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28.4.2009

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KURZNEWS 28. April 2009

Deutschland bewilligt Gentech-Kartoffeln / Swissmill: Chefwechsel / Groupe Minoteries: mehr Umsatz / Deutsche Süsswarenindustrie im Minus / EU-USA: Hormonfleisch-Streit bald beenden




Deutsche Agrarministerin bewilligt Gentech-Kartoffel

Die deutsche Agrarministerin Ilse Aigner hat den Anbau der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel bewilligt. Die Prüfungen seien zum Schluss gekommen, dass sich "keine negativen Einflüsse auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt" ergeben hätten, sagte eine Sprecherin. Bei dem Antrag des Chemiekonzerns BASF geht es um Freilandversuche.

Das Erbgut der Sorte Amflora ist so verändert, dass aus der Kartoffel Stärke zur Herstellung von Papier und Klebstoffen gewonnen werden kann. Die Zulassung von Amflora ist auch in der EU-Kommission seit Jahren umstritten. Erst kürzlich hatte Aigner die gentechnisch veränderte Maissorte MON 810 abgelehnt.
(Quelle: LID / 27.04.2009)



Achermann verlässt Swissmill

Die zur Coop-Gruppe gehörenden Produktionsunternehmen Swissmill und Pasta Gala erhalten auf den 1. Januar 2010 beziehungsweise auf den 1. August 2009 einen neuen Leiter.

Romeo Sciaranetti wird Josef Achermann ersetzen, wie Coop in einer Medienmitteilung vom Montag, 27. April 2009 schreibt. Der 43-jährige Sciaranetti war in leitender Funktion von nationalen und internationalen Unternehmen der Lebensmittelindustrie wie Kraft Foods, Novartis Consumer Health und Valora tätig.

Der bisherige Leiter Josef Achermann wurde am 23. April 2009 von der Verwaltung der Réservesuisse (Schweizerische Pflichtlagerorganisation im Bereich Ernährung) als künftiger Präsident vorgeschlagen. Daher wird Achermann die Leitung der Swissmill per 31. Dezember 2009 abgeben und den Altersrücktritt um einige Monate vorziehen.

Laut Mitteilung hat Swissmill unter der Leitung von Achermann ihre Absatzmenge in den letzten 13 Jahren nahezu verdoppelt. Swissmill ist laut eigenen Angaben die grösste Lebensmittelmühle der Schweiz. Sie verarbeitet jährlich über 220'000 Tonnen Getreide und realisierte 2008 einen Umsatz von 183 Millionen Franken. Pasta Gala in Morges produziert unter anderem die Gala Teigwaren und ist im Export tätig mit einem Umsatz von 33 Millionen Franken.
(Quelle: LID / 27.4.2009)



Deutlich mehr Umsatz und Gewinn für die Groupe Minoteries

Die Westschweizer Mühlen-Gruppe Minoteries ist weiter auf Erfolgskurs: Der Umsatz erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr um 14,13 Prozent auf 138,1 Mio. Franken, der Gewinn stieg gar um knapp ein Viertel auf 6,7 Mio. Franken.

Das Unternehmen sei sowohl im Müllereisektor als auch im Bereich Haustiernahrung erfolgreich gewesen, schreibt die Groupe Minoteries in ihrer Mitteilung. Die Weichweizenmüllerei steigerte die Absatzmenge in Tonnen um 4,6 Prozent, bei der Haustiernahrung betrug das Mengenwachstum 20,7 Prozent.

Die Gruppe plant eine Dividende von 4 Franken auszuschütten, 50 Rappen mehr als im Vorjahr. Das Unternehmen konzentriere sich weiterhin darauf, Schulden abzubauen. Gleichzeitig bereite es sich auf die durch die Freihandelsabkommen bevorstehende Marktöffnung vor, wie es im Communiqué weiter heisst.
(Quelle: LID / 24.4. 2009)



Deutsche Süsswarenindustrie im Minus

Nach Exporteinbrüchen hat die deutsche Süsswarenindustrie jetzt auch im Inland Umsatzeinbrüche zu verkraften. Laut Statistischem Bundesamt ging in den ersten beiden Monaten des Jahres der Umsatz von Süsswaren insgesamt (Inland und Export) um 8,4 % zurück. Vergleichsweise moderat war der Rückgang bei «Feinen Backwaren» mit -1,8 %.

Überproportional rückläufig waren die Bereiche Schokoladen- und Zuckerwaren mit -9,8 % und Speiseeis mit -13,6 %. Besonders leiden die Hersteller von Kakaohalberzeugnissen und Schokolade unter dem Wegbruch der Exporte (vor allem nach Osteuropa, Russland und in die USA) und unter schwankenden Kakaopreisen.

Auch der Inlandsabsatz von Süsswaren ist nach Erhebungen der Marktforscher von IRI in den ersten beiden Monaten um 1,3 % zurückgegangen. Eine Blitzumfrage des Verbandes bestätigt den Trend für das gesamte erste Quartal 2009. Die deutsche Süsswarenindustrie beschäftigt rund 53.000 Mitarbeiter und ist der drittgrösste Zweig der Ernährungsbranche.
(Quelle: Backspiegel / 24. April 2009)



EU und USA wollen Hormonfleisch-Streit beenden

Die USA wollen verschärfte Strafzölle im Hormonstreit um weitere zwei Wochen hinauszögern. Stattdessen werden die Amerikaner und die EU nach einer Lösung im bereits lange andauernden Handelskonflikt rund um Fleisch von hormonbehandelten Rindern suchen. Dies verkündete EU-Handelskommissarin Catherine Ashton gestern in Brüssel, wie der Agrarpressedienst AIZ meldet.

Man wolle diese Probleme ausräumen und eine Lösung, die beiden Seiten zugutekommt, sei in greifbarer Nähe, so Ashton nach einem Telefongespräch mit dem US-Handelsbeauftragten Ron Kirk. Die USA wollten ab dem 23. Màrz 2009 Importzölle für immer andere Produkte erheben, wie beispielsweise von 300 Prozent für Roquefortkäse aus Frankreich.

Die Verschärfung wurde aber zunächst um einen Monat verschoben und jetzt geben die USA zwei weitere Wochen Zeit. Die EU hat den Amerikanern angeboten, die Einfuhrkontingente für Fleisch von Rindern ohne Hormonbehandlung zu erhöhen. Dies ist als Ausgleich für das Importverbot von Hormonfleisch in die EU gedacht, das die Welthandelsorganisation (WTO) nicht akzeptiert.
(Quelle: LID / 23.04.2009)



Neuer Rekord beim Geflügelkonsum

Der Konsum von Geflügelfleisch hat im letzten Jahr einen neuen Rekord erreicht. Insgesamt 10,9 Kilogramm Geflügel assen die Schweizer im Jahr 2008 pro Kopf. Das sind 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die "Geflügelzeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt .

Der Mehrkonsum wurde durch eine um 6 Prozent höhere Inlandproduktion, aber auch durch 10 Prozent mehr Importe gedeckt. Die Schweizer Geflügelbetriebe stiessen zusehends an ihre Kapazitätsgrenzen, weshalb der Anteil der Importe sich vergrösserte.
(Quelle: LID / 23.04.2009)



Positive Bewertung der FBK 2009 durch Aussteller und Besucher

Die Auswertung der erstmals per Online-Erfassung via Internet erhobenen Ausstellerbefragung liegt vor. Sämtliche Bereiche wurden grossmehrheitlich mit gut bis sehr gut beurteilt und konnten gegenüber 2007 gesteigert werden. Auch die Besucher waren sehr zufrieden mit der FBK 2009.

Von den 227 Ausstellern haben 62% den Fragebogen ausgefüllt, was einen repräsentativen Querschnitt ergibt. Sie haben die fünf wichtigsten Fragen wie folgt mit «gut bis sehr gut» beantwortet (in Klammern FBK 2007):

■ Standeinteilung: 85% (76%).
■ Persönlicher Gesamterfolg: 70% (56%).
■ Wiederteilnahme: 97%(68%).
■ Besucherqualität 76% (55%).
■ Besucherzahl am Stand: 58%

Den Stellenwert der FBK bewerteten 67% der Aussteller als sehr wichtig bis wichtig, 33% sehen die FBK eher als eine ergänzende Veranstaltung.

Recht hoch war die Zufriedenheit mit folgenden Dienstleistungen: Messedauer 68%, Öffnungszeiten 85%, Ausstellermix 86%, Sonderschauen 65%, Technische Dienstleistungen 93%, Preis/Leistung 51%, Verkehr/Logistik 73%, Restaurants 63%.

In mündlichen Interviews wurden 799 Besucher befragt. Die Gesamtbesucherzahl von 29191 war gegenüber dem Jahr 2007 mit 30 057 leicht rückläufig, lag aber über 2005 (28 805) und nahe bei 2003 (29507). Am stärksten vertreten war die Altersgruppe der 40–49-Jährigen (22%), gefolgt von den 50–59-Jährigen und 20–29-Jährigen (je 19%). Die 30–39-Jährigen kamen auf 15% und die 60–69-Jährigen auf 13%.

11% waren jünger als 20 Jahre und 2% älter als 70 Jahre. Die meisten Besucher kamen aus dem Kanton Bern (39%), gefolgt von Aargau (9%), Zürich (7%), Solothurn und Waadt (je 5%). Bedeutendstes Gastland war Deutschland mit 3% der Gesamtbesucher.

Qualitativ beurteilten die FBK-Besucher den Gesamteindruck zu 97% und das Ausstellungsangebot zu 92% als gut bis sehr gut. Speziell interessierten die Besucher folgende Themen-Bereiche (Mehrfachnennungen möglich):

Süsswaren 37%, Bäckereigeräte 25%, Backmittel 19%, Rohstoffe 19%, Verpackungen 18%, Backöfen 13%, Laden-/Produktionseinrichtungen 11%, Take-away- Konzepte 6%, Marketingdienstleistungen 5%, Wettbewerbe 5%, Kühlgeräte 4%, Datenerfassungsund Kassensysteme 3%.

Positives Fazit: Praktisch in allen Bereichen konnten die Umfragewerte positiv gesteigert werden. Die Zufriedenheit von Besuchern wie Ausstellern zeigt, dass die Strategie der FBK – eigenständige Fachmesse mit Ergänzung von Wettkämpfen – vollkommen richtig ist und in Zukunft weiter geführt werden kann.
(Quelle: Schweiz. Bäcker-Konditorenmeister-Verband (SBKV) / 22. April 2009)



Nestlé: Umsatzrückgang im ersten Quartal

Der Nahrungsmittelriese Nestlé spürt die Wirtschaftskrise: So haben Konsumenten in den ersten drei Monaten 2009 unter anderem weniger Trinkwasser, Milchprodukte und Spezialnahrung gekauft. Nestlé setzte noch 25,2 Milliarden Franken um, 2,1 Prozent weniger als im Vorjahresquartal.

Mitverantwortlich für den Rückgang sei unter anderem die Frankenstärke, zitiert die Nachrichtenagentur SDA aus einer Mitteilung von Nestlé. Das für den Nahrungsmittelkonzern wichtige organische Wachstum lag im ersten Quartal vor allem dank Preisanpassungen aber immer noch bei 3,8 Prozent.

Doch auch diese Rate hat sich im Vergleich zu den Vorquartalen verlangsamt. Noch im vierten Quartal lag das organische Wachstum bei 6,7 Prozent. Im Vorjahresquartal hatte das organische Wachstum gar rekordhohe 9,8 Prozent betragen, im ganzen Jahr 2008 waren es 8,3 Prozent.

Insgesamt hat Nesté mit Getränken und Nahrungsmittel 23,298 Mrd. Franken umgesetzt, das Segment Pharma steuerte weitere 1,876 Mrd. Franken bei.

Trotz der Bremsspuren im ersten Quartal bestätigte Nestlé die Prognosen für 2009. "Unsere Antwort auf das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2009 ist, neue Gelegenheiten zu nutzen und Schlüsselinitiativen in Bereichen wie Erschwinglichkeit von Produkten, Innovation und Renovation sowie Kosteneffizienz zu beschleunigen", wird Konzernchef Paul Bulcke zitiert.
(Quelle: LID / 22.04.2009)



Coop unterstützt Bioforschung

Neue Broschüre zeigt die Früchte der Zusammenarbeit mit dem FiBL Es ist wohl weltweit einmalig, dass ein Detailhändler Millionenbeträge in die Forschung für biologische Landwirtschaft investiert. – Coop stellt nicht nur Bioprodukte ins Regal, sondern zeigt echtes Engagement für eine langfristig nachhaltige Entwicklung.

1992 begann Coop in Zusammenarbeit mit dem FiBL, die Entwicklung des biologischen Apfelanbaus in der Schweiz zu fördern; weitere Projekte folgten. Mit dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit verstärkte Coop ab 2003 ihr Engagement für die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Biolandwirtschaft.

Eine kürzlich erschienene Broschüre mit dem Titel «Drei Geschichten aus der Forschung» gibt einen Einblick in die Forschungszusammenarbeit zwischen Coop und FiBL. Die drei Geschichten zeigen beispielhaft, was die Zusammenarbeit zwischen dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit und dem FiBL im Alltag der Bäuerinnen und Bauern und auch für die Konsumierenden bewirken kann.

Biologisches Saatgut: Früher gab es kaum speziell für den Biolandbau vermehrte Sorten. Seit 2004 gilt aber in der EU und in der Schweiz: Nicht nur die Pflege der Kulturen, auch das Ausgangsmaterial muss biologisch sein. Dank dem vom Coop Fonds für Nachhaltigkeit geförderten Projekt ist diese Vorgabe in der Schweiz zu 99 Prozent umgesetzt.

Gesunde Milchkühe: Das Projekt «pro-Q» will durch Gesunderhaltung der Milchviehherden den Einsatz von Antibiotika reduzieren – möglichst auf null. Schon im zweiten Projektjahr konnte ein Fünftel der Betriebe vollkommen antibiotikafrei produzieren.

Bio gegen Armut: Was kann der Biolandbau in Ländern des Südens zur Armutsbekämpfung beitragen? In drei verschiedenen Klimagebieten untersucht das FiBL die ökonomische und ökologische Leistungsfähigkeit des Biolandbaus. In Zentralindien geht es dabei um die «Cash-Crop» Baumwolle.

Für die Jahre 2009 bis 2011 haben sich Coop und FiBL neue Ziele gesetzt, die mit zwei ehrgeizigen Forschungsprojekten erreicht werden sollen: Im Acker- und Gemüsebau sowie in der Tierfütterung sollen Anbautechniken radikal verbessert und Ressourcen konsequent geschont werden.

FiBL-Direktor Urs Niggli ist überzeugt: «Falls sich die neuen Ansätze bewähren und auch international umgesetzt werden, können die Projekte zur Lösung globaler Aufgaben wie Ernährungssicherung und Stabilisierung des Klimas beitragen.»
(Quelle: Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) / Coop / 22.04.2009)



Kurkuma macht Zellen widerstandsfähiger

Der Farbstoff Curcumin, der dem Gewürz Kurkuma seine gelbe Farbe verleiht, festigt die Zellmembranen und erhöht damit ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern. Das haben amerikanische Forscher herausgefunden. Die Curcuminmoleküle bauen sich demnach in die Zellmembranen ein und stabilisieren diese, berichten die Wissenschaftler um Ayyalusamy Ramamoorthy von der Universität Michigan in Ann Arbor.

Zahlreiche Studien belegen die vielfältige Wirkung des Farbstoffes Curcumin: Er wirkt unter anderem antimikrobiell, senkt den Cholesterinspiegel, wirkt Entzündungen entgegen und beugt Krebs vor. Bislang war jedoch unklar, wie genau das Curcumin seine Wirkung entfaltet. Wissenschaftler hatten sich lange Zeit gewundert, weshalb es selbst solche Proteine beeinflusst, die gar keine spezifischen Rezeptoren für Curcumin besitzen.

Das fanden die Forscher nun mit Hilfe der sogenannten Kernresonanzspektroskopie (NMR) heraus. Mit einem NMR-Spektrometer ist es möglich, einzelne Atome und deren Wechselwirkungen mit benachbarten Atomen zu beobachten. Dabei bestätigte sich die Vermutung der Wissenschaftler: Das Curcumin beeinflusst die physikalischen Eigenschaften der Zellmembran, indem es sich in die Doppellipidschichten hineinschiebt. Im Gegensatz zu gesunden Zellen wirkt Curcumin auf Krebszellen jedoch nicht stabilisierend, sondern schädigt sie, indem es die Membranen durchlässiger macht.

Kurkumapulver ist nicht nur als Gewürz in der indischen und asiatischen Küche sehr beliebt, wo es unter anderem Bestandteil zahlreicher Currymischungen ist. Es wird darüber hinaus auch in der traditionellen chinesischen und indischen Medizin als Heilmittel verwendet. In den Veden, den heiligen Schriften des Hinduismus, wird es bereits vor 4.000 Jahren als Heilmittel erwähnt und gilt als heilig.
(Quelle: ddp/wissenschaft.de / aus: Journal oft he American Chemical Society / 21.4.2009)



Gärungsprozess macht Rotwein Herz-gesünder

Massgeblichen Einfluss auf die Blutgefäss- und Herz-schützende Wirkung von Rotwein dürfte die Maischgärung haben. Für die positiven Effekte verantwortlich sind Flavonoide, die sich während der Maischgärung vorwiegend im Rotwein sammeln.

Diese Pflanzeninhaltsstoffe haben die Fähigkeit, die Aktivitäten eines speziellen Wachstumsfaktors (Platelet-Derived Growth Factor beta-Rezeptors, PDGFR) zu hemmen, der die Zellwanderung (Migration) und Zellvermehrung (Proliferation) glatter Gefässmuskelzellen in den Gefässwänden fördert. Diese Mechanismen sind in der Entstehung von Arteriosklerose von Bedeutung.

Die Fähigkeit eines Rotweins zur Hemmung des Wachstumsfaktors und seiner Aktivitäten nahm mit zunehmender Dauer der Maischegärung und den damit steigenden Flavonoid-Konzentrationen zu, berichtet ein Forscherteam um Dr. Jan Sparwel (Köln) auf der 75. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim, wo mehr als 7000 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen. Weissweine hatten diesen Effekt zunächst nicht.

Doch lässt sich dieser auch im Weisswein erreichen, indem man diesen mit Traubenkernschrot in Kontakt bringt (inkubiert) und somit die Maischegärung imitiert, berichten die Studienautoren.

Die Maischegärung ist die traditionelle Gär-Methode, die bei der Herstellung von Rotwein am Häufigsten eingesetzt wird. Die Maische wird auf etwa 25°C erwärmt und zum Gären gebracht. Um die Farbstoffe möglichst vollständig aus den Beerenschalen zu lösen, wird der Trester ständig mit dem gärenden Most vermischt. Während das Gemisch steht, beginnt es zu gären und es lösen sich zum Beispiel Flavonoide aus den Schalen.
(Quelle: Deutsche Ges. für Kardiologie (DGK) / 20. April 2009)



Neu in Deutschland: Meldepflicht für lebensmittelbedingte Krankheits-Ausbrüche

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erfasst seit 2005 Daten zu Lebensmitteln, die an Krankheitsausbrüchen beteiligt waren. Dabei handelt es sich beispielsweise um lebens-mittelbedingte Krankheitsausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenhäusern oder Kindertagesstätten.

Vor diesem Hintergrund veröffentlicht das BfR nun Informationen zu 105 Krankheitsausbrüchen aus dem Jahr 2007, welche von 12 Bundesländern und der Bun-deswehr auf freiwilliger Basis an das BfR zur Auswertung übermittelt wurden. Die gemeldeten Ausbrüche wurden hauptsächlich durch Salmonellen verursacht. Nachgewiesen wurden die Krankheitserreger in sehr unterschiedlichen Lebensmitteln, unter anderem in Fleisch und Fleischerzeugnissen, Desserts sowie Backwaren.

Diese Lebensmittel wurden vor allem in der Gemeinschaftsverpflegung und in Privathaushalten verzehrt. Faktoren, die zur Kontamination der ursächlich beteiligten Lebensmittel geführt haben könnten, waren nach Auffassung der zuständigen Behörden häufig der Umgang von infizierten Personen mit Lebensmitteln oder die Verwendung von kontaminierten Zusätzen wie rohe Eier und rohes Fleisch.

Das BfR rechnet in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Anstieg der Meldebereit-schaft von lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen, da im Sommer 2008 die Rechts-grundlage für ein bundesweites Erfassungssystem in Kraft getreten ist.
(Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) / 31.3.2009) (fma)


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9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
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