foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche Mittwoch, 21. Oktober 2020
Fleisch & Delikatessen
Aktuell: Sensation beim Trockenfleisch-Test
Report:
Frischeverlängerung mit Vakuum oder Schutzgas?


Tipps & Wissen: IFFA 2016: Metzgerei-Trends
Backwaren & Confiserie
Aktuell: Innovationen an der ISM 2016: Rückblick
Report:
Neue Stevia-Generation ohne Bitterkeit


Tipps & Wissen: Undeklarierte Allergene in Broten beanstandet
Gastronomie
Aktuell: Kantonslabor Basel prüft Restaurant-Hygiene
Report:
Metzgereiprodukte in der Patientenernährung?


Tipps & Wissen: Geschmacks-Trends von morgen
Inhalt
Home
Nachrichten
Fleisch & ...
Backwaren & ...
Gastronomie
Über uns, Werbung
Archiv, Suche
Impressum
3.2.2016
Messetipp: IFFA 2016 in Frankfurt

„Fleischindustrie 4.0“ nimmt Fahrt auf
anzeigen...

Partner/Sponsoren

Cash+Carry Angehrn: Frische für Profis an neun Standorten in der Deutschschweiz.
Direkt zur CCA-Website:
www.cca-angehrn.ch


Empfohlene Links:

Fachschule für Bäckerei,
Konditorei, Confiserie:
www.richemont.cc


Fachschule für Metzgerei:
www.abzspiez.ch


Internationale Privat-Fachschule für Koch-Profis: European Culinary Center DCT in Vitznau LU
Deutsch: http://german.dct.ch
English: www.culinary.ch


Internet- und Socialmedia-Auftritte:
www.chrisign.ch







Schweizerischer Bäckerei- und Konditorei-Personal-Verband


Nachrichten

3.4.2009

Druckansicht
«Melander» geschlossen, Fische werden geschlachtet

Hans Raab schliesst seine «grösste Indoor-FischfarmEuropas» definitiv. Er beginnt sofort mit der Schlachtung von zirka 50 Tonnen Melander sprich afrikanischen Welsen.




Hinter dem Markennamen Melander steckt der robuste afrikanische Wels.


Gemäss «ostnews.ch» stellt Fischzüchter und Putzmittel-Millionär Hans Raab nicht wie angedroht kurzerhand den Strom seiner Melander-Fabrik ab sondern schlachtet seine afrikanischen Welse wie bisher. Er lässt die in 27 Grad warmem Wasser schwimmenden Melander herunterkühlen, was sie nach seinen Angaben zu 80 Prozent betäubt. Danach werden die Fische in einer sich langsam drehenden, mit Eisscherben gefüllten Trommel entschleimt. Darauf werden die Fische maschinell geschlachtet.

Die Aufzucht junger Welse werde per sofort gestoppt, sagte Raab heute vor den Medien. Aus Protest verkauft er das Fleisch der geschlachteten Fische nicht in der Schweiz. Raab sprach von etwa 50 Tonnen Fisch. Was aus der erst im vergangenen Frühling eröffneten Fischfarm in Oberriet passiert, liess Raab offen.

Er hatte in den Bau der Anlage zwischen 30 und 40 Millionen Franken investiert. Der St.Galler Kantonstierarzt Thomas Giger hatte Mitte Woche verfügt, dass die Fische nur noch bis 15. Mai wie bisher getötet werden dürfen, denn die Methode entspricht nicht der seit September 2008 geltenden Tierschutzverordnung. (Text: Auszug aus dem Bericht in ostnews.ch)

Die Vorgeschichte

Der deutsche Industrielle baute in der Schweiz die mit Abstand grösste Fischfabrik auf, ohne sich um das Schweizer Tierschutzgesetz zu kümmern. Er hat allerdings nicht mit der Standhaftigkeit des St. Galler Kantonstierarzts gerechnet. Er hielt sich für unanfechtbar durch "kriminelle" Schweizer Behörden, welchen er Ultimaten zu stellen beliebte. Es braucht schon sehr viel Verblendung, um ein Tierschutzgesetz, das die erdrückende Mehrheiet des Schweizer Volks wollte, als "kriminell" zu bezeichnen.

Der Wurm steckte von Anfang an in der "Melander"-Geschichte. Hätte Raab bereits 2006 auf den Kantonstierarzt gehört, so hätte er sich nach einer Methode zur Betäubung und Tötung umgesehen, welche tierschutzkonform ist. Dass Raabs Methode nicht zulässig ist, war aufgrund der wissenschaftlichen Studien schon damals klar.

Die Frage konnte vor dem Bau der Fischfabrik daher nur heissen: Ist eine Anlage zur tierschutzkonformen Betäuben und Töten von afrikanischen Welsen bereits verfügbar oder nicht. Wenn sie damals noch nicht verfügbar war, konnte das nur heissen: diese Fischart kann in der Schweiz nicht gezüchtet werden. War sie jedoch schon verfügbar, hätte sie umgehend angeschafft werden müssen. Raab wählte einen dritten Weg, den es gar nicht gibt. Daran ist er nun gescheitert, aus eigener Schuld.

Dass die Tötung von Fischen im Ausland oft quälerischer vonstatten geht als in der Schweiz, ist kein Argument dafür, die schweizerische Tierschutzverordnung im Inland nicht anzuwenden. Auch das Argument, dadurch verteuere sich die inländische Produktion gegenüber Importfischen zusätzlich, ist zumindest im Fall Melander schlicht falsch. Die vom Verein fair-fish am Montag ins Spiel gebrachte norwegische Firma Sea, welche Raab rasch eine Anlage zur tierschutzkonformen Betäubung und Tötung hätte liefern können, ist überzeugt, dass Raab durch diese Investition sogar Betriebskosten hätte einsparen können.

Tötung nur Spitze des Eisbergs

Während die neue Tierschutzverordnung in bezug auf Betäubung und Tötung von Fischen klar und eindeutig ist, sind die Anforderungen an Zucht und Haltung schwammig. Der Verein fair-fish hatte während den Arbeiten zur neuen Verordnung immer wieder den Finger auf die wunden Punkte gelegt und das Bundesamt für Veterinärwesen aufgefordert, klare Regeln zu verankern. Leider vergeblich.

Stattdessen soll nun das Bundesamrt eine technische Amtsverordnung erlassen, welche die Regeln für Fischzuchten festlegt. Im Fall Melander hat fair-fish das Bundesamt schon im Mai 2008 auf zweifelhafte Punkte bezüglich Zucht und Haltung aufmerksam gemacht und der Erlass einer Amtsverordnung für Fischzuchten erlasse, wiederum vergeblich. Noch in den letzten Tagen durfte der Sprecher des Bundesamts behaupten, es bestehe "kein Handlungsbedarf", ja sogar: Es brauche gar keine Amtsverorndung , «weil die Fischfarm (Melander) schon heute dem geltenden Gesetez nicht genügt». (Verein fair-fish) (gb)


__________________________________________


9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
Mütter beeinflussen mit ihrer Ernährung den Fett- und Zuckerstoffwechsel der Nachkommen durch epigenetische Veränderungen.
weiter...

8.2.2016
KURZNEWS 8. Februar 2016
Olivenöl-Preise um 20 Prozent gestiegen / Desinfektionsmittelrückstände in Lebensmitteln nachgewiesen / 23 Mio. Europäer pro Jahr erleiden Lebensmittel-Infektionen
weiter...

4.2.2016
KURZNEWS 4. Februar 2016
Micarna-Gruppe übernimmt Gabriel Fleury SA / Tête de Moine erhält eigenes Fest / Weichmacher fördern Übergewicht
weiter...

2.2.2016
KURZNEWS 2. Februar 2016
Lidl steigert Export von Schweizer Lebensmitteln / Täuschungen mit geschützten Bezeichnungen GUB / GGA / Zu viel Milch produziert / Warum schützt Rohmilch vor Allergien und Asthma?
weiter...

1.2.2016
Schwieriges 2015 für Schweizer Käseexporte
Der geringe Käseexportzuwachs von +0.3% im 2015 wurde dank einer Exportsteigerung ausserhalb der EU erzielt. Mengenmässig wurde 1.5% weniger in die EU exportiert.
weiter...

28.1.2016Hopfenextrakt als natürliches Konservierungsmittel
26.1.2016KURZNEWS 26. Januar 2016
21.1.2016Regelmässiges Streicheln beschleunigt Kälbermast
19.1.2016KURZNEWS 19. Januar 2016
18.1.2016Migros mit stabilem Umsatz im 2015
14.1.2016Wurstwaren wegen Deklarationsmängeln beanstandet
12.1.2016KURZNEWS 12. Januar 2016
8.1.2016Coop im 2015 mit weniger Umsatz
6.1.2016KURZNEWS 6. Januar 2016
5.1.2016Kaffee wirkt entzündungshemmend und zellschützend
30.12.2015fial gegen Nahrungsmittel-Spekulation-Initiative
28.12.2015KURZNEWS 28. Dezember 2015
24.12.2015KURZNEWS 24. Dezember 2015
22.12.2015Alternativen zum abzuschaffenden Schoggigesetz
17.12.2015KURZNEWS 17. Dezember 2015
15.12.2015KURZNEWS 15. Dezember 2015
8.12.2015KURZNEWS 8. Dezember 2015
3.12.2015KURZNEWS 3. Dezember 2015
1.12.2015KURZNEWS 1. Dezember 2015
30.11.2015Offiziell beste Jung-Metzgerin: Manuel Riedweg
26.11.2015KURZNEWS 26. November 2015
24.11.2015Ernst Sutter: offiziell beste Schweizer Metzgerei
19.11.2015KURZNEWS 19. November 2015
17.11.2015KURZNEWS 17. November 2015
11.11.2015Erforscht: Zartheit von vakuum-gegartem Fleisch

Eine vollständige Liste aller älteren Nachrichten finden Sie im Archiv


Die Redaktion empfiehlt:

Archiv der Nachrichten

Archiv der Varia-Beiträge

foodaktuell.ch-Newsletter

foodaktuell Journal (Print)

Delikatessen-Führer delikatessenschweiz.ch






Copyright Codex flores, Huobstr. 15, CH-8808 Pfäffikon (SZ)