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8.9.2014

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KURZNEWS 8. September 2014

Russland sucht intensiv nach Lebensmittel-Lieferanten / Fett, das schlank macht: / EU diskriminiert Schweizer Lebensmittelhersteller


Russland sucht intensiv nach Lebensmittel-Lieferanten

08.09.2014 - (lid) – Seit der Importsperre sucht Moskau intensiv nach alternativen Lieferanten von Nahrungsmitteln. Der heimische Markt vermag die entstandene Lücke nicht zu schliessen und die Lebensmittelpreise explodieren. Bei seinem Besuch in der Mongolei stellte Präsident Wladimir Putin dem Land die Aufhebung der Importbeschränkungen von Fleisch in Aussicht, das vor längerem aus veterinären Gründen verhängt worden war, wie aiz.info schreibt. Auch anderen Ländern wie Brasilien, Argentinien oder China bot Moskau bereits an, vermehrt nach Russland zu liefern.

Wie Putin in einem Fernsehinterview eingestand, könne Russland die entstandenen Marktlücken nur teilweise selber füllen. Deshalb wurden seit der Verhängung des Importstopps für Nahrungsmittel aus westlichen Ländern am 7. August 2014 bereits mehrere Betriebe in Brasilien, Chile, Mexiko, der Türkei und Serbien für Lebensmittellieferungen neu oder wieder zugelassen.

Weissrussland profitiert derzeit am meisten von der Einfuhrsperre für westliche Länder. Vor allem die bis vor der Sperre begrenzten Molkereiprodukte konnten deutlich aufgestockt werden. Ausserdem erlaubt Moskau, dass landwirtschaftliche Rohstoffe aus westlichen Ländern in Weissrussland weiterverarbeitet und als fertige Produkte nach Russland geliefert werden. Seit dem Importstopp explodieren in Russland die Lebensmittelpreise. Im Schnitt zahlt die russische Bevölkerung über zehn Prozent mehr. Die stärkste Verteuerung erfährt das Fleisch mit einem Preisanstieg von fast 14 Prozent.



Fett, das schlank macht: Forscher aktivieren körpereigene „Fatburner“

Forscher der TU Graz haben weltweit erstmals humane Fettzellen mit MikroRNAs - einer speziellen Klasse von Genen - „umgepolt“ und sie dazu gebracht, Energie zu verbrennen statt zu speichern. Durch gezielte Zugabe von MikroRNAs wurden energiespeichernde, weisse Fettzellen angeregt, sich in energieverbrennende, braune Fettzellen zu verwandeln. Dieses braune „Schlankmacherfett“ verbrennt Energie durch Wärmeabgabe. Damit ist ein bahnbrechender Schritt für neue Strategien zur Eindämmung von Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes getan. Ihre Erkenntnisse haben die Grazer kürzlich im renommierten Fachjournal „Stem Cells“ veröffentlicht.

Der Sommer ist da und trotz der bescheidenen Temperaturen ist die schlanke Strandfigur oftmals so heissbegehrt wie unerreicht. „Der Speck muss weg“ sollte es bei Übergewicht und Adipositas aber weniger der Optik, sondern vor allem der Gesundheit zu liebe heissen: Überschüssige Fette und Zucker führen langfristig zu Organschäden, einer Resistenz gegenüber Insulin und damit zu Typ-2-Diabetes.

Dem Forscherteam für „RNA-Biologie“ der TU Graz rund um Marcel Scheideler vom Institut für Molekulare Biotechnologie ist nun im Rahmen des österreichischen GEN-AU-Programms, eines FWF-Projekts und des EU-Projekts DIABAT bemerkenswertes gelungen: Als weltweit erste haben sie mit MikroRNAs, einer neuen Klasse molekularer Schalter, die „bösen“ weissen Fettzellen in das braune „Schlankmacherfett“ umgepolt. „Je mehr braune Fettzellen ein erwachsener Mensch hat, desto besser kann er einer Gewichtszunahme und damit Übergewicht und Fettleibigkeit widerstehen, denn: Im Gegensatz zu weissen Fettzellen sind in braunen Fettzellen mehr Mitochondrien vorhanden. Diese ‚Zellkraftwerke‘ können zu massiver Energieverbrennung durch Wärmeabgabe angeregt werden,“, erklärt Marcel Scheideler.

Konkret haben die Forscher ein humanes Zellmodell für ihre Experimente herangezogen und sich im menschlichen Erbgut auf die Untersuchung von MikroRNAs fokussiert - kleinen RNA-Schnipseln, die bis vor kurzem noch als „genetischer Schrott“ bezeichnet wurden. Dabei entdeckte das Team MikroRNAs mit besonderer Rolle in der Fettzellentwicklung: die „MikroRNA-26-Familie“.

Marcel Scheideler: „Diese spezielle MikroRNA-Familie regt die Bildung des Proteins UCP1 an, das eine Art Kurzschluss in den Mitochondrien erzeugt und somit als Schalter für die Energieverbrennung in den Fettzellen fungiert. Dadurch wird eine gesteigerte Energieverbrennung erst möglich.“ Die MikroRNA-26-Familie ist also in der Lage, die Fettzelle von der Energiespeicherung auf die Energieverbrennung umzupolen. Für eine therapeutische Anwendung wurde diese Entdeckung zum Patent angemeldet.

Was noch fehlt, ist ein geeignetes Transportmittel zu den Fettdepots im menschlichen Körper – doch auch hier haben die Forscher der TU Graz in Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften und der Medizinischen Universität Graz im Rahmen des HTI-Projekts „NanoFat“ Pionierarbeit geleistet und bereits eine auf Nanopartikel basierende Lösung zum Patent angemeldet. Zur Originalpublikation: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/stem.1603/abstract (3.9.2014 Technische Universität Graz)



Neues Kalbfleischprogramm für die Gastronomie

03.09.2014 - (lid) – Der Absatz von Schweizer Qualitätskalbfleisch in der Gastronomie soll gestärkt werden. Dafür lancieren der Geschäftsbereich Agriquali des Schweizer Bauernverbands (SBV), Prodega/Growa/Transgourmet und die Bell AG ein neues Kalbfleischprogramm. Ab November wird unter der Marke "Swiss Quality Veal" in Cash+Carry-Märkten Schweizer Qualitätskalbfleisch aus bäuerlicher Kälbermast verkauft, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

Die Kälber stammen aus Mastbetrieben auf Vollmilch-Basis mit maximal 30 Plätzen. Produzenten erhalten auf den wöchentlichen Tabellenpreis von Proviande eine Prämie von 70 Rappen pro Kilo Schlachtgewicht. Für das Programm werden noch Produzenten gesucht. Interessierte finden auf www.agriquali.ch weitere Qualitätsanforderungen und –parameter.



BLV - Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen

Lagerungszeiten für Eier: EFSA bewertet Risiken für öffentliche Gesundheit Laut dem jüngsten wissenschaftlichen Gutachten der EFSA zu Risiken für die öffentliche Gesund-heit durch Eier würde eine Verlängerung der Lagerungszeit von Eiern zu Hause oder im Einzelhan-del das Risiko einer Lebensmittelvergiftung mit Salmonellen erhöhen. Die Sachverständigen kon-zentrierten sich dabei auf das Verbraucherrisiko durch Salmonella Enteritidis, dem Bakterium, das für die Mehrzahl der durch Eier hervorgerufenen Ausbrüche in der EU verantwortlich ist.

Wird das Verkaufsdatum von Eiern für den privaten Verzehr von 21 auf 28 Tage verlängert, steigt das Infek-tionsrisiko für rohe Eier um 40 % und für weich gekochte Eier um 50 %. Im ungünstigsten ange-nommenen Fall, bei einem Verkaufsdatum von 42 Tagen und einem Mindesthaltbarkeitsdatum von 70 Tagen, ist das Risiko für rohe wie weich gekochte Eier etwa dreimal höher als derzeit.

Die einzige Möglichkeit, ein durch längere Lagerung erhöhtes Infektionsrisiko zu verringern, besteht darin, die Eier gekühlt aufzubewahren. Werden das Verkaufs- und Mindesthaltbarkeitsdatum jedoch um mehr als drei Wochen verlängert, erhöht sich das Risiko – trotz Kühlung in den Läden. Anmerkung: In der Schweiz dürfen Eier längstens während 21 Tagen nach dem Legen an Konsu-mentinnen und Konsumenten abgegeben werden (Art. 54 Abs. 3 Hygieneverordnung HyV, SR 817.024.1). (ZHAW 3.9.2014)



Anteil der Bio-Brote nimmt stetig zu

28.08.2014 - (lid) – Der Anteil an Bio-Broten in der Schweiz ist im vergangenen Jahr weiter auf 13,9 Prozent gestiegen. Am meisten verkauft werden Bio-Spezialbrote. 20'618 Tonnen Bio-Brote wurden 2013 im Detailhandel verkauft, wie aus dem Marktbericht Bio des Fachbereichs Marktbeobachtung vom BLW hervorgeht. Damit ist sein Anteil wie in den letzten Jahren erneut gestiegen. Spezialbrote sind neben Stangenbroten und Zöpfen die beliebtesten Bio-Brote und steigern die Verkaufsmengen von Jahr zu Jahr. Bei den Vollkornbroten hingegen, die mit 20 Prozent zwar ebenfalls einen hohen Bio-Anteil haben, sind die Verkaufszahlen rückläufig.



Konsumentenschützer verlangen Grenzwert für Acrylamid

26.08.2014 - (lid) – Die Allianz der Konsumentenorganisationen fordert einen Grenzwert für das gesundheitsschädigende Acrylamid, das immer noch in hohen Dosen in Schweizer Lebensmitteln enthalten ist. Acrylamid entsteht vor allem in stärkehaltigen, stark erhitzten Lebensmitteln, wie Pommes frites, Rösti oder Chips und kann durch korrekte Zubereitung reduziert werden, wie die Stiftung für Konsumentenschutz in einer Medienmitteilung schreibt. 2002 wurde der Stoff Acrylamid als krebserregend identifiziert.

Die Fédération romande de consommateur (FRC) testete Schweizer Produkte auf dem Markt und in der Gastronomie auf ihre Acrylamid-Gehalte und stellte unter anderem fest, dass zu Hause zubereitete Fertig-Pommes tiefere Acrylamid-Werte aufweisen. Die Pommes von Burger King und McDonald's enthalten hingegen zehn Mal mehr Acrylamid als jene vom Migros Restaurant.

Für die anstehende Totalrevision der Lebensmittel-Verordnung fordert die Allianz der Konsumentenschutzorganisationen vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) deshalb einen Grenzwert für Acrylamid und bessere Informationen auf den Verpackungen, die angeben, wie der Acrylamid-Wert durch korrekte Zubereitung reduziert werden kann. Ausserdem wird eine verbesserte Aufklärungsarbeit und Ausbildung in der Gastronomie sowie aktuelle und an die Zielgruppen angepasste Informationen verlangt.



WTO befindet US-Herkunftsregelung für Fleisch als diskriminierend

26.08.2014 - (lid) – Im Streit um die Herkunftsbezeichnung für Fleisch in den USA beurteilt die Welthandelsorganisation (WTO) auch die modifizierte Regelung als handelsdiskriminierend. Die 2008 eingeführte Ursprungskennzeichnung COOL (Country-of-Origin-Labeling) für Fleisch verursachte bei kanadischen und mexikanischen Schweine- und Rinderproduzenten einen deutlichen Exportrückgang, weshalb sie bei der WTO gegen die Regelung klagte. 2012 befand das WTO-Schiedsgericht die Herkunftsregelung als handelsdiskriminierend und –verzerrend und verpflichtete Washington zur Änderung der Vorschriften, wie Agra Europe schreibt.

Die nun angepassten US-Vorschriften verlangen bei der Etikettierung die Ortsangaben von Geburt, Aufzucht und Verarbeitung des Schlachttiers. Diese Modifizierung empfand Kanada und Mexiko als noch diskriminierender und sie klagten erneut bei der WTO. Schätzungen kanadischer Rinder- und Schweineproduzenten gehen von jährlich 700 Millionen Kosten aus, die durch die Kennzeichnungsregelung verursacht werden.

Die WTO stuft die modifizierte COOL-Bezeichnung laut Insiderquellen in einem Bericht als nicht konform mit den WTO-Vorgaben ein, schreibt Agra Europe. Der Bericht wurde nach Ottawa und Mexiko Stadt verschickt und soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Der WTO-Entscheid bedeutet für die USA faktisch eine Niederlage im COOL-Streit. Der Präsident der US-Vereinigung der Rinderzüchter (USCA), Jon Wooster, sagte, dass Washington voraussichtlich das WTO-Berufungsgericht anrufen werde.



Von Kunden mitentwickelte Produkte bringen Migros 40 Millionen

Nach vier Jahren zieht die Migros Bilanz über ihr Pionier-Projekt Migipedia.ch. Mittlerweile testen, bewerten und entwickeln über 60'000 registrierte User auf der Plattform Migros-Produkte. Bereits über 50 neue Produkte schafften es dank der grössten Schweizer Unternehmens-Community in die Migros-Regale. Diese setzen bisher 40 Millionen Franken um. Über 1 Million verschiedene Besucher besuchten die Webseite im letzten Jahr. Webseite und Logo wurden jetzt rundumerneuert. Der neue Slogan heisst «Um deine Meinung besser».

Candida-Zahnpasta mit Mojito-Geschmack, Blévita Gruyere AOC, Döner Büx oder die «Mary Jane's Swiss Chilbi »-Glace. Schillernde Migros-Produkte die eines gemeinsam haben: sie wurden alle von Kunden in enger Zusammenarbeit mit der Migros-Eigenindustrie entwickelt und sind sehr erfolgreich. Insgesamt erzielen die Migipedia-Produkte über 40 Millionen Umsatz. Die Migros zieht nach vier Jahren auch sonst eine positive Bilanz des Pionier-Projekts.

Registrierte Benutzer: 60'000 Verschiedene Besucher im letzten Jahr: 1 Million Produktbewertungen und -Kommentare: 86'000 Umsatz Migipedia-Produkte (von Kunden entwickelt, ins Sortiment gewünscht oder gewählt): 40 Millionen Franken Anzahl Migipedia-Produkte die ins Migros-Regal fanden: 50 Soziodemographie der Community: 66% weiblich, 25-45 Jahre alt

Studien zeigen, dass Kundenempfehlungen für Konsumenten weit vertrauenswürdiger sind als klassische Werbung. Dank über 86'000 Produkttipps und -bewertungen, die Migipedia-User erstellt haben, ist die Webseite zum Sammelsurium von hilfreichen, garantiert werbefreien Produkt-Informationen geworden. Auch für die Migros sind die Rückmeldungen Gold wert. Jede Bewertung, jede Idee, jeder Wunsch aber auch jede Kritik findet den direkten Weg zur verantwortlichen Person innerhalb der Migros.

Die Migipedia-Community setzt sich auf Migipedia mit Herzblut für die Migros und ihre Produkte ein und schätzt den direkten Kontakt mit dem Unternehmen. Ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung identifiziert sich mit der Migros. Das ist in dieser Form einzigartig in Europa. Zudem stellt die Migros einen Grossteil ihrer Produkte selbst in der Schweiz her. «Dank unserer engen Zusammenarbeit mit den Migros-Industrie-Unternehmen sind wir in der Lage, schnell auf Kundenwünsche einzugehen.» erklärt Hansueli Siber, Marketingleiter MGB. Diese zwei Aspekte machen Migipedia für andere Unternehmen nur schwer kopierbar.

Die Migipedia-Community schätzt insbesondere, dass sie immer wieder gratis neue Produkte testen und an Events teilnehmen kann, wie zum Beispiel an professionellen Degustationen. Und schliesslich ist es spannend, wenn man an das Produkt, das man selbst gewählt oder mitentwickelt hat, in "seiner" Migros findet. Jetzt hat die Migros in Zusammenarbeit mit der Community Migipedia.ch erneuert. Inklusive neuem Logo und neuem Claim. Der fasst zusammen, wofür die Kundenplattform steht: «Um deine Meinung besser».

Auf www.migipedia.ch können Migros-Kunden seit Juni 2010 gut 10'000 Produkte bewerten, Wünsche äussern, Produkte testen und Produkte mitentwickeln. Jede Bewertung, jede Idee, jeder Wunsch aber auch jede Kritik findet den direkten Weg zur verantwortlichen Person innerhalb der Migros. Das hilft der Migros, ihr Sortiment Kunden gerecht zu verbessern. Migipedia wurde 2011 als beste Schweizer Webseite (Best of Swiss Web) ausgezeichnet. Und die Einbindung der Kunden in die Produkt-Entwicklung, die sogenannten Crowdsourcing-Projekte, erhielt am Schweizer Marketing-Tag 2014 den begehrten Publikumspreis. (MGB 26.8.2014)



PRESSESCHAU

EU diskriminiert Schweizer Lebensmittelhersteller

Lebensmittelexporteure schlagen Alarm: Eine neue EU-Bestimmung, die im Dezember in Kraft tritt, verlangt von Schweizer Firmen, ihre Produkte mit einer EU-Adresse zu versehen. Faktisch zwingt die EU damit Chocolatiers, Käseproduzenten und Getränkehersteller dazu, eine Tochtergesellschaft in der EU zu eröffnen, wie Recherchen der "Handelszeitung" ergeben haben. Die Lebensmittelexporteure laufen andernfalls Gefahr, dass ihre Ware an der Grenze zurückgehalten wird.

Entsprechend gross ist der Ärger in der Branche: «Die EU schafft bewusst ein neues Handelshemmnis für Importe aus der Schweiz», kritisiert David Escher, Chef von Switzerland Cheese Marketing. Schokoladenfabrikant Daniel Bloch wirft der EU gar vor, sich nicht an das bilaterale Abkommen zu halten: «Die neue Vorschrift ist nicht kohärent mit den Bestimmungen zum freien Warenverkehr.» Camille Bloch hat wie Dutzende andere Firmen in den letzten Monaten eine Tochtergesellschaft in der EU gegründet. Die Firmen wollen damit verhindern, ins Visier der EU-Behörden zu geraten.

Die Bundesbehörden versuchen derweil, eine politische Lösung mit der EU zu finden. Laut Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) haben «erste Gespräche mit Experten der EU-Kommission» stattgefunden. Dass die EU für die Schweiz eine Ausnahmeregelung trifft, ist allerdings unwahrscheinlich: Zwischen Brüssel und Bern herrscht nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative Eiszeit. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit räumt denn auch ein, die Verhandlungen seien derzeit blockiert seien. Es bestünde zurzeit keine Handlungsmöglichkeit. Branchenvertreter fordern nun vom Bund, analoge Vorschriften für den Import von EU-Produkten in die Schweiz zu schaffen. «So erhalten wir gleich lange Spiesse wie EU-Mitbewerber», sagt Escher. Das Seco lehnt diese Gegenmassnahme jedoch ab. (Handelszeitung 3.9.2014)



«Saldo» kritisiert Hygiene bei Wurstwaren

(Saldo 27.8.2014) - Bis Ende des letzten Jahres durften in der Schweiz Bratwürste und Co. sowie Kochpökelwaren wie Schinken bis zu einer Million Keime pro Gramm aufweisen. Dieser Wert galt für alle Produkte, die von Metzgereien produziert und von diesen auch selbst verkauft wurden. Ab diesem Jahr hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen den Grenzwert deutlich erhöht: auf das Fünf- bis Zehnfache. Neu dürfen Brühwürste und Kochpökelwaren 5 Millionen Keime pro Gramm aufweisen. Sind die Produkte geschnitten oder portioniert, sind gar 10 Millionen Keime pro Gramm erlaubt.

Pikant: Der Schweizer Fleisch-Fachverband hat im letzten Jahr eigene «Qualitätsleitsätze für Fleisch und Fleischprodukte» veröffentlicht. Darin gibt der Verband auch Richtwerte für Brühwürste und Kochpökel­waren vor – exakt dieselben wie die neuen Toleranz­werte in der Hygieneverordnung. Sprich: Der Bund hat die Empfehlungen der Branche zum Gesetz erklärt. Der Fachverband freut sich in der hauseigenen Metzgerzeitung: «Während in der alten Hygiene­verordnung ein genereller Toleranzwert von 1 Million Keimen pro Gramm erlaubt war, ist es dem Schweizer Fleisch-Fachverband gelungen, seine in den Qua­litätsleitsätzen vorgegebenen Werte in die neu geltende Hygieneverordnung zu übernehmen.»

Da neu viel mehr Keime erlaubt sind, dürfen die Metzgereien ihre Produkte auch länger liegen lassen und verkaufen. So schreibt die Metzgerzeitung weiter: «Die Erhöhung der Gesamtkeimzahl ist durchwegs zu begrüssen. Sie führt zu einer längeren Mindesthaltbarkeitsdauer der Produkte.»

Dabei steht es mit der Hygiene beim Fleisch schon länger nicht zum besten: Im Jahresbericht 2013 ­kritisiert das Kantonale Labora­to­rium Bern die mikrobiologische Qualität von Brüh- und Kochwurstwaren aus gewerblichen Metzgereien. Das Labor musste fast jede dritte Probe beanstanden, weil diese zu stark verkeimt war. Damals galten notabene noch die tieferen Toleranzwerte.

Das Berner Kantonslabor spricht in seinem Bericht von «grossen Problemen», vor allem bei Bratwürsten und Sulz­artikeln. Es ortete die Ur­sache der erhöhten Keimzahlen «in der Ver­arbeitung von Abschnitten und Resten von Fleisch- und Wurstwaren» sowie «in ­einer nicht in jedem Fall ausreichenden Kerntemperatur beim Brühen.»

Auch Deutschland kennt Richtwerte für Brühwürste und Kochpökelware. Sie liegen deutlich unter den schweizerischen Toleranzwerten. Für ganze Stücke empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie 50 000 Keime pro Gramm. Das ist ein ­Hundertstel des vom Schweizer Fleisch-Fachverband empfohlenen Toleranzwertes. Und für geschnittene Fleischware gelten 5 Millionen Keime pro Gramm – halb so viel wie in der Schweiz. Sabina Helfer, Sprecherin des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit, rechtfertigt die Erhöhung der Toleranzwerte damit, dass sie «auf langjährigen Erfahrungswerten der Schweizer Fleischbranche» beruhen würden. Der Schweizer Fleisch-Fachverband hat die Fragen von saldo nicht beantwortet. Volltext: www.saldo.ch
(gb)


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9.2.2016
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