foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche Samstag, 24. Oktober 2020
Fleisch & Delikatessen
Aktuell: Sensation beim Trockenfleisch-Test
Report:
Frischeverlängerung mit Vakuum oder Schutzgas?


Tipps & Wissen: IFFA 2016: Metzgerei-Trends
Backwaren & Confiserie
Aktuell: Innovationen an der ISM 2016: Rückblick
Report:
Neue Stevia-Generation ohne Bitterkeit


Tipps & Wissen: Undeklarierte Allergene in Broten beanstandet
Gastronomie
Aktuell: Kantonslabor Basel prüft Restaurant-Hygiene
Report:
Metzgereiprodukte in der Patientenernährung?


Tipps & Wissen: Geschmacks-Trends von morgen
Inhalt
Home
Nachrichten
Fleisch & ...
Backwaren & ...
Gastronomie
Über uns, Werbung
Archiv, Suche
Impressum
3.2.2016
Messetipp: IFFA 2016 in Frankfurt

„Fleischindustrie 4.0“ nimmt Fahrt auf
anzeigen...

Partner/Sponsoren

Cash+Carry Angehrn: Frische für Profis an neun Standorten in der Deutschschweiz.
Direkt zur CCA-Website:
www.cca-angehrn.ch


Empfohlene Links:

Fachschule für Bäckerei,
Konditorei, Confiserie:
www.richemont.cc


Fachschule für Metzgerei:
www.abzspiez.ch


Internationale Privat-Fachschule für Koch-Profis: European Culinary Center DCT in Vitznau LU
Deutsch: http://german.dct.ch
English: www.culinary.ch


Internet- und Socialmedia-Auftritte:
www.chrisign.ch







Schweizerischer Bäckerei- und Konditorei-Personal-Verband


Nachrichten

17.1.2015

Druckansicht
Wechselkurs-Freigabe drangsaliert Export

Die überraschende Aufhebung der Eurokurs-Untergrenze bringt mehrere Branchen in Not. Die FIAL fordert einen Nachtragskredit für den Rohstoffpreisausgleich.


Die am 15.1.2015 von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) verfügte Aufhebung der Wechselkurs-Untergrenze zum Euro führt zu einer weiteren Schwächung der Rahmenbedingungen für die exportierende Nahrungsmittel-Industrie in der Schweiz. Ein genügender Rohstoffpreisausgleich und der Verzicht auf neue bürokratische Hindernisse sind nötiger denn je.

Die Frankenstärke ist eine der zahlreichen Herausforderungen, mit denen die exportierenden Unternehmen der schweizerischen Nahrungsmittelindustrie konfrontiert sind. Weil diese Unternehmen nebst den Löhnen auch ihre grösstenteils schweizerischen Zulieferer in Franken bezahlen, sind sie besonders stark von den negativen Folgen der Frankenstärke betroffen. Mit der Euro-Wechselkurs-Untergrenze wurden diese negativen Effekte zumindest teilweise und vorübergehend gemildert. Mit der Aufhebung der Untergrenze kommen die schweizerischen Lebensmittelhersteller auf den Auslandmärkten zusätzlich unter Druck.

Ungenügender Rohstoffpreisausgleich und „Swissness“-Bürokratie als zusätzliche Belastung

Auch in anderen Bereichen ist eine zunehmende Verschlechterung der Rahmenbedingungen zu beobachten. So verwehrt die schweizerische Agrarpolitik der Lebensmittelindustrie den Zugang zu Schweizer Agrarrohstoffen zu international wettbewerbsfähigen Preisen. Zwar gibt es als Korrektiv ein Rohstoffpreisausgleichssystem. Dessen Volumen wurde in den letzten Jahren aber laufend zurückgefahren, ohne dass es zu einer Öffnung der Agrarmärkte gekommen wäre.

2015 ist die Branche gar mit einer Deckungslücke von rund 40% konfrontiert. Und mit der geplanten Einführung des neuen „Swissness“-Regulierungspakets steigt die Abhängigkeit der Schweizer Nahrungsmittel-Industrie von den geschützten Schweizer Rohstoffpreisen zusätzlich. Zudem droht eine sehr aufwändige „Swissness“-Umsetzungsbürokratie. Insbesondere für Schweizer Unternehmen, die in preissensitiven Exportmärkten tätig sind, kann dies einen Anreiz zum Verzicht auf die Verarbeitung von Schweizer Agrarrohstoffen darstellen. Produktionsverlagerungen ins Ausland als mögliche Folge dieser Entwicklung sind nicht auszuzuschliessen.

Politik darf Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern

Die Aufhebung der Wechselkurs-Untergrenze durch die SNB erschwert die Ausgangslage der Schweizer NahrungsmitteI-Industrie auf den Auslandmärkten. Die Aufhebung der Massnahme trifft die Unternehmen zu einem Zeitpunkt, in welchem sie bereits in vielen anderen Bereichen (insbesondere Rohstoffpreise, Swissness, Deklarationsvorschriften und Handelshemmnisse) gegen eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen kämpft.

Die Politik ist aufgerufen, die nötigen Massnahmen zu ergreifen, um diese negative Entwicklung aufzuhalten. Insbesondere ist es dringend nötig, dass der Bundesrat sein Versprechen wahrmacht und dem Parlament einen genügenden Nachtragskredit für den Rohstoffpreisausgleich beantragt. (Text: fial)

Milchbranche fürchtet verheerende Auswirkungen

Nachdem die Nationalbank den Mindestkurs hat fallen lassen, geht die Milchbranche von verheerenden Auswirkungen auf den Schweizer Milchmarkt aus. Die Produzentenpreise werden voraussichtlich sinken und Wertschöpfung in Millionenhöhe verloren gehen. Der massiv stärkere Franken vor allem gegenüber dem Euro und dem US-Dollar habe unmittelbare Auswirkungen auf den Schweizer Milchmarkt. Das schreibt die Branchenorganisation Milch (BOM) in einem Fact Sheet zur aktuellen Lage. Nach ersten groben Schätzungen der BOM wird der starke Franken zu einem Wertschöpfungsverlust von mindestens 20 Millionen Franken führen.

Beim A-Milchpreis (Produkte mit Grenzschutz und solche mit Rohstoffpreisausgleich) habe der Wechselkurs einen indirekten Einfluss, heisst es im Fact Sheet. Betroffen sind die Märkte für gewerblichen Käse, die nun einem deutlich höheren Konkurrenzdruck aus dem Ausland ausgesetzt sind. Aber auch die Märkte für Industriemilch im geschützten Bereich könnten leiden, weil wegen des grösseren Einkaufstourismus Marktanteile verloren gehen könnten.

Grosse Auswirkungen werden beim Schoggigesetz erwartet. Im Rahmen dessen werden Bundesmittel in Höhe von 70 Millionen Franke pro Jahr ausgegeben, um die Preisunterschiede von Getreide und Milchprodukten im Export zu decken. Die Mittel reichen aber bereits aktuell nicht, die Differenz zu den effektiv benötigten Mitteln wird von der Branche getragen.

Mit der Aufwertung des Frankens wird die Differenz zwischen dem EU-Preis und dem Schweizer Preis noch deutlich höher, weshalb sich auch die Lücke im Schoggigesetz noch klar vergrössert. Wie hoch genau dieses Lücke im Milchsektor ausfallen wird, sei noch schwer einzuschätzen, heisst es von Seiten der BOM. Weil die einzelnen Unternehmen im Milchhandel und in der Verarbeitung unterschiedlich betroffen sind, dürfte laut Branchenorganisation der Druck auf den A-Milchpreis je nach Region einige Rappen betragen.

Auf den B-Milchpreis (Milchprodukte ohne Grenzschutz oder Rohstoffpreisausgleich für den Inlandmarkt und den Export) hat der Dollarkurs einen direkten Einfluss. Ein Dollarkurs von 88 Rappen gegenüber 1,02 Franken reduziere den B-Milchpreis um 2,5 auf 48,8 Rappen, heisst es bei der BOM. Das führe zu einer Wertschöpfungsvernichtung von rund 11 Millionen Franken, unter der Annahme, dass 13 Prozent der Milch im B-Segment eingekauft wird.

Bei der C-Milch (Produkte für den Weltmarkt) haben die Wechselkurse von Dollar und Euro direkten Einfluss. Der C-Milchpreis sinkt bei einem Eurokurs von 1,02 Franken und einem Dollarkurs von 88 Rappen um 3,7 Rappen auf 20,1 Rappen. Die BOM rechnet mit einem Wertschöpfungsverlust von 2,5 Millionen Franken, unter der Annahme, dass 2 Prozent der Milch im C-Segment landet.

Ebenfalls Auswirkungen hat der starke Franken auf den Mindestpreis, der für verkäste Milch bezahlt werden muss (LTO+-Preis). Dieser findet vor allem dort Beachtung, wo aus Industriemilch Käse hergestellt wird und der Käse im Konkurrenzkampf mit EU-Käse bestehen muss. Der Preis sinkt laut BOM bei einem Eurokurs von 1,02 Franken um ganze 6,3 Rappen auf 49,8 Rappen.

Die Entwicklung komme in einem äusserst schlechten Moment, da die Milchpreise bereits seit Monaten stark unter Druck seien, schreibt die BOM weiter. Die Branchenorganisation erfülle die momentane Situation mit grosser Sorge.

Weitere Reaktionen zum Euro-Kurs

Die Aufgabe des Euro-Mindestkurses ist besonders für die Schweizer Exportwirtschaft und die Tourismusbranche eine Herausforderung. Auch landwirtschaftliche Branchen ohne Grenzschutz leiden unter dem starken Franken. So schreibt der Verband Schweizer Pilzproduzenten (VSP), dass der Preis- und Importdruck massiv zunehme, da nicht auf einen Grenzschutz zurückgegriffen werden könne.

Der Schweizer Konsumenten Schutz (SKS) sieht die Lösung in einer inländischen Preissenkung, welche den Anreiz zum Einkauf im Ausland dämmen könnte. Dies könne erreicht werden, indem Währungsgewinne bei nun billigeren Importen an die Endkunden weitergegeben würden, schreibt der SKS in einer Mitteilung. Uniterre plädiert für einen „kühlen Kopf“, damit weder die Nahrungsmittel-Industrien, noch die Konsumenten die Aufhebung des Euro-Mindestkurses als Vorwand nutzen können, um den Preisdruck auf landwirtschaftliche Erzeugnisse zu erhöhen. (Text: LID)

(gb)


__________________________________________


9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
Mütter beeinflussen mit ihrer Ernährung den Fett- und Zuckerstoffwechsel der Nachkommen durch epigenetische Veränderungen.
weiter...

8.2.2016
KURZNEWS 8. Februar 2016
Olivenöl-Preise um 20 Prozent gestiegen / Desinfektionsmittelrückstände in Lebensmitteln nachgewiesen / 23 Mio. Europäer pro Jahr erleiden Lebensmittel-Infektionen
weiter...

4.2.2016
KURZNEWS 4. Februar 2016
Micarna-Gruppe übernimmt Gabriel Fleury SA / Tête de Moine erhält eigenes Fest / Weichmacher fördern Übergewicht
weiter...

2.2.2016
KURZNEWS 2. Februar 2016
Lidl steigert Export von Schweizer Lebensmitteln / Täuschungen mit geschützten Bezeichnungen GUB / GGA / Zu viel Milch produziert / Warum schützt Rohmilch vor Allergien und Asthma?
weiter...

1.2.2016
Schwieriges 2015 für Schweizer Käseexporte
Der geringe Käseexportzuwachs von +0.3% im 2015 wurde dank einer Exportsteigerung ausserhalb der EU erzielt. Mengenmässig wurde 1.5% weniger in die EU exportiert.
weiter...

28.1.2016Hopfenextrakt als natürliches Konservierungsmittel
26.1.2016KURZNEWS 26. Januar 2016
21.1.2016Regelmässiges Streicheln beschleunigt Kälbermast
19.1.2016KURZNEWS 19. Januar 2016
18.1.2016Migros mit stabilem Umsatz im 2015
14.1.2016Wurstwaren wegen Deklarationsmängeln beanstandet
12.1.2016KURZNEWS 12. Januar 2016
8.1.2016Coop im 2015 mit weniger Umsatz
6.1.2016KURZNEWS 6. Januar 2016
5.1.2016Kaffee wirkt entzündungshemmend und zellschützend
30.12.2015fial gegen Nahrungsmittel-Spekulation-Initiative
28.12.2015KURZNEWS 28. Dezember 2015
24.12.2015KURZNEWS 24. Dezember 2015
22.12.2015Alternativen zum abzuschaffenden Schoggigesetz
17.12.2015KURZNEWS 17. Dezember 2015
15.12.2015KURZNEWS 15. Dezember 2015
8.12.2015KURZNEWS 8. Dezember 2015
3.12.2015KURZNEWS 3. Dezember 2015
1.12.2015KURZNEWS 1. Dezember 2015
30.11.2015Offiziell beste Jung-Metzgerin: Manuel Riedweg
26.11.2015KURZNEWS 26. November 2015
24.11.2015Ernst Sutter: offiziell beste Schweizer Metzgerei
19.11.2015KURZNEWS 19. November 2015
17.11.2015KURZNEWS 17. November 2015
11.11.2015Erforscht: Zartheit von vakuum-gegartem Fleisch

Eine vollständige Liste aller älteren Nachrichten finden Sie im Archiv


Die Redaktion empfiehlt:

Archiv der Nachrichten

Archiv der Varia-Beiträge

foodaktuell.ch-Newsletter

foodaktuell Journal (Print)

Delikatessen-Führer delikatessenschweiz.ch






Copyright Codex flores, Huobstr. 15, CH-8808 Pfäffikon (SZ)