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23.2.2015

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«Tierschutz» kritisiert Töten von Tränkekälber

Auch in der Schweiz töten einzelne Tierhalter männliche Kälber von Hochleistungs-Milchrassen gleich nach der Geburt wegen unrentabler Mast.


Milchkühe müssen jedes Jahr ein Kalb gebären. Die leerfleischigen Stierenkälber von Milchrassen bieten aber kommerziell ein Problem, ebenso wie männliche Küken von Legerassen, die auch sofort nach dem Schlüpfen getötet werden. Der STS verurteilt solche ethischen und tierschützerischen Fehlleistungen Einzelner und fordert ein Umdenken in der Viehzucht.

Gesunde, neugeborene Kälber aus wirtschaftlichen Gründen töten? In mehreren Ländern, z.B. Neuseeland, Irland, Schottland und Italien, werden männliche Kälber einseitiger Milchrassen oftmals gleich nach der Geburt getötet, weil deren Aufzucht und Mast wirtschaftlich unrentabel sei. Da in der Schweiz die Milchvieh-Hochleistungszucht extrem voranschreitet, wird das Problem der sogenannten "Tränkekälber" auch hierzulande immer drängender. Solche Kälber nehmen schlechter zu und ihre Fleischfülle ist gering, was sie für Mäster und Metzger gleichermassen uninteressant macht.

Verschärft wird das Problem durch die Tatsache, dass sich der Kalbfleischkonsum in der Schweiz innert 15 Jahren halbiert hat, auf heute noch knapp 3 kg pro Einwohner und Jahr und die Preise der im Alter von zwei bis vier Wochen vom Geburtsbetrieb zum Mäster verkauften Kälber wegen des Ueberangebots permanent tief sind.

Unerwünschter Nachwuchs

Verschiedene Experten äussern sich besorgt, dass unter diesen Bedingungen auch hierzulande neugeborene resp. ganz junge, vornehmlich männliche Kälber getötet würden. Dem STS liegen diesbezüglich mehrere glaubhafte Schilderungen - von Tierärzten, Viehzüchtern, Kälbermästern und Landwirtschaftsberatern - vor.

Einen weiteren Hinweis für ein frühes Entsorgen neugeborener Kälber bei den extremen Hochleistungs-Milchviehrassen liefert die Statistik. Gemäss Tierverkehrsdatenbank (TVD) ist die Rate der Totgeburten und der Verendung von Kälbern zwischen dem ersten und dritten Lebenstag bei Red Holstein und Holstein in den letzten fünf Jahren angestiegen und liegt deutlich über dem Durchschnitt aller Rindviehrassen.

Tierschutz-Forderungen

Aus Sicht des Schweizer Tierschutz STS sind arbeits- und betriebswirtschaftliche Argumente kein Grund, ein gesundes, lebensfrohes, neugeborenes Kälbchen zu töten. Zudem dürfte den meisten Landwirten das Wissen und Können für eine korrekte Betäubung und Tötung fehlen. Milchviehhalter, die unerwünschte neugeborene Kälber gesetzeswidrig töten oder ihnen die notwendige Pflege und Fürsorge verweigern, sind deshalb nach Ansicht des STS hart zu bestrafen.

Hinter der Tötung neugeborener Kälber steht eine tierzüchterische und agrarpolitische Fehlentwicklung, die es zu korrigieren gilt. Kurz- und mittelfristig kann das Spermasexing bei der Besamung von Kühen, mit dessen Hilfe das Geschlecht der Kälber beeinflusst werden kann, die Problematik entschärfen.

Langfristig allerdings müssen Tierzucht und Agrarpolitik in der Schweiz ein Gegenmodell verwirklichen zur weltweit betriebenen, industriellen Billigst-Milchproduktion. Naturnah und tierfreundlich produzierte Milch muss das Ziel sein. Das bedingt Milchviehhaltung in überschaubaren Herdengrössen, mit täglichem Weidegang und regelmässigem Auslauf ausserhalb der Vegetationsperiode und mit möglichst geringem Kraftfuttereinsatz. (STS 19.2.2015) (gb)


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