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Schweizerischer Bäckerei- und Konditorei-Personal-Verband


Nachrichten

9.4.2009

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Schweizer Tierschutz gegen versteckte Käfigeier

Der Schweizer Tierschutz will den Import der Käfigeier bis Ende 2010 gänzlich stoppen und zählt dabei auf die Hilfe der Eierimporteure und des Gewerbes.



Der Schweizer Tierschutz startet eine Kampagne für mehr Schweizer Eier in Bäckereien und im Gastgewerbe (Bild: Zopf als Beispiel für ein eihaltiges Gebäck). Die Schweiz hat bereits 1991 die Batteriehaltung abgeschafft und verfügt weltweit über die tierfreundlichsten Bestimmungen für die Haltung von Legehennen. Schweizer Bauern müssten deshalb einen fairen Preis für die Eier erhalten und einheimische Unternehmen bevorzugt Schweizer Eier verwenden.

Zwei Drittel der jährlich rund 770 Millionen Importeier werden von der Gastronomie nachgefragt sowie im eierverarbeitenden Gewerbe für die Herstellung von Fertigprodukten, Saucen, Teigwaren und Gebäck verwendet. Davon zwischen 40 - 80 Millionen Käfigeier. Der Schweizer Tierschutz STS strebt an, den Import der Käfigeier bis Ende 2010 gänzlich zu stoppen und zählt dabei auf die Hilfe der Eierimporteure und des Gewerbes.

Im Weiteren startet er eine Kampagne für mehr Schweizer Eier in Bäckereien und im Gastgewerbe. Die Schweiz hat bereits 1991 die Batteriehaltung abgeschafft und verfügt weltweit über die tierfreundlichsten Bestimmungen für die Haltung von Legehennen. Schweizer Bauern müssten deshalb einen fairen Preis für die Eier erhalten und einheimische Unternehmen bevorzugt Schweizer Eier verwenden.

Dass an Ostern Kinder von den Eltern versteckte Schokolade-Hasen, andere Süssigkeiten und bunt gefärbte Eier suchen dürfen, gilt hierzulande als eine schöne Tradition. Keine Freude hat der Schweizer Tierschutz STS jedoch an Produkten, in denen importierte Eier von Legehennen stecken, die in tierquälerischen Käfigbatterien gehalten werden. Während in der Schweiz seit 1991 nur noch Eier aus Boden- oder Freilandhaltung erhältlich sind, müssen die Hühner im Ausland noch immer ihr kurzes Leben zumeist in engsten Käfigbatterien fristen.

Verzicht auf Käfigeierimporte gefordert

Zwar greift die Mehrheit der Konsumentinnen und Konsumenten im Laden zu Schweizer Eiern. Trotzdem nimmt der Eierimport seit dem Jahre 2000 stetig zu und betrug vergangenes Jahr 766 Millionen Eier, von denen schätzungsweise zwischen 40 und 80 Millionen Stück aus Hühnerbatterien stammten. Die Gründe für diesen Anstieg liegen bei der Gastronomie, den Bäckereien und den Herstellern von eierhaltigen Produkten und Fertiggerichten, wo leider noch allzu oft nur der Preis und nicht Qualität und Tierschutz zählen.

In der Schweiz verfügen dagegen rund 82 Prozent der Legehennen über einen Aussenklimabereich und 67 Prozent von ihnen haben regelmässigen Auslauf und die Weide. Unter solch tierfreundlichen Bedingungen können Hühner ihre natürlichen Bedürfnisse wie picken, scharren und im Staub baden ausleben. Doch für die Tierhalter ist diese Haltungsform mit einem deutlichen Mehraufwand verbunden. Dies rechtfertigt nach Ansicht des STS auch einen höheren Preis pro Ei und soll nicht zu einem Nachteil für die einheimische Landwirtschaft führen.

Mit seiner Kampagne «Essen mit Herz» möchte der STS erreichen, dass bis Ende 2010 keine Käfigeier mehr in die Schweiz importiert werden und Gastronomie und Bäckereien vermehrt auf Schweizer Eier setzen. STS-Geschäftsführer Hansuli Huber zog dabei an der heutigen Medienkonferenz in Bern vor allem die Gastronomie und die Bäckereien in die Verantwortung und mahnte: «Preisdrückerei bei der Erzeugung tierischer Produkte, ob Ei, Milch oder Fleisch, geschieht stets auf dem Buckel der Tiere und auf Kosten der Produktequalität und -sicherheit für die Konsumenten.»

Verantwortungsbewusste Unternehmen

Immerhin gibt es in der Schweiz bereits einige, darunter auch sehr renommierte Unternehmen, welche aus Tierschutz- und Qualitätsgründen auf Schweizer Eier setzen: «Für mich persönlich ist die Berücksichtigung und der Einkauf von Schweizer Eiern eine Selbstverständlichkeit», erklärte etwa Christian Hertig von der Bertschi Bäckerei «Zum Brotkorb AG». Der erfolgreiche «Gipfeli-König», Fredy Hiestand, doppelte nach: «Wer aus Kostengründen Tiere leiden lässt, ist auch versucht, billigen Ramsch ins Futter zu mischen, so lange noch ein Ei hinten rauskommt.»

Auch der traditionelle Biscuits- und Snack-Hersteller Hug verwendet nach Aussagen des Verwaltungsratsdelegierten Werner Hug ausschliesslich Schweizer Eier aus Bodenhaltung. Willi Lüchinger, Präsident der Branchenorganisation GalloSuisse, betonte, dass Schweizer Legehennen aufgrund der strengen Bestimmungen weniger Gesundheits-probleme als ausländische Bestände aufweisen würden und die Eier höchste Qualitätsansprüche erfüllten. (Medienmitteilung Schweizer Tierschutz STS)


Bäckerei-Konditorei-Gewerbe steht für den Tierschutz ein

An Ostern werden in erster Linie – nebst den traditionellen Schoggihasen – jede Menge Eier verzehrt. In bunten Farben oder mit originellen Mustern versehen gehören sie nebst den feinen Backwaren vom Beck zu jedem Osterfrühstück. Ostern ist somit auch eine willkommene Gelegenheit, einmal mehr auf die Herkunft von Eier und Eiprodukten hinzuweisen, welche in den gewerblichen Bäckereibetrieben verarbeitet werden. Eier und Eiprodukte sind ein wichtiger Bestandteil bei der Herstellung von Back- und Konditoreiwaren, sie geben dem Produkt sensorisch einzigartige Eigenschaften, welche durch keinen anderen Rohstoff erreicht werden können.

Das Wissen um die Herkunft der Eier und Eiprodukte ist den gewerblichen Bäcker-Konditoren in der Schweiz daher nicht egal. Der Schweizerische Bäcker-Konditorenmeister-Verband und seine Mitglieder bekennen sich klar zum Tierschutz und fordern dies von den Zulieferanten von Ei- und Eiprodukten auch ein. Sie setzen bei der Herstellung der Back- und Konditoreiwaren auf Rohstoffe, welche ausschliesslich aus artgerechter Tierhaltung stammen. Um diesen ethischen Grundsatz gegenüber ihren Kunden nachhaltig zu vertreten, erhält die Bäckerbranche volle Unterstützung von all ihren Partnern, welche die Bäckereibetriebe mit auserlesenen Eiern und Eiprodukten beliefern.

Die grosse Mehrheit der Mitglieder des SBKV bezieht die Eier und Eiprodukte über Partner, welche über eine gut dokumentierte Qualitätssicherung verfügen und jederzeit über die Herkunft der Produkte transparent informieren können. Die Pflicht zur Deklaration und die Auskunft im Verkauf runden die vertrauensbildenden Massnahmen im Fachgeschäft ab.

Herkunft der Eier bei einigen Firmen

Anteil Eier oder Eiprodukte aus Käfighaltung im Sortiment wie folgt:

- Pistor Anteil 0,4%; dabei handelt es sich um Randartikel, welche so rasch wie möglich umgestellt werden.

- Eier Hungerbühler AG Anteil 0%

- Lüchinger-Schmid Anteil 5%. Absatzkanal im Detailhandel, Gastronomie, Bäckereibranche: 4% Westschweiz und 1% Deutschschweiz.

(Medienmitteilung Schweizerischer Bäcker-Konditorenmeister-Verband SBKV) (gb)


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