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25.5.2009

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Regionale Weinsorten in Gefahr

Eine Verflachung des Geschmacksvielfalt droht durch Verlust der Weinregen-Biodiversität. Der Einkauf bei regionalen Weinbauern stärkt die Vielfalt des Weins.




Die beste Garantie für Biodiversität sind Weinbauern, die traditionelle Weinsorten anbauen. Es liege bei den Konsumenten, diese Weine durch den Kauf zu fördern. Bild: Rebberg in Constantine VD am Hang des Mont Vully.


Die Praxis des industriellen, intensiven Weinbaus führt dazu, dass die Weinpflanzen an genetischer Vielfalt verlieren. Das berichtet die Biologin Ana Guadalupe Valenzuela Zapata von der mexikanischen Universität Guadalajara (http://www.udg.mx). Die Spezialistin für Biodiversität in der Tequila- und Weinproduktion hat den Weinbau Portugals untersucht und dabei einen Rückgang traditioneller Weinbauformen festgestellt. Dieser sei heute in vielen Weinbaugebieten der Welt ein Problem.

"Der Verlust von genetischer Information, der damit vor sich geht, ist eine Gefahr für die Weinbaukultur. Einerseits sind die Weinstöcke dadurch stärker von Krankheiten und Plagen gefährdet, andererseits brauchen sie mehr Pestizide, was wiederum neue Resistenzen schafft", so Valenzuela.

"Hört man von der Gefährdung der Biodiversität, denkt man meistens an bedrohte Arten in den Ländern des Südens. Doch auch die in Europa anzutreffende Praxis des Weinbaus trägt zu diesem Verlust bei", so die Forscherin weiter. Ein Problem stellten dabei die Vorgaben seitens der weinbaugesetzgebenden Behörden an Weinbauern dar, nur bestimmte Weinklone für den Anbau auszuwählen. Diese Klon-Selektion verkleinere die genetische Grundlage der Weinstöcke. Ein feiner Gaumen könne den verlorenen Artenreichtum und die homogeneren, standardisierten Geschmacksmasse bereits wahrnehmen.

Europa habe ein grosses Budget für Gendatenbanken, die die Vielfalt des Weins sicherstellen sollen. Die beste Garantie für Biodiversität sind für Valenzuela jedoch die Weinbauern, die traditionelle Weinsorten anbauen. "Ihre Arbeit ist vergleichbar mit der einer Gendatenbank, jedoch in günstigerer und weniger riskanter Form." Es liege bei den Konsumenten, diese Weinsorten durch den Konsum zu fördern.

"Seitens der Produzenten besteht aber eine gewisse Scheu davor, Weine aus diversifiziertem Anbau auf der Etikette entsprechend zu kennzeichnen. Hier gilt es, Mechanismen des Konsums genauer zu erforschen", so die mexikanische Wissenschaftlerin. Bereits bisher gibt es beim Wein Herkunftsbezeichnungen, die eine Pflege des nachhaltigen Anbaus von Sorten fördern. "Damit diese Bezeichnungen ihre Funktion voll erfüllen, sollten sie den Verlust genetischer Vielfalt stärker berücksichtigen", fordert Valenzuela. Auch in anderen Bereichen der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sei eine kritische Evaluierung dieser Herkunftsbezeichnungen nötig.

"Europa steht im weltweiten Vergleich in Sachen genetischer Vielfalt im Weinbau gut da", betont Ferdinand Regner, Leiter der Abteilung Rebenzüchtung am Bundesamt für Wein- und Obstbau (http://bundesamt.weinobstklosterneuburg.at). Der Sonnenbrand-Befall beim Riesling im Jahr 2007 habe gezeigt, dass eine Ein-Klon-Strategie im Weinbau zum Verlust ganzer Anlagen führen kann. Es gebe daher bereits zahlreiche Initiativen, um gegen die Entwicklung in Richtung Monokulturen und gegen den Verlust der Varianz anzukämpfen.

"Einerseits werden Gemische von mehreren Klonen innerhalb einer Sorte eingesetzt, andererseits baut man auch verschiedene Weinsorten im selben Weingarten an. Bei Weinsorten wie beim gemischten Satz, der bis zu zehn verschiedene Sorten vereinigt, pflegt man diese Vielfalt ganz bewusst."

Realistische wirtschaftliche Chancen sieht Regner für den Erhalt der Vielfalt am ehesten dann, wenn die Regionalität des Weines in den Vordergrund gestellt wird. "Der Tourismus spielt hier eine gewichtige Rolle. Wer etwa in der Südsteiermark, in der Wachau oder im Weinviertel Urlaub macht, wird den Wein der Region mehr schätzen als den Chardonnay oder Cabernet Sauvignon, die ohnehin in jedem Supermarkt erhältlich sind", so der Weinspezialist. (pte) (gb)


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