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11.2.2014

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KURZNEWS 11. Februar 2014

EU: Grünes Licht für Gentech-Mais / Besorgnis im Gastgewerbe nach Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative / Kantonslabor kritisiert antibiotikaresistente Bakterien in Poulet


EU: Grünes Licht für Gentech-Mais 1507

11.02.2014 - (lid) – Die gentechnisch veränderte Maissorte 1507 der Firma Pioneer Dupont steht vor der Zulassung in der EU. Der EU-Ministerrat hat heute über die Zulassung der gentechnisch veränderten Maissorte 1507 befunden. 19 Mitgliedstaaten sprachen sich gegen den Anbau aus, darunter Frankreich, Österreich, Ungarn, Dänemark, die Niederlande, Italien und Polen. Deutschland enthielt sich der Stimme. Spanien, Grossbritannien, Finnland, Estland und Schweden befürworteten die Zulassung.

Die Anzahl Staaten, die sich gegen den Anbau des Gentech-Maises aussprachen, reiche nicht aus für einen Stopp des Verfahrens, berichtet agrarzeitung.de. Der Ball liegt nun bei der EU-Kommission. Weil die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in mehreren Studien keinen Einwand gegen den Anbau erhoben hat, müsse die EU- Kommission der Zulassung zustimmen, zitiert die Nachrichtenagentur SDA Gesundheitskommissar Tonio Borg.



Besorgnis im Gastgewerbe nach Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative

Das Schweizer Stimmvolk hat die Initiative gegen Masseneinwanderung sehr knapp angenommen. GastroSuisse, der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz, nimmt dieses Abstimmungsergebnis mit Besorgnis zur Kenntnis. Mit einem traditionell hohen Ausländeranteil von rund 40 Prozent ist das Gastgewerbe sehr auf ausländische Mitarbeitende angewiesen.

Die Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative ist gleichbedeutend mit der Rückkehr zum Kontingente-System. Die Rückkehr zur Festlegung von jährlichen Höchstzahlen für die Zuwanderung bedeutet für das Gastgewerbe insgesamt eine klare Verschlechterung gegenüber der heutigen Situation. Die Mitarbeiterrekrutierung wird damit stark erschwert und unnötig bürokratisiert.

Für die Branche wird es entscheidend sein, dass in Zukunft ausreichend Kontingente zur Verfügung stehen werden, damit Engpässe vermieden werden können. Es darf nicht soweit kommen, dass einmal mehr die kleinen und mittelgrossen Betriebe, die das Gastgewerbe massgeblich prägen, den Preis für die Verschlechterung der Rahmenbedingungen zu bezahlen haben.

GastroSuisse ist der Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Rund 20'000 Mitglieder, davon gegen 3000 Hotels, organisiert in 26 Kantonalverbänden und fünf Fachgruppen, gehören dem grössten gastgewerblichen Arbeitgeberverband an. (Gastrosuisse 9. Februar 2014)



Nina Rimpl ist Schweizer Barista-Meisterin 2014

An der 15. SCAE Swiss Coffee Championships, die parallel zur Ferienmesse St. Gallen stattfand, haben über 70 Teilnehmende aus der ganzen Schweiz teilgenom-men. Während drei Tagen massen sie sich in den Disziplinen „Barista“, „Latte Art“, „Brewers Cup“ und „Cup Tasting“. Die vier Erstplatzierten werden nun die Schweiz an den Weltmeisterschaften in Melbourne (Australien) respektive in Rimini (Italien) 2014 vertreten.

Nach einer spannenden Vorrunde in der Königsdisziplin „Barista“ setzte sich in der Finalrunde Nina Rimpl, Zürich, mit 604 Punkte vor dem zweitplatzierten Michel Aeschbacher, Allschwil, 595 Punkte und Janine Landolt, Richterswil, 573 Punkte durch. Überzeugt hat der neue Schweizer Barista-Meisterin die Jury mit ihrem speziellen Kaffee aus Äthiopien. Sie wird die Schweiz nun im Juni an den Weltmeisterschaften in Rimini, Italien, vertreten.

Parallel zu ihrem Titel holte sie auch die Auszeichnung für „Bester Espresso“ und „Bester Signature Drink“. Für die Zubereitung aller Getränke (vier pro Set) haben die Baristas jeweils 15 Minuten Zeit. Nebst dem Geschmack, dem Wissen über den Kaffee und der Kreativität beim Eigendrink werden auch Noten für die Technik und die Arbeitsweise ver-geben.

Nur rund die Hälfte obiger Zeit haben die Milchschaum-Künstler zur Verfügung. In nur 8 Minuten zauberten sie zwei identische Kaffee Latte oder Cappuccini sowie je zwei Es-presso Macchiato und zwei Eigenkreationen. Die Kunst des Giessens am Besten be-herrscht hat André Gabriel, Weissach. Er überzeugte mit seinem überzeugender Giess-technik und ausgefeilten Sujets. Der zweite Platz ging an Kamil Ahmad (Milo), Zürich vor Philippe Gobat, Neuchatel. André Gabriel wird, wie dann auch der Schweizer Meister im Cup Tasting, die Schweiz nicht in Rimini, sondern in Melbourne, Australien vertreten.

Benjamin Hohlmann, Basel, heisst der neue Schweizermeister im „Brewers Cup“. Hohl-mann setzte sich in einem spannenden Wettbewerb mit seiner perfekten Extraktion durch. Der „Brewers Cup“ ist eine noch sehr junge Disziplin, in der es um die Zubereitung von Filterkaffee geht. Die Wiederentdeckung des Brühkaffes ist zugleich eine Hommage an die ursprüngliche Art der Kaffeezubereitung und der Beweis, dass auch Filterkaffee ein höchst genussvolles Erlebnis sein kann, wie die Zuschauer mit Freude feststellten.

Die letzte Disziplin auf dem Programm war die Sensorikprüfung „Cup Tasting“. Dabei geht es darum, über mehrere Runden aus jeweils acht 3er Sets jenen sortenreinen Kaf-fee herauszuspüren, der sich von den beiden anderen abhebt. Am meisten Geschmack-sinn bewies Mathias Bühler. Zusammen mit dem Schweizermeister Latte Art (André Gab-riel) wird er nun im Mai 2014 die Schweiz an den Weltmeisterschaften in Melbourne, Australien vertreten. In Rimini, Italien, werden die Schweizermeister im Brewers Cup und der Baristameister 2014 (Vorname Name) die Schweiz vertreten.

Die 15. Swiss Coffee Championships fand 2014 zum dritten Mal in St. Gallen statt. Unterstützt wurde der Anlass durch La Marzocco vertreten durch Kialoa GmbH, Brita Pro-fessionell, Turm und Bogen Kaffee, Ditting Swiss, Blasercafé, Master Lorenzo, BWT Aqua AG und Delica. (SCAE 10.2.2104)



Kantonslabor kritisiert antibiotikaresistente Bakterien in Poulet

In neun von zehn untersuchten rohen Pouletproben hat das kantonale Labor Basel Cephalosporin-resistente Enterobakterien nachgewiesen. Insbesondere multiresistente Bakterien können zu schwer therapierbaren Infektionen führen. Als mögliche Ursachen für das vermehrte Auftreten von Antibiotikaresistenzen werden ein übermässiger Einsatz von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin wie auch in der Lebensmittelproduktion angenommen.

Die zehn untersuchten Pouletproben stammten aus dem Offenverkauf und von vorverpackter Ware und wurden hälftig in der Schweiz und im Ausland produziert. Einheimisches Poulet und Importware unterschieden sich nicht in Bezug auf das Auftreten resistenter Enterobakterienisolate. Die meisten Proben enthielten mehr als ein genetisch unterschiedliches Breitspektrumcephalosporin-resistentes Isolat.

Das Risiko der Übertragung einer Antibiotikaresistenz über die Nahrungsaufnahme ist zwar als geringer einzustufen als über Infektionen, bedeutend in diesem Zusammenhang ist hingegen, dass die gefundenen Resistenzgene zu denjenigen gehören, die auch auf andere Bakterien übertragen werden können und somit das Reservoir antibiotikaresistender Keime in unserer täglichen Umgebung weiter auffüllen können.

Da zum jetzigen Zeitpunkt gesetzliche Vorgaben für das Auftreten von antibiotikaresistenten Keimen in Lebensmitteln in der Schweiz und in der EU fehlen, sind die Proben nicht zu beanstanden. Die Untersuchung von antibiotikaresistenten Bakterien aus Lebensmitteln wird als Schwerpunktstätigkeit fortgesetzt und auf weitere Bakterienfamilien und Lebensmittelkategorien ausgeweitet, um den Eintrag von Resistenzen über Lebensmittel besser abschätzen zu können. (KLBS 7.2.2014)



Sportlernahrung: 4 von 9 Proben beanstandet

Von neun Proben, welche das kantonale Labor Basel in fünf Basler Geschäften erhob, mussten vier Proben aus drei Geschäften beanstandet werden. Der Verkauf von zwei Produkten wurde untersagt. Die fünf im Internet bestellten Proben entsprachen hingegen der Gesetzgebung.

Immer häufiger wird Sportlernahrung auch über das Internet bezogen. Deshalb wurden fünf Proben im Internet bei zwei Anbietern mit Schweizer Kontaktadresse bestellt. Bei der Bestellung wurde darauf hingewiesen, dass die Produkte im Rahmen einer amtlichen Kontrolle untersucht werden. Die bei einem weiteren Anbieter bestellte Ware, die als „versandfertig in 24 Stunden“ gekennzeichnet war, kam hingegen trotz mehrmaliger Rückfrage nie im Labor an.

Ein Multivitaminpräparat enthielt gemäss Deklaration verschiedene nicht zulässige Zutaten, wie Nickel, Vanadium, Silicon und Taigawurzel. Zudem war das Vitamin B12 gemäss Deklaration überdosiert. Ein anderes Nahrungsergänzungsmittelpräparat mit Taurin, Tyrosin und anderen Zutaten, welches im gleichen Geschäft erhoben wurde, enthielt gemäss Kennzeichnung auch Ginseng und Beta-Alanin. Diese Zutaten sind im schweizerischen Lebensmittelrecht nicht umschrieben und somit ohne Bewilligung nicht zulässig. Beide Produkte sind in dieser Form in der Schweiz nicht verkehrsfähig. Sie wurden beanstandet und dürfen nicht mehr verkauft werden.

Bei zwei Produkten waren der Fettgehalt und der Proteingehalt falsch deklariert. Bei diesen zwei Produkten stimmten auch die englischen und deutschsprachigen Deklarationen nicht überein. Zudem entsprachen in einem Fall die für die Mineralstoffe und Vitamin B6 aufgeführten Anpreisungen nicht den zugelassenen Angaben, auch wenn die sehr kleine Schrift auf der Verpackung kaum lesbar war. In einem weiteren Fall war die Deklaration nicht in einer Amtssprache aufgeführt. Da die Beanstandungsquote insgesamt bei 30% lag, werden Nahrungsergänzungsmittel und Ergänzungsnahrungen weiter kontrolliert. (KLBS 7.2.2014)



PRESSESCHAU

Einkaufsverhalten hat sich nach Pferdefleischskandal kaum geändert

Für Sie gelesen in stern.de: Der vor einem Jahr bekanntgewordene Pferdefleischskandal hat das Konsumverhalten deutscher Verbraucher offensichtlich nicht grundlegend verändert. Nach Daten des Marktforschungsunternehmens GfK brach der Absatz von Tiefkühlfertigprodukten zwar in den Wochen nach dem Bekanntwerden der Betrugsfälle stark ein. "Bereits nach einigen Monaten sind viele Verbraucher aber wieder zu ihren ursprünglichen Kauf- und Konsumgewohnheiten zurückgekehrt", sagte GfK-Expertin Ilona Beuth der dpa. Lediglich bei Tiefkühl-Lasagne sei auch im zweiten Halbjahr 2013 noch eine deutliche Zurückhaltung zu spüren gewesen.

Nach den Zahlen der GfK lagen die Gesamtabsatzzahlen von Tiefkühlfertigprodukten 2013 sogar leicht über denen des Vorjahres (plus 0,4 Prozent). Das deutliche Minus bei der Tiefkühl-Lasagne (minus 15,0 Prozent) wurde damit von anderen Produkten mehr als kompensiert. Als eine mögliche Erklärung für die starke Zurückhaltung der Verbraucher bei Lasagne gilt die Tatsache, dass Pferdefleisch in Deutschland zunächst dort nachgewiesen worden war. Das Nudelgericht mit Hackfleisch spielte deswegen in der Medienberichterstattung eine besonders grosse Rolle.

In dem Pferdefleischskandal hatten Händler europaweit im grossen Stil Pferdefleisch als Rindfleisch verkauft. Es wurde von Herstellern vor allem in Fertigprodukten verarbeitet. In Deutschland entdeckten Landesbehörden in mehr als 180 Proben Pferde-DNA, zahlreiche Produkte wurden zeitweise aus dem Verkehr gezogen.

Eine ähnliche Wirkung auf das Kaufverhalten der Konsumenten wie der Pferdefleischskandal hatte nach Einschätzung von GfK-Expertin Beuth die Ehec-Krise im Jahr 2011. Damals mieden die Deutschen aus Angst vor dem aggressiven Lebensmittelkeim die zeitweise verdächtigten Produkte wie Gurken, Tomaten und Salat. Der Umsatz mit konventionell produzierten Gurken ging beispielsweise im Juni 2011 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 40 Prozent zurück. (dpa / www.stern.de 5.2.2014



Insekten sind nachhaltiger als Steak & Co

Für Sie gelesen in Test.de: Was hierzulande viele ekelt, wird in anderen Ländern verzehrt wie in Deutschland Brot und Butter. Gerichte wie „Heuschrecke an Limonensaft mit Chili“ oder „Frittierte Bienenlarve mit Sojasosse“ mögen für Europäer gewöhnungsbedürftig klingen, aber etwa in Mexiko oder Thailand zählen sie zur Hausmannskost. Insekten sind fettarme Eiweisslieferanten und in der Zucht nicht nur günstiger, sondern auch deutlich klimafreundlicher als etwa Rinder.

Die Vereinten Nationen sehen sie bereits als Nahrung der Zukunft. Rund 2 Milliarden Menschen ernähren sich täglich auch von Insekten. Vor allem in weiten Teilen Afrikas, Asiens und Südamerikas gelten sie als wichtige Eiweissquelle. Denn Fleisch und Fisch sind hier oft Mangelware. So haben 100 Gramm Heuschrecken deutlich weniger Fett, aber mit rund 20,6 Gramm etwa ebenso viel Eiweiss wie 100 Gramm Rinderhack. Zudem enthalten Insekten ähnlich viele Omega-3-Fettsäuren wie Fisch und liefern auch Spurenelemente wie Eisen und Zink.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) veröffentlichte bereits 2010 den Bericht „Humans bite back“ – zu deutsch „Menschen beissen zurück“. Darin legt sie auch den westlichen Ländern die Entomophagie, also das Verzehren von Insekten, nahe. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen bevölkern schon im Jahr 2050 mehr als 9 Milliarden Menschen die Erde. Bleibt der Fisch- und Fleischkonsum so hoch, wird die ausreichende Eiweissversorgung der Weltbevölkerung schwierig. So werden Ressourcen wie beispielsweise Weideland unweigerlich knapp.

Insekten könnten die Lücke füllen und diejenigen versorgen, die keinen Zugang zu anderen Proteinquellen haben. Aber auch denen, die sich nachhaltig ernähren wollen, rät die FAO den Griff zur Grille. Die setzt zwei Kilogramm Futter in ein Kilogramm Gewicht um, ein Rind braucht für das gleiche Gewicht rund zehn Kilogramm Futter. Das kleine Insekt ist damit rund fünf Mal effizienter als der massige Wiederkäuer – bei der Fortpflanzungsrate ist es gar zwanzig Mal effizienter.

Auch dem Klima könnte die Nahrungsumstellung gut tun. So belegen Studien der Universität Wageningen in den Niederlanden, dass beispielsweise ein Schwein zehn bis hundert Mal mehr Treibhausgase pro Kilogramm Wachstum produziert als etwa Mehlwürmer. Doch ganz so einfach wie es klingt, ist die Umstellung auf eine Insekten-Diät nicht. Thailand ist bislang eines der wenigen Länder, in denen Insekten kommerziell gezüchtet werden. In grösseren Mengen sind zum Verzehr gedachte Grillen, Mehlwürmer und Larven in Deutschland bislang kaum zu bekommen.

Aus Gründen der Lebensmittelsicherheit müssten gezüchtete Insekten ebenso hochwertig ernährt werden, wie die bislang handelsüblichen Masttiere. Das könnte etwa den zusätzlichen Anbau von Salat und anderen Gemüsesorten bedingen, der wiederum Kulturflächen fordert. Bis diese Überlegungen die Politik beschäftigen, dürfte es aber noch dauern. Selbst der FAO-Bericht bestätigt: Dass der Grashüpfer in absehbarer Zeit mit der Bratwurst konkurriert, ist nicht zu erwarten. Denn besonders Europäer und Nordamerikaner ekeln sich häufig vor Insekten.

Bei Steak und Putenbrust hingegen lässt sich das ursprüngliche Tier kaum noch erkennen. Experimentierfreudige Köche sind deshalb dazu übergegangen auch die verschiedenen Krabbeltiere zu hacken oder pürieren, bevor sie als Grashüpfer-Knödel, Wachsmottenlarven-Crèpes oder Bienen-Pana-Cotta auf den Tisch kommen. In einigen Grossstädten wie Berlin, Kopenhagen und London haben sie sich so schon zu regelrechten Luxus-Häppchen gemausert, die sich Freunde der ausgefallenen ausländischen Küche auch etwas kosten lassen.

Wer lieber selbst kochen möchte, hat die Qual der Wahl: Über 1400 Insekten sind essbar. Passende Rezepte füllen mittlerweile ganze Kochbücher. Im Internet sind auch aussergewöhnliche Spezies wie Rhino-Käfer oder Skorpione in abgepackter Form, aber auch bereits verarbeitete Spezialitäten wie etwa Maden-Lutscher zu bekommen. Im asiatischen Spezialitäten-Geschäft finden sich bisweilen abgepackte frittierte Grillen.

Rohware gibt es beispielsweise im Zoo-Handel, wobei hier nur lebende Tiere gekauft werden sollten. Nach einem Tag fasten ist ihr Verdauungstrakt gereinigt und das Insekt geniessbar. Das Abtöten kann etwa durch einfrieren erfolgen, Flügel und Beinchen mit Widerhaken sollten danach entfernt und der Rest gründlich gewaschen werden. Unabhängig von der Art empfiehlt es sich die Tierchen bis zu 5 Minuten zu kochen, so können die Insekten leichter weiterverarbeitet werden – etwa gebraten oder frittiert. (www.test.de 29.1.2014)
(gb)


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9.2.2016
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