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Nachrichten

7.6.2011

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KURZNEWS 7. Juni 2011

EHEC: EU-Kommissar fordert Zurückhaltung / Kein Abschluss der Doha-Runde im 2011 / «Schweizer Fleisch» startet neue Auslandkampagne / Parmesan aus Amerika und Australien / Verbot der «Schweinesuppe»


EHEC: EU-Kommissar fordert Zurückhaltung

07.06.2011 - (lid) – EU-Gesundheitskommissar John Dalli fordert die nationalen Behörden zu Zurückhaltung bei der EHEC-Krise auf. Die Behörden sollen keine möglichen Infektionsquellen angeben, solange keine wissenschaftlichen Belege vorliegen. Die vorschnellen Schlüsse auf Gurken oder Sojasprossen als Infektionsquelle hätten nicht zugetroffen, dafür aber Ängste bei Konsumenten ausgelöst, so Dalli gemäss der Nachrichtenagentur SDA. Die Folgen des falschen Verdachts seien finanzielle Einbussen für die Gemüseproduzenten. Nun müssten aus der EHEC-Krise Lehren gezogen werden.

Die EU will als Notfallhilfe 150 Millionen Euro an Gemüseproduzenten für entfallene Erträge bezahlen. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos schlug vor, dass Landwirte für unverkäuflich gewordenes Gemüse mit 30 Prozent des Verkaufspreises aus einem Notfallfonds entschädigt werden sollen, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Spanien, das am stärksten betroffene Land, reicht das aber nicht und verlangt eine Kompensation von 100 Prozent der Ausfälle. Frankreich schloss sich dieser Forderung an.



Sprossen und Keimlinge als mögliche Ursache der EHEC-Infektionen

Stellungnahme Nr. 018/2011 des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung BfR vom 6. Juni 2011: Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat am Sonntag mitgeteilt, dass Sprossen-Produkte aus einem Gartenbaubetrieb im Landkreis Uelzen in Verdacht stehen, EHEC-Keime verbreitet zu haben. Das Ministerium empfiehlt, derzeit auf den Verzehr von Sprossen zu verzichten.

Das BfR und das Robert Koch-Institut (RKI) beraten und unterstützen die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Behörden der Länder bei den laufenden Ausbruchsuntersuchungen. Das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli des BfR, das eng mit den niedersächsischen Behörden zusammen arbeitet, wird die Proben der Sprossen mit einer neuen geprüften Methode genauer untersuchen. Ein definitiver Nachweis des EHEC O104:H4-Erregers auf den Sprossen, der für den derzeitigen Ausbruch verantwortlich ist, liegt bisher nicht vor.

Aufgrund des gravierenden Infektionsausbruchs im Mai 2011 wird vom BfR und RKI nach wie vor aus vorsorgenden Gründen empfohlen, auf den Verzehr von nicht erhitzten Gemüsesorten, die als Infektionsursache im Verdacht stehen (Tomaten, Salatgurken und Blattsalate) und im Norddeutschen Raum erworben wurden, bis zur Aufklärung der genauen Ausbruchsursache zu verzichten. Bereits geringe Keimmengen reichen für eine Infektion aus, so dass eine Übertragung sehr leicht möglich ist.

Das BfR unterstützt jede Massnahme, die zu einer schnellen Aufklärung des aktuellen EHEC-Infektionsausbruchs führt. Das Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen teilte mit, dass Sprossen aus Niedersachsen eine mögliche Ursache für die EHEC-Infektionen sind. Ein labortechnischer Nachweis des EHEC O104:H4-Erregers auf den Sprossen liegt bisher nicht vor. Die Auswertung von Handelsbeziehungen weise aber mehrfach den Weg von einem Gartenbaubetrieb zu späteren Erkrankungsfällen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Niedersachsen erkrankte eine Mitarbeiterin aus dem betroffenen Betrieb nachweislich an einer EHEC-Infektion.

Frische Sprossen und Keimlinge werden häufig als Brotbelag oder zur Aufwertung von Salaten unbehandelt oder nur kurz blanchiert verzehrt. Am bekanntesten sind Sojasprossen, bei denen es sich um die Sprossen der Mungobohne handelt. Aber auch der Verzehr von anderen Sorten wie zum Beispiel Alfalfasprossen (amerikanische Bezeichnung für Sprossen der Luzerne) oder Sprossen von Linsen, Radieschen, Erbsen (Green Peez), Bohnen und Knoblauch, die wegen ihres sehr milden Aromas geschätzt werden, nimmt zu.

Das BfR und das RKI arbeiten eng mit den niedersächsischen Behörden zusammen und unterstützen die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Landes- und Kreisbehörden bei den laufenden Ausbruchsuntersuchungen. Das BfR als Nationales Referenzlabor für Escherichia coli hat den niedersächsischen Behörden seine Laborkapazitäten zur Aufklärung der jüngsten Hinweise angeboten. Das Referenzlabor wird die Proben der Sprossen mit einer neuen geprüften Methode genauer untersuchen.

Im Nationalen Referenzlabor für Escherichia coli des BfR werden neue Untersuchungsmethoden entwickelt und validiert, mit denen Mikroorganismen in Lebensmitteln, Futtermitteln und Produkten zuverlässig nachgewiesen werden können. Eine hohe Leistungsfähigkeit der Methoden muss gewährleistet sein, um als Referenzmethoden angewendet zu werden.

Unter dem Eindruck des massiven EHEC O104:H4-Ausbruchs in Deutschland wurde gemeinsam mit der französischen Schwesterbehörde ANSES eine spezifische Echtzeit-PCR im Nationalen Referenzlabor für Escherichia coli an Lebensmittelproben und O104:H4-Referenzstämmen entwickelt. Diese beruht auf der schnellen, quantitativen Erkennung von Shigatoxin-Genen und dem Escherichia coli O104:H4 wzx-Gen. Dieses Detektionssystem ist geeignet, aus Anreicherungskulturen von verdächtigen Lebensmitteln EHEC O104:H4 nachzuweisen.

Aufgrund des gravierenden Infektionsausbruchs wird vom RKI und BfR nach wie vor aus vorsorgenden Gründen empfohlen, auf den Verzehr von nicht erhitzten Gemüsesorten, die als Infektionsursache im Verdacht stehen (Tomaten, Salatgurken und Blattsalate) und im Norddeutschen Raum erworben wurden, bis zur Aufklärung der genauen Ausbruchsursache zu verzichten. Bereits geringe Keimmengen reichen für eine Infektion aus, so dass eine Übertragung sehr leicht möglich ist.

Eine sichere Abtötung von EHEC erfolgt nur, wenn das Gemüse ausreichend erhitzt wird. Bei Gemüsesorten, die nicht als Infektionsursache im Verdacht stehen, ist zu beachten, dass diese vor dem Konsum gründlich gewaschen (mindestens 30 Sekunden mit kräftigem Reiben, möglichst warmes Wasser verwenden) und gegebenenfalls geschält werden sollen. Das Waschen und Schälen von Gemüse bewirkt eine Reduktion der Keimzahl und verringert damit das Infektionsrisiko.

Unbedenklich ist der Verzehr von ausreichend erhitztem Gemüse. Durch Erhitzungsverfahren wie Kochen, Braten und Schmoren werden EHEC abgetötet. Voraussetzung ist, dass für mindestens zwei Minuten eine Temperatur von 70 °C im Kern des Lebensmittels erreicht wird. Gegenüber anderen Umwelteinflüssen, beispielsweise einem sauren Milieu, Kälte oder Austrocknung, sind diese Bakterien jedoch relativ unempfindlich. Auch durch Tiefgefrieren von Lebensmitteln lassen sich EHEC-Bakterien nicht zuverlässig abtöten. www.bfr.bund.de



Kein Abschluss der Doha-Runde im 2011

06.06.2011 - (lid) - Die Welthandelsorganisation WTO hat eingestanden, dass es 2011 nicht mehr zu einem Abschluss der Doha Runde kommen wird. WTO-Generaldirektor Pascal Lamy will nun retten, was noch zu retten ist. Für die Entwicklungsländer soll ein kleines Verhandlungspaket geschnürt werden, berichten agrarzeitung.de und aiz.info am 6. Juni. Dazu gehört der freie Zugang für die ärmsten Länder der Welt zu den Märkten in Industrieländern.

Auch Baumwollsubventionen sollen begrenzt werden. Diese verzerren den Markt und bringen die Produzenten in Westafrika in Bedrängnis. Auf einer WTO-Ministerkonferenz im Dezember möchte Lamy diese Regelungen für die Entwicklungsländer unter Dach und Fach bringen. Vor allem während der Wirtschaftskrise 2009 hatten sich die Wirtschaftsmächte der G-20 zum Ziel gesetzt, die Doha Runde bis Ende 2011 abzuschliessen. Nach dem Scheitern sollen nun bilaterale Verhandlungen den Abbau von Zollschranken wieder in den Vordergrund rücken. Die EU strebt ein Abkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Ländern an, das vor allem grössere Fleischeinfuhren zur Folge hätte.



«Schweizer Fleisch» startet neue Auslandkampagne

Proviande, 01. Juni 2011 - Die erfolgreiche Geschichte der «Schweizer Fleisch»-Kommunikation geht im Ausland in eine neue Runde. Mit einer noch breiter gefächerten Kampagne will Proviande, die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, 2011 die Position von «Schweizer Fleisch» auf den Exportmärkten weiter stärken. Zur bekannten Kampagne wird 2011 in Deutschland und Österreich eine zusätzliche, eigenständige Inseratlinie erscheinen. Basierend auf der erfolgreichen Inlandskampagne geht sie auf die Hintergründe der hohen Qualität von Schweizer Fleisch ein und zeigt einleuchtend auf, weshalb die Fleischspezialitäten ihren Preis wert sind.

„Schweizer Fleischspezialitäten bieten höchsten Genuss. Welche Differenzierungsmöglichkeiten sich daraus für den Handel ergeben, wollen wir durch unsere Präsenz in handelsrelevanten Medien aufzeigen“, erläutert Stephan Scheuner, Leiter Marketingkommunikation Ausland. Gleichzeitig werden die Aktivitäten der Marketingkommunikation weiter durch gezielte Medienarbeit begleitet. www.swiss-meat.com



BfR typisiert EHEC-Erreger

BfR 1.6.2011 - Ein virulenter EHEC-Stamm O104:H4 ist verantwortlich für den derzeitigen Ausbruch von EHEC Infektionen. Im Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt konnten Salatgurken aus Spanien als Träger von EHEC identifiziert werden. Diese Proben wurden im Nationalen Referenzlabor für E.coli des Bundesinstituts für Risikobewertung genauer untersucht und typisiert. Keine der vier Proben zeigte den Serotyp O104:H4 des Erregers, der aus den Stuhlproben der Patienten isoliert wurde. „Die Quelle der anhaltenden Infektionen ist noch nicht ermittelt“, so BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Es gilt weiterhin zu klären, an welcher Stelle in der Lebensmittelkette die Belastung mit Keimen erfolgt ist.“

EHEC sind schwierig zu erkennen, da sich diese Bakterien in ihren allgemeinen Eigenschaften nicht von harmlosen E.coli-Bakterien der Darmflora unterscheiden. Um EHEC sicher zu identifizieren, müssen daher in spezialisierten Laboratorien Shiga- bzw. Verotoxine, andere EHEC-typische Merkmale und der Serotyp bestimmt werden.

Die bisherigen epidemiologischen Untersuchungen des Robert-Koch Instituts weisen daraufhin, dass die jüngsten Infektionen mit EHEC mit hoher Wahrscheinlichkeit durch den Verzehr von rohen Tomaten, Salatgurken und Blattsalaten erfolgt sind. Vergangene Woche konnte durch das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt (HU) der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Salatgurken aus Spanien als Träger von EHEC identifiziert werden. Bisher zeigte sich im Hamburger Institut aber bei den zwei bisher untersuchten Proben keine Übereinstimmung mit den Erregern des Typs O104:H4, die aus den Stuhlproben der Patienten isoliert wurden. Dem Nationalen Referenzlabor für E. coli im Bundesinstitut für Risikobewertung wurden vier Proben zur Verfügung gestellt, um die Erreger zu typisieren.

Das Nationale Referenzlabor hat mit einer validierten spezifischen und schnellen Methode (Echtzeit-PCR) den Erreger-Typ der vorliegenden Proben bestimmt. Hierbei wird sowohl auf die Shiga Toxin Gene als auch auf das O104 Gen gleichzeitig getestet. Bei allen vier Proben konnten keine EHEC O104:H4 nachgewiesen werden. In zwei der vier Proben wurden Shigatoxin-bildende E. coli eines anderen Serotyps gefunden.

Solange die Quelle der anhaltenden Infektionen nicht zweifelsfrei ermittelt und geschlossen ist, sind die Verbraucherinnen und Verbraucher zur Vorsicht aufgerufen. Noch ist unklar, an welcher Stelle in der Lebensmittelkette die Belastung mit Keimen erfolgt ist. Unabhängig davon empfiehlt das BfR weiterhin vorsorglich Tomaten, Salatgurken und Blattsalate nicht roh zu verzehren.

Alle Personen mit Durchfall sollten darauf achten, dass strikte Hände-Hygiene eingehalten wird, insbesondere gegenüber Kleinkindern und immungeschwächten Personen. Die Empfehlungen zur guten Küchenhygiene, wie sie das Bundesinstitut für Risikobewertung in seinem Merkblatt zur Vermeidung von EHEC-Infektionen beschreibt sind weiterhin gültig (www.bfr.bund.de).



Cremo mit Umsatzrückgang

01.06.2011 - (lid) – Der Milchverarbeiter Cremo musste im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang verbuchen. Der Umsatz sank um zehn Prozent auf noch 485,9 Millionen Franken, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Trotzdem zeigte sich die Unternehmensleitung zufrieden, denn die Bruttomarge stieg von 25,4 auf 28,9 Prozent an. Der Umsatz ist auf einen Rückgang der verarbeiteten Milchmenge und auf Butterexport zum Weltmarktpreis zurückzuführen, wie das Unternehmen verlauten liess.



Coop mit nachhaltig produziertem Palmöl

30.05.2011 - (lid) – Das Wirtschaftsmagazin ECO des Schweizer Fernsehens hatte vor einer Woche darüber berichtet, dass wegen der weltweiten Palmölproduktion grosse Mengen an klimaschädlichem CO2 aus Moorböden entweichen. Coop reagiert nun und will ab Herbst mit der Umstellung auf nachhaltig produziertes Palmöl beginnen.

Coop stelle ab September rund eine Drittel seiner Bezugsmenge auf Identity preserved Palmöl um, wie Coop gegenüber ECO mitteilte. Dieses Palmöl stammt aus zertifizierten Plantagen und wird in versiegelten Containern angeliefert. Dies garantiert, dass es von Plantagen auf Lehmböden stammt. Bis 2013 will Coop zu 100 Prozent auf dieses zertifizierte Palmöl umsteigen. Durch die Zerstörung der Moore zum Palmenanbau gelangt alleine in Indonesien mehr CO2 in die Umwelt als die weltweite zivile Luftfahrt verursacht.



Parmesan aus Amerika und Australien

30.05.2011 - (lid) - Nur ein geringer Teil des Parmesan kommt tatsächlich aus Italien, die Mehrheit sind Fälschungen.Die italienische Organisation der Familienbetriebe Coldiretto schätzt, dass Italien jährlich Produkte mit Herkunfts- oder Ursprungsbezeichnung im Wert von 1,5 Milliarden Euro exportiert. Auf ausländischen Märkten werden jedoch landwirtschaftliche Produkte "Made in Italy" im Wert von rund 50 Milliarden Euro verkauft, so der Verband gegenüber AgraEurope vom 30. Mai. Allen voran seien die USA und Australien, welche Imitate des geschützten Parmigano Reggiano "für die ganze Welt" produzierten, wird Coldiretti weiter zitiert.

Die USA produzieren auch Imitate weiterer geschützter Käse und der traditionellen Salami Soppressata Calabrese. Laut Coldiretti fälscht Kanada regionale Wurstwaren wie Mortadella und Schinken aus San Daniele. Lediglich zwei Prozent der in den USA, Australien und Neuseeland verzehrten italienischen Käsespezialitäten werden denn auch in Italien produziert. In aufstrebenden Schwellenländern wie China seien die Fälschungen noch vor den Originalprodukten ins Land gekommen. Dies könnte den weiteren Absatz von Originalprodukten gefährden.



PRESSESCHAU

Cremo hat von Mühlenen am 31.5. per sofort freigestellt

Im Herbst 2006 hatte Cremo die Käsehandelsfirma von Mühlenen AG in Düdingen FR von den Brüdern Roger und Walo von Mühlenen gekauft. Sie blieben aber bis jetzt als Verwaltungsratspräsident (Roger von Mühlenen) und Direktor (Walo von Mühlenen) in der Firma. Zuvor war das Unternehmen seit 1861 in Familienbesitz. Und nun trennt sich Cremo ganz von den Brüdern von Mühlenen. Die grossen Verluste, die seit zwei Jahren von diesem Unternehmen verzeichnet wurden, hätten Cremo gezwungen, die Führung ganz in ihre Hand zu nehmen mit dem Ziel, wieder eine gute Rentabilität zu erreichen, heisst es in einer Mitteilung.

«Wir sind nicht freiwillig gegangen», sagt Walo von Mühlenen. Diesen Abgang finde er «nicht so schön». Die Firma gebe es seit 1861: «Und mein Vater war 55 Jahre in der Firma tätig.» Von Mühlenen stellt aber nicht in Abrede, dass es der Firma schon länger nicht mehr gut ging: «Wir haben die Firma der Cremo nicht deshalb verkauft, weil wir eine grosse Zukunft gesehen haben, sondern weil wir wussten, dass man investieren muss.» Die Zukunft des Betriebes von Mühlenen werde aber nicht infrage gestellt.

Die Firma von Mühlenen hat mit von ihr affinierten und gehandelten Käse immer wieder Preise im In- und Ausland gewonnen. So wurde 2006 beim amerikanischen «World Championship Cheese Contest» zum ersten Mal ein Schweizer Käser Weltmeister über alle Kategorien: Christian Wüthrich von der Käsereigenossenschaft Rüderswil BE obsiegte mit seinem Emmentaler Switzerland Premier Cru zum Gesamtsieger. Affineur war von Mühlenen. Weiterlesen im Schweizerbauer: Brüder von Mühlenen müssen gehen



Verbot der «Schweinesuppe»

Gastro- und Fleischsuppen sind Nebenprodukte aus der Nahrungsmittelindustrie, die sich zum Teil als qualitativ hochwertige Futtermittel erweisen. Die Verfütterung an Schweine bietet aus Sicht der Ökobilanz eine sinnvolle Verwertung. Aber per Ende Juni 2011 ist es verboten, Gastro- und Fleischsuppen an Schweine zu verfüttern. Hintergrund sind die bilateralen Abkommen mit der Europäischen Union, wo für die Verfütterung von Speiseresten und vielen weiteren tierischen Nebenprodukten seit Jahren ein Verbot gilt. Die Schweiz musste analoge Regeln zum Schutz vor Tierseuchen übernehmen.

Gemäss Bundesamt für Veterinärwesen BVET führte das Verfüttern von Küchen- und Speiseresten immer wieder zu Seuchenausbrüchen. So seien alle vier Schweinepest-Fälle im Jahr 1993 in den Kantonen Bern und Freiburg auf Nebenprodukte in der Futterration zurückzuführen. Von verschiedenen Seiten wird diese Interpretation jedoch in Frage gestellt. Seit die Auflagen für das Erhitzen der Küchen- und Speisereste verschärft worden sind, gab es keine Seuchenausbrüche mehr zu verzeichnen.

Insgesamt werden hier zu Lande jährlich rund 200’000 Tonnen Speisereste an Schweine verabreicht. Das sind etwa zwei Drittel der total anfallenden Speiseabfälle aus Schweizer Restaurants. Bis 50 landwirtschaftliche Biogasanlagen können mit dieser Menge versorgt werden. Nötig ist aber auch hier eine kostenintensive Hygienisierung, um Seuchen vorzubeugen. Zu den nach wie vor zugelassenen Lebensmittelprodukten gehören: Brotabfälle, Gemüsesuppe, Kartoffelschälbrei, Melasse, Teigwaren, Amidofit, Bierhefe. Bei den Molkereinebenprodukten gibt es keine Einschränkungen. Magermilch, Schotte, Schottenkonzentrat, Lactofit-Permelac sowie Glace- und Yoghurtabgang dürfen weiterhin zum Einsatz kommen. (Text: UFA Revue 2011)
(gb)


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