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Nachrichten

30.9.2008

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KURZNEWS 30. September 2008

Gute Weinlese 2008 / Bier-Fondue aus der Schweiz / Bell übernimmt deutschen Fleischwarenhersteller / Zürcher «Natürli» erhält Auszeichnung / HOLL-Rapsöl auf dem Vormarsch / Einsteins Kühlschrank – neu gebaut / Russland will Geflügelexporteur werden


Gute Weinlese 2008 in der Westschweiz

Die Reben in der Westschweiz haben in den letzten Wochen von günstigem Wetter profitiert. Die Trauben, deren Lese Anfang Oktober beginnt, versprechen einen guten Jahrgang. Die Trauben seien langsam aber stetig gereift, gemäss dem italienischen Sprichwort "chi va piano, va sano". "Der Zustand der Reben ist deshalb sehr gut. Wir dürfen einen guten Jahrgang 2008 erwarten", zitiert die Nachrichtenagentur SDA den wissenschaftlichen Mitarbeiter am Walliser Amt für Weinbau, Michel Pont, am 29. September 2008.

Sowohl im Kanton Wallis wie auch in den Kantonen Genf, Neuenburg und Waadt wird laut Experten die Ernte höher ausfallen als im Jahr 2007 und die Qualität der Trauben gut sein. Die Wetterlage, mit frischen Nächten und sonnigen Tagen, sei für die Reben günstig. Diese Kombination fördere den Reifeprozess der Trauben und verstärke die Aromen. Gleichzeitig stoppe sie Fäulniskrankheiten wie etwa die Graufäule. Obwohl für die nächsten Tage kein Regen vorausgesagt wird, kreuzen die Winzer die Finger. Denn schon oft hat sich das Wetterglück innert Kürze in Wetterpech verwandelt.
(Quelle: LID / 29.9.2008)



Micarna übernimmt die Bündner Fleischtrocknerei Natura

Der heutige Inhaber der Bündner Fleischtrocknerei Natura, Pietro Peduzzi, übergibt sein Geschäft an die Micarna SA. Das Handwerk der Bündner Fleischveredelung wird am Standort in Tinizong GR weitergeführt. Die Natura Fleischtrocknerei soll als neues Spezialitäten-Geschäftsfeld in die Micarna SA integriert werden, schreibt die Micarna in einer Medienmittelung vom 26. September 2008. Synergien würden sich die beiden Partner in der Rohmaterial-Vollverwertung erhoffen. Zudem soll das Natura-Spezialitätensortiment aus dem Bündnerland eine wichtige Rolle in der Exportstrategie der Micarna SA einnehmen. Die Micarna SA, ein Unternehmen der Migros, übernimmt die Tätigkeiten der Natura per 1. Januar 2009.
(Quelle: LID / 26.9.2008)



Fondue mit Bier statt Wein

Ab dem kommenden Oktober verkaufen die beiden Detailhändler Volg und Spar ein Bier-Käsefondue. Produziert wird die neue Fonduekreation in der Käserei Schwyzer Milchhuus. Milchhuus-Inhaber Erich Reichmuth stellt die neue Fonduespezialität am Sonntag, 28. September 2008 an der der internationalen Messe für Molkereiprodukte (InterMopro) in Düsseldorf vor. Er will mit dem neuartigen Fondue den deutschen Markt erobern. Bereits jetzt exportiert das Schwyzer Milchhuus gut die Hälfte ihrer Käsespezialitäten nach Deutschland. Beim Bier-Käsefondue soll es sich laut Reichmuth um eine Weltneuheit handeln.
Bei der Produktion des neuen Fondues wird Weissbier der Marke Erdinger unter die Käsemischung gerührt. Das Fondue gibt es in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen, einer cremig-milden und einer würzig-pikanten. Laut Reichmuth wird auch mit Coop über eine Aufnahme des Käsefondues ins Sortiment verhandelt.
(Quelle: Schwyzer Milchhuus / 26.9.2008)



Bell steigt beim deutschen Fleischwarenhersteller Zimbo ein

Die Bell Gruppe tätigt ihre zweite Akquisition im Ausland und beteiligt sich mehrheitlich am deutschen Fleischwarenhersteller Zimbo. Zimbo stellt hochwertige Fleisch- und Wurstwaren her und erzielt mit ca. 1’800 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 280 Mio. EUR. Damit realisiert Bell einen wichtigen Schritt im deutschen sowie im stark wachsenden osteuropäischen Markt.

Die Bell Holding AG übernimmt von der RZ-Zimmermann Holding die Mehrheit der Zimbo Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co.KG mit Sitz in Bochum. Die Beteiligung, die zum 1. Juni 2008 an eine Beteiligungsgesellschaft verkauft wurde, ist in diesem Rahmen von Reinhold Zimmermann zurück erworben worden. Der bisherige Hauptgesellschafter Reinhold Zimmermann wird der Bell Gruppe in den nächsten Jahren im Rahmen eines Beratungsmandates zur Verfügung stehen. Die Akquisition erfolgt vorbehältlich der Genehmigung des deutschen Kartellamtes.

Zimbo ist Marktführer in Deutschland im Segment der Selbstbedienungs-Herstellermarken und eine der bekanntesten Fleisch- und Wurstherstellermarken Deutschlands. Über 1’800 Mitarbeiter erzielen einen Jahresumsatz von rund 280 Mio. EUR. In drei Produktionsstätten in Deutschland und einer in Ungarn werden jährlich über 50’000 Tonnen Fleischwaren für den Gross- und Einzelhandel produziert und vertrieben. Ein Drittel des Umsatzes erzielt Zimbo in Osteuropa. In Tschechien und Ungarn betreibt Zimbo knapp 100 Metzgereifilialen nach dem Shop-in-Shop-Prinzip. In Rumänien ist ein Filialnetz im Aufbau.

Im Rahmen der strategischen Ausrichtung hat Bell mit Zimbo einen idealen Partner gefunden und stützt die Wachstumsstrategie von Zimbo. Durch die starke Marktstellung von Zimbo in Deutschland und Osteuropa vollzieht Bell hiermit einen wesentlichen Schritt in der Umsetzung der Internationalisierungsstrategie.
(Quelle: Bell AG / 25.0.2008)



Zürcher "natürli"-Projekt ausgezeichnet

Ein Projekt von "Pro Zürcher Berggebiet" ist von der Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement (SVSM) mit dem Best Practice Award ausgezeichnet worden. Es handelt sich um die "Milch- und Käsespezialitäten natürli us em Zürcher Berggebiet". Der SVSM-Award würdigt herausragende Leistungen im Bereich des Standortmarketings und der Wirtschaftsförderung, zitiert die Nachrichtenagentur SDA eine Mitteilung vom Donnerstag, 25. September 2008. Die Jury bezeichnete das "natürli"-Projekt als cleveres, nachhaltiges Standortmarketing für die Lifestyle-Produkte Milch und Käse.

Als Antwort auf die Marktliberalisierung Anfang der Neunzigerjahre sei ein visionäres, aber naheliegendes Projekt realisiert worden, heisst es weiter. Über 500 Molkerei- und Käsespezialitäten werden heute unter der Marke "natürli" von gegen 300 Detaillisten und 100 Gastrobetrieben angeboten. 2007 wurde ein Umsatz von 11 Millionen Franken erzielt. "Pro Zürcher Berggebiet" wird von elf Zürcher, zwei Thurgauer und zwei St. Galler Gemeinden getragen.
(Quelle: LID / 25.09.2008)



SBV-Direktor will Ernährungssouveränität sichern

Der aktuelle Selbstversorgungsgrad der Schweiz soll erhalten bleiben und der Stellenwert einer selbst bestimmten Landwirtschaftspolitik gefestigt werden. SBV-Direktor Jacques Bourgeois. Um dies zu erreichen, hat Jacques Bourgeois, Nationalrat und Direktor des Schweizerischen Bauernverbands (SBV), am Mittwoch, 24. September eine parlamentarische Initiative zur Ernährungssouveränität eingereicht, wie der Bauernverband in einer Medienmitteilung schreibt.

Die Nahrungsmittelkrise des letzten Jahrs habe gezeigt, dass die Versorgung mit ausreichend gesunden Nahrungsmitteln auch ausserhalb der ärmsten Länder dieser Welt keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Die Schweiz sei ein reiches Land und müsse sich um die Versorgung erst nach allen anderen sorgen. Dennoch muss laut Bourgeois die Inlandproduktion und eine eigenständige Agrarpolitik gewährt bleiben. Die Erfahrung der jüngsten Vergangenheit habe demonstriert, dass bei knapper Versorgungslage auch klassische Exportländer ihre Grenzen schliessen würden, um die Ernährung der eigenen Bevölkerung zu gewährleisten.

Die Initiative will die gesamte Nahrungsmittelkette stärken. Neben der eigentlichen Produktion und Verarbeitung gehörten dazu beispielsweise die Verkaufsförderung, die Deklaration der Rohstoffe, die Anerkennung von geografischen Ursprungsbezeichnungen oder der Schutz des Produktionsmittels Boden. Der Bund soll sicherstellen, dass auch in Zukunft die Bevölkerung zu einem wesentlichen Teil über eine inländische Produktion und Verarbeitung mit hochwertigen Lebensmitteln versorgt werden kann.
(Quelle: LID / 25.09.2008)



Hitzebeständiges HOLL-Rapsöl auf einem Viertel der Anbaufläche

Der so genannte HOLL-Raps erlaubt die Herstellung eines hitzebeständigen Öls ohne Transfettsäuren. Bei der Entwicklung der neuen Rapssorte war die Schweiz massgeblich beteiligt. Die neue Sorte liefere ein Öl, das sich aufgrund seiner Fettsäurenstruktur vom konventionellen Öl unterscheide, schreibt die Forschungsanstalten Agroscope Changins-Wädenswil in einer Medienmitteilung vom Donnerstag, 25. September 2008. Bei der Erhitzung von HOLL-Rapsöl bestehe kein Risiko bezüglich Zersetzung, Rauchentwicklung oder Entwicklung von schlechten Gerüchen. Der Name "HOLL" stammt vom Englischen und bedeutet "high oleic low linolenic".

Die Pilotproduktion von HOLL-Raps in der Schweiz wächst stetig. Während 2004 einige Hunderte Hektaren produziert worden sind, sei die Fläche im Jahr 2008 auf 4'500 Hektaren angestiegen. Bei der Produktion würden die Landwirte jegliche Vermischung mit herkömmlichen Rapssorten vermeiden. Heute sei die Produktion von HOLL-Raps in der Schweiz gut verankert und entspreche rund einem Viertel der im Jahr 2008 angebauten Rapsfläche. An dem vom Bund unterstützten Pilotprojekt mitgearbeitet haben die Forschungsanstalten Agroscope Changins-Wädenswil (ACW), Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART), der Saatgutproduzent Monsanto, die Ölwerke Florin und Sabo, die Fenaco und Swissgranum.
(Quelle: LID / 25.09.2008)



Nidwalden kontrolliert Schweinehaltung

Nidwaldner Schweine sollen tierschutzgerecht gehalten werden. 73 der insgesamt 112 Betriebe mit Schweinehaltung wurden 2007 und 2008 kontrolliert. Die übrigen Betriebe werden bis Ende dieses Jahres einer unangemeldeten Kontrolle unterzogen. In einem Publikumsorgan des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) waren im Juli 2008 sechs Schweinehaltungsbetriebe in Obwalden und drei in Nidwalden bemängelt worden. Die betreffenden Betriebe wurden daraufhin sofort und unangemeldet kontrolliert, wie die Nachrichtenagentur SDA am 24. September 2008 schreibt.

Die Befunde in den kontrollierten Betrieben bewegten sich zwischen keinen und gravierenden Missständen, erklärte Kantonstierarzt Josef Risi vom Veterinäramt der Urkantone. Es seien Anzeigen erstattet worden. Wieviele wollte er nicht sagen. Die Nidwaldner Regierung hat laut Medienmitteilung beschlossen, alle noch nicht kontrollierten Betriebe bis Ende Jahr einer Kontrolle zu unterziehen. Damit wolle man sicherstellen, dass die Schweinhaltung den Tierschutzvorschriften entspreche. Es gehe auch um das Vertrauen in eine tiergerechte Produktion von einheimischem Schweinefleisch.
(Quelle: LID / 24.09.2008)



Russland will bis 2015 Geflügelfleisch-Exporteur werden

In Russland soll die Produktion von Geflügelfleisch in diesem Jahr mit 2,2 Millionen Tonnen um 15,8 Prozent umfangreicher ausfallen als 2007 und bis zum Jahr 2012 ein Niveau von 3,2 Millionen Tonnen erreichen. Während es in den kommenden Jahren um eine Einschränkung der Importe gehen dürfte, soll der weitere Zuwachs der inländischen Produktion nach Plänen der nationalen Geflügelproduzenten-Vereinigung, Rosptizesojus, ermöglichen, bereits 2015 bis zu 600'000 Tonnen Geflügelfleisch zu exportieren, wie der Agrarpressedienst AIZ den Präsident der Vereinigung, Wladimir Fisinin, am 23. September 2008 zitiert. Den Investitionsbedarf seiner Branche in den kommenden vier Jahren bezifferte Fisinin mit insgesamt rund 1,7 Milliarden Franken.

Der russische Landwirtschaftsminister, Alexej Gordejew, verkündete am Rande der Veranstaltung vor Journalisten, spätestens im November sollte die Regierung in Moskau über eine Kürzung des Tarifkontingents 2009 für die Einfuhren von Geflügelfleisch entscheiden. Während aber die bislang abgestimmten Pläne eine Einschränkung um 200'000 Tonnen auf 1,05 Millionen Tonnen vorsähen, würde sein Ressort eine Verringerung um 300'000 Tonnen vorschlagen.

Es gehe dabei nicht um eine Kürzung der Quote eines bestimmten Landes, sondern, um eine Kürzung des Gesamtkontingents, machte Gordejew deutlich. Derzeit würden in der Regierung aber bereits die anderen möglichen Formen der Importeinschränkung ab 2010 erwogen. Nach Angaben des Ministers deckt die inländische Produktion von Geflügelfleisch derzeit rund 60 Prozent des Binnenbedarfs. In den kommenden zwei bis drei Jahren sollte dieser Anteil auf 80 Prozent gesteigert werden.
(Quelle: LID / 23.9.2008)



Kühlschrank ohne Stromverbrauch in den Startlöchern

Angelehnt an eine Erfindung von Albert Einstein wollen Wissenschaftler der Universität Oxford nun einen Kühlschrank entwickeln, der ohne Strom und Wartung auskommt. In einem Projekt mit drei Jahren Laufzeit arbeiten die Forscher an Technologien, die umweltfreundliche Kühlung möglich machen sollen. Der Ausgangspunkt ist ein Kühlschrank, den Albert Einstein und Leo Szilard 1930 patentieren liessen. Dieses Kühlsystem funktioniert durch unter Druck stehende Gase und benötigt keine beweglichen Teile und daher auch keine Wartung. Wissenschaftler unter der Leitung von Malcolm McCulloch, Elektroingenieur an der Universität Oxford, haben diese Erfindung nun nachgebaut, berichtet der Guardian.

Einsteins ursprüngliche Erfindung ist nicht sehr effizient und wurde daher auch bald durch Freon-Kühlung ersetzt. McCulloch und sein Team arbeiten nun daran, diesen Nachteil zu beheben und die Effizienz zu vervierfachen. Sie planen, das ursprünglich verwendete Butan- und Ammoniakgas durch besser geeignete Gase zu ersetzen. Die Energiezufuhr soll durch Solarenergie gedeckt werden, da für das Kühlsystem lediglich eine Wärmepumpe benötigt wird. Die Grundidee von Einsteins Erfindung ist, dass die Siedetemperatur von Wasser niedriger ist, je niedriger der Umgebungsdruck ist. Das Wasser im Kühlsystem wird durch die Gase zum Kochen gebracht, entzieht dabei seiner Umgebung Energie und kühlt dadurch.

Bislang steckt die Weiterentwicklung des Einstein-Kühlschranks noch in ihrer Anfangsphase. Bis er auf den Markt kommt, wird es noch einige Zeit dauern, meinen die Forscher. Wenn es einmal so weit ist, wird ihr energieeffizienter Kühlschrank wohl vor allem in sehr abgelegenen ländlichen Gebieten zum Einsatz kommen, wo es kaum Möglichkeiten zur Wartung gibt. Grosser Bedarf an umweltfreundlichen und energiesparenden Kühlsystemen besteht auch in Entwicklungsländern. "Wenn man Entwicklungsländer betrachtet, merkt man schnell, dass sie bald mehr Kühlsysteme benötigen werden als jetzt, wenn sie unseren Lebensstil anstreben", meint Doug Parr, leitender Wissenschaftler der britischen Greenpeace.
(Quelle: pte / 22.09.2008)



MARKTPLATZ

Intelligente RFID-Chips messen beim Transport die Temperatur der Lebensmittel

Ein Fünftel an Obst und Gemüse verdirbt bevor es das Kühlregal im Supermarkt erreicht. Das soll künftig ein Shelf-Life-Modell der Universität Bremen verhindern. Die geeignete Technologie für die Umsetzung liefert Ambient Systems B. V. mit seiner RFID-Lösung der dritten Generation. Als Auftakt dieser Kooperation programmierte ein Forschungsteam die ersten RFID-Tags für den Praxistest. Als sogenannte Shelf-Life-SmartPoints messen sie während des Transports und der Lagerung die Temperatur und berechnen damit Qualität und Haltbarkeit der Ware. Voraussichtlich schon im September 2008 will Ambient Systems das Produkt auf den Markt bringen.

Die RFID-Tags sollen den Verlust der Nahrungsmittel reduzieren, wobei jeder Sorte ein individuelles Modell zugeordnet wird. "Die Selbststeuerung logistischer Prozesse ist eines unserer Kernthemen", so Dipl.-Ing. Reiner Jedermann vom Microsystems Center Bremen (MCB) an der Universität Bremen. "Das Shelf-Life Modell ist im Rahmen des Forschungsprojektes 'Intelligenter Container' entstanden. Der Praxistransfer scheiterte bisher am Preis und der Leistung marktgängiger RFID Technologien. Eine Kooperation mit Ambient ist deshalb für uns interessiert, da die Technologie im Vergleich mit anderen Lösungen wesentlich mehr Kapazität bietet."

Ambient SmartPoints verfügen über ausgereifte Sensoren und Schnittstellen, die mit "easy-to-install-allwireless-networks" kommunizieren. Die SmartPoints werden an den Paletten und Kisten mit verderblichen Nahrungsmitteln platziert. Während Transport und Lagerung messen sie laufend die Temperatur und andere Werte. Basierend auf diesen Messungen berechnen sie die verbleibende Lebensdauer und übertragen die Information drahtlos von verschiedenen Punkten an das Netzwerk von Ambient.

Fällt die Qualität unter einen kritischen Grenzwert lösen sie automatisch Alarm aus. "Das ist der beste Weg auf der einen Seite Verluste zu reduzieren und auf der anderen Seite die Profitabilität zu erhöhen", freut sich der Bremer Wissenschaftler. "Wir optimieren den temperaturgeführten Transport so, dass die Ware im perfekten Zustand das Kühlregal der Supermärkte erreicht."

Auch Ambient Systems ist zufrieden: "Vor dem Hintergrund der globalen Ernährungskrise freuen wir uns sehr, dass wir an einem Projekt beteiligt sind, das den Verlust von Nahrungsmitteln eindämmt", sagt Eelco de Jong von Ambient Systems. Im Rahmen der Kooperation wird noch in diesem Jahr ein mehrtägiger temperaturgeführter Transport verderblicher Güter als Pilotprojekt durchgeführt.
(Quelle: Ambient Systems) (fma)


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9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
Mütter beeinflussen mit ihrer Ernährung den Fett- und Zuckerstoffwechsel der Nachkommen durch epigenetische Veränderungen.
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8.2.2016
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