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16.6.2009

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KURZNEWS 16. Juni 2009

Neuer Rekord beim Gemüsekonsum / Ständerat sagt Ja zu Deklaration von ausländischem «Quäl»-Kaninchenfleisch / EU will weg von Kupfer im Biolandbau / Lorenz Hirt wird neuer Geschäftsführer bei Milchindustrie


Analysen decken Fälschungen beim Honig auf

Wissenschaftler des zum Nationalen Forschungsrat CNR gehörenden Istituto per lo Studio delle Macromolecole (http://www.ismac.cnr.it) haben ein neuartiges Verfahren zur Herkunftskontrolle von Nahrungsmitteln entwickelt. Mit Hilfe der Nuklear-Magnetischen Resonanz (NMR) und multivariater Analysemethoden konnte ein Erkennungsraster zum Ursprungsnachweis verschiedener Honigsorten erstellt werden.

Honig ist ein Naturprodukt, bei dem die Fälschungsgefahr wegen der hohen Qualitäts- und Preisunterschiede besonders hoch ist. Dies gilt nicht nur für die Differenz zwischen Herstellernationen anderer Kontinente, sondern auch für die Herkunft aus Ländern innerhalb der Europäischen Union.

Deshalb ist der EU-Kommission viel daran gelegen, neue Analysemethoden zur Feststellung der Qualität an die Hand zu bekommen. Nur aussagekräftige und möglichst wahrheitsgetreue Etikettangaben seien geeignet, den Schutz von Herstellern und Verbrauchern zu gewährleisten.

"Innerhalb der Testanordnung haben wir zunächst die Unterschiede bei Akazienhonig aus Italien und Ungarn untersucht", erklärte Projektleiter Roberto Consoni. "Beim Blütenhonig wurden Stichproben aus Italien, Argentinien und Ungarn gegenübergestellt. Anhand der Auswertung von 1H-NMR-Spektren und der dadurch gewonnenen Datenreihen haben wir ein multivariates Statistikmodell erarbeitet, das signifikante Aussagen zu den spezifischen Produkteigenschaften ermöglicht."

Dies gelte nicht nur für die geografisch und botanisch bedingten Unterschiede, sondern auch für die Abweichungen unter Regionen eines Landes oder eines Erzeugergebietes. Einzelheiten der Mailänder Forschungsreihe sind in der Fachzeitschrift "Journal of Agricultural and Food Chemistry" beschrieben.
(Quelle: pte/12.06.2009)



Schweizer Fleisch präsentiert sich mit neuer Website

Die Website von Proviande, der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, präsentiert sich im neuen, modernen Kleid. Diverse Schwachstellen konnten eliminiert werden und es wurde grosser Wert auf eine klare Gliederung mit benutzerfreundlicher Navigation gelegt.

Die Website präsentiert sich frisch und professionell, wird laufend aktualisiert und spricht alle Zielgruppen an: Konsumentinnen und Konsumenten, Fleischproduzenten und -verarbeiter, Gastronomen und Medienschaffende. Eine eigene Rubrik ist der Gastronomie gewidmet, dem wichtigen Absatzkanal mit rund 50% Anteil am gesamten Fleischverkauf. Selbst Kinder finden im «Kidscorner» eine Menge Spiel und Spass mit Carnelli, dem Maskottchen von Schweizer Fleisch.

Die verschiedenen Websites von Schweizer Fleisch waren für die Benutzer verwirrend. Des-halb erscheinen alle Sites nun zentral unter einem Dach und damit in einem einheitlichen Er-scheinungsbild. Alle für die Fleisch- und Landwirtschaftsbranche relevanten Inhalte wie Statis-tiken oder die aktuellen Zahlen zum Schlachtvieh- und Fleischmarkt können aber auch weiter-hin unter www.proviande.ch direkt aufgerufen werden.
(Quelle: Proviande / 12.6.2009)



Neuer Rekord: 113 kg Gemüse isst jeder Schweizer pro Jahr!

Schweizerin und Schweizer greifen immer häufiger zu frischem Gemüse. Im Jahr 2008 hat der Konsum pro Kopf um 4,6 Prozent zugenommen auf einen Rekordwert von 113 kg pro Jahr. Der Trend der letzten Jahre setzt sich damit fort und zeigt, dass die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten bei der Ernährung vermehrt auf ihre Gesundheit achten. Gemüse enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe, Nahrungsfasern und praktisch kein Fett.

Ein grosser Teil des Gemüses stammt gerade in dieser Jahreszeit aus Schweizer Produktion. Am beliebtesten sind Karotten, Tomaten, Salate, Zwiebeln, Lauch, Zucchetti und Gurken. In diesem Monat ist die saisonalen Gemüsepalette mit inländischem Gemüse besonders reichhaltig: Die ersten einheimischen Karotten und Zwiebeln sind seit einigen Tagen auf dem Markt.

Das gute Wetter in den letzten Wochen führte zudem bereits zu einem grossen Angebot an Salaten und Tomaten. Insgesamt wurden in der Schweiz im Jahr 2008 mehr als 880‘000 Tonnen Gemüse konsumiert. Davon rund 610‘000 Tonnen Frisch- und 270‘000 Tonnen Verarbeitungsgemüse. Davon stammen 52 % des Frischgemüses und 15 % des Verarbeitungsgemüses aus Schweizer Produktion.
(Quelle: Schw. Zentralstelle für Gemüsebau / 12.6.2009)



Ständerat sagt Ja zur Deklarationspflicht für Käfig-Kaninchen

Speisekarten und Verpackungen müssen angeschrieben werden. Heute hat der Ständerat der Deklarationspflicht für Käfig-Kaninchenfleisch zugestimmt. Nachdem bereits Bundesrat und Nationalrat Ja gesagt haben, muss ausländisches Kaninchenfleisch aus tierquälerischer Käfighaltung auf Verpackungen und Speisekarten mit «aus in der Schweiz nicht zugelassener Käfighaltung» angeschrieben werden.

KAGfreiland, die schweizerische Nutztierschutz-Organisation, hat somit in ihrer Kampagne «Stopp Käfigfleisch» einen Meilenstein hin zu tiergerechter produziertem Kaninchenfleisch erreicht. Gewinner sind die Schweizer Bauern, die Konsumentinnen und die Tiere. KAGfreiland fordert nun, dass der Bundesrat diese Deklaration in die Liste der Ausnahmen vom Cassis-de-Dijon-Prinzip aufnimmt.

Gemäss Art. 4 der Landwirtschaftlichen Deklarationsverordnung müssen Batterieeier mit «aus in der Schweiz nicht zugelassener Käfighaltung» deklariert werden. Diese Deklaration funktioniert. Nun muss auch Kaninchenfleisch aus Käfighaltung als solches angeschrieben werden. Mit einer Umsetzung der Deklarationspflicht ist innerhalb eines Jahres zu rechnen. Roman Weibel, Geschäftsleiter von KAGfreiland ist hoch erfreut: «Unser Anliegen ist im Bundeshaus auf breite Sympathie gestossen.

Dies obwohl Deklarationen als Handelshemmnisse gelten. Offenbar war der Fall bei den Kaninchen besonders gravierend.» KAGfreiland erwartet daher vom Bundesrat, dass diese Deklaration bei Einführung des Cassis-de-Dijon-Prinzips als Ausnahme beibehalten wird. Vorstoss der jungen Züricher Nationalrätin Tiana Moser Die Sache ins Rollen gebracht hat die junge Zürcher Nationalrätin Tiana Angelina Moser (GLP).

Sie hat am 12. Juni 2008 die Motion «Deklarationspflicht für Käfigkaninchenfleisch» eingereicht. Sie freut sich sehr: «Der Entscheid zeigt, dass die Anliegen der Konsumentinnen und Konsumenten in Bezug auf Tierschutz ernst genommen werden, und dass der Abbau der Handelshemmnisse nicht absolut über alle anderen Anliegen gestellt wird.»

Schweizer Bauern, Konsumentinnen und Kaninchen profitieren Der heutige Entscheid ist gut für die Schweizer Kaninchenbauern, weil nun ihre Produkte gegenüber tierquälerisch produziertem Importfleisch nicht mehr unfair benachteiligt sind. Er ist auch gut für die KonsumentInnen, die nun frei wählen können zwischen tierquälerisch und tiergerecht produziertem Kaninchenfleisch. Und gut für die Kaninchen im Ausland, weil nun die Chance besteht, dass diese tiergerechter gehalten werden.

Im Jahr 2008 wurde rund 1 Mio kg Kaninchenfleisch aus engster Käfighaltung in die Schweiz importiert. Die Tiere haben nur 1 A4-Seite Platz, stehen auf Drahtgitter, haben weder Einstreu noch Beschäftigung, verfügen über keine Rückzugsorte und können sich kaum bewegen, nicht ausgestreckt liegen oder sich aufrichten. Eine solche Haltung ist in der Schweiz verboten. In der EU, woher das allermeiste Käfigfleisch stammt, gibt es keine Gesetze für die Haltung von Kaninchen.
(Quelle: KAG-freiland / 11.6.2009



Coop und Rewe nehmen von Überkreuz-Verflechtung Abstand

Im Oktober 2008 haben Coop und REWE Group ihre Zusammenarbeit im Bereich des Gastro-Grosshandels erweitert und die Gründung des gemeinsamen Joint Ventures «transGourmet Holding S.E.» vereinbart. Im Rahmen dieses Vertrages wurde vereinbart, dass jede Seite sich dafür einzusetzen hat, einen Vertreter von Coop und REWE in Person der beiden CEOs, Hansueli Loosli und Alain Caparros, in den jeweiligen Verwaltungs- bzw. Aufsichtsrat zu wählen.

Dies um inskünftig eine noch engere Verbundenheit zu dokumentieren. Dem Vorhaben entgegenstehende Rechtsvorschriften waren zu jenem Zeitpunkt nicht offensichtlich. Im Rahmen der konkreten Vorbereitung zur Aufnahme von Herrn Hansueli Loosli in den Aufsichtsrat der REWE-Zentralfinanz eG wurde jedoch die Gefahr erkannt, dass mit der Umsetzung in der gewünschten Personenkonstellation gegen das im deutschen Recht geltende Prinzip des Verbotes der personellen Überkreuzverflechtung verstossen würde.

Danach kann keine Person Mitglied des Aufsichtsrats sein, wenn sie gesetzlicher Vertreter einer anderen Gesellschaft ist, deren Aufsichtsrat wiederum ein gesetzlicher Vertreter der Gesellschaft angehört. Es gilt somit der Grundsatz, dass derjenige, der selbst andere Personen überwacht, nicht seinerseits von einer überwachten Person überwacht werden darf.

Um diesem Gebot Rechnung zu tragen, stellt sich Herr Hansueli Loosli nicht zur Wahl in den Aufsichtsrat der REWE-Zentralfinanz eG. Zugleich tritt Herr Alain Caparros mit sofortiger Wirkung aus dem Verwaltungsrat von Coop zurück, in den er am 23. April 2009 gewählt wurde.

An der engen strukturellen Zusammenarbeit zwischen Coop und REWE Group ändern diese Entscheide im Interesse der korrekten Einhaltung der Corporate Governance nichts. Die Zusammenarbeit zwischen Coop und REWE Group betrifft die «transGourmet Holding S.E.» im Gastro-Grosshandel, Coopernic (zusammen mit E. Leclerc, Colruyt und Conad) in der Beschaffungs- und Know-how-Allianz, mit IKI im baltischen Einzelhandel sowie mit den ITSReisen im Direktreisebusiness.
(Quelle: Coop / 11.6.2009)



Einigungskonferenz zum Cassis-de-Dijon-Prinzip

Das Parlament ist sich einig, dass Produkte, die in einem EU-Land zugelassen sind, auch in der Schweiz vermarktet werden dürfen (Cassis-de-Dijon-Prinzip). Noch nicht geregelt sind die Importe von Lebensmitteln.

Eine Einigungskonferenz ist nötig. Für Agrarprodukte soll ein Sonderrecht gelten. Importe sollen vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Bewilligung erhalten, um auf den Markt gebracht werden zu können. Dies war das Hauptthema bei der Differenzbereinigung des Bundesgesetzes über die technischen Handelshemmnisse (THG) im Ständerat, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt.

Mit 27 zu 9 Stimmen entschied die kleine Kammer, dass das BAG innert zweier Monate über ein Einfuhrgesuch zu entscheiden hat. Werde diese Frist nicht eingehalten, solle die Bewilligung als erteilt gelten. Lebensmittel aus der EU seien so gesund wie schweizerische, hiess es im Ständerat. Stillschweigend hielt der Nationalrat indes daran fest, dass das BAG binnen zweier Monate abschliessend über Importgesuche entscheiden muss.
(Quelle: LID / 10.6.2009)



Bio oder Fast-Food: Wer profitiert von der Krise?

- Unterschiedlicher wie die Fast-Food-Industrie und die Biobranche könnten Markterscheinungen in der Gastronomie und dem Konsumgüterhandel kaum sein. Dennoch weisen die beiden Sektoren neuerdings eine Gemeinsamkeit auf: Beide beanspruchen den Titel für sich, als grösster Gewinner aus der aktuellen Wirtschaftskrise hervorzugehen.

Obwohl oder gerade weil die zwei Branchen grundverschiedene Marktnischen bedienen, scheinen die Geschäfte nicht nur eigenen Angaben zufolge verhältnismässig rund zu laufen. Branchenkenner und Analysten weisen in beiden Segmenten gerne auf die stabilen Wachstumschancen hin, die sie trotz der Wirtschaftsflaute vorfinden würden. Dabei setzen besonders die stark expandierenden Fast-Food-Ketten klassische Gastronomen unter zunehmenden Existenzdruck.

"Ironischerweise zeichnet sich tatsächlich ein Doppelsieg der beiden Segmente ab", meint Andreas Jörg Scheuerle, Leiter Sachgebiet Europäische Konjunktur und Branchenanalysen bei der DekaBank http://www.dekabank.de, im Gespräch mit pressetext. Allerdings würden sich die Argumente der Akteure in den Bereichen Bio und Fast Food deutlich unterscheiden. So sei der Trend zu Bio vielmehr struktureller Natur, während der Fast-Food-Boom eher ein konjunkturelles Phänomen darstelle.

"Das veränderte Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher sowie eine gewisse Verunsicherung in der Diskussion über Gentechnik-Produkte sind schlagkräftige Argumente der Biobranche, natürliche und gesunde Produkte zu konsumieren", führt der Experte aus. Dieser Argumente würden sich etwa Discount-Einzelhändler immer häufiger bedienen, um den Absatz anzukurbeln.

Der Trend zu Bioprodukten ist nach Angaben von Marktforschern nachhaltig. Konsumenten würden sich "gerade in Krisenzeiten" auch teure Produkte leisten, sofern sie die Gesundheit fördern. Der Aufwind von Fast-Food-Ketten wie McDonald's oder Burger King dürfte hingegen auf eine rein hauswirtschaftliche Logik der Konsumenten zurückzuführen sein.

Zwar sei die "Sparwut hierzulande noch nicht ausgebrochen", da die privaten Haushalte bislang noch nicht unter Druck geraten seien. Dennoch suchen die Verbraucher in Fast Food die Möglichkeit, "in der Krise Geld zu sparen", erklärt Scheuerle gegenüber pressetext. Dem entsprechend könnte auf das gesamte Gastgewerbe eine Konsumkeule zukommen, sobald sich die Situation der Privathaushalte verschärft. "Auf Ausgaben in der Gastronomie kann der Verbraucher leichter verzichten als auf andere Konsumgüter", schliesst Scheuerle.
(Quelle: pte / 09.06.2009)



Bio-Landbau: Alternativen für Kupfermittel gesucht

Der Einsatz von kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln soll langfristig eingestellt werden. Das deutsche Bundesumweltministerium fordert die Industrie auf, zügig Alternativen zu entwickeln, berichtet ernaehrungsdienst.de.

Die EU-Kommission hatte im Januar 2009 entschieden, Kupfer nur zeitlich beschränkt für sieben Jahre in die Liste zulässiger Pflanzenschutzmittelwirkstoffe aufzunehmen. Kupferhaltige Mittel werden vor allem im Bio-Landbau gegen Pilzerkrankungen wie Mehltau eingesetzt, weil der Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel dort nicht erlaubt ist. Das hochwirksame, aber giftige Schwermetall reichert sich jedoch im Boden an und kann so das Bodenleben schädigen.

Auf Einladung des Bundesumweltministeriums beraten in Berlin auf der Konferenz "Kupfer im Pflanzenschutz: Geht es auch ohne?" Vertreter von Politik, Landwirtschaft, Industrie sowie der Umwelt- und Naturschutzverbände über Möglichkeiten und Grenzen des Verzichts auf Kupfer in der Landwirtschaft. Zudem sollen die erforderlichen Rahmenbedingungen für einen Ausstieg aus der Kupferanwendung ausgelotet werden.
(Quelle: LID / 09.06.2009)



Lorenz Hirt neuer Geschäftsführer der VMI

Die Vereinigung der Schweizerischen Milchindustrie (VMI) hielt am 3. Juni 2009 ihre Jahresversammlung ab. Nebst einem Rückblick auf das vergangene und einem Ausblick auf das kommende Jahr befasste sich die Versammlung insbesondere mit der momentan schwierigen Situation auf dem Milchmarkt sowie der künftigen Ausgestaltung der Organisationen. Zudem wurden Dr. Urs Bernegger, Nestlé Schweiz, in den Vorstand und Dr. Lorenz Hirt neu als Geschäftsführer der VMI gewählt.

Die Vereinigung der Schweizerischen Milchindustrie (VMI) hielt an ihrer Jahresversamm-lung vom 3. Juni 2009 Rückblick auf ein intensives Jahr 2008, welches als Jahr des Milch-streiks in Erinnerung bleiben wird. Der Milchmarkt befindet sich heute in einer äusserst angespannten Situation, welche in den ersten Monaten 2009 bereits verschiedene Not-massnahmen erforderte.

Dementsprechend befasste sich die Versammlung insbesondere auch mit den momentanen und künftigen Herausforderungen auf dem Milchmarkt und mit den zukünftig anzustrebenden Organisationsformen resp. mit der geplanten Gründung der Branchenorganisation Milch.

Im Rahmen der statutarischen Geschäfte wurde die Ersatzwahl für den altershalber abge-tretenen Dr. Daniel Schmocker, Nestlé Schweiz, vorgenommen und als Nachfolger Dr. Urs Bernegger, Nestlé Schweiz, in den Vorstand gewählt. Ebenfalls trat auf die General-versammlung der bisherige Geschäftsführer, Guy Emmenegger, zurück.

Guy Emmenegger hatte die Gründung der VMI massgeblich mitgeprägt und diese seither auch geführt. Er wird der VMI weiterhin als Berater in strategischen Fragen zur Verfügung stehen. Als neuer Geschäftsführer wählte die Generalversammlung Dr. Lorenz Hirt, welcher die letzten acht Jahre als stellvertretender Geschäftsführer der VMI geamtet hat. Mit diesem geplanten Übergang kann das Know-how der Geschäftsstelle erhalten und Kontinuität in der Behandlung der Dossiers sichergestellt werden.
(Quelle: LID / 9.6.2009)



Forschungstagung: Vogelgrippe komplexer als bisher vermutet

Wenig gefährliche Virusvarianten der Vogelgrippe zirkulieren ständig unter den Wildvögeln auf dem Bodensee. Dies ist eines der Resultate, welche Forschende an der Tagung ,Die Vogelgrippe - was wissen wir heute" am 8. und 9. Juni in Arbon präsentierten.

Dabei wurde das hochpathogene Virus H5N1, das im Winter 2005/2006 in Mitteleuropa und auch auf dem Bodensee auftrat, nicht mehr nachgewiesen. Insgesamt über 80 Forschende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz der beiden Forschungsprogramme ,Constanze" und ,Wildvögel und Vogelgrippe" (WuV) zogen an der Schlusstagung Bilanz.

In den vergangenen drei Jahren untersuchten Forschende rund 2100 Proben von Wildvögeln und fanden in knapp 50 Proben wenig krankmachende Vogelgrippeviren. Die Gruppe um Wolfgang Fiedler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie, Radolfzell, analysierte die 554 Höckerschwan-Proben genauer. Demnach hatten in einigen Gruppen bis zu 80% der Schwäne in ihrem Leben mindestens einmal mit Vogelgrippeviren Kontakt.

Die Forschenden unter der Leitung von Katharina Stärk vom Royal Veterinary College, London, unterzogen die in Labors aller drei Länder erhobenen Daten aus den verschiedenen Überwachungsprogrammen komplexen statistischen Analysen.

Darunter fielen in Reusen gefangene Vögel, Vögel aus der Jagd, tot aufgefundene Vögel, von Hand eingefangene Schwäne und in Anlagen nahe dem See gehaltene flugunfähige Enten (Sentinelanlagen). Die Analysen zeigten, dass die Überwachung der Wildvogelpopulation mit Sentinelanlagen und das selektive Einsammeln von toten Vögeln am effektivsten sind.

Um ein Übergreifen der Vogelgrippe auf Geflügelbestände möglichst zu verhindern, müssen Geflügelhaltende die Vogelgrippe kennen und entsprechende Biosicherheits- und Hygienemassnahmen anwenden. Die Gruppe um Esther Schelling und Jakob Zinsstag vom Schweizerischen Tropeninstitut, Basel, befragte dazu über 1500 Hobby- und gewerbliche Geflügelhaltende in der Schweiz.

Demnach tut weitere Information Not. So wussten gerade mal 2% der Geflügelhaltenden, dass Enten und Gänse Vogelgrippeviren verbreiten können, ohne selbst erkennbar zu erkranken. Dies ist etwa gerade in Haltungen wichtig, in denen neben Wassergeflügel auch Hühner oder Puten gehalten werden. Bei der Entsorgung von toten Tieren bringen 63% der Geflügelhaltenden diese immer korrekt zu den Kadaversammelstellen, zusätzliche 24% machen dies teilweise.

Immerhin 23% der Befragten hatten jedoch totes Geflügel auch schon im Wald Wildtieren zum Frass vorgelegt. Um die Kenntnisse von Geflügelhaltenden zu verbessern, wurde im Rahmen von ,Constanze" die DVD ,Vogelgrippe - jetzt vorbeugen!" produziert und Anfang 2009, nach der Umfrage, breit verteilt.

Mit der Schlusstagung enden die beiden Forschungsprogramme ,Constanze" und ,Wildvögel und Vogelgrippe" (WuV) nach einer Laufzeit von drei Jahren. Was bleibt sind die vielfältigen Erkenntnisse zur Vogelgrippe und zur Ornithologie und ein durch diese Arbeiten entstandenes Netzwerk von Forschenden, Ornithologen und Veterinärbehörden. Beides wird helfen, mögliche künftige Ausbrüche der Vogelgrippe und anderer Tierseuchen grenzüberschreitend einzudämmen.
(Quelle: BVET / 09.06.2009) (fma)


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