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5.2.2012

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WEEKENDNEWS 5. Februar 2012

Migros ruft 5 Produkte Cornatur Quorn zurück / Emmi steigerte Umsatz im 2011 / Signal für mehr Schweizer Bioackerbau / Milchprodukte werden teurer / Fischzüchter Hans Raab klagt in Strassburg gegen die Schweiz


Migros ruft 5 Produkte der Linie Cornatur Quorn zurück

Die Migros hat drei Produkte der Linie Cornatur Quorn zurückgerufen. Um jegliches Risiko zu vermeiden, werden nun zwei weitere Produkte zurückgerufen, so dass sämtliche Artikel der entsprechenden Produktionsstätte vom Markt genommen sind.

Die weiteren Produkte sind:
* Quorn Zitronen Pfeffer Schnitzel, Art. Nr. 1309.004, CHF 5.50
* Quors Pfeffer Grill-Steak, Art. Nr. 1309.005, CHF 5.80

Bereits vermeldete Produkte sind:
* Quorn Schnitzel mit Frischkäse-Spinat Füllung, Art. Nr. 1309.012, CHF 6.50
* Quorn Schnitzel mit Mozzarella Pesto Füllung, Art. Nr. 1309.038, CHF 6.90
* Mini Nuggets, Art. Nr. 1309.045, CHF 6.30

Aus Sicherheitsgründen ruft die Migros diese fünf Cornatur-Produkte zurück und fordert die Kunden auf, diese nicht mehr zu essen. Bei einer Stichprobenkontrolle durch den Lieferanten wurden bei einem panierten Produkt der Linie Cornatur Quorn krankheitserregende Listerien nachgewiesen.

Listerien können gesundheitliche Konsequenzen haben. In Einzelfällen könnten grippeartige Symptome (Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit) auftreten. Schwangere Frauen sowie Personen mit einem geschwächten Immunsystem, bei welchen die oben beschriebenen Symptomen auftreten und von den fraglichen Produkten gegessen haben, empfehlen wir, einen Arzt aufzusuchen.

Die fünf Cornatur-Produkte, die betroffen sein könnten, waren seit Anfang Januar 2012 im Verkauf. Sie können gegen Rückerstattung des Verkaufspreises in die Migros-Filialen zurückgebracht werden. (MGB)



Emmi steigerte Umsatz im 2011

02.02.2012 - (lid) – Der Milchverarbeiter Emmi erwirtschaftete im Jahr 2011 einen Nettoumsatz von 2'721,3 Mio. Franken. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Akquisitions- und Fremdwährungseffekte bereinigt, schrumpfte der Umsatz jedoch um 1,9 Prozent. In der Schweiz reduzierte sich der Nettoumsatz um 2,1 Prozent auf 1'909,9 Mio. Franken (Vorjahr 1'951,9 Mio. Fr.). Der Rückgang führt Emmi auf nicht kostendeckende Logistikdienstleistungen für Dritte und auf geringere Volumen beim Handelsgeschäft zurück. Akquisitionsbereinigt resultierte ein Umsatzrückgang von 3,6 Prozent. Sehr gut entwickelt hätten sich Caffè Latte, Luzerner und Energy Milk, teilt Emmi mit.

Im internationalen Geschäft stieg der Umsatz um 10,9 Prozent auf 811,4 Mio. Franken (Vorjahr 731,7 Mio. Fr.). Der Zuwachs sei den jüngsten Akquisitionen (Onken, Cypress Grove Chèvre, A-27) zu verdanken sowie dem guten Geschäftsverlauf von Emmi Roth USA und der Steigerung bei Emmi Caffè Latte. Der starke Franken wirkte sich – insbesondere beim Käse-Export – negativ aus. "Angesichts des äusserst anspruchsvollen Umfelds ist dieses Resultat beachtlich“, erklärte Emmi-Geschäftsführer Urs Riedener. Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet Emmi einen Betriebserfolg vor Zinsen und Steuern (EBIT) in der Grössenordnung von 130 Mio. Franken sowie eine Reingewinnmarge von rund 3 Prozent.



Detailhandel steht schwieriges Jahr bevor

01.02.2012 - (lid) – Der Detailhandel muss auch im laufenden Jahr mit Einbussen rechnen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut BakBasel rechnet mit einem Rückgang der nominalen Umsätze von 0,4 Prozent. Rezessive Tendenzen, Anstieg der Arbeitslosigkeit und Einkaufen ennet der Grenze: Das wirtschaftliche Umfeld im laufenden Jahr bleibe schwierig, teilt BakBasel mit. Das Wirtschaftsforschungsinstitut rechnet mit einem realen Umsatzwachstum von rund 0,7 Prozent. Nominal werde der Umsatz um 0,4 Prozent geringer ausfallen. BAKBASEL erwartet, dass sich auch in den nächsten Monaten wechselkursbedingte Preisabschläge bei Importwaren bemerkbar machen werden. Im 2011 gingen die wertmässigen Umsätze um 1,7 Prozent zurück – der stärkste Rückgang seit 15 Jahren. Im Durchschnitt gingen die Preise im Jahr 2011 um mehr als zwei Prozent zurück.



Hochdorf mit leichtem Umsatzrückgang

01.02.2012 - (lid) – Die Hochdorf-Gruppe erwirtschaftete im 2011 einen konsolidierten Bruttoumsatz von 346,6 Mio. Franken, was einem Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatzrückgang sei hauptsächlich auf den Verkauf der Hochdorf Nutribake AG zurückzuführen (Umsatz 2010: 32,1 Mio. Franken). Die Bereiche Milchderivate und Babynahrung erwirtschafteten im Vergleich zum Vorjahr deutlich mehr Umsatz und zeichnen für das Wachstum der Gruppe verantwortlich, teilt Hochdorf mit. Vor allem die Exporte nach Asien hätten zugenommen.

Die Exportquote stieg im 2011 auf 33 Prozent an. Dennoch sei das vergangene Geschäftsjahr aufgrund der Frankenstärke schwierig gewesen. Der von der Nationalbank festgelegte Mindestkurs von 1.20 Franken reiche noch nicht aus, weshalb Hochdorf ihre Prozesse optimieren will. Das Absatzvolumen ging im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent auf 91‘766 Tonnen zurück. Indes konnte mit 12‘240 Tonnen so viel Vollmilchpulver an die Schokoladenindustrie geliefert werden wie noch nie zuvor. Insgesamt verarbeitete die Hochdorf-Gruppe 455,4 Mio. Kilo Milch und Molke zu diversen Pulverprodukten, womit der Rekordwert aus dem Jahr 2010 (410,5 Mio. kg) übertroffen wurde.



Signal für mehr Schweizer Bioackerbau

(Biosuisse 1.2.2012) - Bio Suisse begrüsst die Botschaft zur Agrarpolitik 2014-17 und den vorgesehenen Systemwechsel hin zu mehr Leistungsorientierung. Die geplante Erhöhung der Beiträge für den Bioackerbau stärkt die Massnahmen der Branche für eine höhere Inlandversorgung mit Biogetreide. Es fehlt dem Bundesrat jedoch an Entschlossenheit beim Bekenntnis zu einer nachhaltigen Produktion. Bio Suisse begrüsst den vom Bundesrat mit der Botschaft zur Agrarpolitik 2014-17 vorgeschlagenen Systemwechsel hin zu mehr Leistungsorientierung.

Mit der geplanten leichten Erhöhung der Direktzahlungen für Bioackerbau und Biospezialkulturen sowie der Einführung von Beiträgen für die graslandbasierte Milch und Fleischproduktion macht der Bundesrat zwei kleine, notwendige Schritte hin zu einer nachhaltigen Produktion. Die Massnahmen von Bio Suisse und der Biobranche für eine höhere Inlandversorgung mit Biogetreide, für die Reduktion des Kraftfuttereinsatzes in der Milch- und Fleischproduktion und für eine stärkere Schweizer Bioobstproduktion erhalten damit wertvolle Schubkraft.

Nach wie vor will der Bundesrat jedoch rund zwei Drittel der Direktzahlungen nach dem Giesskannenprinzip verteilen. Und die vom Bund festgelegten „Umweltziele Landwirtschaft“ liegen gemäss Botschaft auch 2017 noch in weiter Ferne. Um wirkliche Entschlossenheit zu beweisen, müsste das Parlament den Weg einer nachhaltig produzierenden Landwirtschaft konsequenter beschreiten und leistungsbezogene Bereiche wie Produktionssysteme, Ressourceneffizienz, Tierwohl, Biodiversität sowie Landschaftsqualität stärker fördern.

Bio Suisse fordert weiterhin die Verdoppelung aller Bioflächenbeiträge sowie einen Aktionsplan für den Biolandbau, der die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Produktion in der Schweiz umfassend verbessert. Inlandproduktion ist mehr denn je gefragt. Hierzu sind die Biobauern auf Instrumente angewiesen, um marktgerecht und mit mehr Wertschöpfung produzieren zu können. So besteht beispielsweise Handlungsbedarf in Forschung und Beratung für die Produktion von ökologischem Schweizer Rapsöl oder für die Züchtung von Geflügel, das sich für nachhaltige Produktionssysteme besser eignet als herkömmliche konventionelle Rassen.

Bio Suisse ist die führende Bio-Organisation der Schweiz und Eigentümerin der Marke Knospe. Der 1981 gegründete Dachverband vertritt die Interessen seiner 5‘500 Knospe-Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe. Zudem stehen über 800 Verarbeitungs- und Handelsbetriebe unter Knospe-Lizenzvertrag. Alle Betriebe werden regelmässig von unabhängigen Stellen in Bezug auf die Einhaltung der strengen Bio Suisse Richtlinien kontrolliert und zertifiziert. Knospe-Produkte garantieren einen hohen Produktionsstandard und stehen für Geschmack und Genuss.



Neue Leitung Geschäftsstelle SVI

(Schweizerisches Verpackungsinstitut SVI 1.2.2012) - Per 1. Februar 2012 übernimmt Andreas Zopfi die Leitung der Geschäftsstelle des SVI. Er übernimmt diese Aufgabe von Wolfgang Durrer, dem bisherigen, langjährigen Geschäftsführer. Wolfgang Durrer wird noch bis Ende Juni einzelne Projekte begleiten und dem SVI zur Verfügung stehen. Per 1. Juli wird er den wohlverdienten Ruhestand antreten. Andreas Zopfi trägt ab sofort die Verantwortung für alle operativen Geschäfte des SVI. Daneben wird er weiterhin für das Ressort „Aus- und Weiterbildung“ zuständig sein.



Milchprodukte werden teurer

31.01.2012 - (lid) – Die Branchenorganisation Milch hat den Richtpreis für A-Milch per Februar um zwei auf 66 Rappen pro Kilo angehoben. Die Migros erhöht deshalb ab 1. Februar die Preise einzelner Milchprodukte. Coop will nachziehen. Ab anfangs Februar kostet ein Liter Valflora Hochpast-Milch in der Migros neu 1,15 Franken statt wie bisher 1,10 Franken.

Fünf Rappen teurer werden auch Valflora-Vollrahm und Butter. Weil man die Preise nicht entsprechend der BOM-Richtpreiserhöhung um zwei Rappen habe erhöhen können, würden nun einige Milchprodukte um fünf Rappen teurer, erklärt Migros-Sprecherin Monika Weibel. Teurer werden die Milchprodukte auch bei Coop. Eine Preiserhöhung sei für nächsten Montag geplant, erklärt Coop-Sprecherin Denise Stadler. Welche Produkte in welchem Umfang teurer werden, sei noch nicht klar



Hans Raab klagt in Strassburg gegen die Schweiz

Der deutsche Industrielle und Fischzüchter Hans Raab hat ernst gemacht: er klagt vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg die Schweizerische Eidgenossenschaft. Die von der Regierung und der Justiz des Kantons St. Gallen erlassenen Anordnungen und Urteile gegen seine Melander-Fischfarm in Oberriet/SG werden damit erstmals von einem internationalen Gericht überprüft. Besonders delikat ist, dass Raab`s Klage auch das Rechtssystem des Kantons angreift.

Hintergrund des Verfahrens: die Anklagekammer des Kantons hatte im Juli 2011 Raab`s Anzeige gegen den Kantonstierarztes wegen Anstiftung zur Tierquälerei nicht angenommen und das Bundesgericht hatte im Oktober 2011 diesen Entscheid geschützt. Der Fischzüchter rügt jetzt in Strassburg, dass im Kanton St. Gallen eine Anzeige gegen einen öffentlich-rechtlichen Angestellten nur nach vorliegender Ermächtigung durch die Anklagekammer möglich ist.

Die vom Kantonstierarzt angeordnete Elektrobetäubung in seiner Fischfarm in Oberriet für seine subtropischen Warmwasser-Welse sei de facto ein Akt der Tierquälerei und der Kantonstierarzt habe ihn dazu zwingen wollen. Gleichzeitig habe das Verbot der von Hans Raab entwickelten Kältebetäubung durch den Kantonstierarzt die Fischfarm lahm gelegt und faktisch zu seiner Enteignung geführt.

Das ist der Jurist, der Hans Raab bei dessen Beschwerde gegen die Eidgenossenschaft und den Kanton St. Gallen vertritt: Rechtsanwalt Markus Stephani (41) aus Heidelberg. Stephani ist spezialisiert auf Europarecht, internationales Wirtschaftsrecht und hat Erfahrungen bei der Interessenvertretung in Europa. Der Jurist spricht fliessend Französisch und Englisch, studierte in Heidelberg und Konstanz und erwarb an der Université d'Aix-en-Provence die "Licence-en-droit". Seit 2009 besitzt er auch eine Zulassung zur Rechtsanwaltschaft in Brüssel.

Markus Stephani fällt über die Justiz von St. Gallen ein vernichtendes Urteil. In seinem Schriftsatz heisst es zum Einführungsgesetz zur Schweizerischen Straf- und Jugendstrafprozessverordnung vom 03.08.2010 im Kanton St. Gallen: "Ein Rechtstaat, wie die Schweizer Eidgenossenschaft sollte kein System unterhalten, dass zu einem praktischen Ausschluss des Zugangs zu Gerichten bei Verletzungen führt, die durch öffentliche Angestellte oder Beamte erfolgen. Das Ermächtigungsverfahren kann nicht als rechtstaatlich bezeichnet werden.“ (Baltext / Ha-Ra International AG 30.1.2012)



Tierverkehrsdatenbank ist komplett ein Teil von Agate

Vom 3. bis 6. Februar 2012 wird die Tierverkehrsdatenbank in das Portal www.agate.ch integriert. Das Melden von Tierbewegungen ist nicht möglich. Trotzdem muss den Tieren beim Standortwechsel ein Begleitdokument mitgegeben werden. Für das Login auf www.agate.ch ist die persönliche Agate Nummer und das selber definierte Passwort nötig. Ab dem 7. Februar 2012 gehört auch die Tierverkehrsdatenbank der Rinder und das Ohrmarkenbestellwesen zum Portal www.agate.ch.

Vom 3. bis 6. Februar werden die Daten der alten TVD auf das neue Portal gezügelt, die neuen Bildschirme eingebaut und die Anwendung getestet. Während diesen 4 Tagen können keine Meldungen an die TVD gemacht werden. Weder über www.tierverkehr.ch noch über www.agate.ch. Die Internetadresse www.tierverkehr.ch dient vorübergehend nur noch als Informationsseite, bevor sie anfangs Sommer abgeschaltet wird.

Tiere, die während dem Unterbruch verschoben werden, müssen ein Begleitdo-kument mitführen. Auf www.tierverkehr.ch kann vorübergehend ein Begleitdo-kument erstellt und ausgedruckt werden. Die Meldung selber muss aber nach dem 7. Februar auf der TVD unter Agate nachgeholt werden.

Für das Login auf die TVD unter Agate benötigt der Tierhalter seine Agate Nummer und das von ihm beim ersten Login definierte Passwort. Ein Login wie bisher mit der TVD Nummer und PIN ist nicht möglich. Zusätzlich zu den be-wirtschafteten Betrieben und allen Informationen zum Tierverkehr der Rinder, Pferde und Schweine, kann der Tierhalter auch die Rolle Gast wählen, um die Tiergeschichte von Rindern abzufragen, die nie auf seinem Betrieb standen.

Meldungen an die TVD können weiterhin mit Meldekarten gemacht werden. Entweder mit den bisherigen oder mit neuen gelben Meldekarten, welche beim Helpdesk bestellt werden. Die neuen gelben Meldekarten sind nicht mehr mit der TVD Nummer des Absenders vorausgefüllt. Der Tierhalter muss seine TVD Nummer selber eintragen, damit die übermittelte Meldung verarbeitet werden kann. (30.1.2012 Identitas AG) (gb)


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