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9.8.2006

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Schlechte Kartoffelernte treibt Preise hoch

Das heisse, trockene Juliwetter führt zu einer zu einer schlechten Kartoffelernte und Importbedarf. Viele hiesige Kartoffeln sind zu klein für Pommes frites oder Chips.



"Anfang August wurde der Kartoffel-Engpass so gross, dass in den ersten Fabriken die Verarbeitung bereitsreduziert werden musste", sagte Fritz Stucki von der Branchenorganisation Swisspatat zum Tagesanzeiger. Weil der Rohstoff in der Schweiz knapp und im Ausland teuer ist, produzieren die Verarbeiter nur das absolut Nötigste.

Aber um die Versorgung sicherzustellen, einigten sich Kartoffelbauern und die grossen Verarbeiter wie Kadi, Bischofszell (Migros), Zweifel und Hilcona darauf, bei der neuen Landwirtschaftsministerin Doris Leuthard ein zusätzliches Importkontingent von 12'500 Tonnen Veredelungskartoffeln für die Industrie zu beantragen.

Trotzdem müssen sich die Restaurants und Detailhändler auf happige Preiserhöhungen gefasst machen, berichtete heute der Tagesanzeiger. "Der Aufschlag für Kartoffelprodukte wird aus heutiger Sicht im zweistelligen Prozentbereich liegen", so Patrick Sievi, Chef der Kadi in Langenthal. Denn er bezahle momentan für Importe aus Spanien derzeit bis zu 80 Franken pro 100 Kilo. Die Preise seien teilweise doppelt so hoch wie in der Schweiz in einem normalen Jahr. (Quelle: LID, Tagesanzeiger)

Preiserhöhung bei Kartoffeln für die Frischverarbeitung

Am 03. August 2006 haben sich die Vertreter der Kartoffelproduzenten und der Verarbeitungsindustrie an einer Sitzung über die Vergabe eines Zusatzkontingentes und über eine Preiserhöhung für Kartoffeln für die Sofortverarbeitung geeinigt. Aufgrund der ausserordentlichen witterungsbedingten Versorgungslage wurde ein Zusatzimportkontingent von 12’500t gesprochen, während der inländische Produzentenpreis für den Monat August um Fr. 7.50 auf Fr. 43.25 pro dt erhöht wird.

Beispiellose Trockenheit

Die ausgesprochene Trockenheit der letzten Wochen hat für die Schweizerische Kartoffelbranche gravierende Auswirkungen. Auf den Feldern ergeben sich teilweise traurige Bilder, die Kulturen konnten sich wegen des fehlenden Wassers und der Hitze nicht richtig entwi-ckeln, dies führte dazu, dass die Knollen kleinfallend sind und teilweise gar auswachsen. Zudem ist mit geringeren Erträgen zu rechnen.

Knappe Versorgungslage

Für die Verarbeitungsindustrien ergibt sich durch diese Missernte ein Engpass mit Rohware für den Monat August, in einzelnen Betrieben musste die Verarbeitung bereits jetzt reduziert werden. Damit die Produktion aufrechterhalten werden kann und die Marktversorgung gewährleistet bleibt, haben sich die Vertreter von Produktion und Industrie auf die Freigabe ei-nes Zusatzkontingentes für den Import von 12’500t Veredlungskartoffeln geeinigt.

Preisaufschlag um Fr. 7.50/dt

Für die Produzenten bedeutet die Trockenheit einerseits einen grossen Mehraufwand für die Bewässerung der Kulturen und andererseits einen massiven Ertragsausfall. Um dieser ausserordentlichen Situation Rechnung zu tragen, wurde einstimmig eine Erhöhung des im Frühjahr in der Branchenorganisation swisspatat gemeinsam festgelegten Produzentenpreises um Fr. 7.50 auf Fr. 43.25/dt auf allen Veredelungssorten beschlossen. Die Preiserhöhung gilt bis am 31. August 2006 und tritt rückwirkend ab 01. August in Kraft. Zudem gilt für Chips-Kartoffeln im August weiterhin die Beibehaltung des Mindestkalibers von 40mm. (Quelle: Swisspatat)
(gb)


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