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Nachrichten

14.4.2009

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KURZNEWS 14. April 2009

Deutsche Konsumentenschützer warnen vor Käse-Imitaten / Suisse-Garantie-Weizen ab 2010 / Tam-Tam wird eine Emmi-Marke / Dick machende Süssgetränke im Visier der Forscher




Deutsche Konsumentenschützer warnen vor Käse-Imitat

Die deutsche Verbraucherzentrale hat vor so genanntem Analog-Käse gewarnt. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) fordert gleichzeitig eine Änderung des Kennzeichnungsrechts. In Deutschland werde echter Käse immer häufiger ersetzt durch billige Imitate. Echten Käse ohne Kennzeichnung durch Imitate zu ersetzen, sei eine "Täuschung der Konsumenten", zitiert die Nachrichtenagentur DAP den Konsumentenschützer Christoph Römer.

Er forderte eine eindeutige und gut sichtbare Kennzeichnung, dass es sich nicht um Käse handelt. Auch im Namen des Produktes dürfe nicht das Wort "Käse" vorkommen, den Konsumenten dürfe nicht mit Bilden "vorgegaukelt" werden, dass es sich um echten Käse handelt. In vielen Fertiggerichten, Pizzen oder Käsebrötchen, aber auch in Gaststätten wird das Käse-Imitat bereits häufig verwendet.

Analog-Käse wird nicht aus Milch hergestellt, sondern er besteht aus Eiweisspulver, Wasser, Pflanzenfett und Geschmacksverstärkern. Wegen des harten Preiswettbewerbs seien viele Hersteller versucht, teure Produkte durch Billigvarianten zu ersetzen. Die Kosteneinsparungen würden auf rund 40 Prozent geschätzt, heisst es weiter.

Nach Schätzungen des Politmagazins "Frontal 21" werden in Deutschland jährlich 100'000 Tonnen Analog-Käse produziert. Neben den Konsumentenschützern fordert auch der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter eine umfassende Änderung des Kennzeichnungsrechts. Es dürfe nicht sein, dass sich der Konsument über eine allgemeine Zutatenliste zusammenreimen muss, ob er echten Käse isst oder Analog-Käse, der möglicherweise einen minimalen Käseanteil hat, hiess es in einer Mitteilung.
(Quelle: LID / 09.04.2009)



Fenaco vermarktet ab 2010 "Suisse Garantie"-Weizen

Die Fenaco als grösster Schweizer Getreidehändler will ab dem nächsten Jahr das Brotgetreide unter dem Herkunftszeichen „Suisse Garantie“ verkaufen.

Der eingeführte Qualitätsstandard namens "Suisse Premium" könne ohne wesentlichen Mehraufwand von breiten Basismarketing von "Suisse Garantie" profitieren, zitiert die "Bauernzeitung" Pius Eberhard, Leiter Getreide und Ölsaaten bei der Fenaco. Damit sollen auch Mehl, Brot und Backaren ausgelobt werden können und die Position der Fenaco im Brotgetreideverkauf gestärkt werden. Brotgetreide mit dem "Suisse Garantie"-Zeichen soll künftig einen Mehrpreis von 1.50 Franken por 100 Kilogramm erzielen können.
(Quelle: LID / 09.04.2009)



Emmi übernimmt Mehrheitsbeteiligung an Genfer Nutrifrais

Nutrifrais ist ein Unternehmen der Genfer Molkerei-Holding LRG. Mit Nutrifrais und mit der Lizenz für „Yoplait“ und der Marke „TamTam“ will Emmi die Marktpräsenz im Bereich Jogurt und Flan gezielt ausbauen. Der Standort Genf erhält mit dieser Zusammenarbeit gute Zukunftsperspektiven. Die Übernahme der Beteiligung erfolgt vorbehältlich der Zustimmung der Wettbewerbskommission.

Emmi und die LRG Groupe SA haben am 7. April 2009 einen Vertrag über die Übernahme von 60 Prozent der Aktien der Nutrifrais SA durch die Emmi Gruppe unterzeichnet. Die Übernahme des Aktienpakets erfolgt vorbehältlich der Zustimmung der Wettbewerbskommission. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Genfer Nutrifrais ist eine hundertprozentige Tochter der LRG Groupe SA (Holdinggesellschaft der Laiteries Réunies Genève). Die rund 30 Mitarbeitenden verarbeiten heute rund 5 Millionen Kilogramm Milch von Landwirtschaftsbetrieben aus der Region Genf.

Die Molkerei spezialisiert sich auf die Produktion von Dessert, Jogurt und Quark und erzielt einen Umsatz von rund CHF 20 Millionen. Mit der Marke „TamTam“ ist sie seit Jahren ein wichtiger Anbieter von frischen Milchdesserts. Nutrifrais produziert und vertreibt zudem für die Schweiz in Lizenz Produkte der Marke „Yoplait“.

„Für die LRG Gruppe ist es wichtig, dass die Verarbeitung der Milch in der Region bleibt. Emmi ist für uns der starke Partner für eine nachhaltige Entwicklung der Nutrifrais“, beschreibt Frédy Currat, Direktor der LRG Gruppe die Beweggründe für den Verkauf der Beteiligung an Emmi.

Mit Nutrifrais will Emmi die Marktpositionen in der Westschweiz und im Bereich Jogurt und Dessert verstärken. Emmi plant, die modern ausgerüstete Molkerei als Kompetenzzentrum für Flan und weitere Spezialitäten für den nationalen und internationalen Markt auszubauen. Die Arbeitsplätze bleiben erhalten.

„Mit einer Mehrheitsbeteiligung an Nutrifrais stärken wir nicht nur die Präsenz von Emmi in der Westschweiz, sondern begegnen auch dem ständig wachsenden Importdruck“, kommentiert Urs Riedener, CEO der Emmi Gruppe, die gezielte Verstärkung.

Die Emmi Gruppe ist bisher in der Westschweiz mit dem Affinagespezialisten Fromco SA in Moudon, der Tête-de-Moîne-Käserei FDS Fromagerie de Saignelégier SA sowie mit Emmi Interfrais SA in Lausanne vertreten. Emmi ist zudem an der Gruyère-Käserei FDC Fromagerie de Courgenay SA beteiligt.

Die Genfer LRG Groupe SA ist eine Holdinggesellschaft, die mehrere Unternehmen aus verschiedenen komplementären Sub-Branchen umfasst.

Diese Unternehmen sind auf die folgenden vier Geschäftsfelder aufgeteilt, in denen sie schweizweit eine aktive Rolle spielen: a) Milchprodukte (Val d’Arve SA, Nutrifrais SA), b) Handelsgeschäft (W. Ottiger AG, Vivadis SA, Chäs Max AG), c) Fleischprodukte (Del Maître SA, Gehrig AG, Maître Brönnimann) und Logistik (Euro-Frais Transit SA).

Die LRG Groupe ist Mitglied der Fédération des Laiteries Réunies de Genève, der 230 Produzenten in der Region Genf, in der Waadt und in den angrenzenden Freihandelszonen angehören. Die Gruppe ist mittlerweile mit knapp 620 Mitarbeitenden an sieben Standorten in der Schweiz präsent.
(Quelle: Emmi-Gruppe / 8.4.09)



Weltweit wird weniger Wein getrunken

08.04.2009 - (lid) – Im letzten Jahr wurden weltweit zwei Millionen Hektoliter weniger Wein getrunken als 2007. Der gesamte Konsum betrug 243 Mio. Hektoliter. Laut der Internationalen Weinorganisation OIV war der Konsum vor allem in den traditionell bedeutenden europäischen Produktions- und Konsumländern wie Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland weiter rückläufig.

OIV-Leiter Federico Castellucci sieht die Gründe dafür nicht nur in der weltweiten Wirtschaftskrise, sondern auch in der Rodungspraxis der EU-Weinbauländer und der Umstrukturierung der Rebflächen in den neuen EU-Mitgliedstaaten. So wurde die Anbaufläche im Vorjahr weltweit um 28'000 Hektaren reduziert, berichtet der Agrarpressedienst AIZ.

Die weltweite Weinproduktion stieg trotz eines beachtlichen Rückgangs der europäischen Erzeugung um eine Mio. Hektoliter leicht an. Trotz der Wirtschaftskrise kann der Weltmarkt für Wein ein Volumenwachstum verzeichnen.

Abgesehen von Frankreich und Australien konnten die grossen Akteure ihre Stellung halten: Italien ist weiterhin der grösste Weinexporteur und in der Gruppe der sechs neuen Ausfuhrländer (Südhemisphäre und USA) hält das Exportwachstum an.

Die besten Resultate wurden laut Castellucci auf dem Weltmarkt für Wein verzeichnet, dessen Volumen von Jahr zu Jahr zunimmt: Der internationale Handel macht rund 37 Prozent des weltweiten Konsums aus.
(Quelle: LID / 8.4.2009)



2008 war gut für Milchproduzenten - aber nahe Zukunft ist ungewiss

Drei Tätigkeitsfelder prägten die Geschäfte der Schweizer Milchproduzenten SMP im Jahr 2008: der Milchmarkt, die Angebotsbündelung und das Ausarbeiten einer privatrechtlichen Branchenregelung für die Milchmarktordnung ab 1. Mai 2009. Über diese Tätigkeiten legen der Vorstand und die Geschäftsstelle der SMP im Geschäftsbericht 2008 Rechenschaft ab.

Im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 15. April 2009 hat die Organisation Schweizer Milchproduzenten SMP den Geschäftsbericht 2008 veröffentlicht. „Das Jahr 2008 war für viele Milchproduzenten eines der wirtschaftlich besten Jahre“, hält SMP-Präsident Peter Gfeller rückblickend fest. „Doch davon dürfen wir uns nicht blenden lassen. Für die Zeit nach der Milchkontingentierung sind die Milchproduzenten im Markt ungenügend aufgestellt“.

Die vermarktete Milchmenge erreichte im Jahr 2008 mit 3,423 Millionen Tonnen einen neuen Rekord. Die Einlieferungen übertrafen das Vorjahr um 5,0 Prozent. Einzelbetrieblich waren die Anreize gut, die Milchproduktion auszudehnen. Dazu trugen die tragfähigen Märkte und auch die erhöhte Nachfrage bei. In den Sommermonaten erreichten die Milchpreise sogar ein Niveau, das die Produktionskosten annähernd zu decken vermochte.

Gesamthaft war der Markt jedoch von starken Gegensätzen geprägt. Stand die erste Jahreshälfte noch deutlich unter dem Einfluss der internationalen Hochpreisphase, so übten insbesondere im 4. Quartal 2008 die Finanzkrise, der Zerfall der europäischen Milchproduktepreise und die hausgemachte Überproduktion einen hohen Druck auf die Absatzmärkte und damit auch auf den Milchpreis aus. Die drastische Milchpreissenkung auf anfangs 2009 war die entsprechende Folge.

Die mit der Strategie Milchmarkt 2015 anvisierte verstärkte Bündelung des Milchangebots konnte nicht genügend vorangebracht werden. Der Zielkonflikt unter den Produzentengruppierungen, einerseits möglichst kostendeckende Preise zu realisieren, anderseits im Hinblick auf den Ausstieg aus der Milchkontingentierung möglichst hohe Marktanteile zu gewinnen, bildete eine zu grosse Hürde.

Ebenso gelang es nicht, zusammen mit den Milchverkaufsorganisationen und den Milchverarbeitern einen gemeinsamen Nenner zu finden, wie die übergeordneten Marktfragen geregelt werden sollen. Auch hier waren die Differenzen noch zu gross.

„Es wird im Jahr 2009 an den regionalen Produzentenorganisationen liegen, ob sie dem Konzept SMP mit temporärer Fettstützung, Segmentierung und Bündelung des Angebotes zur Erhaltung von Wertschöpfung folgen oder weiterhin in Konkurrenz zu einander stehen wollen“, sagte dazu SMP-Direktor Albert Rösti.

Der SMP-Geschäftsbericht 2008 enthält neben der Zusammenfassung der Geschäfte und der finanziellen Berichterstattung einen ausführlichen dokumentarischen Teil mit statistischen Daten. Der Geschäftsbericht 2008 kann bei der Geschäftsstelle SMP bestellt werden und im Internet unter www.swissmilk.ch --> Home --> Über uns --> Die Organisation SMP heruntergeladen werden.
(Quelle: SMP / 6.4.09)



VSG: Schweizer Erdgas-Absatz erreicht neuen Rekordwert

Der Erdgas-Absatz in der Schweiz erreichte 2008 mit über 36,2 Milliarden Kilowattstunden (kWh) einen neuen Rekordwert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 6,5 Prozent.

Erdgas findet sowohl als Brennstoff wie auch als Treibstoff immer breitere Verwendung, da es die Umwelt schont und keinen Feinstaub produziert. Um dieselbe Energiemenge in Form von Heizöl auszuliefern, wären über 152'000 Fuhren mit Tanklastwagen nötig gewesen.

Der Erdgas-Absatz in der Schweiz belief sich 2008 auf 36,276 Milliarden Kilowattstunden. Die Steigerung von 2,230 Mrd. kWh gegenüber dem Vorjahr (34,046 Mrd. kWh) ist sowohl auf kühleres Wetter wie auch auf die stetig wachsende Zahl von Erdgas-Kunden zurückzuführen.

Neue Geräte und Anlagen ermöglichen eine immer effizientere Nutzung von Erdgas. Dies und die steigenden Marktanteile tragen zum anhaltenden Erfolg von Erdgas als umweltschonenden Energieträger bei. Mit den Absatz-Zahlen 2008 konnte sogar der bisherige Rekordwert des Jahres 2005 mit 35,961 Mrd. kWh überboten werden.

Verschiedene lokale Erdgas-Versorger erweiterten auch letztes Jahr ihre Netze um insgesamt mehr als 300 Kilometer und erschlossen neue Gebiete. Über zwei Drittel der Bevölkerung in der Schweiz wohnt mittlerweile in mit Erdgas erschlossenen Gemeinden.

Das unterirdische Transportsystem ermöglicht eine konstante und sichere Versorgung der Erdgas-Kunden in der Schweiz mit Wärme und Prozessenergie ohne zusätzliche Verkehrs- und Umweltbelastung.

Das importierte Erdgas wird zu 70% in EU-Ländern und Norwegen gefördert. Rund 20% des importierten Erdgases stammt aus Fördergebieten in Russland und etwa 10% aus verschiedenen anderen Regionen. Die Schweiz verfügt über verschiedene, hauptsächlich langfristige Importverträge mit grossen und langfristig zuverlässigen Lieferanten in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Italien.

Diese verfügen auch über grosse unterirdische Speicheranlagen. Mit russischen Lieferanten bestehen keine Verträge. Hauptimporteur Swissgas ist ferner gemeinsam mit deutschen und österreichischen Partnern direkt in der norwegischen Erdgas-Förderung aktiv.

Zugenommen hat auch der Absatz von Erdgas und Biogas als Treibstoff. Er stieg gegenüber dem Vorjahr um 53% und entspricht umgerechnet der Menge von knapp 15 Millionen Litern Benzin. Der Biogas-Anteil liegt bei 21%. Die Zahl der Erdgas-Fahrzeuge stieg innert einem Jahr von 5'830 auf rund 7'200. Das Tankstellennetz in der Schweiz umfasst heute 110 Stationen.

Zur Zeit sind 27 verschiedene Modelle von Personenwagen und 7 Modelle von Lieferwagen und Kleinbussen in der Schweiz erhältlich. Anfang Juli trat die Reduktion der Mineralölsteuer auf Gastreibstoffe in Kraft. Damit bestätigt auch der Bund die Vorteile von Erdgas und Biogas als Treibstoffe. Diese Treibstoffe sind im Vergleich zu Benzin und Diesel rund 30% günstiger.

Anmerkungen:

36,276 Mrd. Kilowattstunden (kWh) = 36'276 Gigawattstunden (GWh) = ca. 3,6 Mrd. Kubikmeter Erdgas.

1 kWh Erdgas entspricht 0,1009 Liter Heizöl EL, Tanklastwagen mit Fassungsvermögen 24'000 Liter.

Erdgas-Fahrzeuge: 7'163 (5'408 PW, 1'541 Lieferwagen und Kleinbusse, 159 Busse, 55 Lastwagen).

(Absatz von Erdgas wird vom Verband der Schweizerischen Gasindustrie (VSG) erhoben).

(Quelle: ots / 3.4.09)



Getränke als Kalorienträger problematischer als Essen

Wer abnehmen will, muss in erster Linie auf zuckerhaltige Getränke verzichten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health (http://www.jhsph.edu).

Bisher wurden die Getränke als Kalorienträger weit unterschätzt und viel mehr Gewicht auf feste Nahrungsmittel gelegt. Wer aber effektiv Gewicht verlieren will, sollte auf die süssen Getränke verzichten. Bei der Studie wurden 810 Erwachsene im Alter von 25 und 79 Jahren über einen Zeitraum von 18 Monaten untersucht.

Nach den Erkenntnissen der US-Forscher, die ihre Probanden nach sechs und 18 Monaten gewogen und gemessen hatten und täglich nach den Ernährungsgewohnheiten fragten, waren gezuckerte Softdrinks mit 37 Prozent die wichtigste Quelle der flüssigen Kalorienzufuhr. Der steigende Konsum von Softdrinks stehe auch in Zusammenhang damit, dass die US-Amerikaner gewichtsmässig in den vergangenen Jahren stark zugelegt haben.

"Die Ergebnisse sind durchaus nachvollziehbar", meint die Ernährungsmedizinerin Sonja Schwinger (http://www.ganzheitlichemedizin.at) im pressetext-Interview. Das sei in der Zwischenzeit auch in Europa ähnlich, meint die Expertin. "Insbesondere für die Alpenländer ist das schwer nachvollziehbar, weil es hier das beste Trinkwasser gibt."

Die Trinkgewohnheiten sind allerdings stark Generationen-abhängig. Beobachtbar sei, dass Menschen der älteren Generation eher zu einem Glas Wasser oder verdünntem Saft greifen. Jüngere bevorzugen in erster Linie gezuckerte oder künstlich gesüsste Soft- und Energydrinks.

"Das Durstgefühl ist für einen gesunden Stoffwechsel deshalb so wichtig, damit Schadstoffe aus dem Körper geschwemmt werden", erklärt die Medizinerin. Viele Menschen würden aber zu wenig Durstgefühl empfinden und zudem noch Getränke zu sich nehmen, die dieses Durstgefühl nur scheinbar stillen. "Wer abnehmen will, muss nicht nur auf die Ernährung achten, sondern auch darauf genug Wasser zu sich zu nehmen."

Schwinger betont auch, dass es keine Notwendigkeit gebe, in Schulen Getränkeautomaten mit gezuckerten oder künstlich-gesüssten Softdrinks aufzustellen. "Das ist definitiv der falsche Weg. In Wirklichkeit gehören diese Automaten verboten und gegen Trinkbrunnen mit Wasser ersetzt", so die Medizinerin abschliessend im pressetext-Interview.

Nach einer vorherigen Studie der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health werden 2015 rund 75 Prozent der erwachsenen US-Bürger übergewichtig oder gar fettleibig sein. "Unter den Getränken waren die gezuckerten Softdrinks die einzigen Getränke, die mit einer signifikanten Gewichtsveränderung sowohl bei im sechs- als auch im 18-monatigen Untersuchungszeitraum in Verbindung standen", so Studienautor Liwei Chen.

"Veränderungen im Konsumverhalten von künstlich gesüssten und alkoholischen Getränken wurden umgekehrt mit Gewichtsverlust assoziiert, waren aber statistisch nicht signifikant", erklärt der Forscher. An der Ausarbeitung von Empfehlungen zum Konsum von gezuckerten Softdrinks werde gearbeitet.

Erst Ende 2008 hatte eine Studie der Forschungseinrichtung ergeben, dass es in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer rapiden Zunahme der Konsumation von gezuckerten Softdrinks in den USA gekommen ist.
(Quelle: pte / 3.3.09) (fma)


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