foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche Sonntag, 25. Oktober 2020
Fleisch & Delikatessen
Aktuell: Sensation beim Trockenfleisch-Test
Report:
Frischeverlängerung mit Vakuum oder Schutzgas?


Tipps & Wissen: IFFA 2016: Metzgerei-Trends
Backwaren & Confiserie
Aktuell: Innovationen an der ISM 2016: Rückblick
Report:
Neue Stevia-Generation ohne Bitterkeit


Tipps & Wissen: Undeklarierte Allergene in Broten beanstandet
Gastronomie
Aktuell: Kantonslabor Basel prüft Restaurant-Hygiene
Report:
Metzgereiprodukte in der Patientenernährung?


Tipps & Wissen: Geschmacks-Trends von morgen
Inhalt
Home
Nachrichten
Fleisch & ...
Backwaren & ...
Gastronomie
Über uns, Werbung
Archiv, Suche
Impressum
3.2.2016
Messetipp: IFFA 2016 in Frankfurt

„Fleischindustrie 4.0“ nimmt Fahrt auf
anzeigen...

Partner/Sponsoren

Cash+Carry Angehrn: Frische für Profis an neun Standorten in der Deutschschweiz.
Direkt zur CCA-Website:
www.cca-angehrn.ch


Empfohlene Links:

Fachschule für Bäckerei,
Konditorei, Confiserie:
www.richemont.cc


Fachschule für Metzgerei:
www.abzspiez.ch


Internationale Privat-Fachschule für Koch-Profis: European Culinary Center DCT in Vitznau LU
Deutsch: http://german.dct.ch
English: www.culinary.ch


Internet- und Socialmedia-Auftritte:
www.chrisign.ch







Schweizerischer Bäckerei- und Konditorei-Personal-Verband


Nachrichten

12.3.2012

Druckansicht
Agrarfreihandel mit EU gestoppt: Reaktionen

Die Verhandlungen über einen Agrarfreihandel mit der EU werden gestoppt, bis die Doha-Runde der WTO abgeschlossen wird. Ob das je der Fall sein wird, ist zweifelhaft.



Stopp - so das Verdikt des Ständerates am 7.3.2012 zu den Verhandlungen über einen Agrarfreihandel mit der EU. Er hiess eine entsprechende Motion von CVP-Präsident Christophe Darbellay klar gut. Weil im vergangenen Jahr der Nationalrat bereits dasselbe getan hatte, ist der Bundesrat nun gezwungen, die Verhandlungen mit der EU über einen Agrarfreihandel zu sistieren. Und zwar solange, bis ein Abschluss der Doha-Runde der WTO erreicht wird.

Während der Nationalrat im Juni vergangenen Jahres noch einen kompletten Abbruch der Verhandlungen gefordert hatte, wollte der Ständerat nicht zu dieser Massnahme greifen, weshalb nur die mildeste von drei Motionen angenommen wurde. Die Motion von SVP-Nationalrat Rudolf Joder, die einen Verhandlungsabbruch forderte, und diejenige von FDP-Nationalrat Laurent Favre, die den Agrarbereich von Verhandlungen über die Bilateralen III ausklammern wollte, blieben ohne Chance.

Unmittelbare Auswirkungen hat der Entscheid des Parlaments zwar nicht, weil die Verhandlungen mit der EU wegen institutionellen Fragen ohnehin blockiert sind. Allerdings wurde die nun für eine Neuaufnahme der Verhandlungen entscheidende Doha-Runde bereits 2001 gestartet und ist heute keinen Schritt weiter als damals. Derzeit sieht es so aus, als ob sie kaum je abgeschlossen wird, zu gross sind die Differenzen zwischen den Verhandlungspartnern. Der Verhandlungsstopp mit der EU im Agrarbereich könnte dementsprechend lange dauern und einem Abbruch gleichkommen.

Sorge um Einkommen

Die Ständeratsdebatte vom 7. März war einerseits geprägt von der Sorge um die Einkommen der Bauern und Chancenabwägungen, andererseits auch von der grundsätzlichen Frage, ob es in die Kompetenz des Parlamentes fällt, Verhandlungen zu stoppen, bevor überhaupt Ergebnisse vorliegen. FDP-Ständerat und Mitglied der Wirtschaftskommission (WAK-S) Pankraz Freitag warnte davor: "Es ist kein gutes Rezept, den Bundesrat in Ketten zu legen und er nur Verhandeln darf, wenn es das Parlament erlaubt."

SP-Ständerätin Anita Fetz sah zudem Exportchancen für unternehmerische Bauern und befürchtet, dass diese durch einen Stopp oder Abbruch verbaut würden. Die Gegenseite vertrat jedoch die Meinung, besser früh als zu spät zu handeln und sah kaum Vorteile durch den Agrarfreihandel. Er habe keine überzeugenden Gründe gehört, die für ein Abkommen sprechen, so BDP-Ständerat Werner Luginbühl.

Und weiter: "Mit Ausnahmen von einigen Lifestyle-Produkten sehe ich nicht, wo wir im Export grosse Erfolge feiern könnten. Es gibt auch in anderen Ländern Bauern, die gute Qualität produzieren. Schweizer Wein gehört mittlerweile qualitativ zu den Besten und dennoch werden nur ein paar Flaschen exportiert." Zudem wurden Einkommensverluste, insbesondere für Bergbauern, die unter schwierigen topographischen Bedingungen produzieren, befürchtet.

Gemischte Reaktionen

Die Reaktionen auf den Entscheid sind – wie erwartet – gemischt. Der Schweizerische Bauernverband (SBV) begrüsst den Entscheid des Ständerats. Dies weil er beim landwirtschaftlichen Einkommen im Falle eines Abkommens grosse Verluste erwartete. Von einem kurzsichtigen Entscheid spricht Economiesuisse. Der Stopp sei faktisch ein Abbruch, weil die Doha-Runde blockiert ist. Economiesuisse befürchtet eine starke Schwächung des Produktionsstandortes Schweiz. Langfristig werde der Verlierer aber die Landwirtschaft selbst sein, weil Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft abnehmen würden.

Auch Kommissionsmotion angenommen

Der Ständerat hat neben der Motion Darbellay auch eine Kommissionsmotion angenommen, die den Bundesrat beauftragt, bis Ende September eine Standortbestimmung über die Verhandlungen mit der EU vorzunehmen. Der Bundesrat soll zudem Alternativen zum bisherigen Verhandlungsansatz vorlegen, dies mit dem Ziel einer schrittweisen und kontrollierten Einführung des Agrar- und Lebensmittelfreihandels.

Das Geschäft muss nun in den Nationalrat. Dieser hatte zuletzt in Sachen Agrarfreihandel aber eine härtere Gangart gefahren als der Ständerat, was eine Annahme wenig wahrscheinlich macht. Zudem würde sich dann die Frage stellen, wie das Ziel der Einführung des Freihandels mit dem Verhandlungsstopp zu vereinbaren ist. (LID / Jonas Ingold) (gb)


__________________________________________


9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
Mütter beeinflussen mit ihrer Ernährung den Fett- und Zuckerstoffwechsel der Nachkommen durch epigenetische Veränderungen.
weiter...

8.2.2016
KURZNEWS 8. Februar 2016
Olivenöl-Preise um 20 Prozent gestiegen / Desinfektionsmittelrückstände in Lebensmitteln nachgewiesen / 23 Mio. Europäer pro Jahr erleiden Lebensmittel-Infektionen
weiter...

4.2.2016
KURZNEWS 4. Februar 2016
Micarna-Gruppe übernimmt Gabriel Fleury SA / Tête de Moine erhält eigenes Fest / Weichmacher fördern Übergewicht
weiter...

2.2.2016
KURZNEWS 2. Februar 2016
Lidl steigert Export von Schweizer Lebensmitteln / Täuschungen mit geschützten Bezeichnungen GUB / GGA / Zu viel Milch produziert / Warum schützt Rohmilch vor Allergien und Asthma?
weiter...

1.2.2016
Schwieriges 2015 für Schweizer Käseexporte
Der geringe Käseexportzuwachs von +0.3% im 2015 wurde dank einer Exportsteigerung ausserhalb der EU erzielt. Mengenmässig wurde 1.5% weniger in die EU exportiert.
weiter...

28.1.2016Hopfenextrakt als natürliches Konservierungsmittel
26.1.2016KURZNEWS 26. Januar 2016
21.1.2016Regelmässiges Streicheln beschleunigt Kälbermast
19.1.2016KURZNEWS 19. Januar 2016
18.1.2016Migros mit stabilem Umsatz im 2015
14.1.2016Wurstwaren wegen Deklarationsmängeln beanstandet
12.1.2016KURZNEWS 12. Januar 2016
8.1.2016Coop im 2015 mit weniger Umsatz
6.1.2016KURZNEWS 6. Januar 2016
5.1.2016Kaffee wirkt entzündungshemmend und zellschützend
30.12.2015fial gegen Nahrungsmittel-Spekulation-Initiative
28.12.2015KURZNEWS 28. Dezember 2015
24.12.2015KURZNEWS 24. Dezember 2015
22.12.2015Alternativen zum abzuschaffenden Schoggigesetz
17.12.2015KURZNEWS 17. Dezember 2015
15.12.2015KURZNEWS 15. Dezember 2015
8.12.2015KURZNEWS 8. Dezember 2015
3.12.2015KURZNEWS 3. Dezember 2015
1.12.2015KURZNEWS 1. Dezember 2015
30.11.2015Offiziell beste Jung-Metzgerin: Manuel Riedweg
26.11.2015KURZNEWS 26. November 2015
24.11.2015Ernst Sutter: offiziell beste Schweizer Metzgerei
19.11.2015KURZNEWS 19. November 2015
17.11.2015KURZNEWS 17. November 2015
11.11.2015Erforscht: Zartheit von vakuum-gegartem Fleisch

Eine vollständige Liste aller älteren Nachrichten finden Sie im Archiv


Die Redaktion empfiehlt:

Archiv der Nachrichten

Archiv der Varia-Beiträge

foodaktuell.ch-Newsletter

foodaktuell Journal (Print)

Delikatessen-Führer delikatessenschweiz.ch






Copyright Codex flores, Huobstr. 15, CH-8808 Pfäffikon (SZ)