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5.5.2009

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KURZNEWS 5. Mai 2009

Schweinegrippe heisst ab jetzt Influenza A/H1N1 / Trinkmilchkonsum geht zurück / Hiestand erhält Tierschutz-Auszeichnung «Goldenes Ei» / Käfigeier in Teigwaren / Alte Pflanzen-Sorten verschwinden / Allergien




Schweine-Grippe ist offiziell umbenannt in Influenza A/H1N1

Die aktuelle Grippewelle, die sich international ausbreitet, hat jetzt mit "Influenza A/H1N1" einen neuen Namen. Die geänderte Bezeichnung ist offiziell von der Weltgesundheitsorganisation WHO am Abend des 30. April bekannt gegeben worden.

Zuvor hatten zahlreiche Organisationen, unter anderem das Internationale Tierseuchenamt (OIE), eine Umbenennung gefordert. Die ursprüngliche Bezeichnung "Schweinegrippe" hatte dazu geführt, dass die Grippe irrtümlich mit einer Schweineerkrankung in Verbindung gebracht werden konnte. Ausserdem haben die WHO, die OIE und die Welternährungsorganisation FAO in einer gemeinsamen Stellungnahme ausdrücklich betont, dass vom Verzehr von Schweinefleisch, wenn es sachgerecht zubereitet wird, keinerlei Infektionsgefahr ausgeht und damit auch Importverbote jeder Grundlage entbehren.

Der Schweineproduzentenverband Suisseporcs drängt darauf, dass auch in der öffentlichen Kommunikation der Name geändert wird. Die Schweineproduzenten hätten die Nase voll, heisst es in einer Medienmitteilung. Sie fordern, dass ab sofort nur noch von der neuen Grippe A(H1N1) gesprochen und geschrieben werde. Die Suisseporcs prüft rechtliche Schritte gegen die weitere Verwendung des rufschädigenden Begriffes "Schweinegrippe".

Insbesondere das staatliche Radio und Fernsehen DRS würden immer noch den Begriff "Schweinegrippe" verwenden. Das sei irreführend und diskriminierend. Weder von den Schweinen noch vom Schweinefleischkonsum gehe eine Gefahr aus.
(Quelle: LID / 04.05.2009)



2008 wurde weniger Milch konsumiert

Jeder Schweizer hat im letzten Jahr durchschnittlich 394 Kilogramm Milch konsumiert, das sind 2,5 Prozent oder 10 Kilogramm weniger als noch im Vorjahr. Der Pro-Kopf-Konsum von Trinkmilch hat im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Kilogramm oder um 2,7 Prozent auf 75,6 Kilogramm abgenommen. Hingegen wurden 1,6 Kilogramm oder 18,8 Prozent mehr Milchgetränke konsumiert, wie es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der Schweizer Milchproduzenten, des Schweizerischen Bauernverbands und der TSM Treuhand GmbH heisst.

Der Jogurtkonsum hat um 300 Gramm oder 1,7 Prozent zugenommen. Butter wurde 2008 5,8 Kilogramm konsumiert, was einer leichten Zunahme um 100 Gramm oder 1,8 Prozent entspricht. Der Rahmkonsum hat sich um 100 Gramm pro Kopf oder 1,2 Prozent erhöht. Deutlich zulegen konnte 2008 der Käsekonsum mit einem Plus von 400 Gramm pro Kopf, was 2,1 Prozent entspricht.

Pro-Kopf-Konsum Milch und Milchprodukte 2008

Konsummilch, Trinkmilch 75.6
Milchgetränke 10.1
Jogurt 18.4
Butter 5.8
Rahm 8.5
Käse und Schmelzkäse 21.2
Total umgerechnet in Frischmilch 394

Der Rückgang des Milchkonsums hat mehrere Gründe, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Senkung des Fettgehaltes in der standardisierten Milch, der abnehmende Konsummilchverbrauch sowie Lagerveränderungen seien die wichtigsten Gründe.
(Quelle: LID / SMP 01.05.2009)



Migros und WWF gehen strategische Partnerschaft ein

Die Migros und der WWF erweitern ihre Zusammenarbeit und setzen sich gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung ein. Kooperationen bestehen bereits seit mehreren Jahren, unter anderem bei den WWF Groups zu den Themen "Wood", "Climate" und "Seafood". Neu sponsert die Migros exklusiv das Jugendprogramm des WWF.

Mit der langfristig angelegten Zusammenarbeit leisten der WWF und die Migros einen gemeinsamen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Besonders wichtige Themen sind der Schutz von Klima, Wald und Meer sowie die Erhaltung der Artenvielfalt. "Die Migros setzt sich seit langem für die Umwelt ein. Wir freuen uns, dass sie jetzt vor allem in der Jugendarbeit ein Zeichen setzt und den WWF in seinem Bestreben für mehr Umweltbildung unterstützt", sagt Hans-Peter Fricker, CEO WWF Schweiz.

Neu sponsort die Migros das Jugendprogramm des WWF. Dieses richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 17 Jahren. Der WWF publiziert altersspezifische Magazine und vermittelt damit spielerisch Wissen zu Tier und Natur. Für die ganz Kleinen gibt es eine Publikation mit Bildergeschichten und Bastelanleitungen.

Schulkinder können an Ferienlagern teilnehmen und die Natur im Freien erleben. Ausserdem erhalten sie Informationen zu aktuellen WWF-Kampagnen und lernen, wie sie selber aktiv werden können - zum Beispiel mit einer Standaktion. "Wir sind stolz, dass wir einen Beitrag leisten, um die Jungen für den Umweltschutz zu begeistern. Denn von ihrer Einstellung hängt die Zukunft ab", erklärt Herbert Bolliger, CEO der Migros.

Die Migros knüpft an ein bestehendes Engagement an: Seit 2001 ist sie Sponsorin des WWF-Pandamobils. Dabei handelt es sich um einen umgebauten Migros-Verkaufswagen, der mit Ausstellungen von Schulhaus zu Schulhaus unterwegs ist und den Kindern verschiedene Umweltthemen - in diesem Jahr sind es die Alpen - näherbringt.

Im Rahmen der Partnerschaft wird die Migros das Angebot an Produkten mit einem ökologischen Mehrwert weiter ausbauen - wie zum Beispiel MSC-Fisch (aus nachhaltiger Fischerei) oder FSC-Möbel (Holz aus verantwortungsvoller Forstwirtschaft). Der WWF und die Migros wollen die Konsumenten gemeinsam über nachhaltige Labels und das umweltbewusste Einkaufen und Verhalten informieren.

Denn nur wenn die Konsumentinnen und Konsumenten wissen, welche Geräte zum Beispiel am wenigsten Strom verbrauchen, können sie einen bewussten Kaufentscheid treffen. Mit der fachlichen Unterstützung des WWF plant die Migros auch weitere ökologische Verbesserungen entlang der ganzen Wertschöpfungskette (Produktion, Einkauf, Verkauf, Logistik, Mobilität und Entsorgung).
(Quelle: Migros / 30.4.09)



„Das Beste der Region“ – Genuss mit Regionalprodukte auch im 4. Vereinsjahr!

An der 5. ordentlichen Delegiertenversammlung blickt „Das Beste der Region“ auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Aufnahme der Vereine „Dreiklang“ und „Ländliche Entwicklung Berner Oberland (LE BEO)“ verdeutlicht die breite Abstützung des Vereins.

Am28. April 2009 konnte der Präsident Peter Brügger zahlreiche Delegierte aus den Kantonen Aargau, Bern und Solothurn begrüssen. Die Delegierten genehmigten den Jahresbericht und die Rechnung 2008. Erfreut nahmen die Delegierten Kenntnis von einer Steigerung der Umsatzzahlen mit Regionalprodukten.

Neu aufgenommen wurde der Verein „Dreiklang“ aus dem Aargauer Jura. Der Verein setzt sich für den Absatz von Regionalprodukte und für den Ausbau von sanftem Tourismus ein. Durch die Mitgliedschaft können die gegenseitigen Synergien optimal genutzt.

Das Neumitglied „Ländliche Entwicklung Berner Oberland (LE BEO)“ hat die Trägerschaft von „Das Beste der Region – Berner Oberland“ von der Volkswirtschaft Berner Oberland übernommen. Die neue Trägerschaft will Projekte anstossen, welche die ländliche Entwicklung im Berner Oberland begünstigen. Ein wichtiger Bestandteil davon ist die Vermarktung der Regionalprodukte.

Genuss’08, gesunde Znünis, Regionalprodukte an Messen und Events Im zurückliegenden Vereinsjahr ist „Das Beste der Region“ mit verschiedensten Massnahmen an die Öffentlichkeit getreten und hat den Partnern der regionalen Vermarktungsorganisationen Plattformen geboten. Der Höhepunkt war sicherlich die Genuss’08, welche an über 150 Veranstaltungen im ganzen Gebiet von „Das Beste der Region“ kulinarische Gaumenfreuden bot.

Am cheese-festival stand der Käse aus regionalem Schaffen im Mittelpunkt. Messeauftritt an der BEA, an der LUGA; an der AMA, der HESO und der Neuland in Thun waren weitere Auftrittsplattformen für die Vertragspartner der Regionalmarken. „Zum Znüni das Beste der Region“ konnte sich an verschiedenen Schulen etablieren. Die saisonalen Znünis aus regionalen Produkten – zubereitet von Bäuerinnengruppen – kommen bei den Schülerinnen und Schülern, der Lehrerschaft und den Eltern sehr gut an. Für die Bäuerinnen machen sie einen wertvollen Nebenerwerb aus.

Genuss’09 – setzt auch in diesem Jahr die Regionalprodukte in Szene Für das Jahr 2009 sind wiederum verschiedene Auftritte und Aktivitäten geplant. Der Höhepunkt wird aber sicherlich die 2. Auflage der Genuss sein. Vom 14. August bis am 6. September 2009 sind vielfältige Anlässe zum Thema „Genuss mit Regionalprodukten“ geplant.

Ein Ausschnitt aus dem Programm: Genuss-Wanderung auf der Moosegg, Märit- Buffet im Kreuz Belp, Alpsommer auf der Klewenalp (NW), Vollmond-Fondue in Aarberg, Beef-Genuss-Abend im Ballenberg, Genusserlebnis rund um den Wein in Oberflachs AG. Das Magazin zur Genuss’09 erscheint Ende Juni.
(Quelle: Das Beste aus der Region / 29.4.2009)



Hiestand mit dem Tierschutzpreis «Goldenes Ei» ausgezeichnet

Die Bäckerei Hiestand Schweiz AG wurde heute in Paris mit der Auszeichnung «Goldenes Ei» geehrt. Die internationale Nutztierschutzorganisation Compassion in World Farming CIWF und der Schweizer Tierschutz STS würdigten damit an der Preisverleihung auf dem Eifelturm in Paris die Verdienste der Schweizer Niederlassung von Hiestand, ausschliesslich Schweizer Freilandeier für ihre Backwaren zu verwenden.

Eier stecken in vielen verarbeiteten Nahrungsmitteln, zum Beispiel im Frühstücksgipfeli. Viele Produzenten verbrauchen dafür billige Industrieeier aus Käfigbatterien – zum Nachteil für Millionen von Legehennen, welche ein kurzes, erbärmliches Leben fristen.

Nicht so der Backwarenhersteller Hiestand. Das Unternehmen ist dem Grundsatz seines ehemaligen Firmengründers Fredy Hiestand treu geblieben und verwendet für seine Produkte in der Schweiz ausschliesslich Freilandeier. Etwa 40’000 Hühner gackern, scharren und picken fröhlich in Freilandhaltung herum und legen ganz nebenbei jährlich noch rund zehn Millionen Eier, welche bei Hiestand in Form von so genanntem Flüssigei zu Backwaren verarbeitet werden.

Dass Tierschutz bei einer Firma dieser Grösse mit allein 1’000 Mitarbeitenden in der Schweiz so konsequent berücksichtigt wird, ist angesichts des knallharten Preiskampfes auf dem Markt alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

Der Schweizer Tierschutz STS hat deshalb zusammen mit der internationalen Nutztierschutzorganisation Compassion in World Farming CIWF heute Mittwoch die Hiestand Schweiz AG für diese Leistung mit dem «Goldenen Ei» gewürdigt. Für die Preisverleihung bedankte sich Peter Zehnder, Leiter Marketing: « Dass HIESTAND das Goldene Ei gewonnen hat, ist für uns eine ausserordentliche Freude und Bestätigung unserer erfolgreichen Marketingstrategie in der Schweiz.»

An dem feierlichen Anlass wurden weitere europäische Firmen ausgezeichnet, welche Eier aus tierfreundlicher Haltung verwenden. Europaweit werden nach wie vor über 225 Millionen Legehennen in Käfigen gehalten. Während in der Schweiz die Käfigbatterien für Legehennen schon 1991 abgeschafft wurden, gilt dieses tierquälerische Haltungssystem weltweit bis jetzt leider immer noch als Standard.
(Quelle: STS / 29.4.09)



Keine Käfigeier mehr in Teigwaren

Die wichtigsten Detailhändler haben sich verpflichtet, ihr Teigwarensortiment zu bereinigen. Künftig sollen keine "versteckten" Käfigeier mehr in Pasta und Hörnli sein.

Im vergangenen Februar hat die Tierschutzorganisation Vier Pfoten den Schweizer Detailhandel bezüglich der Verwendung von Käfigeiern in Teigwaren unter die Lupe genommen. Wie sich herausstellte, würden diverse im Handel angebotene Pastaprodukte noch immer Eier aus in der Schweiz nicht zugelassener, tierquälerischer Käfighaltung enthalten, schreibt Vier Pfoten in einer Medienmitteilung vom Mittwoch, 29. April 2009.

Da die Zutatenliste oft nur die Bezeichnung "Eier", "Vollei" oder "Eipulver" enthalte, ohne die Haltungsart zu benennen, sei es dem Kunden nicht möglich, Produkte, die Käfigeier enthalten, zu erkennen. Käfigeier in Fertigprodukten würden also oft ungeahnt konsumiert.

Denner, Coop, Globus, Manor und Spar wollen laut Vier Pfoten Teigwaren mit Eiern aus Käfighaltung aus den Regalen nehmen oder bis spätestens Ende Juli 2009 auf Bodenhaltungs- oder Freilandeier umstellen. Migros habe mitgeteilt, in ihren Filialen bereits frei von Käfigeiern in Teigwaren zu sein.

Allerdings biete der Online-Shop von Migros weiterhin Produkte an, die Käfigeier enthalten. Migros lehnt die Verantwortung dafür ab: Das Tochterunternehmen "Le Shop" sei für das Online-Sortiment zuständig.

Lidl habe beim Markteintritt bekannt gegeben, in sämtlichen Produkten nur Eier aus Boden- oder Freilandhaltung zu verwenden. Laut Vier Pfoten hat Aldi erst nach anfänglich vagen Angaben und unverbindlichen Plänen bekannt gegeben, auch die beiden letzten Käfigeier-Teigwarenprodukte innerhalb der nächsten Wochen den Kundenwünschen anzupassen und auf die Verwendung von Käfigeiern zu verzichten.
(Quelle: LID / 29.4.2009)



Sind 150 alte Sorten bald verschwunden?

Die Schweiz ist bis heute europaweit führend beim Schutz der Vielfalt von Nutzpflanzen. Die Vielfalt an Gemüse- und Kartoffelsorten ist aber jetzt bedroht: Eine mögliche Illegalisierung der bisherigen Praxis «Erhaltung durch Nutzung» könnte dazu führen, dass bereits im Jahr 2010 rund 150 beliebte alte Sorten vom heimischen Markt verschwunden sind.

Dagegen startet ProSpecieRara am beliebten Setzlingsmarkt auf Schloss Wildegg eine grosse Kampagne mit dem Titel: „Vielfalt für alle“.

Der Artikel 29 der „Saat- und Pflanzgutverordnung des Eidg. Volkswirtschaftsdepartementes“ (SR 916.151.1) regelt den Anbau und Verkauf von Lokal- und Landsorten. Zurzeit steht eine strengere Umsetzung dieser Richtlinien zur Diskussion. Dies kann einschneidende Folgen auf das Sortenangebot und die Vielfalt von Nutzpflanzen haben: Rund 150 beliebte alte Gemüse- und Kartoffelsorten wie die «Corne de Gatte» könnten so bereits im Jahr 2010 vom Schweizer Markt verbannt worden sein.

Der Grund dafür liegt u.a. darin, dass viele alte, traditionell genutzte Sorten nicht, wie gesetzlich gefordert, einheitlich sind. Aber gerade diese genetische Vielfältigkeit macht sie als Ausgangsmaterial für die Züchtung und damit für zukünftige Generationen so interessant und wichtig.

Wird diese Verschärfung der Verordnung eine Tatsache, gelangen diese beliebten alten Sorten auf keine offizielle Handelsliste und dürfen als Saatgut nicht mehr auf den heimischen Markt gebracht werden. Auch ein Anbau würde dadurch illegal. Ohne diese Möglichkeit der wirtschaftlichen Nutzung wird die Erhaltung des wertvollen Kulturguts aber sehr erschwert. Die mögliche Folge: Viele dieser alten Sorten könnten in der Schweiz sogar ganz aussterben!

Mit der Kampagne „Vielfalt für alle“ möchte ProSpecieRara die Bevölkerung über die drohende Verschärfung dieser Richtlinien und deren Konsequenzen aufklären und sie auffordern ihr Bedürfnis nach der bisherigen Gemüsevielfalt kund zu tun. Als optimaler Lancierungsort bietet sich der bereits zum neunten Mal stattfindende ProSpecieRara- Setzlingsmarkt auf Schloss Wildegg an. Alljährlich pilgern rund 10'000 Hobbygärtner zum Schloss, um aus einem Angebot von rund 500 verschiedenen Kräuter- und Gemüse- und Kartoffelsorten die Spezialitäten für ihren Garten zu wählen.
(Quelle: Pro Specie Rara / 27.4.2009)



Aha! klärt auf zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Haselnüsse sind die häufigsten Auslöser von Nahrungsmittelallergien bei Erwachsenen in der Schweiz, gefolgt von Äpfeln, Walnüssen und Kiwi1. Diese und andere interessante Erkenntnisse rund um Nahrungsmittelunverträglichkeiten wurden an der Mitgliederversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE am Universitätsspital Basel präsentiert.

Etwa ein Drittel der Bevölkerung glaubt, unter einer Nahrungsmittelallergie zu leiden – die aktuellen Zahlen liegen jedoch wesentlich tiefer: Betroffen sind rund 2 – 6 Prozent aller Kleinkinder und etwa 2 – 4 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. „Viele unspezifische Symptome einer Nahrungsmittelunverträglichkeit werden als Allergie gedeutet“, sagt Prof. Dr. med. Andreas Bircher von der Dermatologischen Klinik und der Allergologischen Poliklinik des Universitätsspitals Basel.

„Oft sind die Reaktionen aber auf andere Ursachen zurückzuführen, wie beispielsweise eine Nahrungsmittelintoleranz, eine Lebensmittelvergiftung, einen Reizdarm oder eine Infektion des Magendarmtrakts.“

Während bei Erwachsenen in erster Linie Haselnüsse, Äpfel, Walnüsse und Kiwi Allergien auslösen, stehen bei Kindern Kuhmilch, Eier und Weizen im Vordergrund. „Bei Kindern wächst eine Allergie jedoch meist nach wenigen Jahren aus“, erklärt Dr. med. Philippe Eigenmann der Allergologischen Pädiatrie am Kinderspital der Universitätsspitale Genf.

Grund für die Entwicklung einer Allergie bei Säuglingen bis zum achten Lebensmonat sei neben einer genetischen Veranlagung die Tatsache, dass das Immun- und Verdauungssystem noch nicht voll entwickelt seien. Deshalb könnten Eiweisse aus Nahrungsmitteln leichter in den Körper eindringen. "Wird bei einem Kind eine Lebensmittelallergie vermutet, soll als erster Schritt eine eindeutige Diagnose gestellt werden", rät Dr. med. Philippe Eigenmann.

Die Symptome einer Nahrungsmittelallergie reichen vom harmlosen Juckreiz im Mundbereich bis zum anaphylaktischen Schock, der tödlich enden kann. „Lebensmittel, zum Beispiel Hülsenfrüchte wie Erdnuss und Soja, sowie tierische Produkte wie Crevetten sind die zweithäufigsten Auslöser eines allergischen Schocks, übertroffen von Insektenstichen und gefolgt von Medikamenten“, erklärt Prof. Dr. med. Andreas Bircher.

Wie bei anderen Allergien lässt sich eine „echte“ Nahrungsmittelallergie mit einem Haut- oder Bluttest relativ einfach feststellen. Nahrungsmittelintoleranzen hingegen sind schwieriger zu diagnostizieren. Hier können die Krankengeschichte, eine kurzfristige Ernährungsumstellung mit Meidung verdächtiger Lebensmittel oder ein oraler Provokationstest weiterhelfen.

Für die Diagnose einer Laktoseintoleranz steht ein besonderer Atemtest nach Trinken einer Laktoselösung zur Verfügung, für die Diagnose der Zöliakie eignet sich ein spezifischer Bluttest.

Eine Nahrungsmittelallergie beruht auf einer immunologisch bedingten Abwehrreaktion des Körpers gegenüber an sich harmlosen pflanzlichen und tierischen Eiweissen. Ein allergisch veranlagter Mensch bildet nach dem Erst- oder auch nach einem späteren Kontakt mit dem spezifischen Allergen so genannte IgE-Antikörper. Diesen Vorgang, der ohne krankhafte Symptome vor sich geht, nennt man Sensibilisierung. Die IgE-Antikörper lösen bei jedem weiteren Kontakt – oft schon bei kleinsten Mengen des entsprechenden Nahrungsmittels – eine allergische Reaktion aus.

Immunologisch bedingte Nahrungsmittelunverträglichkeit Keine Allergie ist die Unverträglichkeit des Getreideeiweisses Gluten, die als „Zöliakie“ bezeichnet wird und etwa 1 Prozent der Bevölkerung betrifft. Sie ist zwar immunologisch bedingt, bildet jedoch keine IgE-Antikörper im Blut.

Nahrungsmittelintoleranzen können nicht immunologisch nachgewiesen werden. Sie können bereits beim ersten Kontakt mit dem Lebensmittel auftreten. Ein Beispiel für eine enzymatische Intoleranz ist die Laktoseintoleranz, bei welcher der Konsum von Milchprodukten z.B. zu Durchfällen und Bauchkoliken führt (betrifft 10 – 20 Prozent der Bevölkerung). Eine pharmakologische Intoleranz kann bei übermässigem Genuss von Nahrungsmitteln auftreten, die reich an natürlichen pharmakologisch aktiven Stoffen sind, so genannten biogenen Aminen (wie z.B. Histamin).

Typische Auslöser von pseudoallergischen Reaktionen sind Lebensmittelzusatzstoffe wie beispielsweise Glutamat als Geschmacksverstärker. Sie kommen jedoch bei weniger als 0.1 Prozent der Bevölkerung vor.
(Quelle: aha! Schweizerisches Zentrum für Allergie, Haut und Asthma, 2009) (fma)


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9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
Mütter beeinflussen mit ihrer Ernährung den Fett- und Zuckerstoffwechsel der Nachkommen durch epigenetische Veränderungen.
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8.2.2016
KURZNEWS 8. Februar 2016
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4.2.2016
KURZNEWS 4. Februar 2016
Micarna-Gruppe übernimmt Gabriel Fleury SA / Tête de Moine erhält eigenes Fest / Weichmacher fördern Übergewicht
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2.2.2016
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Lidl steigert Export von Schweizer Lebensmitteln / Täuschungen mit geschützten Bezeichnungen GUB / GGA / Zu viel Milch produziert / Warum schützt Rohmilch vor Allergien und Asthma?
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1.2.2016
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