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7.10.2008

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KURZNEWS 7. Oktober 2008

Nationalrat sagt Ja zu Käfigkaninchen-Deklaration und Strassentransitverbot ausländischer Schlachttiere / Konsumentenschutz stellt Agrarfreihandel in Frage / Schweiz produziert Butterberg / SKS fordert «Werbeverbot für Kinder-Junkfood» / Bier wird teurer


Käfig-Kaninchenfleisch soll deklariert werden

Am Schlusstag der Herbstsession hat der Nationalrat die Motion «Deklarationspflicht für Käfig-Kaninchenfleisch» überwiesen. Bereits der Bundesrat hat sich für diese Deklaration ausgesprochen. Das Geschäft geht nun an den Ständerat. Die von der Zürcher Nationalrätin Tiana Angelina Moser eingereichte Motion will importiertes Kaninchenfleisch, das aus in der Schweiz verbotener Käfighaltung stammt, der Deklarationspflicht unterstellen. Ähnlich den Käfigeiern.

80 % des in der Schweiz konsumierten Kaninchenfleisches (2800 Tonnen jährlich) werden importiert. Es stammt oft aus einer in der Schweiz verbotenen Haltung. Die Tiere haben nur 1 A4-Seite Platz, stehen auf Drahtgitter, haben weder Einstreu noch Beschäftigung, verfügen über keine Rückzugsorte und können sich kaum bewegen, nicht ausgestreckt liegen oder sich aufrichten. Die Motion zielt auf eine Änderung der Landwirtschaftlichen Deklarationsverordnung ab. Neben Käfigeiern soll neu auch Käfig-Kaninchenfleisch der Deklarationspflicht unterstellt werden. Damit soll die Wahlfreiheit der Konsumentinnen und Konsumenten gewährleistet werden, die somit mehr über die Tierhaltung informiert sein werden. Ohne Deklarationspflicht würden zudem die in der Schweiz tiergerecht produzierenden Landwirte benachteiligt.
(Quelle: KAG Freiland / 6.10.2008)



Käsehändler von Mühlenen gewinnt World Cheese Awards

Der Käse-Weltmeister von Mühlenen gewinnt am World Cheese Award in Dublin zwölf Auszeichnungen mit dem Le Gruyère Premier Cru, Emmentaler Tradition Premier Cru und fünf weiteren Schweizer Käsespezialitäten. Walo von Mühlenen, der bereits in den Jahren 1992, 2002, 2005 und 2006 Käseweltmeister wurde, hat am diesjährigen World Cheese Award insgesamt zwölf Auszeichnungen gewonnen, wie der Käsehändler in einer Medienmitteilung vom 3. Oktober 2008 schreibt.

Damit war er einer der erfolgreichsten Teilnehmer. Sie gewann zusätzlich den Titel bester Le Gruyère als auch denjenigen bester AOC Hartkäse und belegte über alle Klassen den dritten Platz. Der jährlich stattfindende World Cheese Award wurde dieses Jahr vom 29. September bis 1. Oktober in Dublin ausgetragen. Insgesamt nahmen über 2'400 Käse aus aller Welt teil. Der Le Gruyère Premier Cru Bio wurde als bester Gruyère AOC und als bester AOC Hartkäse ausgezeichnet und wurde über alle Kategorien zum drittbesten Käse gewählt. Goldene Auszeichnungen haben gewonnen:

Le Gruyère Premier Cru Bio hergestellt von Pierre Buchillier in Les Moulins
Le Gruyère Premier Cru hergestellt von Adrian Scheidegger in Niedermuhren
Weisstensteiner hergestellt von Marc Jakob in Kyburg - Buchegg
Bucheggberg hergestellt von Marc Jakob in Kyburg - Buchegg

Der Le Gruyère Premier Cru Bio wurde als bester Gruyère AOC und als bester AOC Hartkäse ausgezeichnet und wurde über alle Kategorien zum drittbesten Käse gewählt.
(Quelle: LID / 03.10.2008)



Konsumentenorganisationen stellen Agrarfreihandel in Frage

Der Nationalrat hat die Zulassung von Parallelimporten abgelehnt. Konsumentenorganisationen finden ein Freihandelsabkommen im Agrarbereich ohne gleichzeitige Zulassung von Parallelimporten unsinnig. Die vier Konsumentenorganisationen acsi, frc, das Konsumentenforum sowie die Stiftung für Konsumentenschutz missbilligen die Ablehnung des Nationalrats zu den Parallelimporten.

Damit würde der Nationalrat die hohen Preise in der Schweiz "zementieren", schreiben die vier Organisationen in einer Medienmitteilung vom 3. Oktober 2008. Sie seien nicht bereit, die in der Schweiz erreichten Konsumentenanliegen wie die Herkunftsbezeichnung, den Mehrwert inländischer Agrarprodukte dank strengerer Gesetzgebung betreffend Umwelt- und Tierschutz wie auch die hohe Qualität zu opfern und gleichzeitig die Preise hoch zu halten. Besonders, wenn die Produkte im umliegenden Ausland günstiger zu haben sind.
(Quelle: LID / 03.10.2008)



Kein Strassentransit von ausländischen Schlachttieren

Auch in Zukunft werden keine ausländischen Schlachttiere durch die Schweiz gefahren. Der Nationalrat hat am 3. Oktober 2008 einer parlamentarischen Initiative von alt Nationalrätin Barbara Marty Kälin zugestimmt, welche das Transitverbot im Tierschutzgesetz verankern will.

In dieselbe Richtung zielen auch Standesinitiativen der Kantone Luzern, Bern, St. Gallen, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Zürich und Fribourg. Anstoss für diese Initiativen waren die Absichten des Bundesrates, dass Transitverbot mit der EU abzuschaffen, wie der Schweizer Tierschutz (STS) in einer Medienmitteilung vom 3. Oktober schreibt. Der STS sei froh über den Entscheid des Nationalrates und hoffe, dass der Ständerat folgen werde. Das Transitverbot sei aus tierschützerischer Sicht ein deutliches Signal an die EU, die Schlachttiertransporte zu stoppen. Aus Sicht der Befürworter des Transitverbots würden dafür auch seuchenpolizeiliche Gründe sprechen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Allerdings sieht der STS auch in der Schweiz noch Handlungsbedarf. So würde es den Tiertransporteuren und dem Personal in den Schlachthöfen oft am nötigen Fachwissen und Feingefühl im Umgang mit den Schlachttieren fehlen. Der STS will deshalb ein Kompetenzzentrum für tierschutzkonforme Tiertransporte und Schlachthöfe bauen, welche der Branche mit Rat und Tat bei der Umsetzung der neuen Tierschutzvorschriften zur Seite stehen solle.
(Quelle: LID / 03.10.2008)



Erfolgreicher InterMeat-Auftritt von Proviande

Über 70.000 Besucher aus 65 Ländern gingen Ende September zum Messequartett InterMopro, InterCool, InterMeat 2008 und hogatec in der Messe Düsseldorf. 970 internationale Aussteller bei, Food-Foodmessetrio und 500 Aussteller bei der Gastromesse waren vertreten - aus 30 Nationen. Unter dem Dach von Proviande, der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, präsentierten an der InterMeat vier Schweizer Firmen ihre Fleischspezialitäten: Angst, Bell, Meinen und Micarna. Sie nutzen die Proviande-Plattform im Ausland zur Erschliessung neuer Absatzmärkte.

Die Fleischbranche agiert in der Schweiz in einem gesättigten Markt. Es gilt daher, neue Absatzmärkte zu erschliessen, um den Fleischabsatz auch in den nächsten Jahren zu fördern. Der europäische Markt bietet vor dem Hintergrund eines allfälligen Freihandelsabkommens mit der EU Möglichkeiten zur Ausdehnung der Absatzkanäle. Besondere Bedeutung kommt der Ausweitung der Marketingkommunikation «Schweizer Fleisch» von Proviande ins Ausland zu. Begleitet wird der Auftritt durch die neue internationale Website www.swiss-meat.com.
(Quelle: Proviande / 2.10.2008)



Migros zieht 30'000 Packungen Anna’s Best zurück

Auf Grund eines Produktionsfehlers ruft die Migros aus Sicherheitsgründen 19 Produkte zurück, vor allem der Marke Anna’s Best sowie ein Sélectionprodukt. Der Fehler besteht in ungenügender Erhitzung und hat eine verkürzte Haltbarkeit zur Folge. Die Migros nennt jedes Produkt mit Artikelnummer, Name, Ablaufdatum und Preis. Sie bittet in der Medienmitteilung und Inseraten alle Kunden, die diese Produkte in der Zeit zwischen 17. September 2008 und 2. Oktober 2008 gekauft haben, nicht zu konsumieren. Die Produkte mit dem angegebenen Ablaufdatum können gegen Rückerstattung des vollen Verkaufspreises in jede Migros-Filiale zurückgebracht werden.
(Quelle: Migros-Genossenschafts-Bund 2.10.2008)



Kalifornien: Kalorienangaben auf der Speisekarte

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger will mit einem neuen Gesetz den Konsumenten helfen, gesündere Entscheidungen beim Essen zu treffen. Daher hat der ehemalige Schauspieler nun ein Gesetz unterschrieben, das Restaurantketten mit mehr als 20 Verkaufsstellen ab Juni 2009 strikte Regeln für ihre Verpackungen und Speisekarten vorschreibt. Im nächsten Jahr sollen die Verbraucher lesen können, wie viele Kalorien, Fette und Kohlenhydrate in den Speisen enthalten sind. Bis zum Jahr 2010 soll das in den USA bis jetzt einzigartige Gesetz von den Unternehmen umgesetzt werden. Zurzeit gilt in Kalifornien jedes dritte Kind als übergewichtig.
(Quelle: Backspiegel / 2.10. 2008)



SKS fordert «keine Werbung mehr für Junkfood für Kinder!»

Der Befund ist eindeutig: Eines von fünf Kindern ist übergewichtig, eines von zwanzig sogar fettleibig: Die Schweiz könne sich der internationalen Entwicklung in Bezug auf Übergewicht nicht entziehen. 220 Konsumentenorganisationen aus 115 Ländern, die sich zu Consumers International (CI) zusammengeschlossen haben, verlangen ein Werbeverbot für Lebensmittel, die zu süss, zu fett oder zu gesalzen sind. Die vier Schweizer Konsumentenorganisationen unterstützen diese Kampagne.

Auch in der Schweiz gibt es Einiges zu beanstanden: So hat die FRC 12 Frühstücksflocken für Kinder analysiert und festgestellt, dass keine davon eine ausgewogene Zusammensetzung aufweisen. Alle enthalten entweder zu viel Zucker oder zu viel Salz. Die Bemühungen der Eltern, gesunde Lebensmittel zu wählen, werden durch die enormen Marketing-Budgets der Firmen sabotiert. Fernsehwerbung, auffällige Verpackungen, Spielzeug zum Sammeln oder Spiele im Internet – damit werden die jungen Kunden bei der Stange gehalten. Dieser Werbeaufwand wird zudem fast ausschliesslich für Produkte betrieben, welche nicht gesund sind.

Ein Bericht von WHO-Experten im Jahr 2006 zeigt eindrücklich, dass die Werbung die Nachfrage bei Kindern für diese Produkte ankurbelt. Die weltweite Kampagne von CI verlangt von der WHO, einen international gültigen Code für die Werbung auszuarbeiten, welche sich an Kinder richtet. Die Regierungen der einzelnen Länder sollen den Code anschliessend über nationale Gesetze konkretisieren und umsetzen.

Diese Forderung wird im Frühling 2009 in Genf deponiert. Der Code umfasst Lebensmittel und Getränke mit einem erhöhten Gehalt an Fett, Zucker und Salz, welche sich in erster Linie an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren richtet. Er verlangt:

- Ein TV-Werbeverbot zwischen 6.00 und 21.00 Uhr für diese Produkte
- Kein Marketing, welches die neuen Medien einbezieht (Websites, SMS, etc.)
- Keine Werbung in Schulen oder an anderen Orten, die vorwiegend von Kindern frequentiert werden
- Keine Promotion mit Hilfe von Geschenken, Gadgets oder anderem Spielzeug, dasgesammelt wird
- Kein Bezug auf berühmte Persönlichkeiten, Comicsfiguren oder Wettbewerben (Quelle: Schweizer Konsumentenschutz / 2.10.2008)



Zu viel Butter an Lager

Gegenüber dem Vorjahr wurden 2008 rund 6'400 Tonnen oder knapp ein Viertel mehr Butter produziert. Die Butterlagerbestände sind mit über 4'000 Tonnen dementsprechend hoch. Im laufenden Jahr seien bereits über 33'000 Tonnen Butter produziert worden, schreibt Peter Ryser, Geschäftsführer der Branchenorganisation Butter, in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Die Grüne". 2007 mussten noch über 6'000 Tonnen Butter importiert werden.

Zwar habe gegenüber dem Vorjahr auch der Butterabsatz um 3,1 Prozent zugenommen, schreibt Ryser weiter. Diese Zunahme würde aber die Mehrproduktion nicht kompensieren. Hinzu komme, dass die Butterpreiserhöhung vom Juli den Absatz gedämpft habe. Bis Ende Jahr müsse weiterhin mit einer hohen Produktion und einem Butterüberschuss von mehreren hundert Tonnen gerechnet werden. Ryser macht für die Zunahme der Butterproduktion die erhöhte Milchproduktion und die vollen Käselager verantwortlich. Auch die neue Konsummilch-Standardisierung und die bisher hohen Milchfettgehalte hätten zu der erhöhten Butterproduktion beigetragen.

Um beim Milchfett den Markt zu entlasten, finanzieren laut Ryser die Schweizer Milchproduzenten (SMP) im zweiten Semester 2008 Rahmexporte in Höhe von 250 Tonnen Butteräquivalent. Um die Butterlager abzubauen, würden jedoch weitere Entlastungsmassnahmen erforderlich sein.
(Quelle: LID / 02.10.2008)



SV Group wird in Deutschland ausgezeichnet

Die SV Group erhält den renommierten „Frankfurter Preis der deutschen Gemeinschaftsverpflegung“ des Jahres 2008. Am 28. September durfte Susy Brüschweiler, CEO der SV Group, den begehrten Branchen-Oscar bei der Preisverleihung in Düsseldorf entgegennehmen.

In seiner Laudatio betonte Hans-Christian Sontag, Leiter Facility Management Ulm/Nabern der Daimler AG, die wichtige Rolle von CEO Susy Brüschweiler, die den „beispielhaften Wandel von einer Non-Profit-Organisation zu einem modernen Player im Contract-Cateringmarkt“ eingeleitet hat. Sie hat es „in einem von Wettbewerbs- und Kostendruck geprägten Markt verstanden, das Unternehmen den veränderten Anforderungen der Wirtschaft und den sich wandelnden Bedürfnissen der Gäste anzupassen. Und das, ohne die Unternehmenswerte und das viel gerühmte Qualitätsniveau aufzugeben.“

Der deutsche Fachverlag vergibt zum 8. Mal den Frankfurter Preis, der Firmen und Persönlichkeiten auszeichnet, die sich in besonderem Mass um die Gemeinschaftsverpflegung verdient gemacht haben. Die Auszeichnung gilt einer Leistung, die geeignet ist, im Markt neue Impulse, bessere Marktdurchsetzung und eine positive Branchenprofilierung auszulösen und langfristig erfolgreich zu sichern.

Er lobte das Geschick der SV Group „als Trendsetterin Tradition und Fortschritt gleichermassen zu vereinen“ sowie „Modernisierung, Diversifikation und Internationalisierung voranzutreiben“. Susy Brüschweiler bedankte sich im Namen der Preisträger bei der Jury und widmete den Preis den Mitarbeitenden, „die tagtäglich unter schwierigen Arbeitsbedingungen unserer Gastfreundlichkeit, der Innovationskraft und der professionellen Dienstleistung ein Gesicht geben.“

Der Oscar der Branche würdigt herausragende unternehmerische und persönliche Leistungen im Catering-Markt. Die Sieger werden alle zwei Jahre von einer hochkarätigen Jury ausgewählt. Stifterin des Preises ist die Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag. Eine Bewerbung ist nicht möglich.

Der deutsche Fachverlag vergibt zum 8. Mal den Frankfurter Preis, der Firmen und Persönlichkeiten auszeichnet, die sich in besonderem Mass um die Gemeinschaftsverpflegung verdient gemacht haben. Die Auszeichnung gelte einer Leistung, die geeignet ist, im Markt neue Impulse, bessere Marktdurchsetzung und eine positive Branchenprofilierung auszulösen und langfristig erfolgreich zu sichern, schreibt die Stifterin des Preises, die «Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag».
(Quelle: SV-Group / 30.9.2008)



Bundesamt will Bovine Virus-Diarrhoe ausrotten

Das Programm des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET) zur Ausrottung der Rinderkrankheit Bovine Virus Diarrhoe (BVD) beginnt am 1. Oktober 2008. Bis Ende Jahr sollen über eine Million Rinder untersucht werden. Mit einer Grossaktion der Landwirtschaft, der Tierärzteschaft, der kantonalen Veterinärämter und des Bundesamtes für Veterinärwesen soll die Rinderpopulation von der Krankheit BVD befreit werden, wie das BVET in einer Mitteilung vom 30. September 2008 schreibt.

Bis Ende Jahre sollen sämtliche Rinder in der Schweiz auf BVD untersucht werden. Um die Ausbreitung von BVD zu verhindern, werden die befallenen Tiere frühzeitig geschlachtet. Bereits im Frühling 2008 sind rund 600'000 Tiere auf BVD untersucht worden. Das Ausrottungsprogramm wird auch in den kommenden Jahren weitergehen. Das Ziel ist laut BVET, dass die Schweiz in drei oder vier Jahren BVD-frei ist. Mit dem Ausrottungsprogramm sollen der Landwirtschaft künftig jährliche Verluste von rund 10 Millionen Franken erspart werden. Die Ausrottung der BVD kostet insgesamt rund 60 Millionen Franken. Einen Drittel davon bezahlen die Rinderhalter selbst.
(Quelle: LID / 30.09.2008)



Feldschlösschen: Anpassung der Bierpreise auf Anfang 2009

Das Unternehmen Feldschlösschen wird die Preise für seine Biere per 1. Januar 2009 um durchschnittlich 4,5 Prozent erhöhen. Grund ist der drastische Anstieg der Rohstoff- und Energiekosten.

Aufgrund der starken Verteuerung der Rohstoffe, der Verpackungsmaterialien sowie der Energie- und Transportkosten wird Feldschlösschen die Bierpreise per Anfang 2009 anpassen. Auch im laufenden Jahr sind die Kosten für die wichtigsten Rohstoffe für die Bierproduktion weiter angestiegen: Der Preis für Malz erhöhte sich zwischen Januar 2008 und August 2008 um 40 Prozent, jener für Hopfen im gleichen Zeitraum sogar um bis zu 400 Prozent (je nach Sorte). Auch Glas und Aluminium (Dosen) wurden deutlich teurer. Die Lage am Rohstoffmarkt bleibt auch in den kommenden Monaten angespannt.

"Wir können die deutlich gestiegenen Beschaffungskosten dank internen Optimierungsprozessen und Effizienzsteigerungen teilweise auffangen. Es ist jedoch nicht möglich, die massiven Kostensteigerungen gänzlich zu kompensieren", erklärt Feldschlösschen-CEO Thomas Metzger. Die per 1. Januar 2009 wirksame Preiserhöhung beim Bier beträgt durchschnittlich 4,5%. Je nach Produktionsverfahren, verwendeten Rohstoffen und Gebinden weicht die Preisanpassung leicht von diesem Durchschnittswert ab. Die Preisanpassung beträgt somit 3 bis 6 Rappen pro Einheit (Flasche, Dose) und betrifft alle drei Verkaufskanäle: Detailhandel, Gastronomie und Getränkehandel.

Feldschlösschen reagiert auf die massiv gestiegenen Kosten auch mit der Einführung einer Pauschale von sieben Franken pro Lieferung. "Unsere Kunden in Gastronomie, Detailhandel und Getränkehandel sollen die Möglichkeit haben, ihre Lieferkosten selbst zu beeinflussen", erklärt Thomas Metzger. "Der Kunde kann durch die Bündelung seiner Bestellungen den Zustellrhythmus optimieren und damit seine Lieferkosten reduzieren.“ Feldschlösschen will mit der Einführung der Pauschale per Anfang 2009 die Effizienz der Logistik erhöhen und damit die Zahl der LKW-Fahrten und den damit verbundenen CO2-Ausstoss verringern.
(Quelle: Feldschlösschen / 30.9.2008)



USA führen obligatorische Herkunftskennzeichnung ein

In den USA muss der Einzelhandel die Konsumenten künftig bei Fleisch sowie frischem Obst und Gemüse über das Herkunftsland der Ware informieren. Die sechsmonatige Frist zur Einführung der obligatorischen Kennzeichnung mit dem Ursprungsland hat am 1. Oktober 2008 begonnen.

Die Einführung der Herkunftszeichnung war mehrfach verschoben worden. Ursprünglich war das sogenannte country-of-origin-labelling (COOL) bereits 2004 beschlossen worden. Unter dem Einfluss der Ernährungsindustrie verzögerte der Kongress die Umsetzung jedoch wegen der befürchteten hohen Kosten, wie der Agrarpressedienst AIZ am 1. Oktober 2008 schreibt. Die Regierung schätzt die direkten Kosten der Wirtschaft im ersten Jahr der Einführung der obligatorischen Herkunftsangabe auf 2,8 Milliarden Franken.

Die Regelung gilt für Fleisch und Hackfleisch von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel, für frisches oder gefrorenes Obst und Gemüse sowie bestimmte Nüsse und Ginseng. Verarbeitete Produkte sind von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Eine Ausnahme gilt auch für den Verkauf beim Metzger sowie für den Export. Die Ausnahmen bewirken, dass beispielsweise Wurstwaren, das in den USA verbreitete Dosenfleisch "SPAM", geröstete Erdnüsse oder auch fertige Salatmischungen weiterhin ohne Ursprungsangabe verkauft werden dürfen. Darum kritisieren Konsumentenschützer die Regelung als unzureichend.
(Quelle: LID / 01.10.2008) (fma)


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9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
Mütter beeinflussen mit ihrer Ernährung den Fett- und Zuckerstoffwechsel der Nachkommen durch epigenetische Veränderungen.
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KURZNEWS 8. Februar 2016
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KURZNEWS 4. Februar 2016
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KURZNEWS 2. Februar 2016
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