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4.5.2006

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Schweizer machen besseren Emmentaler

Diese Woche im Ktipp: Emmentaler von kleineren und Schweizer Käsereien sind besser als günstige Industrie- und Importprodukte. Der beste wird unter anderem Namen verkauft.



Laut «Emmentaler Switzerland» (ES) sind die Regeln der Sortenorganisation so streng, dass «normalerweise ausländische, industriell hergestellte Käse nicht an unser Qualitätsniveau herankommen». Der Kassensturz wollte dies überprüfen und liess neun junge Emmentaler-Proben von kleinen und grossen Käsereien aus dem In- und Ausland durch ein Expertenteam blind degustieren.

Einer der Schweizer Käse war nicht als Emmentaler bezeichnet sondern als Waldsberger, weil der Produzent bei ES nicht mitmacht. Ausgerechnet dieser erhielt mit Abstand die beste Note (5 von 6). Die Ausländer dagegen landeten auf den letzten Plätzen (Noten 3.1 bis 3.9). Und die Produkte der Grossverteiler bildeten das mittelmässige Mittelfeld.

Die Käse waren zu jung - nur vier bis sechs Monate alt. Ältere Emmentaler schmecken viel besser, am besten ab 12 Monaten. Aber einen Emmentaler über ein Jahr zu lagern und zu pflegen, verursacht Zusatzkosten von rund 30 Prozent.

Schweizer Käser dürfen den Namen Emmentaler in der Schweiz nur dann gebrauchen, wenn sie der Sorten-Organisation «Emmentaler Switzerland» (ES) eine Abgabe zahlen und deren Produktionsvorschriften einhalten. Die ES-Regelung ist eine Vorstufe zum Fernziel der Käsebranche: zur Abwehr der ausländischen Konkurrenz und um den Namen Emmentaler schützen zu lassen. Das Verfahren für den Eintrag ins Register der geschützten Ursprungsbezeichnungen AOC ist im Gang.

Text: Auszug aus dem Ktipp vom 3. Mai 2006
Bild: foodaktuell
(gb)


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