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10.3.2009

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KURZNEWS 10. März.2009

Thurellachef geht / Deutschland: CMA-Agrarförderung wird liquidiert / Kleine Nitritdosis schützt Herz / östrogene Wirkung von Konservierungsstoffen / AOC Raclette du Valais gegründet / Ständerat für einseitiges Cassis-de-Dijon


Thurella schreibt Verluste, der Chef geht

Der CEO der Thurella Gruppe Paul Kundert verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch im Rahmen einer Frühpensionierung. Die Geschäftsleitung wird ad interim durch Marco Vettiger, Finanzchef, wahrgenommen. Gesamthaft hat die Thurella Gruppe im Jahr 2008 einen Umsatz von CHF 196.2 Mio. erzielt, CHF 4.8 Mio. oder 2.4% weniger als im Vorjahr. Die Thurella AG wird für 2008 einen Verlust von rund CHF 11 Mio. ausweisen müssen. Am 1. Mai 2009 tritt Benedikt Scheideck in die Thurella ein und übernimmt nach Einarbeitung per 1. Juli 2009 die Funktion des CEO der Thurella Gruppe. Benedikt Scheideck war 13 Jahre in der Dr. Oetker-Gruppe tätig, zuletzt als Managing Director von Dr. Oetker Belgien/Luxemburg.

Paul Kundert trat im Jahr 2000 in die Thurella ein. In den vergangenen 8 Jahren wandelte sich die ursprüngliche bäuerliche Genossenschaft in eine börsenkotierte Aktiengesellschaft. Ausser-dem wurden der Abfüllbetrieb Eglisau, die Biotta AG und die deutsche GESA akquiriert und in die Unternehmung integriert. Der Umsatz der Thurella steigerte sich von 63 Mio. CHF im 2000 auf 196.2 Mio. CHF im 2008. Der Verwaltungsrat hat entsprechende Massnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung eingeleitet. Mit der ohnehin auf den Mai 2009 geplanten Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums und Hochregallagers in Eglisau werden markante Kostensenkungen realisiert.

Die international tätige Thurella Gruppe besteht aus den 100%igen Tochtergesellschaften Thurella Getränke AG, Biotta AG, Thurex AG, GESA Gemüsesaft GmbH und Thurella Produktion AG. Die Gruppe mit Hauptsitz in Egnach (TG) betreibt vier Produktionsstandorte in der Schweiz (Egnach, Bischofszell, Tägerwilen und Eglisau) sowie einen in Deutschland (Neuenstadt-Stein) und beschäftigt rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die bekannten Marken von Thurella sind: obi, Rittergold, Biotta und C’ICE. (Thurella 10. März 2009)



Bio-Wachstum in Deutschland verlangsamt sich

In Deutschland verlangsamt sich das rasante Bio-Marktwachstum der vergangenen Jahre. Der Zuwachs liegt aber immer noch deutlich über dem Wachstum anderer Bereiche des Lebensmittelsektors. Nach Schätzungen der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle ZMP wuchs der Bio-Markt 2008 um 10 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro.

Wie schon 2007 erklärt sich ein Teil des Umsatzwachstums aus höheren Preisen. In einigen Warengruppen war die nachgefragte Menge sogar rückläufig. Im Bio-Markt für Frischprodukte holten insbesondere die Milch- und Molkereiprodukte sowie verarbeitete Produkte auf. Dagegen mussten alle pflanzlichen Frischeprodukte als Folge kleiner Ernten Rückgänge hinnehmen oder stagnierten.
(Quelle: LID / 09.03.2009)



US-Farmer für gentechnisch veränderten Weizen

Bei einer Befragung haben sich US-amerikanischen Weizenfarmer mehrheitlich für gentechnisch veränderten (GVO) Weizen ausgesprochen. Sie erwarten, dass die Gentechnik dazu beitragen könnte, einige der aktuellen Probleme im Weizenanbau zu lösen, wie transgen.de berichtet.

Für die Umfrage hatte der nationale Verband der Weizenanbauer (National Association of Wheat Growers NAWG) 21'000 Landwirte mit einer Weizen-Anbaufläche von mindestens 200 Hektar angeschrieben. Ein Drittel davon gab Antwort. 76 Prozent äusserten sich grundsätzlich positiv zum Anbau von GVO-Weizen.

Bei Weizen sehen die US-Farmer Wettbewerbsnachteile gegenüber anderen Kulturarten. So ist in den letzten Jahren der Weizenanbau in den USA deutlich zurückgegangen, während die Maisproduktion zugenommen hat. Daher, so fordert eine entsprechende Petition der NAWG, sollten auch in der Weizenzüchtung die Möglichkeiten bio- und gentechnischer Verfahren genutzt werden. Damit sollen Erträge gesteigert, der Anbau effizienter und die Nachhaltigkeit verbessert werden.

Dazu könnten etwa neue, GVO-Weizensorten beitragen, die weniger Wasser und Düngemittel benötigen, widerstandsfähiger sind gegen Krankheiten und Schädlinge sowie eine verbesserte Produkt- und Verarbeitungsqualität besitzen. Vor fünf Jahren hatte Monsanto die Pläne zur Markteinführung von gentechnisch verändertem herbizidtolerantem Weizen aufgegeben, weil viele Farmer um den Weizenexport nach Europa und Asien fürchteten.

An herbizidresistentem Roundup-Weizen hätten die Farmer weiterhin kein Interesse, sagte ein NABW-Sprecher. Aber sie verlangten nach erhöhten Erträgen und Sorten, die Hitze, Trockenheit und Kälte besser vertragen. Solche GVO-Weizensorten sind jedoch noch längst nicht marktreif. Ein Sprecher des Schweizer Agro-Konzerns Syngenta sagte, GVO-Weizen habe innerhalb des Unternehmens nicht die höchste Priorität. Das Unternehmen gehe davon aus, dass es bei GVO-Weizen weiterhin an der Akzeptanz der Konsumenten mangelt.
(Quelle: LID / 6.3.2009)



Sortenorganisation "Raclette du Valais AOC" gegründet

Die Walliser Raclette-Produzenten haben am Freitag, 6. März in Sitten die "Interprofession Raclette du Valais AOC" aus der Taufe gehoben. Der Walliser Milchverband hatte in einem jahrelangen Streit mit Racletteproduzenten aus den anderen Kantonen den Begriff "Raclette" für sich schützen wollen. Das Bundesgericht entschied aber letztlich, dass "Raclette" ein Gericht sei und nicht eine Käsesorte. Hingegen schützte das Bundesgericht die Ursprungsbezeichnung "Walliser Raclette AOC".

In der neuen Organisation sind 13 Milchproduzenten, Käsereien und Alpgenossenschaften vertreten, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Sie produzieren zusammen 95 Prozent der 2000 Tonnen Raclettekäse, die pro Jahr im Wallis hergestellt werden. Präsident der Sortenorganisation ist Alt-Staatsrat Wilhelm Schnyder. Die Sortenorganisation verfügt über ein Jahresbudget von 580'000 Franken für die Verwaltung des Verbandes und die Promotion des "Walliser Raclette AOC".
(Quelle: LID / 06.03.2009)



Deutschland: CMA wird liquidiert

Die Centrale Marketing-Gesellschaft (CMA) der deutschen Agrarwirtschaft wird liquidiert.Das beschloss am Freitag, 6. März die Gesellschafterversammlung. Die Liquidatoren sind die bisherigen Geschäftsführer Markus Kraus und Friedrich Wolf, berichtet ernaehrungsdienst.de.

Die Liquidation der Gesellschaft werde zügig umgesetzt. Jetzt gelte es, gemeinsam mit dem Betriebsrat einen Interessensausgleich und einen Sozialplan auszuhandeln, sagte Kraus. Ein konkreter Zeitraum für die Liquidation konnte er nicht mitteilen.

Hintergrund der Liquidation ist die Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichts vom 3. Februar 2009, in dem das Absatzfondsgesetz für verfassungswidrig und nichtig erklärt wurde. Darüber hinaus entschieden die Karlsruher Richter über die Abwicklung des Absatzfonds. Davon betroffen ist auch die CMA, deren Finanzierungsgrundlage mit dem Urteil entzogen wurde.
(Quelle: 06.03.2009)



Generationswechsel bei Hüppen-Bäckerei Straumann

Der Sohn von Ulrich Straumann, Guido Straumann, hat den Betrieb seines Vaters übernommen. Die Ulrich Straumann AG, Wädenswil, Schweiz, laufe im Moment sehr gut. Gegenüber der Presse erklärte Guido Straumann, dass in den letzen zwei Wochen im Januar dreimal so viel produziert wurde wie sonst in einem Monat. Dem 28-Jährigen gelang es die Hüppen, eine Waffelart, an Mövenpick zu verkaufen.

Die Gäste des Restaurants erhalten nun zu jeder Tasse Kaffee eine Hüppe aus Wädenswil. Zudem können Bäckereien über die Einkaufsgenossenschaft Pistor die Gebäcke beziehen. Guido Straumann will mit der Geschäftsübernahme seine Eltern entlasten. Sein Vater Ulrich Straumann arbeitet als Produktionsleiter und die Mutter als Buchhalterin in der Firma.

Im Moment denkt der Unternehmer darüber nach, die Maschinen zu erneuern. Es sei aber eine Finanzierungsfrage. Als erstes investiert er in einen neuen Kühlraum. Infos unter: www.straumannhueppen.ch
(Quelle: Backspiegel / 6.3.2009)



5.3.09 Kleine Nitritdosis kann das Herz schützen

Eine kleine Nitritdosis im Blut schützt das Herz-Kreislauf-System. Das Nitrit kurbelt eine Vielzahl von Stoffwechselmechanismen an, die sich positiv auf die Herzfunktion auswirken. Selbst wenn die Nitritkonzentration längst abgesunken ist, bleibt der Schutz einige Zeit noch erhalten, haben Forscher um David Perlman von der Universität in Boston in Versuchen an Ratten herausgefunden.

Der Befund könnte auch die gesundheitliche Wirkung von sportlicher Aktivität oder einer guten Portion Salat erklären: Beides lässt das Nitritniveau im Blutkreislauf ansteigen. Die Erkenntnisse sollen zur Vorbeugung und Therapie von Herzkreislauferkrankungen eingesetzt werden, schreiben die Forscher.

Nitrite sind problematisch, da aus ihnen im Darm krebserregende Substanzen entstehen können. Im Blutkreislauf schreiben Forscher geringen Nitritkonzentrationen allerdings positive Eigenschaften zu. Die Mediziner um Perlman wollten daher die Auswirkung von kleinen, kurzzeitigen Nitritdosen auf verschiedene Körperfunktionen untersuchen. Als Mass für Fitness des Herzkreislaufsystems nahmen sie die Aktivität von verschiedenen Proteinen und andere Stoffwechselfaktoren.

Durch die Nitritabgabe ins Blut zeigte sich das Herzkreislaufsystem von Ratten als deutlich robuster und vitaler, fanden die Forscher heraus. Auch 24 Stunden nach dem Test, als die Nitritkonzentration längst auf Normalniveau abgesunken war, registrierten die Forscher noch eine gleichbleibend gute Herzfunktion.

Die Forscher vermuten, dass das kleine Nitrit-Ion, das aus einem Stickstoffatom und zwei Sauerstoffatomen besteht, eine wichtige Stoffwechselrolle spielt. In kleinen, kurzen Dosierungen verbessert Nitrit die Sauerstoffversorgung der Herzens und unterstützt die molekularen Signalwege. Durch die lang andauernde Wirkung attestieren die Forscher dem Stoff eine vorbeugende Schutzfunktion gegen Herzkreislaufprobleme, die sie in weiteren Studien genauer untersuchen wollen.
(Quelle: ddp/wissenschaft.de – Martin Schäfer // David Perlman (Universität in Boston) et al.:Circulation Research, DOI: 10.1161)



Forschungen zu östrogener Wirkung von Konservierungsmitteln

Geläufige Zusatzstoffe von Nahrungsmitteln könnten östrogene Wirkung besitzen, von der man bisher nichts wusste. Das berichten Biochemiker der Universität Parma (http://www.chim.unipr.it) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Chemical Research in Toxicology.

Die Forscher überprüften eine neue Nachweismethode für östrogen wirkende Substanzen an einer Datenbank von 1.500 als Nahrungszusatz verwendeten Stoffen. Dabei wurde erstmals die östrogene Wirkung eines bekannten Konservierungsstoffes und einer Substanz, die gegen Verfärbungen bestimmter Nahrungsmittel eingesetzt wird, identifiziert.

Östrogen wirkende Substanzen sind synthetische Chemikalien, die die Wirkung natürlicher Östrogene, die etwa in Soja vorkommen, nachahmen. In hoher Dosis bringt man sie mit einer Reihe von Gesundheitsschäden in Verbindung, die von einer Verringerung der Spermienzahl bei Männern bis zu einem erhöhten Brustkrebsrisiko bei Frauen reichen. Pestizide der Landwirtschaft oder bestimmte Medikamente können etwa zur Östrogen-Belastung des Wassers führen. Ein Nachweis der Folgen für Organismen gelang bisher allerdings erst bei Tieren.

Im Laufe der Arbeit der italienischen Forscher wurden zwei Substanzen entdeckt, um deren östrogene Wirkung man zuvor nicht wusste. Eines davon ist das Konservierungsmittel Propylgallat (E-310), das Fette und Öle vor dem Ranzigwerden schützt und unter anderem in Kuchenmischungen, Knabber-Erzeugnissen, Trockensuppen oder bei Kaugummi eingesetzt wird.

Das zweite ist 4-Hexylresorcin (E-586), das die Verfärbung bei Schalentieren wie Shrimps verhindert. „Bei der Verwendung von Propylgallat und 4-Hexylresorcin als Zusatzstoffe in der Nahrung sollte man vorsichtig sein“, so Studienautor Pietro Cozzini.

„Gallate wurden bisher eingehend untersucht, ohne dass östrogene Wirkung festgestellt wurde“, betont Werner Pfannhauser vom Institut für Lebensmittelchemie und -technologie der TU Graz http://www.ilct.tugraz.at gegenüber pressetext. Die Untersuchung erfolge bisher mit biologischen Organismen, bei denen überprüft wird, ob Östrogen-Wirkstoffe auf Rezeptoren treffen.

Generelle Aussagen über deren gesundheitliche Folgen seien nicht möglich. „Die Bandbreite und Wirkungsverschiedenheit dieser Substanzen ist gross, zudem ist es immer eine Frage der Dosis.“
(Quelle: pte Austria / 05.03.2009)



"Vier Pfoten"-Kampage gegen Käfigeier in Teigwaren

Die Tierstiftung "Vier Pfoten" hat eine Kampagne gegen den Verkauf von ausländischen Teigwaren mit Eiern aus Käfighaltung gestartet. Bis Ostern werden Detaillisten aufgerufen, solche Teigwaren aus dem Sortiment zu nehmen.

Bei vielen Produkten, die im Ausland produziert werden, sei unklar, welche Art von Eier verwendet würden, heisst es in einer Mitteilung der Tierstiftung vom 5. März. Dass die Zutatenliste auf den Packungen nicht klar deklariert werde, sei ein "unhaltbarer Zustand". "Vier Pfoten" hatte deshalb in den vergangenen Wochen den Detailhandel schriftlich aufgefordert, die Herkunft der in Teigwaren verwendeten Eier zu klären.

Die Stiftung bemängelte, die Deklaration vieler Produkte sei nicht eindeutig. Es bestehe keine Garantie, dass verwendete Eier nicht aus Käfighaltung stammten. Die Rückmeldungen seien "teilweise zufriedenstellend" ausgefallen, hält die Stiftung fest. Coop, Denner, Globus, Manor und Spar hätten angekündigt, Teigwaren mit Eiern aus Käfighaltung "innert Wochen" aus den Regalen zu nehmen oder noch im Sortiment vorhandene Produkte nicht mehr zu ersetzen.

Barillo berufe sich bei vier beanstandeten Produkten auf Normen, die den EU-Standard für Legehennen in Käfighaltung erfüllten. Aldi habe die Frist für eine Stellungnahme ohne Reaktion verstreichen lassen. Ein Entscheid der Migros werde in den nächsten Tagen erwartet.

Gemäss der Tierschutzstiftung werden in der Schweiz pro Jahr rund 72'000 Tonnen Teigwaren oder rund 500 Millionen Pasta-Teller konsumiert. Dabei würden rund 4 Prozent der Eierteigwaren aus dem Ausland importiert. "Vier Pfoten" schätzt, dass bei der Herstellung rund 6,6 Millionen undeklarierte Eier verwendet werden.
(Quelle: LID / 05.03.2009)



Ständerat für einseitiges Cassis-de-Dijon-Prinzip

Der Ständerat ist für die Einführung des Cassis-de-Dijon-Prinzips ohne Gegenrecht. Danach können Produkte, die ein EU-Land zulässt, auch in der Schweiz frei vermarktet werden.

Ausgenommen werden soll das Lebensmittelrecht. Lebensmittel, die den schweizerischen Vorschriften nicht genügen, brauchen nach Meinung des Ständerates eine Bewilligung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Mit 23 zu 14 Stimmen wurde abgelehnt, auf diese Bewilligungspflicht zu verzichten. Verworfen wurde eine Spezialzulassung für Kosmetika, Kleider und Kinderspielzeug.
(Quelle: LID / 05.03.2009)



Plädoyer fürs Impfen von Ferkeln

Ferkel sollen gegen Ebergeruch geimpft statt kastriert werden: Der Appenzeller Hans Breitenmoser ruft alle Schweizer Schweinezüchter dazu auf, der neu zu gründenden Interessengemeinschaft "Für Wahlfreiheit &Tierwohl" beizutreten.

Ab 2010 dürfen männliche Ferkel nicht mehr kastriert werden, ohne dass sie vorher betäubt werden. Das schreibt das revidierte Tierschutzgesetz vor. Der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) favorisiert die Ferkel-Kastration unter Inhalations-Narkose. Von einer Impfung gegen den Ebergeruch hält der SFF wenig, weil in der öffentlichen Meinung, also bei den Konsumenten, Impfungen nicht im Trend seien.

Breitenmoser hingegen will möglichst viele Sympathisanten für die Impfung gewinnen. Die Fleischqualität bei geimpften Ferkeln sei besser als bei kastrierten, zum anderen sei die Anschaffung der Narkosegeräte für die Schweinezüchter sehr kostspielig. Er kritisiert auch die Grossverteiler Migros und Coop, weil diese den Produzenten kein Fleisch von geimpften Schweinen abnehmen wollten.
(Quelle: LID / 05.03.2009)



Dioxine und PCB in Rindfleisch: Keine Massnahmen erforderlich

Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP hat 2008 in Zusammenarbeit mit vier verschiedenen Bundesämtern das Projekt SIBEPRO (sichere beef-Produktion oder Sicherheit in der Rindfleischproduktion) durchgeführt. Es liessen sich keine genauen Ursachen für eine allfällige Kontamination von Rindfleisch mit Dioxinen und PCB benennen.

Empfehlungen an die Produzentinnen und Produzenten über besondere Massnahmen sind nicht erforderlich. Die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten ist nicht gefährdet. Nach der Veröffentlichung des Berichts des Bundesamts für Gesundheit BAG über die Dioxin- und PCB-Kontamination von Lebensmitteln vom 29. Januar 2008, hat ALP zusammen mit vier Bundesämtern (BAG, Bundesamt für Veterinärwesen BVET, Bundesamt für Landwirtschaft BLW und Bundesamt für Umwelt BAFU) das Projekt SIBEPRO initiiert.

Es war das Ziel dieses Projekts, Kontaminationsquellen für Rindfleisch aufzufinden und die Landwirtinnen und Landwirte über potenzielle Massnahmen für die Einhaltung der neuen Toleranzwerte der europäischen Gesetzgebung zu beraten, die in der Schweiz am 1. Januar 2009 in Kraft getreten sind.

Die Untersuchungen des Projektes SIBEPRO erfolgten an Tieren aus unterschiedlichen Rindermastprogrammen, deren Futter und Umgebung genauer analysiert wurde. Der neue Toleranzwert wurde praktisch nicht überschritten. Daraus konnte der Schluss gezogen werden, dass die Gesundheit von Konsumentinnen und Konsumenten nicht gefährdet ist.

Anhand dieser sehr gezielt durchgeführten Studie, lassen sich keine Schlussfolgerungen für die gesamte Schweizer Rindfleischproduktion ziehen. Die 2/2 Ergebnisse zeigten jedoch, dass die Belastung von Tier zu Tier sogar auf demselben Betrieb und unter dem Einfluss derselben Kontaminationsfaktoren sehr stark variiert. Folglich ist es so gut wie unmöglich, lokale oder regionale Kontaminationsfaktoren zu benennen.

Im Übrigen weist ALP nachdrücklich darauf hin, dass sich anhand von Einzelprobenanalysen keine Schlussfolgerungen auf den gesamten Produktionsbetrieb ziehen lassen.
(Quelle: Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP) 5.3.2009)



"Traditions"-Käsereien treten aus Emmentaler-Sortenorganisation aus

Die im Verein "Emmentaler Switzerland Tradition" zusammengeschlossenen Käserei-Genossenschaften haben auf den 1. Mai 2009 ihre Mitgliedschaft bei der Sortenorganisation Emmentaler Switzerland gekündigt.

Der Kündigung seien intensive Gespräche mit Vorstandsmitgliedern der Sortenorganisation bezüglich einer Zusammenarbeit vorausgegangen, heisst es in einer Medienmitteilung von Emmentaler Switzerland Tradition. Weil die Sortenorganisation nicht in der Lage war, sich vor dem regulären Kündigungstermin vom 28. Februar mit dem Vorschlag zu befassen, habe man sich im gegenseitigen Einvernehmen auf eine Kündigung geeinigt; die geeignete Form der Zusammenarbeit soll danach gesucht werden.

Das Projekt Emmentaler Switzerland Tradition umfasst die vier Käserei-Genossenschaften Rüderwil, Schüpbach, Leimiswil und Marbach-Schärlig, die an den Käsehändler Walo von Mühlenen liefern. Die Produktionsvorschriften sind restriktiver als diejenigen des AOC-Pflichtenheftes der Sortenorganisation.

So darf die Milch nur im Umkreis von 10 Kilometern um die Käserei herum gesammelt werden, das Produktionsgebiet beschränkt sich auf das Emmental und Biosphärereservat Entlebuch. Die Käsereien nehmen die Milch morgens und abends an und stellen in einem Käsefertiger von höchstens 8'500 Liter eine Produktionscharge her. Damit sei eine "sehr gute Qualität und Authentizität garantiert", heisst es weiter.
(Quelle: LID / 4.3.2009)



Acrylamidgehalte in Lebensmitteln sinkt seit 6 Jahren

Kartoffelchips, Cornflakes und gerösteter Kaffee enthalten heute weniger Acrylamid als vor sechs Jahren. Auch bei Spekulatius, Mürbegebäck und Backwaren für Kleinkinder und Diabetiker konnten die Acrylamidgehalte vermindert werden. Diese positive Bilanz stellte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute in Braunschweig vor.

Das BVL hatte 2002 gemeinsam mit den Bundesländern, der Wirtschaft und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ein Konzept zur Minimierung der Acrylamidbelastung in Lebensmitteln initiiert. Bei Produkten, die vergleichsweise viel Acrylamid enthalten, werden seitdem mit den Herstellern Methoden zur Reduzierung der Acrylamidgehalte entwickelt.

Seit Einführung des Minimierungskonzepts wurde bei 15.000 Proben der Acrylamidgehalt untersucht. "In bestimmten Bereichen erreichen wir für den gesundheitlichen Verbraucherschutz mit dynamischen Minimierungsstrategien mehr als mit gesetzlich festgelegten Grenzwerten", resümierte Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg, Präsident des BVL.

Acrylamid entsteht in bestimmten Lebensmitteln beim Kochen und Backen. Oft führen schon kleine Abwandlungen im Rezept oder der Zubereitungstemperatur zu veränderten Acrylamidgehalten. Für selbst zubereitete Mahlzeiten ist es deshalb wichtig zu wissen, wie man beim Kochen und Backen die Bildung von Acrylamid verringern kann.

Bei vorgefertigten Lebensmitteln liegt der Schwerpunkt darauf, sie stets nach den besten Verfahren herzustellen. Die Acrylamidaufnahme für den Verbraucher sollte aufgrund der gesundheitlichen Risiken grundsätzlich so gering wie möglich sein.

Seit 2008 besteht auch auf EU-Ebene ein Acrylamid-Programm, in dessen Rahmen in Deutschland zusätzlich Brot, Getreidebrei sowie Säuglings- und Kleinkindernahrung im Gläschen untersucht werden. Die bislang untersuchten Warengruppen, bei denen eine Reduzierung der Acrylamidgehalte erreicht werden konnte, werden weiterhin stichprobenartig überprüft. Um weiterhin eine ausreichende Probenzahl für eine gesicherte Aussage in allen Warengruppen zu erhalten, wird der Signalwert zukünftig in einem Zweijahres-Turnus ermittelt.

Die im Rahmen des Minimierungskonzepts gewonnenen Erfahrungen werden von vielen Herstellern bereits in der Praxis umgesetzt. Die Ergebnisse der letzten Jahre haben aber auch gezeigt, dass bei Lebensmitteln wie Lebkuchen, Knäckebrot und Röstkaffee die Minimierungserfolge an Grenzen stossen. Das ist immer dann der Fall, wenn ein notwendiger Erhitzungsschritt für die charakteristischen Eigenschaften des Lebensmittels massgeblich ist.

Positiv wertet das BVL, dass sich die Verbrauchererwartung im Hinblick auf gebackene, frittierte und gebratene Lebensmittel gewandelt habe. So würden beispielsweise Pommes frites bei niedrigeren Temperaturen gebacken und somit geringere Acrylamidgehalte erzielt.

Trockene und halb verkohlte Pommes frites würden von Verbrauchern heute nicht mehr akzeptiert. Ein Wandel hat sich auch bei Kartoffelchips vollzogen. Die deutsche Lebensmittelwirtschaft fördert die Forschung, prüft geeignete Kartoffelsorten und entwickelt moderne Technologien, mit denen der Acrylamidgehalt dauerhaft reduziert werden kann.

Acrylamid entsteht bei beim Backen, Braten, Frittieren oder Rösten von Lebensmitteln, wenn reduzierende Zucker wie Glucose und Fructose mit der Aminosäure Asparagin reagieren. Der Acrylamidgehalt steigt, je höher die Temperatur ist. Durch die Verwendung anderer Zutaten, veränderte Lagerzeiten und -bedingungen oder geringere Backtemperaturen können Acrylamidgehalte minimiert werden.

Eine abschliessende Bewertung des gesundheitlichen Risikos von Acrylamid für den Menschen steht auch sechs Jahre, nachdem der Stoff erstmals in Lebensmitteln nachgewiesen wurde, noch aus. Tierversuche wiesen jedoch auf eine Krebs erzeugende und Erbgut schädigende Wirkung der Substanz hin.
(Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Berlin / 5.3.2009)

Informationen zu Acrylamid-Forschung

Auf Forschungsprojekte wie «Heatox» und «Zutech» sei hier verwiesen:
http://ec.europa.eu/food/food/chemicalsafety/contaminants/acrylamide_en.htm
http://www.bll.de/download/themen/kontaminanten/acrylamid/acrylamid_2008.pdf

(fma)


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