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2.6.2009

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KURZNEWS 2. Juni 2009

Backautomaten bei Aldi / Von Aqui-Relaunch soll Helvetas profitieren / Ärger über Gemüsepreispolitik von Lidl / Zu viel Cola schadet den Muskeln / Ruedi Hadorn wird neuer SFF-Direktor


Aldi Süd bald flächendeckend mit Backautomaten?

Die Lebensmittel-Zeitung (LZ) meldet, dass Aldi Süd fast alle seine etwa 1.740 Filialen mit Backautomaten ausstatten will und dafür rund 200 Mio. Euro in die Hand nimmt. Die Lösung, die jetzt eingesetzt werden soll, verlange lediglich ein Auffüllen zweimal am Tag. Ansonsten seien alle Arbeitsabläufe in einen separaten Raum ausserhalb des Verkaufsraumes verbannt. Dafür, so die LZ, wolle Aldi etliche Filialen sogar umbauen. Die Backwaren würden in dem separaten Raum gebacken. Die Kunden sehen lediglich den Ausgabeautomaten.

Auf der Internet-Seite discountfan.de ist ein Foto zu sehen, das Discountfan Werner in einer Ulmer Aldi-Filiale geschossen hat. Wie es heisst, können die Kunden sich die Produkte aus dem Automaten ziehen. Das Weizenbrötchen kostet 15 Cent, die Laugenbrezel 39 und ein Baguette 79 Cent. Das Bauernbrot gibt es für 1,59 Euro. Insgesamt werden sieben verschiedene Produkte angeboten. Wer sich für die Meinung der Nutzer oder die weitere Entwicklung interessiert, sollte sich die Diskussion im Forum nicht entgehen lassen.
(Quelle: Backspiegel / 29.5.2009)



Lidl lockt mit Dumpingpreisen bei Gemüse und Früchten

Die Dumpingpreise hätten laut dem Schweizerischen Gemüseproduzentenverband (VSGP) System, berichtet der "Tages-Anzeiger" in seiner Ausgabe vom 26. Mai. Seit dem Markteintritt im März habe Lidl mehrfach Gemüse 10 bis 50 Rappen unter dem Einstandspreis verkauft – Broccoli etwa für nur 77 Rappen pro halbes Kilogramm. Die Verlustverkäufe von Lidl seien unakzeptabel, zitiert der «Tagi» Hannes Germann, VSGP-Präsident. Es sei jedoch nicht möglich, mit dem Discounter zu sprechen, da dieser nur mit Lieferanten verhandle und nicht mit Verbänden.

Das Gesetz spricht von unlauterem Wettbewerb, wenn ein Händler "ausgewählte Waren ... wiederholt unter Einstandspreisen anbietet". Für die Gemüseproduzenten ist dieser Sachverhalt gegeben. Bis jetzt sei vor allem Importware betroffen, zunehmend aber auch Schweizer Produkte. Der Nachweis sei allerdings schwierig, weil etwa Schweizer Salat aufgrund der Witterung derzeit generell wenig koste, zitiert der "Tagi" VSGP-Sprecher Pascal Toffel. Auch wisse man nicht, über welche Kanäle Lidl importiere, etwa aus Deutschland.

Der Schweizer Obstverband kritisiert, dass Lidl mit Früchten Lockvogelangebote macht, so seien zum Beispiel Erdbeeren zu 99 Rappen die Schale verkauft worden. Jetzt, wo die Schweizer Ware auf dem Markt sei, achte man darauf, dass Lidl die vom Verband veröffentlichten Richtpreise auf der Stufe Produktion einhalte, zitiert der "Tagi" den Obstverband.

Eine Gurke zu 39 Rappen zu verkaufen, gehe nicht ohne draufzulegen, sagte Stefan Leuthold, Chef der Ladenkette Spar. Dieses Beispiel zeige, wie unfair Lidl am Markt auftrete und Lockvogelpolitik betreibe. Denn laut Leuthold entscheide sich der Kampf um Kunden nicht zuletzt beim Gemüse. Deshalb habe seine Kette die Preise um 15 bis 20 Prozent gesenkt – und den Umsatz seither zweistellig erhöht.

Lidl sagt in einer schriftlichen Erklärung zuhanden des "Tages-Anzeigers", die Aktionen bei Schweizer Artikeln fänden immer im Rahmen der üblichen und marktgängigen Einkaufspreise statt. Auf dem internationalen Beschaffungsmarkt variierten die Preise je nach Saison, Wetter und Region sehr stark.
(Quelle: LID / 26.5.2009)



GfK-Umfrage: Schweinegrippe lässt die Schweiz kalt

Die Schweizerinnen und Schweizer stufen das Risiko einer Schweinegrippe-Pandemie als gering ein und fürchten sich kaum vor einer Ansteckung. Dennoch hat über ein Drittel der Bevölkerung in den letzten Wochen gezielte Präventionsmassnahmen gegen die neue Grippe ergriffen. Das ergab eine repräsentative Umfrage von GfK Switzerland.

Obwohl die WHO vor der Schweinegrippe gewarnt und die Presse intensiv darüber berichtet hat, zeigen sich Schweizerinnen und Schweizer gegenüber dem Thema gelassen. Nur gerade 10% der hiesigen Bevölkerung schätzt das Risiko einer Pandemie - einer kontinentübergreifenden Ausbreitung - des Influenzavirus H1N1 als gross oder sehr gross ein.

Noch gelassener zeigen Herr und Frau Schweizer sich, wenn es um das Risiko geht, selbst an der neuen Grippeform zu erkranken: 93% der Schweizerinnen und Schweizer erachten diese Gefahr als gering bis sehr gering, so eine repräsentative Studie von GfK Switzerland.

Bei der Frage nach dem Pandemie-Risiko zeigen sich indes Unterschiede zwischen den Geschlechtern und den Landesteilen. Während 11% der Deutschschweizer die Gefahr als hoch oder sehr hoch betrachten, sind 7% der Romands dieser Ansicht; bei den Frauen stufen ebenfalls 11% die Gefahr als hoch oder sehr hoch ein, während 8% der Männer dieselbe Meinung vertreten.

Bei der Einschätzung des persönlichen Risikos einer Ansteckung gehen die Werte dieser Bevölkerungsgruppen dagegen kaum auseinander.

Über ein Drittel der Schweizer Bevölkerung schützt sich dennoch mit gezielten Massnahmen gegen die Schweinegrippe: Insgesamt 20% der Befragten waschen sich öfter die Hände, und 7% der Deutschschweizer sowie 2% der Westschweizer kauften sich einen Mundschutz. Überdies verzichten 26% der Studienteilnehmer auf Reisen in betroffene Länder.

Was den Schutz vor dem Grippevirus angeht, so scheinen Frauen vorsichtiger zu sein als Männer: 41% der Frauen geben an, sich mit gezielten Präventionsmassnahmen zu schützen; bei den Männern liegt dieser Anteil bei 30%. Auch regional zeigen sich Unterschiede: In der Deutschschweiz schützen sich 39% der Befragten vor dem Virus, in der Romandie sind es 25%.

Auch angesichts einer möglichen Grippe-Pandemie nehmen Schweizerinnen und Schweizer andere Krankheiten nach wie vor als bedrohlicher wahr: Am meisten fürchten sie sich vor Krebs (78%), Herz-Kreislauferkrankungen und Herzinfarkten (46%) oder Erkrankungen des Bewegungsapparates (33%) wie etwa Rheuma, Osteoporose oder Rückenleiden.

Auch diese Furcht ist abhängig von der Sprachregion. Während sich 37% der Deutschschweizer vor Erkrankungen des Bewegungsapparats fürchten, machen solche nur 21% der Westschweizer Kummer. Ein umgekehrtes Bild bietet sich bei Infektionen: 34% der Romands machen sich Sorgen um Infektionskrankheiten wie Hepatitis oder HIV, während 22% der Deutschschweizer diese als bedrohlich einstufen.
(Quelle: ots / 26.5.2009)



Fenaco steigerte 2008 Umsatz und Gewinn

Die Fenaco, die Unternehmensgruppe der Schweizer Agrarwirtschaft, hat 2008 den Umsatz um 18,7 Prozent auf 5,79 Mrd. Fr. gesteigert. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) verbesserte sich um 9 Prozent auf 239,7 Millionen Franken. Der Gewinn belief sich auf 62,2 (Vorjahr: 64,0) Mio. Franken, wie Direktionspräsident Willy Gehriger am 26. Mai vor den Medien in Cressier erklärte. Angesichts des harten Wettbewerbs und gemessen an der einschneidenden Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds stelle die Jahresrechnung einen ansprechenden Leistungsausweis dar.

Wie Gehriger weiter ausführte, ist der starke Umsatzzuwachs auf die höheren Preise für Benzin und Öle, auf die Integration neuer Gesellschaften (darunter Steffen-Ris, Agroline und Kellenberger Frisch Service) sowie Fortschritte bei Landi und Volg zurückzuführen. Rund 29 Prozent des Gesamtumsatzes wurde mit dem Verkauf von landwirtschaftlichen Produktionsmitteln, Getreide, Ölsamen und Futtermitteln sowie im Tierhandel und der Agrartechnik erzielt.

Knapp 27 Prozent fielen im Segment Nahrungsmittel bei der Übernahme, Verarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten an. Im Segment Detailhandel erzielte Fenaco rund 24 Prozent des Gruppenumsatzes und nahezu 20 Prozent stammen vom Verkauf von Energieträgern der Marke Agrola.

Im vergangenen Jahr investierte Fenaco 248 Mio. Franken. Dabei wurden unter anderem über 90 Mio. Franken in den Bau eines Frischfleischverarbeitungszentrums in Bazenheid SG und rund 12 Mio. Franken in eine neue Kartoffelverarbeitungszentrale in Bercher VD investiert. Ende 2008 zählte die Fenaco 8'127 Mitarbeitende. 316 Mitgliedgenossenschaften (Landi) mit 48'038 Mitgliedern gehörten zu dem genossenschaftlich organisierten Unternehmen.
(Quelle: LID / 26.05.2009)



Aqui kommt jetzt aus Winterthur

«Aqui» erlebt einen glänzenden Relaunch: Nach langjährigen Verhandlungen konnten von verschiedenen Inhabern die Markenrechte wie auch die Domaine www.Aqui.ch erworben werden. Die Firma Eurodrink AG in Effretikon ist mit der Umsetzung betraut.

Wie Firmeninhaber und CEO, Hans-Jürg Gehri, anlässlich der Medienkonferenz erklärte, war es sein ursprüngliches Ziel, das neue Aqui möglichst nahe an das alte Aqui zu positionieren.

Nun wird auf jegliche frühere Infrastruktur verzichtet. Im Vordergrund steht die Anforderung, qualitativ hochstehendes Wasser aus einer Zürcher Quelle zu erhalten sowie dieses in einem möglichst nahen Abfüllbetrieb abzufüllen.

Der Neuauftritt zeigt zahlreiche Merkmale modernen Marketings. Das witzige Aqui-Logo enthält sogar ein Schweizerkreuz. Dies verleiht Aqui Swissness, was der Akquisition von Hotels und Restaurants bestimmt förderlich ist.

Nach über zweijähriger Suche hat sich das Wasser von Stadtwerk Winterthur als bestes erwiesen. Dank der idealen Höhenunterschiede fliesst das Wasser artesisch von den Grundwasservorkommen im Tösstal nach Winterthur. Aufgrund der grossen Waldgebiete sowie der strengen Auflagen bei den Grundwasserschutzzonen ist Aqui von hervorragender Qualität. Eine teure Aufbereitung ist überflüssig.

Deshalb ist Aqui im Degustationsvergleich den etablierten Mineralwassern mindestens ebenbürtig.

Hans-Jürg Gehri will mit der Lancierung von Aqui den Weg von Socialmarketing beschreiten. Mit der Stiftung Helvetas wurde eine Partnerschaft vereinbart. Darin erklärt sich Eurodrink AG bereit, von jeder verkauften Flasche einen Rappen an das Helvetas-Projekt "Wasser für alle!" beizutragen und es somit auch einer weniger privilegierten Bevölkerung zu ermöglichen, sauberes Wasser zu erhalten. Diese Zusammenarbeit wird auf der Peel-Off-Rücketikette jeder Aqui-Flasche kommuniziert.

Mit der Lancierung von Aqui wurde der Aussendienst von Eurodrink AG erweitert. Das Betreuungsgebiet deckt derzeit die Deutschschweiz ab. Ebenso bestehen bereits Kontakte in Nachbarstaaten sowie in den arabischen und asiatischen Raum. Weitere Informationen sowie Bestellungen unter: www.Aqui.ch
(Quelle: ots / 25.5.2009)



Zu viel Coffein und Zucker senkt Kaliumgehalt im Blut

Manche trinken bis zu neun Liter Cola - und schädigen dabei ihre Muskeln. Wer häufig zu viel Cola oder andere koffeinhältige Getränke zu sich nimmt, bringt damit seine Muskeln in Gefahr. Das hat Moses Eliaf, Spezialist für Stoffwechselkrankheiten an der griechischen Universität Ioannina http://medlab.cs.uoi.gr/medicalschool, entdeckt. Er untersuchte Patienten, die täglich unvorstellbar hohe Mengen Cola tranken.

"Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass exzessiver Koffeinkonsum Hypokaliämie auslöst. Lieferanten dafür sind in erster Linie Softdrinks, jedoch auch Kaffe oder Tee", berichtet der Forscher im pressetext-Interview. Bei der Hypokaliämie sinkt der Kaliumgehalt des Blutes und schädigt die Muskelfunktionen. Veröffentlicht wird diese Forschung in der Juniausgabe des International Journal of Clinical Practice.

Eliaf untersuchte zehn Patienten, die über mehrere Monate zwischen zwei und neun (!) Liter Cola pro Tag konsumiert hatten. "Während die empfohlene maximale Koffeinmenge 200 Milligramm beträgt, überstieg sie bei diesen Personen die Gramm-Grenze", so der Mediziner. Die Betroffenen hatten niedrige Kaliumwerte, berichteten über Erschöpfung und Appetitverlust und zeigten Herzprobleme.

Nachdem sie Cola völlig abgesetzt und intravenöses Kalium bekommen hatten, erholten sich die Patienten schnell und vollständig. "Softdrinks schädigen die Muskeln. Je nach Höhe der Dosis reichen die Symptome von Schwächeanfällen bis hin zu schweren Behinderungen. Koffein spielt dafür eine wesentliche Rolle. Es ist jedoch anzunehmen, dass auch andere Faktoren beteiligt sind, wie etwa der hohe Gehalt von Zucker und Kalorien", erklärt Eliaf.

Der Boom von Softdrinks ist bisher ungebrochen. 2007 betrug ihr weltweiter Konsum 552 Mrd. Liter, was 83 Liter pro Person und Jahr entspricht. Für das Jahr 2012 erwartet man 95 Liter pro Person, während jeder US-Bürger heute schon durchschnittlich 212 Liter Cola & Co in sich hineinschüttet. Die Medizin warne schon längst vor den Gesundheitsproblemen, die diese Entwicklung mit sich bringt, so Elisaf.

"Übermässiger Softdrink-Konsum begünstigt Zahnprobleme, Entmineralisierung von Knochen, Stoffwechselprobleme wie auch Diabetes." Der weltweite Anstieg von Muskelproblemen könnte jedoch ebenfalls auf den hohen Softdrink-Konsum zurückgeführt werden. "Es braucht noch weitere Untersuchungen, um den genauen Zusammenhang zu zeigen. Dass dieser besteht, kann man jedoch als sicher annehmen", so der griechische Mediziner gegenüber pressetext.
(Quelle: pte / 19.05.2009)



Alkohol: In sechs Minuten vom Glas ins Hirn

Um die Wirkung von Alkohol auf das Hirngewebe zu untersuchen, tranken Versuchsteilnehmer am Universitätsklinikum Heidelberg mit einem 90cm langen Strohhalm eine unangenehm schmeckende alkoholische Flüssigkeit.

Schon ein Gläschen kann rasch zu Kopf steigen. Diese Alltagsweisheit haben Heidelberger Wissenschaftler genauer untersucht: Bereits sechs Minuten nach dem Konsum einer Alkoholmenge, die ungefähr drei Gläsern Bier oder zwei Gläsern Wein und damit einem Blutalkoholgehalt von 0,5 bis 0,6 Promille entspricht, zeigten sich erste Veränderungen in den Gehirnzellen, wie Heidelberger Wissenschaftler erstmals mit Hilfe der Magnetresonanzspektroskopie (MRS) nachgewiesen haben.

Bislang waren dazu nur Daten aus Tierversuchen verfügbar. Die Ergebnisse der Studie sind in der Zeitschrift "Journal of Cerebral Blood Flow and Metabolism" veröffentlicht worden.

Das Gehirn springt rasch auf den Alkohol an: "Unsere Studie liefert erste Hinweise darauf, dass das Gehirn umschaltet und statt Glukose ein Abbauprodukt des Alkohols zur Energiegewinnung nutzt", erklärt Dr. Armin Biller von der Arbeitsgruppe Cerebraler Metabolismus, Abteilung für Neuroradiologie des Heidelberger Universitätsklinikums (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Martin Bendszus).

Die schädliche Wirkung setzt ebenfalls rasch ein. Während des Experiments nahm die Konzentration von Stoffen, denen zellschützende Effekte zugeschrieben werden, wie Kreatin (Energiestoffwechsel) und Aspartat, mit zunehmender Alkoholkonzentration ab. Cholin, ein Bestandteil der Zellwände, war ebenfalls erniedrigt. "Das weist möglicherweise darauf hin, dass sich sogar die Zellwände unter Alkoholeinfluss in ihrer Zusammensetzung ändern", so Dr. Armin Biller.

Ist jeglicher Alkoholkonsum schädlich für das Gehirn? "Die Verschiebungen im Hirnstoffwechsel nach moderatem Alkoholkonsum gesunder Menschen sind vollständig reversibel, wie unsere Kontroll-Untersuchungen am Folgetag gezeigt haben", so Dr. Armin Biller.

"Wir vermuten jedoch, dass die Fähigkeit des Gehirns, sich von den Alkoholwirkungen zu erholen mit zunehmendem Alkoholgenuss abnimmt bzw. erlischt. Möglicherweise sind die akuten Effekte, wie wir sie in unserer Studie nachweisen konnten die Grundlage für die dauerhaften Schäden am Gehirn, wie sie bekanntermassen bei alkoholabhängigen Menschen auftreten. Diese Frage muss noch in künftigen Studien geklärt werden." Trinken für die Forschung / Keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen

An dem Alkoholversuch nahmen acht männliche und sieben weibliche Versuchspersonen teil. Während sie im Kernspintomographen lagen, tranken sie durch einen langen Strohhalm die definierte Menge an Alkohol. Ziel war ein Blutalkoholgehalt von 0,5 bis 0,6 Promille - also ein Wert, der die Verkehrstüchtigkeit einschränkt, aber keinen schweren Rausch auslöst.

Bei der folgenden Magnetresonanzspektroskopie wurden Atomkerne des Hirngewebes durch einen Hochfrequenzimpuls angeregt und das während der Rückkehr in den Grundzustand ausgesendete Signal empfangen. Dieses Signal kann hinsichtlich seiner spektralen Beschaffenheit analysiert werden und erlaubt Rückschlüsse auf den Gehalt diverser Stoffwechselprodukte im untersuchten Hirngewebe.

Unterschiedliche Ergebnisse zwischen männlichen und weiblichen Versuchsteilnehmern konnten in dieser Studie nicht nachgewiesen werden - das Gehirn der weiblichen und männlichen Probanden reagierte gleichermassen auf den Alkoholkonsum.

In weiteren Studien untersuchen die Wissenschaftler nun zum einen, was sich beim so genannten "Kater" im Gehirn abspielt - mit Hilfe der Magnetresonanzspektroskopie lässt sich möglicherweise herausfinden, welche Inhaltsstoffe in alkoholischen Getränken den berühmten "hangover" auslösen. Zum anderen wird der Energiestoffwechsel des Gehirns unter Alkoholeinfluss mit der sogenannten Phosphorspektroskopie kernspintomographisch untersucht.
(Quelle: Klinikum Uni-Heidelberg / 14.05.2009)



Neuer SFF-Direktor wird Ruedi Hadorn

Dr. sc. techn. Ruedi Hadorn, dipl. Ing. agr. ETHZ und Leiter des Projektes Fleischverarbeitung an der Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP, wird Nachfolger von Dr. Balz Horber als Direktor des Fleischfachverbands SFF. Dieser geht Ende Jahr in den Ruhestand. Hadorn tritt sein Amt am 1.1.2010 an. Er ist in der Fleischwirtschaft bekannt, weil er bei ALP den Forschungsbereich Fleischverarbeitung kompetent aufgebaut hat und in kurzer Zeit viele Lösungen auf Fragen aus der Praxis erarbeiten konnte.
(Quelle: Fleisch+Feinkost / 14.5.2009) (fma)


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9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
Mütter beeinflussen mit ihrer Ernährung den Fett- und Zuckerstoffwechsel der Nachkommen durch epigenetische Veränderungen.
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KURZNEWS 8. Februar 2016
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