foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche Donnerstag, 22. Oktober 2020
Fleisch & Delikatessen
Aktuell: Sensation beim Trockenfleisch-Test
Report:
Frischeverlängerung mit Vakuum oder Schutzgas?


Tipps & Wissen: IFFA 2016: Metzgerei-Trends
Backwaren & Confiserie
Aktuell: Innovationen an der ISM 2016: Rückblick
Report:
Neue Stevia-Generation ohne Bitterkeit


Tipps & Wissen: Undeklarierte Allergene in Broten beanstandet
Gastronomie
Aktuell: Kantonslabor Basel prüft Restaurant-Hygiene
Report:
Metzgereiprodukte in der Patientenernährung?


Tipps & Wissen: Geschmacks-Trends von morgen
Inhalt
Home
Nachrichten
Fleisch & ...
Backwaren & ...
Gastronomie
Über uns, Werbung
Archiv, Suche
Impressum
3.2.2016
Messetipp: IFFA 2016 in Frankfurt

„Fleischindustrie 4.0“ nimmt Fahrt auf
anzeigen...

Partner/Sponsoren

Cash+Carry Angehrn: Frische für Profis an neun Standorten in der Deutschschweiz.
Direkt zur CCA-Website:
www.cca-angehrn.ch


Empfohlene Links:

Fachschule für Bäckerei,
Konditorei, Confiserie:
www.richemont.cc


Fachschule für Metzgerei:
www.abzspiez.ch


Internationale Privat-Fachschule für Koch-Profis: European Culinary Center DCT in Vitznau LU
Deutsch: http://german.dct.ch
English: www.culinary.ch


Internet- und Socialmedia-Auftritte:
www.chrisign.ch







Schweizerischer Bäckerei- und Konditorei-Personal-Verband


Nachrichten

13.9.2012

Druckansicht
Fleisch-Ökobilanz: die Produktionsart entscheidet

In einer neuen Studie vergleicht Agroscope erstmals die Ökobilanzen von unterschiedlich erzeugtem Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch aus der Schweiz und dem Ausland.



Klimawirkung, Ozonbildung und Nährstoffverluste sind bei Mutterkuhhaltung (Bild) höher als bei Milchvieh (Zweinutzung Milch und Fleisch)


Herstellung und Transport von Lebensmitteln belasten die Umwelt, auch beim Fleisch. In einer neuen Studie vergleicht Agroscope erstmals die Ökobilanzen von unterschiedlich erzeugtem Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch aus der Schweiz und dem Ausland. Das Ergebnis: es kommt vielmehr darauf an, wie produziert wird, als wo.

Ob Rind oder Poulet, Bio oder nicht Bio, aus der Schweiz oder aus Brasilien: Die Produktion von Fleisch wirkt sich auf die Umwelt aus, zum Beispiel durch Entstehung von Treibhausgasen, Überdüngung oder hohen Wasserverbrauch. Dies allerdings in unterschiedlichem Masse. Wie sich Produktion, Transport und Verarbeitung auf die Umwelt auswirken, haben nun Forschende von Agroscope bei Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch untersucht. Die Ergebnisse wurden heute an einer Tagung vorgestellt.

Fütterung wichtiger als Herkunft

Verglichen wurde zum einen Fleisch aus der Schweiz mit importiertem aus Europa und Übersee, zum anderen verschiedene Produktionssysteme innerhalb der Schweiz wie Standard- und Bio-Produktion. Das Ergebnis: es ist nicht unbedingt entscheidend, wo produziert wird, sondern vor allem wie. Der Transport vom Hof zur Verkaufsstelle ist lediglich für einen kleinen Teil der Umweltwirkungen verantwortlich. Den weitaus grössten Teil verursacht die landwirtschaftliche Produktion, vor allem die Aufzucht der Tiere und die Produktion ihres Futters.

Die Verwertung des Futters ist entscheidend für das Ergebnis. So wächst tiergerecht gehaltenes Geflügel langsamer als konventionell gehaltenes und benötigt daher mehr Futter. Das macht sich im Vergleich der Produktionssysteme bemerkbar: Bei den Umweltwirkungen schneidet die tiergerechte Geflügelmast ungünstiger ab. Die Bio-Produktion ist ressourcenschonend und schützt die Ökosysteme dank des Verzichts auf Mineraldünger und Pestizide besser. Andererseits hat sie tiefere Erträge und hat deshalb beim Klima oder den Nährstoffverlusten höhere unerwünschte Wirkungen.

Rinder in der Mutterkuhhaltung ernähren sich von der Milch des Muttertiers und später vor allem von Gras auf der Weide, während in der Grossviehmast zusätzlich Kraftfutter wie Soja eingesetzt wird. Da die Milch in der Mutterkuhhaltung nicht verkauft, sondern vom Kalb direkt verwertet wird, werden die Mutterkühe ganz der Fleischproduktion zugerechnet. Deshalb sind die Klimawirkung, die Ozonbildung oder die Nährstoffverluste bei der Mutterkuhhaltung höher als bei der Grossviehmast, wo die Kühe grösstenteils der Milchproduktion angerechnet werden.

Verbesserungspotential vorhanden

Ziel der Ökobilanz-Tagung ist, die Ergebnisse mit verschiedenen Interessensgruppen zu diskutieren und aufzuzeigen, in welchen Bereichen Verbesserungen erzielt werden können. Verluste und Abfälle auf dem Feld, im Stall und im Schlachthof sind möglichst zu vermeiden. Tierfutter sollte nach Umwelt-Kriterien ausgewählt werden, beispielsweise bevorzugt Soja aus zertifiziertem Anbau ohne Abholzung. Importe sollten per Schiff statt mit dem Flugzeug erfolgen.

Der Schlussbericht der Forschungsinitiative "Ökologische Bewertung von Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch" ist auf der Agroscope Website online verfügbar.

Die Ökobilanzstudie "Ökologische Bewertung von Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch" wurde von Agroscope mit Unterstützung von Coop und in Zusammenarbeit mit Bell Schweiz AG durchgeführt. Verglichen wurden folgende Produktionssysteme in der Schweiz: Standard-Produktion gemäss ökologischem Leistungsnachweis (ÖLN), ÖLN mit tierfreundlicher Haltung (BTS/RAUS-Kriterien, Mutterkuhhaltung) und Bio.

Für den Ländervergleich diente die Standard-Produktion Schweiz im Vergleich zu folgenden Ländern: Rindfleisch: Deutschland, Brasilien; Schweinefleisch: Deutschland, Dänemark; Geflügel: Frankreich, Brasilien. Die untersuchten Umweltwirkungen waren: Energiebedarf, Treibhauspotential, Ozonbildung, Ressourcen-, Flächen- und Wasserbedarf, Abholzung, Bedarf an Ackerland, Eutrophierung, Versauerung, Öko- und Humantoxizität sowie Biodiversität. (13.9.2012, Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART, Zürich: http://www.agroscope.admin.ch/aktuell/index.html?lang=de) (gb)


__________________________________________


9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
Mütter beeinflussen mit ihrer Ernährung den Fett- und Zuckerstoffwechsel der Nachkommen durch epigenetische Veränderungen.
weiter...

8.2.2016
KURZNEWS 8. Februar 2016
Olivenöl-Preise um 20 Prozent gestiegen / Desinfektionsmittelrückstände in Lebensmitteln nachgewiesen / 23 Mio. Europäer pro Jahr erleiden Lebensmittel-Infektionen
weiter...

4.2.2016
KURZNEWS 4. Februar 2016
Micarna-Gruppe übernimmt Gabriel Fleury SA / Tête de Moine erhält eigenes Fest / Weichmacher fördern Übergewicht
weiter...

2.2.2016
KURZNEWS 2. Februar 2016
Lidl steigert Export von Schweizer Lebensmitteln / Täuschungen mit geschützten Bezeichnungen GUB / GGA / Zu viel Milch produziert / Warum schützt Rohmilch vor Allergien und Asthma?
weiter...

1.2.2016
Schwieriges 2015 für Schweizer Käseexporte
Der geringe Käseexportzuwachs von +0.3% im 2015 wurde dank einer Exportsteigerung ausserhalb der EU erzielt. Mengenmässig wurde 1.5% weniger in die EU exportiert.
weiter...

28.1.2016Hopfenextrakt als natürliches Konservierungsmittel
26.1.2016KURZNEWS 26. Januar 2016
21.1.2016Regelmässiges Streicheln beschleunigt Kälbermast
19.1.2016KURZNEWS 19. Januar 2016
18.1.2016Migros mit stabilem Umsatz im 2015
14.1.2016Wurstwaren wegen Deklarationsmängeln beanstandet
12.1.2016KURZNEWS 12. Januar 2016
8.1.2016Coop im 2015 mit weniger Umsatz
6.1.2016KURZNEWS 6. Januar 2016
5.1.2016Kaffee wirkt entzündungshemmend und zellschützend
30.12.2015fial gegen Nahrungsmittel-Spekulation-Initiative
28.12.2015KURZNEWS 28. Dezember 2015
24.12.2015KURZNEWS 24. Dezember 2015
22.12.2015Alternativen zum abzuschaffenden Schoggigesetz
17.12.2015KURZNEWS 17. Dezember 2015
15.12.2015KURZNEWS 15. Dezember 2015
8.12.2015KURZNEWS 8. Dezember 2015
3.12.2015KURZNEWS 3. Dezember 2015
1.12.2015KURZNEWS 1. Dezember 2015
30.11.2015Offiziell beste Jung-Metzgerin: Manuel Riedweg
26.11.2015KURZNEWS 26. November 2015
24.11.2015Ernst Sutter: offiziell beste Schweizer Metzgerei
19.11.2015KURZNEWS 19. November 2015
17.11.2015KURZNEWS 17. November 2015
11.11.2015Erforscht: Zartheit von vakuum-gegartem Fleisch

Eine vollständige Liste aller älteren Nachrichten finden Sie im Archiv


Die Redaktion empfiehlt:

Archiv der Nachrichten

Archiv der Varia-Beiträge

foodaktuell.ch-Newsletter

foodaktuell Journal (Print)

Delikatessen-Führer delikatessenschweiz.ch






Copyright Codex flores, Huobstr. 15, CH-8808 Pfäffikon (SZ)