foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche Mittwoch, 21. Oktober 2020
Fleisch & Delikatessen
Aktuell: Sensation beim Trockenfleisch-Test
Report:
Frischeverlängerung mit Vakuum oder Schutzgas?


Tipps & Wissen: IFFA 2016: Metzgerei-Trends
Backwaren & Confiserie
Aktuell: Innovationen an der ISM 2016: Rückblick
Report:
Neue Stevia-Generation ohne Bitterkeit


Tipps & Wissen: Undeklarierte Allergene in Broten beanstandet
Gastronomie
Aktuell: Kantonslabor Basel prüft Restaurant-Hygiene
Report:
Metzgereiprodukte in der Patientenernährung?


Tipps & Wissen: Geschmacks-Trends von morgen
Inhalt
Home
Nachrichten
Fleisch & ...
Backwaren & ...
Gastronomie
Über uns, Werbung
Archiv, Suche
Impressum
3.2.2016
Messetipp: IFFA 2016 in Frankfurt

„Fleischindustrie 4.0“ nimmt Fahrt auf
anzeigen...

Partner/Sponsoren

Cash+Carry Angehrn: Frische für Profis an neun Standorten in der Deutschschweiz.
Direkt zur CCA-Website:
www.cca-angehrn.ch


Empfohlene Links:

Fachschule für Bäckerei,
Konditorei, Confiserie:
www.richemont.cc


Fachschule für Metzgerei:
www.abzspiez.ch


Internationale Privat-Fachschule für Koch-Profis: European Culinary Center DCT in Vitznau LU
Deutsch: http://german.dct.ch
English: www.culinary.ch


Internet- und Socialmedia-Auftritte:
www.chrisign.ch







Schweizerischer Bäckerei- und Konditorei-Personal-Verband


Nachrichten

28.9.2009

Druckansicht
Männer lieben Fleisch und Frauen Salat?

«Gender-Food» beginnt schon bei Fleisch, Alkohol und Gemüse. Aber Ernährungsexperten fordern, die Vorurteile durch gezielte Strategien in der Ernährungsberatung zu überwinden.




Nicht nur Kleidung oder Haarmode manifestieren Geschlechts-typische Vorlieben sondern auch Essen und Trinken. Gängige Gemeinplätze wie "Männer lieben Fleisch - Frauen dagegen Obst und Gemüse" sind jedoch nicht so einfach auszuräumen,


Auch die Form, wie und was wir essen, konstruiert in unserer Gesellschaft immer noch Geschlecht. Zu diesem Fazit kamen die Sozialwissenschaftlerin Dr. Jana Rückert-John von der Universität Stuttgart-Hohenheim und der Erziehungswissenschaftler und Theologe Dr. Hans Prömper, Leiter des Frankfurter KEB-Bildungswerks. Im Rahmen des 12. aid-Forums referierten beide Wissenschaftler zum Thema "Männer wollen mehr, Frauen wollens besser - Ernährungskommunikation unter Gender-Aspekten".

Gesellschaftlich geformte und klischeehafte Zuweisungen wie "Typisch Mann - typisch Frau" seien, so Dr. Jana Rückert-John, nicht nur beim Einparken, sondern auch am Herd oder Grill sowie beim Essen gang und gäbe. "Gerade Fleisch gilt als Symbol von Macht, Kraft und Stärke, wie kulturwissenschaftliche Studien gezeigt haben.

Entsprechend der Geschlechterrollenerwartung zählen Fleisch und Alkohol in unserem Kulturkreis zur starken und männlichen Nahrung, während Obst und Gemüse der vermeintlich schwachen und daher weiblichen Nahrung zugeordnet werden. Darüber hinaus betonen Männern zugeordnete Haushaltstätigkeiten die Geschlechterrollenerwartung noch zusätzlich, da sich zum Beispiel ,männliches Kochen' eher auf öffentliche Situationen wie Grillen, exotische und Feiertagsgerichte konzentriert", so Rückert-John.

Nicht zuletzt mache auch die Werbung von diesen Stereotypen hinreichend Gebrauch, wenn sie Männer im alltäglichen familiären Kochgeschehen als hilflos und unerfahren darstelle, am Grillrost hingegen als "Meister ihres Faches". Die Gesellschaft als "Reservoir kultureller Symbole" mache selbst vor kulinarischen Taxonomien nicht Halt.

Neben "Jägerschnitzel", "Strammer Max", "Forelle Müllerin" oder "Birne Helene" fällt auf Speisekarten immer häufiger das "Cowboy-" (250 Gramm) oder "Lady-Steak" (110 Gramm) ins Auge. Diese Klassifizierung, die ein grosses oder ein kleines Stück Fleisch nicht den Bedürfnissen des Konsumenten, sondern a priori dem Geschlecht des Tischgastes zuordnet, inszeniere Geschlechterrollen und manifestiere Vorurteile in unserer Gesellschaft.

Dass die westliche Kultur reich an "Praktiken des Essens und Trinkens" ist, die Geschlecht erzeugen und konstruieren, kann auch der Erziehungwissenschaftler und Theologe Dr. Hans Prömper bestätigen. "Mann is(s)t in der Tat anders, Frau auch. Die alltägliche Zuschreibung von Männlichkeit und Weiblichkeit geschieht überall, also zum Beispiel auch in der Kommunikation zu Ernährung und Gesundheitsbewusstsein", so Prömper, der ebenso wie Rückert-John der Meinung ist, dass es im 21. Jahrhundert an der Zeit sei, die Gender-Vorurteile durch gezielte Strategien in der Ernährungsberatung zu überwinden.

Gängige Gemeinplätze wie "Männer lieben Fleisch - Frauen dagegen Salat" seien jedoch nicht so einfach auszuräumen, da es sich um ein traditionelles Rollenmuster und komplexes Feld handelt, in das viele Einflussgrössen mit reinspielen. "Die neuere Geschlechterforschung versteht Geschlecht nicht mehr als eindimensionale, oft normierte Achse ,männlich' versus ,weiblich' mit essentiellen Aussagen über ,die Männer' und ,die Frauen'. Das Geschlecht ist verknüpft zum Beispiel mit Herkunft, sozialem Milieu oder Generation.

Daraus folgt eine Differenzierung der Männer und der Frauen in vielfältige Typen von Frauen und Männern im Sinne von ,Weiblichkeiten' und ,Männlichkeiten'", so Prömper. Geschlechtergerechtigkeit als Ziel in der Ernährungskommunikation erfordere vor diesem Hintergrund aktive Strategien des Einbezugs multipler Differenzierungen und Benachteiligungen. Milieudifferenzierte und gezielte Konsumentenansprache sei dabei genauso wie das Minimieren von Stereotypen ein wichtiger Schlüssel. (aid, Ira Schneider) (gb)


__________________________________________


9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
Mütter beeinflussen mit ihrer Ernährung den Fett- und Zuckerstoffwechsel der Nachkommen durch epigenetische Veränderungen.
weiter...

8.2.2016
KURZNEWS 8. Februar 2016
Olivenöl-Preise um 20 Prozent gestiegen / Desinfektionsmittelrückstände in Lebensmitteln nachgewiesen / 23 Mio. Europäer pro Jahr erleiden Lebensmittel-Infektionen
weiter...

4.2.2016
KURZNEWS 4. Februar 2016
Micarna-Gruppe übernimmt Gabriel Fleury SA / Tête de Moine erhält eigenes Fest / Weichmacher fördern Übergewicht
weiter...

2.2.2016
KURZNEWS 2. Februar 2016
Lidl steigert Export von Schweizer Lebensmitteln / Täuschungen mit geschützten Bezeichnungen GUB / GGA / Zu viel Milch produziert / Warum schützt Rohmilch vor Allergien und Asthma?
weiter...

1.2.2016
Schwieriges 2015 für Schweizer Käseexporte
Der geringe Käseexportzuwachs von +0.3% im 2015 wurde dank einer Exportsteigerung ausserhalb der EU erzielt. Mengenmässig wurde 1.5% weniger in die EU exportiert.
weiter...

28.1.2016Hopfenextrakt als natürliches Konservierungsmittel
26.1.2016KURZNEWS 26. Januar 2016
21.1.2016Regelmässiges Streicheln beschleunigt Kälbermast
19.1.2016KURZNEWS 19. Januar 2016
18.1.2016Migros mit stabilem Umsatz im 2015
14.1.2016Wurstwaren wegen Deklarationsmängeln beanstandet
12.1.2016KURZNEWS 12. Januar 2016
8.1.2016Coop im 2015 mit weniger Umsatz
6.1.2016KURZNEWS 6. Januar 2016
5.1.2016Kaffee wirkt entzündungshemmend und zellschützend
30.12.2015fial gegen Nahrungsmittel-Spekulation-Initiative
28.12.2015KURZNEWS 28. Dezember 2015
24.12.2015KURZNEWS 24. Dezember 2015
22.12.2015Alternativen zum abzuschaffenden Schoggigesetz
17.12.2015KURZNEWS 17. Dezember 2015
15.12.2015KURZNEWS 15. Dezember 2015
8.12.2015KURZNEWS 8. Dezember 2015
3.12.2015KURZNEWS 3. Dezember 2015
1.12.2015KURZNEWS 1. Dezember 2015
30.11.2015Offiziell beste Jung-Metzgerin: Manuel Riedweg
26.11.2015KURZNEWS 26. November 2015
24.11.2015Ernst Sutter: offiziell beste Schweizer Metzgerei
19.11.2015KURZNEWS 19. November 2015
17.11.2015KURZNEWS 17. November 2015
11.11.2015Erforscht: Zartheit von vakuum-gegartem Fleisch

Eine vollständige Liste aller älteren Nachrichten finden Sie im Archiv


Die Redaktion empfiehlt:

Archiv der Nachrichten

Archiv der Varia-Beiträge

foodaktuell.ch-Newsletter

foodaktuell Journal (Print)

Delikatessen-Führer delikatessenschweiz.ch






Copyright Codex flores, Huobstr. 15, CH-8808 Pfäffikon (SZ)