foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche Montag, 26. Oktober 2020
Fleisch & Delikatessen
Aktuell: Sensation beim Trockenfleisch-Test
Report:
Frischeverlängerung mit Vakuum oder Schutzgas?


Tipps & Wissen: IFFA 2016: Metzgerei-Trends
Backwaren & Confiserie
Aktuell: Innovationen an der ISM 2016: Rückblick
Report:
Neue Stevia-Generation ohne Bitterkeit


Tipps & Wissen: Undeklarierte Allergene in Broten beanstandet
Gastronomie
Aktuell: Kantonslabor Basel prüft Restaurant-Hygiene
Report:
Metzgereiprodukte in der Patientenernährung?


Tipps & Wissen: Geschmacks-Trends von morgen
Inhalt
Home
Nachrichten
Fleisch & ...
Backwaren & ...
Gastronomie
Über uns, Werbung
Archiv, Suche
Impressum
3.2.2016
Messetipp: IFFA 2016 in Frankfurt

„Fleischindustrie 4.0“ nimmt Fahrt auf
anzeigen...

Partner/Sponsoren

Cash+Carry Angehrn: Frische für Profis an neun Standorten in der Deutschschweiz.
Direkt zur CCA-Website:
www.cca-angehrn.ch


Empfohlene Links:

Fachschule für Bäckerei,
Konditorei, Confiserie:
www.richemont.cc


Fachschule für Metzgerei:
www.abzspiez.ch


Internationale Privat-Fachschule für Koch-Profis: European Culinary Center DCT in Vitznau LU
Deutsch: http://german.dct.ch
English: www.culinary.ch


Internet- und Socialmedia-Auftritte:
www.chrisign.ch







Schweizerischer Bäckerei- und Konditorei-Personal-Verband


Nachrichten

30.12.2015

Druckansicht
fial gegen Nahrungsmittel-Spekulation-Initiative

Am 28.2. wird über die JUSO-Initiative "Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln" abgestimmt. Die fial lehnt sie ab und empfiehlt, ein "Nein" einzulegen.


Die Volksinitiative "Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln" der Jungsozialisten (Juso) ist letztes Jahr mit 115‘942 gültigen Unterschriften eingereicht worden. Die Initiative will Finanzakteuren mit Sitz oder Niederlassung in der Schweiz verbieten, in Produkte auf Terminmärkten zu investieren, die sich auf Agrarrohstoffe oder Nahrungsmittel beziehen. Davon ausgenommen sollen Verträge mit Rohstoffhändlern und Nahrungsmittelproduzenten sein, sofern diese damit physische Lieferungen absichern. Die fial lehnt die Initiative ab.

Die Initianten argumentieren, die Nahrungsmittelspekulation treibe die Preise in die Höhe, verstärke deren Volatilität und sei deshalb mitverantwortlich für Hungersnöte in Entwicklungsländern. Ein wissenschaftlicher Zusammenhang zwischen spekulativen Geschäften und den damals beobachteten Preisausschlägen konnte in der Mehrheit der angestellten Studien aber nicht hergeleitet werden.

Dieser Befund deckt sich mit tatsächlichen Beobachtungen: So hat sich das Handelsvolumen auf der weltweit grössten Terminbörse in Chicago in den letzten Jahren nicht verändert; dennoch lagen die Preise für Mais und Weizen im Sommer 2015 auf dem tiefsten Stand seit 2009.

Kein Nutzen bei hohen Kosten

Aus Sicht der fial beruht die Initiative deshalb auf falschen Annahmen und kann ihr Ziel – den Hunger auf der Welt zu verringern – nicht erreichen. Sie würde aber zu einem erneuten Bürokratieschub führen, der im gegenwärtigen sehr schwierigen wirtschaftlichen Umfeld kaum zu ertragen und unverhältnismässig wäre.

In der Schweiz ansässige Rohstoffhändler und Nahrungsmittelproduzenten müssten in jedem Einzelfall nachweisen können, dass sie ein Geschäft zur realen Absicherung und nicht zu reinen Spekulationszwecken tätigen. Dies zöge einen grossen Aufwand an Kontroll- und Reportingmassnahmen nach sich und führte zu juristischen Unsicherheiten, welche Geschäfte noch erlaubt wären und welche nicht.

Grosser Kreis an Betroffenen

Entgegen der landläufigen Meinung sind von der Initiative nicht nur Spekulanten und Rohstoffhändler betroffen, sondern auch jedes Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie, das mit Agrarderivaten handelt – in erster Linie unabhängig davon, zu welchem Zweck.

Zu den betroffenen Finanzinstrumenten zählen alle Verträge auf den Terminmärkten sowie strukturierte Produkte, die solche enthalten. Dabei wird der Geltungsbereich sehr weit gefasst: Unter Agrarderivaten fällt jeder Kontrakt, der sich auf etwas bezieht, das man auch essen könnte, und sogar Verwendungsarten von Agrarrohstoffen für Nicht- Ernährungszwecke wie Bioethanol oder Futtermittel für Tiere werden erfasst. Der Kreis der betroffenen Firmen aus der Nahrungsmittelindustrie ist damit enorm gross.

Die fial ist überzeugt, dass die Initiative keines der von ihr angesprochenen Probleme löst und auch sonst keinen erkennbaren Nutzen stiftet, sondern im Gegenteil neue Unsicherheiten und bürokratischen Aufwand schafft. Die Nahrungsmittelproduzenten sollten im momentanen Umfeld aber keine zusätzlichen Regulierungskosten und Wettbewerbsnachteile tragen müssen. Die fial lehnt diese Initiative deshalb klar ab.

Die Nein-Kampagne gegen diese Initiative wird von einem überparteilichen Komitee unter Leitung der FDP geführt und startet Anfang 2016. economiesuisse hat ebenfalls Informationsmaterial erarbeitet, das unter www.jusoinitiative-nein.ch zur Verfügung steht. (fial Dezember 2015)

(gb)


__________________________________________


9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
Mütter beeinflussen mit ihrer Ernährung den Fett- und Zuckerstoffwechsel der Nachkommen durch epigenetische Veränderungen.
weiter...

8.2.2016
KURZNEWS 8. Februar 2016
Olivenöl-Preise um 20 Prozent gestiegen / Desinfektionsmittelrückstände in Lebensmitteln nachgewiesen / 23 Mio. Europäer pro Jahr erleiden Lebensmittel-Infektionen
weiter...

4.2.2016
KURZNEWS 4. Februar 2016
Micarna-Gruppe übernimmt Gabriel Fleury SA / Tête de Moine erhält eigenes Fest / Weichmacher fördern Übergewicht
weiter...

2.2.2016
KURZNEWS 2. Februar 2016
Lidl steigert Export von Schweizer Lebensmitteln / Täuschungen mit geschützten Bezeichnungen GUB / GGA / Zu viel Milch produziert / Warum schützt Rohmilch vor Allergien und Asthma?
weiter...

1.2.2016
Schwieriges 2015 für Schweizer Käseexporte
Der geringe Käseexportzuwachs von +0.3% im 2015 wurde dank einer Exportsteigerung ausserhalb der EU erzielt. Mengenmässig wurde 1.5% weniger in die EU exportiert.
weiter...

28.1.2016Hopfenextrakt als natürliches Konservierungsmittel
26.1.2016KURZNEWS 26. Januar 2016
21.1.2016Regelmässiges Streicheln beschleunigt Kälbermast
19.1.2016KURZNEWS 19. Januar 2016
18.1.2016Migros mit stabilem Umsatz im 2015
14.1.2016Wurstwaren wegen Deklarationsmängeln beanstandet
12.1.2016KURZNEWS 12. Januar 2016
8.1.2016Coop im 2015 mit weniger Umsatz
6.1.2016KURZNEWS 6. Januar 2016
5.1.2016Kaffee wirkt entzündungshemmend und zellschützend
30.12.2015fial gegen Nahrungsmittel-Spekulation-Initiative
28.12.2015KURZNEWS 28. Dezember 2015
24.12.2015KURZNEWS 24. Dezember 2015
22.12.2015Alternativen zum abzuschaffenden Schoggigesetz
17.12.2015KURZNEWS 17. Dezember 2015
15.12.2015KURZNEWS 15. Dezember 2015
8.12.2015KURZNEWS 8. Dezember 2015
3.12.2015KURZNEWS 3. Dezember 2015
1.12.2015KURZNEWS 1. Dezember 2015
30.11.2015Offiziell beste Jung-Metzgerin: Manuel Riedweg
26.11.2015KURZNEWS 26. November 2015
24.11.2015Ernst Sutter: offiziell beste Schweizer Metzgerei
19.11.2015KURZNEWS 19. November 2015
17.11.2015KURZNEWS 17. November 2015
11.11.2015Erforscht: Zartheit von vakuum-gegartem Fleisch

Eine vollständige Liste aller älteren Nachrichten finden Sie im Archiv


Die Redaktion empfiehlt:

Archiv der Nachrichten

Archiv der Varia-Beiträge

foodaktuell.ch-Newsletter

foodaktuell Journal (Print)

Delikatessen-Führer delikatessenschweiz.ch






Copyright Codex flores, Huobstr. 15, CH-8808 Pfäffikon (SZ)