantonstierarzt am 17. September mitteilte, lebte das Tier in der Herde eines Hobbyhalters, die nicht geimpft war. Die anderen acht Schafe der Herde waren laut den Angaben des Tierarztes gesund. Sie wurden sofort geimpft und für den Tierverkehr gesperrt. Die Herde war nicht behördlich registriert. Darum war sie nicht geimpft worden. Das getötete Tier erkrankte am Freitag, 12. September schwer und wurde am Tag darauf eingeschläfert. Der Laborbefund bestätigte den Verdacht auf Blauzungenkrankheit.
(Quelle: LID / 17.09.2008)



Emmi steigert Umsatz und Gewinn

Emmi steigerte den Gewinn im ersten Halbjahr 2008 um 17,2 Prozent auf 26,6 Millionen Franken. Damit scheint der Milchverarbeiter nach einem unbefriedigenden Geschäfsjahr 2007 wieder auf Kurs zu sein. Der Umsatz stieg um 7,5 Prozent auf 1,3 Mrd. Franken, wie Emmi am 18. September bekannt gab. Zum Wachstum hätten das Schweizer wie das internationale Geschäft gleichermassen beigetragen. Während der Umsatz in der Schweiz mit 7,7 Prozent deutlich über den Erwartungen lag, blieb das Wachstum im Ausland mit 7,1 Prozent nicht zuletzt aufgrund negativer Währungseinflüsse und der sinkenden Konsumentenstimmung leicht unter den Erwartungen.

Zudem hätten die Preiserhöhungen im Ausland das internationale Wachstum leicht gebremst, erklärte Emmi. Die strategisch wichtigen Produktgruppen Frischprodukte (+9,0 Prozent) und Käse (+8,0 Prozent) entwickelten sich auch international erfreulich. Für das zweite Halbjahr 2008 erwartet Emmi "ein substanzielles Wachstum", wenn auch eine Verlangsamung im internationalen Geschäft absehbar sei. Der Umsatz dürfte um 68 Prozent zunehmen.
(Quelle: LID / 17.09.2008)



Deutsche wollen Ampel-Kennzeichnung

Über 80 Prozent der Deutschen finden eine verpflichtende Kennzeichnung mit einheitlichen Symbolen nach den Ampelfarben rot, gelb und grün besser als eine ohne einheitliche Vorgaben auf freiwilliger Basis. Dies ergab eine von der Verbraucherorganisation Foodwatch in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage, wie der deutsche Onlinepressedienst agrarheute.com am Dienstag, 16. September 2008 berichtet. Die Ampelkennzeichnung markiert die Gehalte an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz mit Farben. Rot bedeutet "nur in kleinen Mengen hin und wieder verzehren", Gelb "es ist in Ordnung, es häufiger zu essen" und Grün "eine gesunde Wahl". Foodwatch setzt sich für die Ampellösung ein.

Der deutsche Bundesverbraucherminister Horst Seehofer hatte sich für eine farbliche Hinterlegung der Nährwerte ausgesprochen, aber auf freiwilliger Basis. Die EU-Kommission sieht in ihrem Vorschlag für eine europaweite Regelung eine Pflicht vor. Am Beispiel von Ketchups und Salatsaucen, die foodwatch mit den Ampelfarben nach englischem Vorbild gekennzeichnet hat, werde deutlich, dass hohe Zucker- und Salzgehalte nur mit verpflichtenden Farbsignalen für den Verbraucher erkennbar seien. So werbe man beispielsweise für den Kinderketchup "Ketchupi" von Knorr mit "30 Prozent weniger Zucker", lande bei der Ampel mit 14 Prozent Zuckeranteil aber deutlich im roten Bereich.
(Quelle: LID / 16.09.2008)



Vogelgrippe: BVET gibt Entwarnung

Laut Einschätzungen des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET) ist das Risiko für einen Ausbruch der Vogelgrippe in einem Schweizer Geflügelbetrieb derzeit klein. Deshalb werden in diesem Winter keine Risikogebiete zur Vorbeugung der Vogelgrippe mit verschärften Sicherheitsmassnahmen definiert.Dies hat das BVET zusammen mit den kantonalen Veterinärämtern entschieden, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag, 16. September 2008 heisst. Eine Einschleppung der Vogelgrippe über illegalen Handel oder über Wildvögel sei zwar jederzeit möglich. Im Forschungsprogramm Constanze konnte jedoch nachgewiesen werden, dass Wildvögel eher selten mit Hausgeflügel Kontakt hätten und diese Kontakte im Winter nicht häufiger seien als im Sommer.

Gleichzeitig mit der Entwarnung startet das BVET eine Informationskampagne, um Geflügelhalter auf die Symptome der Krankheit und auf vorbeugende Massnahmen aufmerksam zu machen. Auch die Überwachung der Wildvögel und von Geflügelbetrieben soll laut Mitteilung fortgeführt werden und die Importrestriktionen für Geflügelprodukte aus Ländern ausserhalb der Europäischen Union beibehalten werden.
(Quelle: LID / 16.09.2008)



Salmonellen lauern auch auf dem Salat

Warum der Genuss von Salat in seltenen Fällen zu einer Salmonelleninfektion führen kann, haben nun britische Forscher herausgefunden. Die Wissenschaftler um den Biologen Gadi Frankel vom Imperial College in London entdeckten den Mechanismus, mit dem sich die Salmonellen mit ihren Fortbewegungsorganen, den sogenannten Flagellen, auf den Blättern von Salat und Gemüse festhalten können. Gelangen diese Salmonellen auf diese Weise in den menschlichen Körper, besteht das Risiko einer Lebensmittelvergiftung.

Ursprünglich kommen Salmonellen vor allem in den Eingeweiden von Säugetieren und Vögeln vor. Werden salmonellenverseuchte Ausscheidungen von Tieren aber zur Düngung von Gemüsefeldern benutzt, so können die Bakterien auch auf Salat und Gemüse gelangen, erklären die Forscher. Weitere Infektionsmöglichkeiten bestehen auch während der Verarbeitung des Gemüses, wenn hygienische Standards nicht eingehalten werden.

Unklar war bislang jedoch, wie sich die Salmonellen auf dem Gemüse festhalten können. Für die Untersuchung dieser Frage erzeugten Frankel und seine Kollegen genetisch veränderte Salmonellen, die über keine Fortbewegungsorgane verfügten. In den anschließenden Versuchen konnten sich diese künstlich erzeugten Salmonellen nicht auf dem Gemüse halten. Daraus schlossen die Forscher, dass die Flagellen den Bakterien nicht nur zur Fortbewegung dienen, sondern auch als Halteorgan.

Die Forscher um Frankel sehen in salmonellenbehaftetem Gemüse ein hohes Risikopotenzial: Im Zuge einer gesünderen Ernährung griffen immer mehr Menschen zu Salatprodukten, schildern die Wissenschaftler. Damit steige gleichzeitig das Risiko für Infektionen durch verunreinigtes Gemüse. Gefährdet sind den Forschern zufolge vor allem als "gewaschen" deklarierte Produkte, da hier die Verbraucher dazu neigten, auf das nochmalige Waschen zu verzichten. "Es ist eine persönliche Entscheidung, aber die Menschen sollten sich über das Risiko bewusst sein, bevor sie sich entscheiden, ob sie ihr Essen waschen oder nicht", erklärt Frankel.
(Quelle: ddp/wissenschaft.de (Referat an Tagung „Food Micro 2008“) – 4.9.2008) (fma)


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