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20.1.2009

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KURZNEWS 20. Januar 2009

Immer mehr Campylobacter / Schweizer Foodindustrie für Agrarfreihandel / Coop verzichtet auf Übersee-Spargeln / Kakaokonzern Barry Callebaut expandiert weiter / Volg abermals im Umsatzplus / Hochdorf-Gruppe mit Rekord


Immer mehr Darmerkrankungen durch Campylobacter-Erreger

20.01.2009 - (lid) - Trotz Hygiene-Empfehlungen der Gesundheitsbehörden nehmen Infektionen mit dem Campylobacter-Erreger europaweit zu. Die Darmerkrankung bleibt die häufigste von Tieren auf Menschen übertragene Krankheit. Der am Dienstag, 20. Januar 2009 in Brüssel präsentierte Bericht der EU-Lebensmittelagentur EFSA und der EU-Agentur für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zeigte bei den durch Lebensmittel übertragenen Infektionen grosse nationale Unterschiede: 56 Prozent der Campylobacter-Fälle der Europäischen Union traten 2007 allein in Deutschland auf.

Auch in der Schweiz nehmen die Erkrankungen zu. 2008 wurden laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) 7'877 Fälle gemeldet, 2007 waren es noch 6'056 gewesen. Für den Anstieg seien mehrere Faktoren ausschlaggebend, erklärte der BAG-Experte Andreas Baumgartner gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Beispielsweise müsste man genauer untersuchen, ob gleichzeitig der Konsum von Geflügel zunehme, fügte er an. Mit einer "Campylobacter-Plattform" wollen die Fachleute dem Phänomen nun genauer auf die Spur kommen. Durch hygienischen Umgang in der Küche können die Risiken vermindert werden: Durch Kochen wird das Bakterium abgetötet.

Wegen dem nicht selten schweren Krankheitsverlauf machen den Experten europaweit weiterhin die Listerien Sorge. Die Zahl der Fälle blieb 2007 etwa stabil. Überdurchschnittlich betroffen waren Dänemark, Finnland, Schweden und Luxemburg, wie der EU-Bericht weiter feststellte. Salmonellen-Erkrankungen nehmen laut der Studie in der Europäischen Union ab. Hier wies die Schweiz bereits länger einen tiefen Wert auf, was auf die geringe Herdendurchseuchung bei Hühnern zurückzuführen ist. Hauptauslöser der Krankheit sind verseuchte Eier.



Nahrungsmittelindustrie drängt auf Agrarfreihandel

Weil die Schweizer Nahrungsmittelindustrie im Inland kaum mehr wachsen kann, will sie eine Öffnung der Grenzen zur EU für den Landwirtschafts- und Ernährungssektor. Dies erklärte die Spitze der Föderation Schweizerischer Nahrungsmittel-Industrien (Fial) am 19. Januar in Bern vor den Medien. Wenn ein Unternehmen in der Schweiz Marktanteile gewinne, dann nur durch Verdrängung, Fial-Präsident und FDP-Ständerat Rolf Schweiger Der Schweizer Markt sei auf hohem Niveau gesättigt.

Anders im Ausland, wohin derzeit nur 18 Prozent der Produktion der Nahrungsmittelindustrie fliessen. Potenzial ortet Schweiger vor allem in der EU. Für einige Unternehmen hat dieser Markt bereits grosse Bedeutung: Nestlé Schweiz etwa produziert fast die Hälfte des Kaffees für die EU. Dank der Liberalisierung dieses Marktes habe sich die exportierte Menge gegenüber 2003 verdoppelt, sagte Roland Decorvent, Generaldirektor von Nestlé Suisse SA laut der Nachrichtenagentur SDA.

Insgesamt hat der Lebensmittelhandel in den letzten drei Jahren um 40 Prozent zugenommen, was laut Decorvent vor allem auf das Konto gezielter Marktöffnungen geht. Ein Freihandelsabkommen brächte der Branche zudem tiefere Preise für Rohstoffe, die etwa bei Nestlé gut 50 Prozent der Kosten verursachen. Im Vergleich mit Deutschland bezahlt das Unternehmen in der Schweiz für Butter mehr als doppelt so viel. Auch Vollmilchpulver, Mehl, Milch oder Zuckerrüben kosten markant mehr.

Diese Preisdifferenz wird heute teilweise durch Ausgleichszahlungen kompensiert. Diese dürften im Rahmen der Doha-Runde der WTO nach und nach wegfallen, was ein mit der EU vergleichbares Preisniveau für Rohstoffe in den Augen der Branchenvertreter umso dringender macht. Zugleich möchte die Lebensmittelindustrie aber die Schweizer Bauern, die ein Agrarfreihandelsabkommen mehrheitlich ablehnen, mit an Bord nehmen. Für Schweiger geht es dabei um nichts weniger als das Überleben der Landwirtschaft in der Schweiz.
(Quelle: LID / 19.1.2009)



Biotreibstoffe nicht schuld an teuren Lebensmitteln

Die Produktion von Agrotreibstoffen war laut EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel ein „sehr guter Sündenbock“, um die Explosion der Nahrungsmittelpreise zu erklären. Für die Preisexplosion seien jedoch andere Gründe ausschlaggebend gewesen, sagte Fischer Boel am Samstag, 17, Januar 2008 an der internationalen Agrarministerkonferenz zum Thema „Sicherung der globalen Welternährung“ anlässlich der Grünen Woche in Berlin.

Neben klimatischen Gründen habe insbesondere die Spekulation auf den Agrarmärkten zu den erhöhten Preisen geführt. „Viele Landwirte haben selbst spekuliert und sich die Finger verbrannt“, sagte Fischer Boel.

Der indonesische Agrarminister Anton Apriyantono sieht in seinem Land keine Konflikte zwischen der Nahrungsmittelproduktion und der Energieproduktion. In Indonesien werde Reis und Getreide nicht zur Energieproduktion genutzt, sagte er. Bioenergie werde ausschliesslich aus Ölpalmen produziert. 2007 habe Indonesien die Reisproduktion um fünf Prozent steigern können. Das Land kann sich laut Apriyantono auch künftig selbst versorgen, ohne die Regenwaldflächen zu zerstören. Indonesien habe noch genügend Reservegebiete, auf denen Reis produziert werden könne.

Russland könne mit seiner Getreideproduktion theoretisch 450 Millionen Menschen ernähren, sagte der russische Landwirtschaftsminister Aleksey Gordeev. Dies seien drei Mal mehr Menschen, als in Russland leben. Um das Getreide exportieren zu können, sei jedoch eine gewisse Preispolitik notwendig. Auch müssten Reserven angelegt werden, um die Sicherung der Weltbevölkerung gewährleisten zu können.
(Quelle: LID / 19.01.2009)



Verzicht auf Aktionen mit Übersee-Grünspargeln bei Coop

Coop spart auf allen Ebenen konsequent CO2 ein und arbeitet hart an der Erreichung der ehrgeizigen CO2-Ziele. Das Sortiment von Schweizer Saisongemüse und -Früchten wird weiter ausgebaut und noch stärker gefördert. Vor dem Hintergrund des CO2-Neutralitätszieles werden Flugimporte bei Gemüse und Früchten auf ein absolutes Minimum reduziert. Auf ökologisch fragwürdige Aktionen mit per Flugweg importierten Grünspargeln aus Übersee wird ganz verzichtet.

Die Auswahl an einheimischem Wintergemüse und Lagerobst bei Coop ist gross. Das Sortiment an saisonalen Früchten und Gemüse wird weiter ausgebaut und noch stärker gefördert. Dazu gehören auch wechselnde Aktionsangebote für aktuelle Winterprodukte sowie für weitere sa isonal passende Artikel.

Coop hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2023 CO2-neutral zu werden. Sämtliche Coop-Verkaufsstellen, Coop-Verteilzentren, Coop Produktionsbetriebe, Coop-eigene Transporte sowie Coop-Verwaltungseinheiten sollen eine ausgeglichene CO2-Bilanz ausweisen. Passend zu dieser Vision tätigt Coop einen weiteren wichtigen Schritt zur CO2-Reduktion in der Beschaffung.

Mit dem sofortigen Verzicht auf Aktionen von Grünspargeln aus Übersee, sprich Peru, Mexiko und Kalifornien, verkleinert sie die per Flugzeug importierte Menge Spargeln drastisch von über 1100 Tonnen (2008) auf rund 680 Tonnen (2009). Dies entspricht einer Einsparung von über 7200 Tonnen CO2. Zum Vergleich: ein durchschnittlicher Diesel-Mittelklassewagen stösst auf 100 km 21 kg CO2 aus.

Mittelfristig will Coop keine Grünspargeln mehr per Luftweg importieren und prüft daher die Transportmöglichkeiten mit Schiff und LKW, wie sie bei den weissen Spargeln üblich sind. Solange für Grünspargeln keine Alternative zur Flugware besteht, bleiben diese zur Wahrung der Wahlfreiheit unserer Kundinnen und Kunden im Sortiment. Die Artikel werden jedoch klar mit dem Logo «BYAIR» als Flugware deklariert.

Generell werden Alternativen für weitere Überseeprodukte geprüft, die per Flugzeug importiert werden. Die Ziele sind ambitiös: Ob Bohnen aus Ägypten, Mini-Kefen aus Kenia oder exotische Früchte aus Südamerika – Coop arbeitet in den nächsten zwei Jahren darauf hin, wo immer möglich auf Flugimporte komplett zu verzichten.

Coop deklariert seit 2007 allfällige Flugtransporte transparent. Das Logo in Flugzeugform mit der Aufschrift «BYAIR» ist auf die Verpackung oder bei Früchten direkt aufgeklebt. Coop sorgt damit gegenüber ihren Kundinnen und Kunden für vollständige Transparenz.

Betroffen sind exotische Früchte, Gemüse sowie Rindfleisch aus Argentinien und Lammfleisch aus Neuseeland. Die Transporte, wie übrigens sämtliche Geschäftsreisen, werden über den Coop Fonds für Nachhaltigkeit CO2-kompensiert.
(Quelle: Coop / 19. 1. 2009) Basel, 19. Januar 2009



Erfreuliche Weinlese 2008

Die Ernte 2008 verspricht einen sehr guten Jahrgang. Dank des prächtigen Altweibersommers konnten die Trauben unter optimalen Bedingungen zum Zeitpunkt der vollen Reife gelesen werden. Die Ernte 2008 beläuft sich auf 1‘075‘561 hl (+35‘130 hl gegenüber 2007). Die Schweizer Rebfläche vergrösserte sich 2008 leicht und beträgt derzeit 14‘870 ha (+23 ha gegenüber 2007).

Dank der guten Witterungsverhältnisse verlief die vegetative Entwicklung der Rebe harmonisch. Anfang September musste aufgrund des schlechten Wetters eine schwierige Lese befürchtet werden. Doch dann liessen die Bise und die anschliessenden Sonnentage die Weinbauern wieder aufatmen. Die Qualität und der Gesundheitszustand der Trauben wurden somit während der gesamten Lese als ausgezeichnet bewertet. Die langsame Reifung der Trauben - ein weiterer positiver Faktor dieses tollen Jahrgangs - ermöglichte eine Lese zum optimalen Zeitpunkt. Im Frühjahr 2009 wird das Bundesamt für Landwirtschaft einen detaillierten Bericht über das Weinjahr 2008 veröffentlichen, der Auskünfte über Importe, Exporte, Lager und Konsum gibt.
(Quelle: BLW / 16.1.09)



Barry Callebaut eröffnet neue Schokoladenfabrik in Mexiko

Das in Zürich domizilierte internationale Unternehmen Barry Callebaut eröffnet mit der neuen hochmodernen Schokoladenfabrik in Monterrey, Mexiko seine weltweit drittgrösste Schokoladenfabrik. Die jährliche Produktionskapazität beträgt rund 100'000 Tonnen. Das Unternehmen verspricht sich einen verbesserten Zugang zu den vielversprechenden Schokoladenmärkten Mittel- und Südamerikas. Der Bau dieser Fabrik spielt im Rahmen der weltweiten Expansionsstrategie von Barry Callebaut eine entscheidende Rolle und unterstreicht das Engagement des Unternehmens in Nord- und Lateinamerika.
(Quelle: Barry Callebaut / 15.1.2009)



Volg steigert den Umsatz

- Die Volg-Gruppe hat im letzten Jahr den Detailhandelsumsatz um 6,8 Prozent auf 1,23 Milliarden Franken (Vorjahr 1,15) gesteigert. Sie erzielte dieses Umsatzwachstum mit 809 Verkaufsstellen (812). Die 557 Volg-Dorfläden (573) erreichten einen Umsatz von 1,04 Milliarden Franken (990,8 Mio.Franken), was einem Plus von 4,7 entspricht. Der durchschnittliche Umsatz eines Volg-Ladens stieg damit um 7,7 Prozent auf 1,86 Millionen Franken, wie Volg in einer Medienmitteilung schreibt.

Die 205 Freien Detaillisten (196) erzielten ein Umsatzplus von 12,3 Prozent und trugen 83,1 Millionen Franken (74,0 Mio.Fr.) zum Gesamtumsatz bei. Freie Detaillisten werden von der Volg Konsumwaren AG beliefert und treten am Markt unter dem Slogan „frisch-nah-günstig“ oder mit einem individuellen Erscheinungsbild auf.

Die 47 belieferten Tankstellenshops (43) steigerten den Umsatz um 25,9 Prozent auf 105,4 Millionen Franken (83,7 Mio.Fr.). Wegen der im Laufe des letzten Jahres teilweise markant gestiegenen Rohstoffpreise, welche die Preise von Grundnahrungsmitteln und Güter des täglichen Bedarfs überdurchschnittlich beeinflussen, wurde das Volg-Sortiment um 2,8 Prozent teurer.
(Quelle: LID / 15.01.2009)



Öffnung der Agrar- und Lebensmittelmärkte: BLW erörtert Begleitmassnahmen

Die Teilnehmenden der vom Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartement EVD beauftragten Arbeitsgruppe haben sich über einen Massnahmenkatalog geeinigt und die Leitplanken des Berichtes festgelegt.

Ein Abkommen Schweiz-EU im Agrar- und Lebensmittelbereich stellt die Schweizer Ernährungswirtschaft vor erhebliche Herausforderungen. Um deren Akteure beim Übergang in die neue Marktsituation zu unterstützen sind Begleitmassnahmen notwendig. Die vom EVD eingesetzte Arbeitsgruppe, in der alle wichtigen Organisationen der Ernährungswirtschaft (www.blw.admin.ch; Thema Agrarpolitik, Agrarfreihandel Schweiz-EU) vertreten sind, hat entsprechende Massnahmen vorzuschlagen.

Die Arbeitsgruppe hat am 14. Januar 2009 an einer konstruktiven Sitzung die zu Beginn des Prozesses vorgeschlagenen Massnahmen durchgesehen. Auf Basis eines breiten Konsens wurden diese rund 250 Vorschläge diskutiert, thematisch gruppiert und auf rund einen Drittel reduziert.

Die Mitglieder haben anschliessend die Grundstruktur und die Leitplanken des Berichtes erörtert. Die Arbeitsgruppe hält fest, dass im Bericht die Massnahmen die gesamte Wertschöpfungskette umfassen sollen und dass zwischen nicht permanenten und permanenten Begleitmassnahmen unterschieden werden soll.

Ebenfalls wichtig für sie ist, dass die hohe Qualität der Schweizer Produkte garantiert bleibt und das Potenzial des Sektors für den Inland- wie den EU-Markt mit einer dynamischen Umsetzungsstrategie ausgeschöpft wird. In einer nächsten Etappe wird die Arbeitsgruppe zu einem Berichtsentwurf Ende April Stellung nehmen.
(Quelle: BLW / 14.01.2009) -



Hochdorf-Gruppe mit Umsatz- und Milchverarbeitungs-Rekord

Die Nahrungsmittelgruppe Hochdorf übertraf im abgelaufenen Geschäftsjahr den im 2007 erzielten Milchverarbeitungsrekord von 295 Mio. kg Milch erneut. Die neue Rekordmarke liegt nun bei knapp 360 Mio. kg (+21.8%). Der nicht konsolidierte Bruttoumsatz betrug CHF 393.3 Mio. CHF (VJ: 328.0 Mio. CHF) und konnte somit um rund 20 Prozent gesteigert werden. Die Ertragsentwicklung wird wie angekündigt nicht mit dem Umsatzwachstum mithalten können.

Das Geschäftsjahr 2008 geht in den Bereichen Bruttoumsatz und Milchverarbeitung mit Rekordwerten in die Geschichtsbücher der Hochdorf-Gruppe ein. Hochdorf erarbeitete einen nicht konsolidierten Bruttoumsatz von 393.3 Mio. CHF. Dies entspricht einer Zunahme von rund 20% gegenüber dem Vorjahr, wobei alle Unternehmensbereiche zum Umsatzwachstum beigetragen haben.

Mit 359.4 Mio. kg verarbeiteter Milch konnte der Vorjahreswert um 21.8% überboten werden (295 Mio. kg). Insgesamt konnte sich die Hochdorf-Gruppe also wiederum Milch-Marktanteile sichern: Schweizweit wuchs die Milchmenge nur um knapp sechs Prozent an.

Ertrag nicht wie erwartet Verschiedene nicht vorhersehbare Kosten führen dazu, dass das Ertragswachstum nicht wie erwartet mit dem Umsatzwachstum mithalten können wird: Die anfangs Juni erstreikte Milchpreiserhöhung liess sich am Markt nur mit Verzögerung oder gar nicht weiter geben. Dies vor allem wegen der grossen Preisdifferenz zwischen dem Schweizer- und dem EU- bzw. Weltmarkt-Milchpreis.

Die Differenz belief sich per November 2008 auf ca. 31 Rp. bzw. 45 Rp. Daneben kämpfte die Hochdorf-Gruppe gegen die steigenden Energiepreise, insbesondere um die nicht nachvollziehbaren Strom- und Erdgaspreiserhöhungen. Zudem nahmen die Debitoren- und Währungsrisiken im internationalen Geschäft zu.

Die Hochdorf-Gruppe bereitet sich aktiv auf einen Agrarfreihandel vor. Die aktuellen, zukunftsichernden Erweiterungsinvestitionen sind ein deutliches Zeichen dafür. Weniger sichtbar, aber trotzdem wichtig, ist die im vergangenen Geschäftsjahr erhöhte operative Excellence. Beispielsweise erhöhte sich die verarbeitete Milchmenge je Vollzeitstelle von 748’981 kg auf 893’959 kg (+19.4%) oder der Umsatz je Vollzeitstelle von CHF 832’551 auf CHF 978'333 (+17.5%).

Im strategisch wichtigen Bereich Babynahrung konnten im 2008 zukunftsweisende Erfolge erzielt werden. Insgesamt erhöhte sich der Absatz von Babynahrung um 22 Prozent. Dies nicht zuletzt auch wegen der neuen Partner, mit welchen die Hochdorf-Gruppe im 2008 Zusammenarbeitsverträge unterzeichnete. Hochdorf-Babynahrung steht dank dieser Partnerschaften neu auch in Spanien, Portugal, Frankreich, Holland, Griechenland, Katar, China und Bangladesch in den Verkaufsregalen.
(Quelle: Hochdorf-Gruppe / 14. Januar 2009)



Süsswarenhersteller verlagern Produktion

Der Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut leidet unter der chinesischen Melamin-Krise. Obwohl kein Produkt von dem Skandal betroffen ist, weigern sich Kunden, Produkte des Herstellers weiter zu beziehen, die im chinesischen Werk produziert wurden. Das Unternehmen reagiert auf diese Entwicklung und verlagert seine Produktionskapazitäten nach Malaysia und Singapur. Auch der US-amerikanische Schokoladenhersteller Mars reagiert auf den Skandal in China und verlagert seine Produktionskapazitäten nach Australien. Dennoch produzieren die Amerikaner weiter auch in China, allerdings ausschliesslich für den dortigen Markt.
(Backspiegel 2.1.09)



Bessere Eier ohne Fischnote trotz Rapsfütterung

Bis vor kurzem war es unmöglich, braunen Hühnern Rapsprodukte (Rapsschrot und Rapskuchen) zu füttern, weil es ein genetischer Effekt der Tiere verunmöglichte, das im Stoffwechsel anfallende Trimethylamin abzubauen; die Eier erhielten einen typischen Geruch und Geschmack.

Die Forschung der Firma Lohmann Tierzucht lokalisierte das Gen, womit eine Selektion der Zuchthennen möglich und das durch die Zufütterung von Raps verursachte Problem gelöst wurde. Die Eier brauner Hühner weisen also nicht mehr den typischen Fischgeschmack auf.

Davon können die Mischfutterhersteller in der Optimierung - Auswahl der Rohstoffkomponenten profitieren, aber auch für die Eierproduzenten gibt es nun Vorteile.

Jeder Batzen, der in der Optimierung herausgeholt werden kann, zählt. In Deutschland sind Futtermischungen mit Raps in der Grössenordnung bis 15 Prozent (Inra aus Frankreich empfiehlt bis zu 10 Prozent) möglich.

Einerseits sind durch den Anbau der sogenannten 00-Rapssorten (glucosinolat- und erucasäurefrei ) in der Mischfutterrezeptierung allgemein höhere Anteile möglich, andererseits passt die Aminosäurezusammensetzung mit Methionin und Methionin+Cystin ausgezeichnet in die Geflügelernährung.

Ueber den Rapskucheneinsatz ist es in der Biofutterherstellung zudem möglich, die nicht zulässigen, sonst synthetisch zugesetzten Aminosäuren, so zu ergänzen. Kommt hinzu, dass Rapskuchen einen tieferen Gehalt an Linolsäure, die die Eigewichte steuert, aufweist.

Versuche aus Deutschland zeigen eine um fast 10 Eier höhere Produktion pro Anfangshenne, wobei die Eigewichte tiefer liegen; vielerorts wird eine solche Entwicklung geradezu gewünscht. Denn je höher der Rapsanteil, desto geringer der Anteil an XL-Eiern. Mit dieser Entwicklung sinkt auch der Anteil an Bruch- und Knickeier.
(Quelle: Heinz Schmid, dipl.ing.agr.ETH, (Stv. Leiter Technik Vital AG) / Fachliteratur aus Deutschland und Frankreich, 2. Januar 2009) (fma)


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