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5.2.2015

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KURZNEWS 5. Februar 2015

Auswirkungen des Euro-Wechselkurs-Schocks auf die Konjunktur / Emmi steigert den Umsatz / Kühltransporte von Lebensmitteln: 19% ungenügend


Auswirkungen des Wechselkurs-Schocks auf die Konjunktur

(Seco, 05.02.2015) - Die Expertengruppe des Bundes verzichtet zurzeit auf eine Zwischenaktualisierung der Prognosen vor der nächsten regulären Pressemitteilung am 19. März 2015. Die Expertengruppe anerkennt jedoch, dass mit der Aufhebung des Mindestkurses am 15. Januar durch die Nationalbank und der anschliessenden markanten Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro und anderen Währungen eine zentrale Prognoseannahme – weitgehend unveränderte Wechselkurssituation – nicht mehr gültig ist.

Die letzten offiziellen Prognosen, die am 18. Dezember 2014 veröffentlicht wurden und welche von einem BIP-Wachstum von 2,1% für 2015 und 2,4% für 2016 sowie leichtem Rückgang der Arbeitslosigkeit ausgingen, sind somit überholt. Bei einer andauernden starken Höherbewertung des Frankens ist mit einer schlechteren Wirtschaftsentwicklung als in der bisherigen Prognose angenommen zu rechnen.

Die in der Schweiz produzierenden Unternehmen erleiden durch eine starke Aufwertung einen Verlust an preislicher Konkurrenzfähigkeit gegenüber Konkurrenten aus anderen Währungsräumen. Zudem hat sich die Unsicherheit für die Unternehmen erhöht. Die Untergrenze stellte für die Schweizer Firmen einen wichtigen Stabilitätsfaktor dar, der nun abrupt weggefallen ist.

Erste Meldungen deuten darauf hin, dass zahlreiche Firmen die verlorene Planungssicherheit als gravierenden Rückschlag für Investitions- und Produktionspläne erachten. Dies umso mehr, als sich die Unsicherheitsfaktoren in den letzten zwölf Monaten ohnehin bereits vermehrt haben (Stichworte Zuwanderungsregime, bilaterale Abkommen und Steuerpolitik).

Das Ausmass einer möglichen Konjunkturabkühlung ist derzeit aber noch schwierig abzuschätzen. Wie stark sich die Aufwertung des Schweizer Frankens auf BIP-Wachstum und Arbeitsmarkt auswirken wird, hängt erstens von Ausmass und Dauer der Aufwertung ab, zweitens vom Zusammenspiel mit anderen Faktoren. So könnte eine Phase erhöhter Unsicherheit die negativen Effekte noch vergrössern.

Umgekehrt könnte eine wachsende Weltwirtschaft, namentlich eine Fortsetzung der Konjunkturerholung in Europa, die schweizerische Exportkonjunktur stützen und die Wechselkurseffekte mildern. Daraus folgt, dass für eine umfassende Konjunkturbeurteilung oder Prognose die Wechselkurssituation nicht isoliert betrachtet werden sollte, sondern in der Gesamtschau mit anderen Faktoren.

Momentan ist es noch unsicher, wo sich die Wechselkursentwicklung in den kommenden Wochen und Monaten einpendeln wird. Die Schweizer Wirtschaft hat sich mit einem Eurokurs von 1.20 CHF/EUR im internationalen Vergleich gut geschlagen. Würde sich der Eurokurs wieder in Richtung dieses Kurses bewegen oder etwas darunter zu liegen kommen, könnten die Bremseffekte auf das Wachstum relativ eng begrenzt bleiben (im Sinne einer vorübergehenden Konjunkturdelle).

Würde hingegen der Franken gegenüber dem Euro für längere Zeit (mehrere Monate) unter die Parität von 1 CHF/EUR fallen und auch gegenüber anderen Währungen wie dem US-Dollar auf dem aktuell hohen Niveau verharren, wäre dies ein markanter Aufwertungsschock. Eine derart starke und breite (gegenüber mehreren Währungen) Frankenaufwertung würde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu sinkenden Exporten führen und anschliessend auch die Binnenwirtschaft schwächen und die Arbeitslosigkeit erhöhen. Als Folge davon wäre mindestens für dieses und nächstes Jahr mit einem stark abgebremsten BIP-Wachstum zu rechnen; höchstens noch knapp im positiven Bereich, auch ein Rückgang des BIP wäre unter diesem Szenario denkbar.

Die in den letzten Tagen von verschiedenen Instituten publizierten revidierten Konjunkturprognosen zeigen ein sehr uneinheitliches Bild. So liegen die Prognosen für das BIP-Wachstum im laufenden Jahr in einer aussergewöhnlich grossen Spannweite von -0,5% bis knapp +1%. Diese beträchtlichen Prognoseunterschiede sind ein klares Indiz für die derzeit herrschende grosse Prognoseunsicherheit. Die Expertengruppe des Bundes wird die Entwicklung an den Finanzmärkten und in der Realwirtschaft in den kommenden Wochen eng verfolgen und mit der Frühjahrsprognose am 19. März 2015 eine umfassende Einschätzung der Wirtschaftslage und der Aussichten publizieren. http://www.seco.admin.ch



Bio-Milchprodukte sind noch ein Drittel teurer

05.02.2015 – (lid) – Im vergangenen Jahr kostete ein Warenkorb an ausgewählten Bio-Milchprodukten noch 32,7 Prozent mehr als ein Vergleichswarenkorb mit konventionellen Produkten. Die Differenz wurde damit erneut kleiner. Der Biomilch-Warenkorb kostete 2014 im Mittel 97,20 Franken, wie der Fachbereich Marktbeobachtung des BLW im aktuellen Marktbericht Bio schreibt. Das sind 1,50 Franken mehr als ein Jahr zuvor.

Der konventionelle Milch-Warenkorb kostete 73,30 Franken, ein Plus von 1,80 im Vergleich zu 2013. Damit betrug der Biozuschlag 32,7 Prozent und wurde erneut etwas kleiner. Auf einen längeren Zeitraum betrachtet zeigt sich die Annäherung deutlicher: Zwischen 2009 und 2014 sanken die Mehrkosten für den Bio-Warenkorb von 42,2 Prozent auf die 32,7 Prozent.



Antibiotikaresistente Keime auf Oberflächen: vor allem bei Lebensmitteln

Das Kantonale Labor Basel-Stadt hat über 300 Abstrichproben von verschiedenen Oberflächen auf die Anwesenheit von antibiotikaresistenten Keimen untersucht. 33 Proben enthielten antibiotikaresistente Enterobakterien und eine Probe antibiotikaresistente Enterokokken. Oberflächen aus dem Nichtlebensmittelbereich waren viel seltener kontaminiert als solche aus dem Lebensmittelbereich. Das Kantonale Labor wird die Untersuchungen auf antibiotikaresistente Keime im Lebensmittel- und Nicht-Lebensmittelbereich weiterführen, um Auskunft über die Verbreitung und Herkunft allfälliger Kontaminationen zu erhalten.

Im Zeitraum von Oktober 2013 bis Juni 2014 wurden insgesamt 300 Tupferabstrichproben untersucht. Diese umfassten 200 Tupferabstrichproben von Oberflächen diverser Gegenstände, Utensilien, Geräte und Arbeitsflächen aus dem Lebensmittel- und Nicht-Lebensmittelbereich sowie 100 Tupferabstrichproben von rohen Lebensmitteln aus dem Handel. Die Proben stammten aus zehn Gastronomiebetrieben des Kantons Basel-Stadt, zwei Filialen von Grossverteilern, vier Privathaushalten und drei Bürokomplexen.

Antibiotikaresistente Enterobakterien und Enterokokken waren nicht nur in und auf Lebensmitteln nachweisbar, sondern auch auf Oberflächen diverser Gegenstände, Utensilien, Geräte und Arbeitsflächen aus dem Lebensmittel- und, wenn auch viel seltener, aus dem Nicht-Lebensmittelbereich. Wie die Proben aus den Gastronomieküchen zeigen, besteht dabei kein Unterschied in der Kontaminationsrate zwischen Oberflächen, die direkt mit Lebensmitteln in Kontakt kommen und denjenigen ohne diesen direkten Kontakt. Bis zu 40% der im Lebensmittelbereich erhobenen Tupferabstrichproben von Gegenständen enthielten cephalosporinresistente Enterobakterien des Typs AmpC. Der Nachweis von antibiotikaresistenten Keimen aus dem Nichtlebensmittel-Bereich war dagegen sehr viel seltener.

Auf einem Bürotisch konnten cefotaximresistente Enterobakterien detektiert werden. Antibiotikaresistenten Enterokokken konnten nur auf einer Probe Rohmilchhartkäse nachgewiesen. Gesetzliche Vorgaben für das Auftreten von Antibiotikaresistenzen in Lebensmitteln sind bis heute weder in der Schweiz noch in der EU in Kraft. Daher sind die Proben nicht zu beanstanden und es sind keine Massnahmen zu treffen.

Enterobakterien und Enterokokken kommen überall in unserer Umwelt vor, so auf Pflanzen, im Boden, im Wasser und im Magen-Darm-Trakt von Mensch und Tier. Von hier aus können antibiotikaresistente Vertreter Nahrungsmittel tierischer und pflanzlicher Herkunft sowie Oberflächen aus dem Lebensmittel- und Nicht-Lebensmittelbe­reich kontaminieren.

Eine der wichtigsten Resistenzmechanismen sind die bei Enterobakterien vorkommenden Resistenzen gegen Cephalosporine. Cephalosporinresistente Bakterien sind unempfindlich gegen eine ganze Reihe von Vertretern der beta-Laktam-Antibiotika Klasse und sind somit als multiresistent anzusehen. Am bekanntesten sind die "Extended-spectrum beta-lactamase" (ESBL)- und die AmpC-beta Laktamasen-vermittelten Resistenzen. Aber auch bei Enterokokken stehen die Vancomycin- (VRE) und high-level-Aminoglycosid-resistenten Vertreter (HLARE) zunehmend im Fokus. (KLBS 5. Februar 2015)



Emmi steigert den Umsatz

05.02.2015 – (lid) – Der Milchverarbeiter Emmi konnte im Geschäftsjahr 2014 den Nettoumsatz um 3,2 Prozent auf 3,404 Milliarden Franken steigern. Der starke Franken hemmt aber die aktuelle und künftige Umsatzentwicklung.

Der Konzernumsatz habe sich nach Plan entwickelt, sagte Emmi-CEO Urs Riedener gemäss Medienmitteilung. In der Schweiz seien die Erwartungen gar leicht übertroffen worden. Im Heimmarkt lag der Umsatz bei 1,888 Milliarden Franken, was einem Plus um 1,3 Prozent entspricht. Laut Emmi trugen zur positiven Entwicklung verschiedene Markenkonzepte bei, unter anderem Caffè Latte, aber auch Käsespezialitäten wie Kaltbach und "Der Scharfe Maxx"". Unter den Erwartungen geblieben sind aber Milchdrinks sowie AOP-Käse, insbesondere der Emmentaler AOP.

In der Division Americas (USA, Kanada, Chile, Spanien, Frankreich, Tunesien) konnte der Umsatz um 2,7 Prozent auf 840 Millionen Franken gesteigert werden. In den USA liefen insbesondere lokal hergestellte Kuh- und Ziegenmilchkäse sehr gut. AOP-Käse büssten wegen höherer Preise und geringerer Verkäufe aber ein. In Spanien liefen vor allem das laktosefreie Sortiment von Kaiku und Caffè Latte gut.

In der Division Europa legte der Umsatz um 8,3 Prozent auf 469,9 Millionen Franken zu. Dies ist unter anderem auf den Kauf des italienischen Dessertherstellers Rachelli zurückzuführen. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte blieb der Umsatz stabil. Zurück ging das Geschäft mit AOP-Käse, die Kaltbach-Spezialitäten sowie "Der Scharfe Maxx" legten hingegen auch in dieser Region zu.

Von der aktuellen Euroschwäche seien Exportumsätze in der Grössenordnung von rund 400 Millionen Franken betroffen, schreibt Emmi. Im Rahmen eines Massnahmenpakets sollen Preiserhöhungen von Exportprodukten, Effizienzprogramme in den Betrieben, Preissenkungen für zu Exportprodukten verarbeitete Milch sowie Preiseverhandlungen mit internationalen Lieferanten durchgeführt werden. Emmi geht aber trotz dieser Massnahmen davon aus, dass die Umsatzentwicklung durch die Währungseinflüsse gehemmt wird, ist jedoch zuversichtlich, dass der Reingewinn auch im Jahr 2015 zwischen 2,5 und 3,5 Prozent liegen wird.



Kühltransporte von Lebensmitteln: 19% ungenügend

Der Verband der KantonschemikerInnen der Schweiz (VKCS) hat in Zusammenarbeit mit der Polizei im Lauf des Jahres 2014 eine gross angelegte Untersuchungskampagne durchgeführt. Dabei wurden fast 900 Fahrzeuge für den Lebensmitteltransport, insbesondere Kühlfahrzeuge kontrolliert. Während bei den grossen internationalen Kühl- und Gefriertransporten wenig Mängel festgestellt wurden, ergab sich bei kleineren lokalen Transporten noch ein erhebliches Verbesserungspotential. Bei 17 % der Transporte waren die gesetzlichen oder vom Hersteller festgelegten Temperaturen um 3 oder mehr Grad überschritten.

In allen Kantonen der Schweiz wurden im Lauf dieses Sommers Lebensmittelkontrollen auf der Strasse durchgeführt. Die Kampagne wurde vom Verband der KantonschemikerInnen geplant und zusammen mit der Polizei durchgeführt. Es sollte in erster Linie überprüft werden, ob die erforderlichen Kühltemperaturen bei Lebensmitteltransporten auch in den warmen Sommermonaten eingehalten werden. Das Einhalten der Kühltemperaturen ist wichtig für die Lebensmittelsicherheit und leistet einen wesentlicher Beitrag zur Verringerung von Food Waste.

Von Mai bis September 2014 wurden nahezu 900 Lastwagen für den Lebensmitteltransport angehalten und kontrolliert. Die Gewichtsklassen verteilten sich auf 424 Lieferwagen bis 3,5 Tonnen, 135 Transporter zwischen 3.5 und 12 Tonnen, 115 Lastwagen zwischen 12 und 16 Tonnen und 223 Sattelschlepper über 16 Tonnen.

Es mussten 19 % der kontrollierten Fahrzeuge beanstandet werden, 17 % davon wegen ungenügender Kühlung. Der höchste Anteil an Beanstandungen ergab sich bei den kleineren Transporten zwischen 3,5 und 12 Tonnen. Von diesen mussten 35 % der kontrollierten Fahrzeuge beanstandet werden. Die geringste Beanstandungsquote ergab sich bei den grössten Fahrzeugen unter denen sich auch die internationalen Transporte befanden. In dieser Kategorie genügte jeder zehnte den Anforderungen nicht.

In 5 % der Fälle wurden leicht erhöhte Temperaturen gemessen, 6 % der Fahrzeuge waren deutlich zu warm (bis 6 °C) und in 6 % waren die Temperaturen stark überhöht. In vereinzelten Fällen waren die Temperaturen so hoch, dass die Lebensmittelsicherheit nicht mehr vollständig gewährleistet war und die Ladung vernichtet werden musste. In einem Fall gestand der Chauffeur, dass er vergessen hatte, das Fahrzeug, das zwei Tage unterwegs war, während der Nacht zwecks Kühlung ans Stromnetz anzuschliessen.

Bei verschiedenen Fahrzeugen zeigten sich weitere Mängel. So wurden einzelne Fahrzeuge beanstandet, weil die Inneneinrichtung, beispielsweise die Türdichtungen defekt waren, weil die Einbauten rostig oder weil die Fahrzeuge innen schlicht schmutzig waren. Zudem wurden einige Fahrzeuge von der Polizei aus verkehrstechnischen Gründen beanstandet. (Verband der Kantonschemiker der Schweiz VKCS 20.1.2015)



20% der Fleischproben in Basler Restaurants beanstandet

Untersuchungen der letzten Jahre haben immer wieder gezeigt, dass der mikrobiologische Status von leicht verderblichen Lebensmitteln wie z.B. vorgekochte Fleisch- und Fischgerichte aus Restaurationsbetrieben nicht immer als gut einzustufen ist. Die Ursachen hierfür können vielfältig sein.

Besondere Bedeutung kommt dabei der korrekten und hygienischen Durchführung der einzelnen Herstellungsschritte beim Vorkochen zu, einer einwandfreien Personalhygiene, der hygienischen Behandlung nach der Zubereitung sowie der korrekten Lagerung des Produktes, kurz einer lückenlosen Qualitätssicherung. Hierbei spielen die Kenntnisse in Sachen Küchenhygiene und das korrekte Verhalten bezüglich konsequentem Umsetzen und Einhalten der küchenhygienischen Regeln eine entscheidende Rolle.

Die Untersuchung des Kantonslabors Basel KLBS umfasste die Bestimmung der Anzahl an aeroben mesophilen Keimen (Verderbniskeime) und Enterobacteriaceae (Hygieneindikatoren). Zusätzlich wurden die Proben auf ihre Belastung mit koagulasepositiven Staphylokokken und Bacillus cereus (Erreger für Lebensmittel-Intoxikationen) untersucht.

82 Proben erwiesen sich als einwandfrei. 20 Proben (20%) aus 14 Betrieben (29%) mussten aufgrund von Toleranzwertüberschreitungen bei einem (zwölf Proben) oder mehreren Parametern (acht Proben) beanstandet werden. So wiesen 14 Proben (14%) eine Toleranzwertüberschreitung bei den aeroben mesophilen Keimen auf, 13 Proben (13%) eine Toleranzwertüberschreitung bei den Enterobacteriaceae und eine Probe (0,9%) eine Toleranzwertüberschreitung bei Bacillus cereus.

Da die Auswahl der untersuchten Betriebe nicht zufällig, sondern risikobasiert erfolgte, ist prinzipiell eine höhere Beanstandungsquote zu erwarten. Erfreulicherweise hat diese im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgenommen. Die Mehrzahl der Beanstandungen lässt sich auf den erhöhten Nachweis von Verderbniskeimen und Hygieneindikatoren zurückführen. Toleranzwertüberschreitungen bedeuten ein Nicht-Einhalten der Guten-Herstellungspraxis und zeigen ein ungenügendes Hygieneverhalten auf. Die Konsumentinnen und Konsumenten sind keiner direkten gesundheitlichen Beeinträchtigung ausgesetzt.

Jedoch sind solche Produkte im Wert vermindert, täuschen den Konsumenten bezüglich Frische und einwandfreier Qualität und weisen oft darauf hin, dass die Prozess- bzw. die Personalhygiene beim Vorkochen, Portionieren und Lagern ungenügend ist. Der sorgfältigen Auswahl von Rohmaterialien, der hygienischen Herstellung und Behandlung nach der Zubereitung sowie der korrekten Aufbewahrung dieser Produkte ist durch die Verantwortlichen vermehrt Beachtung zu schenken.

Die genauen Ursachen für die Toleranzwertüberschreitungen sind durch die Betroffenen zu ermitteln, geeignete Korrekturmassnahmen durch diese zu ergreifen. Zur Beurteilung des Erfolges dieser Massnahmen und zur Überprüfung des korrekten küchenhygienischen Verhaltens der Verantwortlichen ist der mikrobiologische Status von vorgekochten Fleisch- und Fischgerichten auch weiterhin im Rahmen einer regelmässigen risikobasierten Probenahme zu überprüfen. (KLBS 2.2.2015)
(gb)


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