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25.8.2015

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KURZNEWS 25. August 2015

Swissness-Vorlage geniesst grossen Rückhalt / Bio weltweit auf dem Vormarsch / Nationalratskommission gegen Agrarfreihandel / Fettarme Diät besser als Kohlenhydrat-reduzierte


Swissness-Vorlage geniesst grossen Rückhalt

24.08.2015 – (lid) – Die grosse Mehrheit der Bevölkerung unterstützt die Swissness-Vorlage. Eine verzögerte Inkraftsetzung wird hingegen abgelehnt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Schweizer Uhrenindustrie. 90 Prozent der befragten Personen messen dem verbesserten Schutz der Marke Schweiz eine ausserordentlich hohe Bedeutung zu. 78 Prozent der Befragten befürworten die Swissness-Vorlage mit ihrer Verschärfung des Markenschutzes. Und mehr als zwei Drittel der Bevölkerung sind der Meinung, dass das Gesetz wie geplant auf 2017 in Kraft treten soll.

Dies sind die Resultate einer repräsentativen Umfrage von gfs.Bern im Auftrag des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie. Der wichtigste Grund für die breite Unterstützung liege im Wunsch der Bevölkerung, die Marke Schweiz vor Missbrauch zu schützen, teilt die Schweizer Uhrenindustrie mit. gfs.Bern vermutet, dass die Vorlage unter den aktuellen Umständen bei einer Volksabstimmung problemlos angenommen würde.



Schweizer Expo-Stand feiert eine Million Besucher

Knapp vier Monate nach der Eröffnung hat der Schweizer Expo-Pavillon die Marke von einer Million Besucher geknackt. In den ersten August-Wochen reisten täglich durchschnittlich 12'000 Personen an die Mailänder Weltausstellung, um den Schweizer Stand zu entdecken.

Präsenz-Schweiz-Chef Nicolas Bideau zeigte sich erfreut über den Besucheransturm: "Im traditionellen Sommerferienmonat Ferragosto sind die Besucherinnen und Besucher in Massen angereist, um die Pavillons der Expo Milano zu entdecken", wird er in einer Mitteilung vom Montag zitiert. Auch in den nächsten zwei Monaten erwartet Bideau ein hohes Besucheraufkommen.

Der Schweizer Pavillon erstreckt sich auf einer Fläche von 4432 Quadratmetern und ist flankiert von vier gefüllten Silotürmen. Darin befinden sich Salz, Kaffee, Wasserbecher und Apfelringli für die Besucherinnen und Besucher. Die Expo Milano ist dem Thema Ernährung gewidmet und dauert noch bis zum 31. Oktober. sda



ORIOR steigert operatives Ergebnis

Die in den Bereichen Frisch-Convenience und Fleischveredelung führende Schweizer Lebensmittelgruppe ORIOR hat sich im ersten Halbjahr 2015 in einem anspruchsvollen Umfeld gut behauptet und das operative Ergebnis (EBIT) um 6.9% auf CHF 15.0 Mio. und die Marge um 66 Basispunkte auf 6.2% gesteigert. Der wechselkursbereinigte Reingewinn steigerte sich um 6.4% auf CHF 11.5 Mio. Dank starken Partnerschaften und hoher Innovationskadenz konnte die Gruppe im rückläufigen Gesamtmarkt ihre Volumen weitgehend halten und teilweise Marktanteile ausbauen.

Das vom starken Schweizer Franken geprägte Umfeld spiegelt sich im Nettoerlös, welcher mit CHF 241.5 Mio. 4.6% unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode liegt. Günstige Beschaffungsbedingungen und Fokus auf operative Effizienz ermöglichten eine Verbesserung der EBITDA-Marge um 48 Basispunkte auf 9.3%. Ebenfalls gelang es dank erhöhtem Fokus auf das Working Capital, den operativen Cash Flow von CHF 2.3 Mio. auf CHF 13.9 Mio. stark zu steigern.

Die ersten sechs Monate 2015 standen im Zeichen des starken Schweizer Frankens. Sowohl der Detailhandel als auch die Gastronomie haben dies zu spüren bekommen, insbesondere in den Tourismus- und Grenzregionen. Die Frankenstärke und damit verbundene Preisnachlässe, Minusteuerung aufgrund der derzeit eher tieferen Rohstoffpreise sowie tiefere nominale Exportumsätze wirkten sich negativ auf den Nettoerlös von ORIOR aus. Die Volumen konnten dank starken Marktpositionen und hoher Innovationskraft weitgehend gehalten werden.

Das Segment Convenience entwickelte sich erneut besser als der Markt. Haupttreiber waren vegetarische und vegane Produkte sowie Frischmenus. Einzig der Bereich Frisch-Pasta stand erwartungsgemäss weiter unter dem Druck ausländischer Anbieter. Als Konsequenz konnte der Nettoerlös nicht ganz gehalten werden; es resultierte ein leichter Rückgang um 1.5% auf CHF 97.6 Mio.

Bedingt durch höhere Investitionen in Marketing und Verkauf sowie höhere Produktionskosten aufgrund eines breiteren und tieferen Sortiments konnte der EBIT mit CHF 11.1 Mio. nicht ganz auf Vorjahresniveau gehalten werden (–4.4%). Die hohe Innovationskadenz und die Flexibilität, auf Trends und neue Bedürfnisse schnell reagieren zu können, blieben in diesem Segment erfolgsentscheidend.

Das Segment Refinement konnte die starken Marktpositionen weiter ausbauen und die Rentabilität deutlich steigern. Rapelli und Möfag bleiben dank starken Markt- und Markenstellungen Wachstumstreiber des Segments. Im ersten Halbjahr 2015 erreichte das Segment Refinement einen Nettoerlös von CHF 144.8 Mio. Der EBIT wurde um 34.1% gesteigert und die EBIT-Marge um 147 Basispunkte von 3.4% auf 4.9% erhöht. Die tiefen Rohstoffpreise und entsprechend gesenkte Verkaufspreise im Detailhandel wirkten sich zwar negativ auf den Nettoerlös, aber positiv auf die EBIT-Marge aus.

Erfreulicherweise konnten die Exportumsätze volumenmässig leicht zulegen. Währungsbedingt liegen diese allerdings nominal unter Vorjahr. Das hat zusammen mit dem Verkauf der Lineafresca zu einem Rückgang des Umsatzes von CHF 14.3 Mio. auf CHF 10.0 Mio. geführt.

Mit hoher Innovationskraft, Handwerkskunst, und konsequentem Fokus auf Frische und Qualität unterstreicht ORIOR ihre führende Stellung in attraktiven Nischen und gestaltet die Märkte als Pionierin an vorderster Front. Im Trendmarkt für ultrafrische Menüs hat ORIOR neue Rezepturen kreiert und das vegetarische und vegane Sortiment wurde erneut erweitert; in beiden Bereichen konnten wiederum Marktanteile dazugewonnen werden.

Auch das Segment Refinement entwickelte und lancierte neue Konzepte. Mit regionalen Spezialitäten wie der Limited Edition von Rapelli und Ticinella, den beliebten Fleisch-Chips von Möfag oder den Bündner Spezialitäten von Albert Spiess konnten die starken Marktpositionen ausgebaut werden. Das Segment pflegt seit jeher stark verwurzelte Traditionen und Handwerkskunst und entspricht damit dem Trend hin zu authentischen regionalen Produkten, der sich noch weiter akzentuieren dürfte.

Das neue Führungsteam hat in verschiedenen Bereichen unmittelbar wirksame Wachstumsinitiativen und Massnahmen zur Rentabilitätsverbesserung lanciert. Dazu zählen unter anderem die Schärfung der Marken «Ticinella» und «Albert Spiess», die Straffung der Produktportfolios, die breit angelegte Werksentwicklungsplanung über alle Kompetenzzentren und Standorte hinweg sowie der gruppenübergreifende Einkauf von Rohstoffen.

Unter dem Titel «ORIOR 2020» hat das neue Management im Mai 2015 einen Strategieprozess eingeleitet, in den neben dem Verwaltungsrat, dem Management Board und der erweiterten Geschäftsleitung insbesondere auch Kader- und weitere Schlüsselmitarbeitende eingebunden sind. Die Strategie 2020 wird die Grundlage bilden, um die Erfolgsgeschichte von ORIOR weiterzuschreiben.

Für das zweite Halbjahr 2015 erwartet ORIOR einerseits weiterhin anspruchsvolle Rahmenbedingungen, wodurch auch die Umsätze unter Druck bleiben dürften. Andererseits ist mit guten Bedingungen für die Rohstoffbeschaffung zu rechnen, was positiv wirken dürfte. ORIOR investiert weiter in ihre Innovationskraft und in ihre Marken, um ihre führenden Marktstellungen in ausgewählten Nischen auszubauen. Gleichzeitig wird das Produktportfolio geschärft und noch konsequenter auf nachhaltiges profitables Wachstum ausgerichtet. Im Fokus bleibt das permanente Arbeiten an der Kostenstruktur, der Effizienz und Agilität. In der Summe blickt ORIOR zuversichtlich auf das zweite Halbjahr. (Orior 20.8.2015)



Bio weltweit auf dem Vormarsch

„Der Markt für Bio-Lebensmittel wächst auch in vielen Ländern, in denen der Öko-Landbau keine solch lange Tradition“, sagte die Leiterin der Studie, Dr. Marie von Meyer-Höfer vom Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen. Am Beispiel von Deutschland und Chile untersuchten die Wissenschaftler einen hoch entwickelten und einen in der Entwicklung begriffenen Bio-Markt. Unter anderem wollten sie wissen, welche Faktoren den Bio-Konsum beeinflussen. Auffällig ist, dass bei den Konsumenten in Chile ähnliche Motive vorliegen, wie sie hierzulande die Bio-Pioniere vor zwanzig Jahre hatten, heisst es in der Studie. Dazu gehören Umweltschutz, Tierwohl sowie kleinbäuerliche, regionale und saisonale Versorgung.

Chile exportiert seit langem erfolgreich Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder Wein aus konventionellem Anbau. Auf dem chilenischen Lebensmittelmarkt werde Bio aber zunehmend zur Alternative. „Dieser Trend lässt sich derzeit in vielen jungen Industrie- und Schwellenländern beobachten“, so Dr. von Meyer-Höfer. 300 chilenische und deutsche Konsumenten wurden für die Studie befragt, unter anderem mit Blick auf ihre Einstellung zu Bio-Lebensmittel. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Journal of Food Products Marketing erschienen. (bio verlag gmbh 19.8.2015)



Nationalratskommission gegen Agrarfreihandel

19.08.2015 – (lid) – Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK) hat zwei Standesinitiativen knapp gutgeheissen, die einen Abbruch der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich fordern. Die Kantone Waadt und Freiburg fordern mittels zwei unabhängig voneinander eingereichten Vorstössen, dass der Bund die Verhandlungen mit der EU über ein Agrarfreihandelsabkommen abbrechen soll. Gehör finden die beiden Kantone bei der Wirtschaftskommission des Nationalrates. Diese hat sich mit 13 zu 10 Stimmen bei 2 Enthaltungen für die beiden Standesinitiativen ausgesprochen, wie die Parlamentsdienste mitteilen.



Hochdorf erzielt gute Ergebnisse dank Auslandsexpansion

19.08.2015 – (lid) – Der Milchverarbeiter Hochdorf hat im ersten Halbjahr 2015 einen Bruttoerlös von 284,3 Millionen Franken erzielt. Die starke Zunahme von 28,8 % im Vergleich zum Vorjahr beruht auf den Ende 2014 getätigten Akquisitionen. Hochdorf verarbeitete im ersten Halbjahr 2015 421,4 Millionen kg Milch, Molke, Permeat und Rahm. Dies bedeutet eine Steigerung von 64,7 % verglichen zu 2014. Hochdorf verkaufte 125'767 Tonnen Produkte, was ein Plus von 150,6 % zum Vorjahr bedeutet, teilt die Hochdorf-Gruppe in einer Medienmitteilung mit.

Der EBITDA erhöhte sich von 13,8 Millionen Franken auf 15,5 Millionen Franken mit einer Zunahme von 12,5 %. Der eher tiefer als ursprünglich erwartete Umsatz begründet sich mit dem Währungseffekt und mit den stärker und rascher gesunkenen internationalen Milchpreisen, die teilweise auch zu tieferen Produktpreisen führten.

Der negative Einfluss der Währungsturbulenzen beziffert Hochdorf beim Umsatz auf einen Verlust von 4,8 Millionen Franken. Das Unternehmen betont, dass diese Ereignisse durch die 2014 getätigten Auslandexpansionen abgepuffert werden konnten. Am 31.5.2015 gründete Hochdorch die Produktionsfirma South Africa Ltd. Das Unternehmen wird Premium Schokolade ausschliesslich für den afrikanischen Markt herstellen. Für das zweite Halbjahr rechnet Hochdorf trotz des Währungseffektes und der international tiefen Preise für Milchprodukte mit einem Bruttoerlös im Bereich von 580 bis 620 Millionen Franken.



Coop lanciert neues Convenienceshop-Konzept: «Coop to go»

Die Essgewohnheiten der Schweizerinnen und Schweizer ändern sich. Im letzten Jahr wurden hierzulande über 2,6 Milliarden Franken für die schnelle Verpflegung ausgegeben und insbesondere bei den 15-29-Jährigen ist Essen, das ohne grossen Aufwand genossen werden kann, hoch im Kurs. Vor allem an Werktagen wenden viele immer weniger Zeit für die Zubereitung des Essens auf. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach schnellem, frischem und gesundem Essen.

Dieses Bedürfnis hat Coop schon in der Vergangenheit erkannt und mit einem umfangreichen Take-Away-Angebot abgedeckt. «Nun gehen wir einen entscheidenden Schritt weiter und lancieren ein komplett neues Ladenkonzept, das ausnahmslos Lebensmittel verkauft, die sich sofort konsumieren lassen», freut sich Joos Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung Coop.

Der erste «Coop to go» eröffnete 19. August am Bahnhof Zürich Stadelhofen, 50 weitere Verkaufsstellen sollen in den nächsten 5 Jahren folgen. Das Sortiment umfasst eine grosse Auswahl an exklusiven Take-away-Produkten. Morgens wartet eine Müeslitheke mit einer grossen Auswahl an Früchten, Joghurts und Cerealien auf, die nach Lust und Laune kombiniert werden können. Und sogar ein veganes Müesli können sich die Kunden zusammenstellen. Nach der Frühstückszeit wird diese Selbstbedienungstheke in eine abwechslungsreiche Salatbar umgewandelt.

Der Laden umfasst daneben aber auch ein grosses Angebot an artisanalen Kleinbroten, Hot Panini, hausgemachten Smoothies, geschichteten Müesli und weiteren Produkten zum Sofortessen. Und es kommen laufend neue hinzu. Optisch zeichnet sich «Coop to go» durch sein urbanes Erscheinungsbild aus, dies beispielsweise dank des Holzbodenlooks und der Backsteinwandoptik. Damit «Coop to go» sofort zu erkennen ist, erhält das neue Verkaufsformat auch sein eigenes Logo.

Coop hat bereits vor über zehn Jahren erkannt, dass das Bedürfnis nach schnellem und gleichzeitig gutem Essen zunehmen wird. So hat Coop 2012 Betty Bossi vollständig übernommen und war 2014 mit einem Umsatz von über 700 Millionen Franken Marktführerin im Bereich Frischconvenience in der Schweiz. 2013 hat Coop zudem die vegetarische Produktelinie Karma mit grossem Erfolg lanciert und mit den insgesamt 60 Produkten 2014 einen Umsatz von über 20 Millionen Franken erzielt. Darüber hinaus umfasst das Sortiment weitere Produkte für den Sofortverzehr und einige hochfrequentierte Verkaufsstellen führen mit Coop Take it einen eigenen Take-away-Bereich. (Coop 18.8.2015)



Fettarme Diät besser als Kohlenhydrat-reduzierte

Das Reduzieren von Fett in der Ernährung führt zu grösserer Gewichtsabnahme als der Verzicht auf Kohlenhydrate, wie die National Institutes of Health http://nih.gov ermittelt haben. Das Team um Kevin Hall analysierte Daten gesteuerter Diäten genau - jede Nahrungsaufnahme, jede Minute, in der Sport betrieben wurde und auch jeden Atemzug der Teilnehmer.

Beide Diäten, also der Verzicht auf Fett und der Verzicht auf Kohlenhydrate wie Stärke oder Zucker, führten zur Gewichtsabnahme. Mehr Kilos purzelten hingegen beim Verzicht auf Fett. Bisher wurde immer wieder argumentiert, dass der Verzicht auf Kohlenhydrate die beste Möglichkeit sei, die Schwimmreifen um die Mitte loszuwerden, da dadurch der Stoffwechsel des Körpers verändert werde.

Bei diesem Ansatz wird davon ausgegangen, dass weniger Kohlenhydrate zu geringeren Insulinwerten führen, was dann dazu führt, dass Fettzellen aus den Speichern des Körpers abgebaut wird. Laut Forschungsleiter Hall vom National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases http://niddk.nih.gov ist dieser Ansatz richtig. Der Experte betont jedoch, dass mehr Körperfett verschwindet, wenn man auf fetthaltiges Essen verzichtet.

Laut den in "Cell Metabolism" veröffentlichten Ergebnissen dürfte der Verzicht auf Kohlenhydrate nicht so viel bringen wie bisher angenommen. Im Rahmen der Studie nahmen 19 fettleibige Personen anfangs pro Tag 2.700 Kalorien zu sich. Über einen Zeitraum von zwei Wochen wurden Diäten getestet, bei denen die Kalorienzufuhr um ein Drittel verringert wurde. Das geschah entweder durch die Reduzierung von Kohlenhydraten oder Fett.

Die Experten analysierten die Mengen an Sauerstoff und Kohlendioxid, die ausgeatmet wurden, sowie die Menge an Stickstoff im Urin. Damit sollten die chemischen Vorgänge im Körper genau berechnet werden. Nach sechs Tagen zeigte sich, dass jene Teilnehmer, die auf Fett verzichteten, 463 Gramm Körperfett verloren hatten und damit 80 Prozent mehr als diejenigen, die Kohlenhydrate wegliessen. Bei ihnen lag dieser Wert bei 245 Gramm.

Laut Hall gab es keinen stoffwechselbedingten Grund, sich für eine Diät mit wenig Kohlenhydraten zu entscheiden. Die Studie legt jedoch auch nahe, dass im Alltag, wenn die Ernährung weniger strikt kontrolliert wird, mehr Gewichtsverlust durch den Verzicht auf Kohlenhydrate zu erzielen sein könnte. Laut Hall sollte sich jeder, der abnehmen will, für jene Diät entscheiden, die leichter auf Dauer beizubehalten ist. Entscheide man sich jedoch für eine Ernährung mit weniger Fett, bringe das keine Nachteile für den Stoffwechsel. (National Institutes of Health 17.8.2015 http://nih.gov)



PRESSESCHAU

Gluten ist für die meisten Menschen völlig harmlos

Für Sie gelesen im 20minuten: Starke Blähungen, Durchfall oder Bauchschmerzen: Für ihre Verdauungsprobleme machen immer mehr Menschen Gluten verantwortlich. Das Eiweissgemisch ist Bestandteil verschiedener Getreidesorten wie Weizen und Roggen. Deshalb verzichten viele beim Essen auf Brot, Teigwaren und andere Getreide-Produkte. «Glutenfreie Diäten sind zu einem regelrechten Hype geworden», sagt Gerhard Rogler, Darmspezialist am Unispital Zürich.

Laut Umfragen in Deutschland glaubt bereits jeder Fünfte, an einer Gluten-Unverträglichkeit zu leiden. «Das halte ich für totalen Unsinn», sagt Rogler. Denn eine echte Gluten-Unverträglichkeit – eine sogenannte Zöliakie – tritt weitaus seltener auf. Sie betrifft in der Schweiz nur etwa jeden Hundertsten und lässt sich anhand medizinischer Untersuchungen nachweisen (siehe Box). «Bei den meisten Menschen mit einer vermeintlichen Gluten-Unverträglichkeit finden sich jedoch keinerlei Hinweise darauf», so Rogler.

Doch wie lässt sich dann erklären, dass die Beschwerden häufig verschwinden, wenn Betroffene keine glutenhaltigen Nahrungsmittel mehr essen? «Gluten ist nur zufällig in den Nahrungsmitteln enthalten, die Probleme machen – es ist aber nicht selbst das Problem», sagt Mediziner Rogler. Schuld seien häufig zu viele Ballaststoffe oder bestimmte Zucker. Deshalb könne es bei Verdauungsbeschwerden sinnvoll sein, zunächst einmal radikal auf Ballaststoffe oder Zucker zu verzichten und erst langsam wieder damit anzufangen. «So lässt sich individuell herausfinden, wie viel man davon verträgt.» (Volltext: www.20min.ch 21.8.2015)
(gb)


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9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
Mütter beeinflussen mit ihrer Ernährung den Fett- und Zuckerstoffwechsel der Nachkommen durch epigenetische Veränderungen.
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8.2.2016
KURZNEWS 8. Februar 2016
Olivenöl-Preise um 20 Prozent gestiegen / Desinfektionsmittelrückstände in Lebensmitteln nachgewiesen / 23 Mio. Europäer pro Jahr erleiden Lebensmittel-Infektionen
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4.2.2016
KURZNEWS 4. Februar 2016
Micarna-Gruppe übernimmt Gabriel Fleury SA / Tête de Moine erhält eigenes Fest / Weichmacher fördern Übergewicht
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2.2.2016
KURZNEWS 2. Februar 2016
Lidl steigert Export von Schweizer Lebensmitteln / Täuschungen mit geschützten Bezeichnungen GUB / GGA / Zu viel Milch produziert / Warum schützt Rohmilch vor Allergien und Asthma?
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1.2.2016
Schwieriges 2015 für Schweizer Käseexporte
Der geringe Käseexportzuwachs von +0.3% im 2015 wurde dank einer Exportsteigerung ausserhalb der EU erzielt. Mengenmässig wurde 1.5% weniger in die EU exportiert.
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28.1.2016Hopfenextrakt als natürliches Konservierungsmittel
26.1.2016KURZNEWS 26. Januar 2016
21.1.2016Regelmässiges Streicheln beschleunigt Kälbermast
19.1.2016KURZNEWS 19. Januar 2016
18.1.2016Migros mit stabilem Umsatz im 2015
14.1.2016Wurstwaren wegen Deklarationsmängeln beanstandet
12.1.2016KURZNEWS 12. Januar 2016
8.1.2016Coop im 2015 mit weniger Umsatz
6.1.2016KURZNEWS 6. Januar 2016
5.1.2016Kaffee wirkt entzündungshemmend und zellschützend
30.12.2015fial gegen Nahrungsmittel-Spekulation-Initiative
28.12.2015KURZNEWS 28. Dezember 2015
24.12.2015KURZNEWS 24. Dezember 2015
22.12.2015Alternativen zum abzuschaffenden Schoggigesetz
17.12.2015KURZNEWS 17. Dezember 2015
15.12.2015KURZNEWS 15. Dezember 2015
8.12.2015KURZNEWS 8. Dezember 2015
3.12.2015KURZNEWS 3. Dezember 2015
1.12.2015KURZNEWS 1. Dezember 2015
30.11.2015Offiziell beste Jung-Metzgerin: Manuel Riedweg
26.11.2015KURZNEWS 26. November 2015
24.11.2015Ernst Sutter: offiziell beste Schweizer Metzgerei
19.11.2015KURZNEWS 19. November 2015
17.11.2015KURZNEWS 17. November 2015
11.11.2015Erforscht: Zartheit von vakuum-gegartem Fleisch

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