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Nachrichten

12.1.2007

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Migros übernimmt 70 Prozent der Denner AG

Der MGB hat heute entschieden, 70% der Denner AG zu übernehmen. Die restlichen 30% bleiben im Besitz der Gaydoul Holding. Philippe Gaydoul bleibt Dennerchef.




Migros und ihre neue Tochter Denner können viele Synergien nutzen – ausser beim grossen Denner-Sortiment von alkoholischen Getränken und Tabakwaren.


Die Partnerschaft mit dem führenden Lebensmitteldiscounter passt perfekt in die Strategie der Migros, mit ergänzenden Sortimenten am wachsenden Discount-Markt zu partizipieren. Der Schulterschluss trägt auch entscheidend dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit von Denner langfristig zu sichern und die der Migros-Industrie zu festigen. Philippe Gaydoul wird für mindestens weitere drei Jahre die operative Führung beibehalten und dafür sorgen, dass Denner auch in Zukunft Denner bleibt.

"Denner ist für die Migros ein idealer Partner", freut sich Migros-Chef Herbert Bolliger. "Als erfolgreicher Lebensmitteldiscounter und Markenartikelhändler ist er die perfekte Ergänzung zur Migros. Dieser Schulterschluss ist die Erfolg versprechende Schweizer Antwort auf die zunehmend stärker werdende ausländische Konkurrenz im Schweizer Lebensmittelhandel", ist er überzeugt.

Philippe Gaydoul hat Denner in den letzten Jahren fit getrimmt und erkannt, dass das Unternehmen im zunehmend kompetitiven Umfeld allein an Grenzen stossen wird. Denn Denner verfügt als ausschliesslich in der Schweiz tätiger Discounter nicht über genügend grosse Einkaufsvolumen, um die Preise der Konkurrenz aus dem Ausland unterbieten zu können.

Der Zusammenschluss mit der Migros ermöglicht Denner, von günstigeren Einkaufskonditionen zu profitieren, diese in Form von noch tieferen Preisen den Konsumenten weiterzugeben und so langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Auch die Migros kann durch die neue Partnerschaft ihre Position im Lebensmittelhandel festigen, indem sie mit den sich stark ergänzenden Sortimenten (Denner: 75 % Markenartikel; Migros 90 % Eigenmarken) am wachsenden Discount-Markt vermehrt partizipieren wird. Und die Migros-Industrie wird als mögliche Lieferantin von Denner-Eigenmarken den Wirtschaftsstandort Schweiz und somit den einheimischen Arbeitsmarkt nachhaltig stärken.

Positiv für Kunden und Umwelt

Zu den Gewinnern gehören auch die Kundinnen und Kunden, denn die Migros garantiert, dass Denner in der bestehenden Form als Lebensmittelhändler mit konsequenter Discountpolitik weitergeführt wird. Dadurch wird der Anspruch auf tiefe Preise und gute Qualität sowie die Nahversorgung in Wohngebieten langfristig gesichert.

Denner wird während mindestens drei Jahren von Philippe Gaydoul als CEO weitergeführt. Für die 3'500 Mitarbeitenden hat die Übernahme keine Veränderungen zur Folge. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion wird unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Schweizerische Wettbewerbskommission (Weko) sobald als möglich realisiert.

Kennzahlen zu Denner und Migros

Anzahl Verkaufstellen: 585 Migros, 470 Denner
Verkaufsfläche (1000 m2): 1212 Migros, 127 Denner
Marktanteile: Basis DH-Umsatz CH = CHF 86,9 Mrd.: 16,6 % Migros, 2,3 % Denner
Quelle: "Detailhandel Schweiz", IHA-GfK AG, Hergiswil.

Anzahl Mitarbeitende 2007: rund 80'000 Migros, über 3'000 Denner. Aktuelle Zahlen von Migros und Denner liegen noch nicht vor. (Medienmitteilung MGB)


Denner über sich selbst

Denner ist der führende Schweizer Lebensmitteldiscounter mit über 450 Filialen in der ganzen Schweiz und beschäftigt ca. 3'500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hinzu kommen mehr als 280 Denner Satelliten - selbstständige Detailhändler in ländlichen Gebieten -, welche neben dem Denner Sortiment eine erweiterte Produktepalette anbieten. Denner setzt konsequent auf Discountpolitik: Tiefste Preise verbunden mit höchster Qualität in einer limitierten Artikelzahl.

Das Denner Sortiment umfasst eine kompetente Auswahl von Artikeln des täglichen Bedarfs. 75 % davon sind Markenartikel, der Rest Eigenmarken unter der Dachmarke Denner. Wöchentlich neue, ausgewählte Spezialangebote aus dem Nonfood-Bereich runden das Sortiment ab.

Denner setzt mit attraktiven Preisen auf einen fairen Wettbewerb und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden, leistungsfähigen Lebensmittelhandel in der Schweiz (Quelle: Denner).

Die Denner-Geschichte

2005: Der Denner Konzern übernimmt per 1. November 2005 von REWE Schweiz AG sämtliche 145 Pick Pay Filialen sowie das Logistik-Center in Egerkingen. Von Januar bis November 2006 werden die Pick Pay Läden vollständig in das Denner Discountkonzept integriert. Die Marke Pick Pay wird aufgegeben.

2003: Basierend auf den durchwegs positiven Erfahrungen der „New Denner“ Pilotfilialen beschliesst Denner , im Verlaufe der nächsten 2 Jahre sämtliche 314 Filialen auf das neue Design umzustellen. Am 14. Januar 2003 wurde die Filiale Letzipark Zürich als erste offizielle „New Denner" Filiale eröffnet. Ende 2003 ist die Halbzeit der Umstellungsphase wie geplant erreicht: Im 2003 wurden über 150 Filialen auf „New Denner “ umgestellt.

2002: Die Rast Holding SA verkauft die Waro AG mit ihren 28 Verkaufsgeschäften per 1. Januar 2003 an Coop.

2001: Am 29. Mai verstirbt Karl Schweri im 85. Altersjahr.

2000: Karl Schweri übergibt per Ende Dezember die Leitung des Gesamtkonzerns seinem Enkel Philippe Gaydoul. Mit der Neuorganisation des Konzerns übernimmt die Rast Holding SA mit Sitz in Wollerau / SZ die oberste strategische Leitung des Konzerns, namentlich der drei Profitcenter Denner AG, Waro AG und Franz Carl Weber AG. Philippe Gaydoul wird dabei Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates der Holding. Das Aktienkapital ist in der KS Familienstiftung, welcher Karl Schweri vorsteht, konzentriert.

1998: Im Zuge der Regelung seiner Nachfolge und der Neuausrichtung der Denner Discountstrategie ernennt Karl Schweri seinen 26-jährigen Enkel Philippe Gaydoul per 1. August 1998 zum Delegierten des Verwaltungsrates und Vorsitzenden der Geschäftsleitung der Denner AG. Per 1. August 1998 übernimmt Denner von der Coop-Gruppe 49 der insgesamt 60 «Billi Top Discount»-Geschäfte.

1997: Denner lanciert drei Eidgenössische Volksinitiativen. Ganz in der Nähe der Denner Zentrale wird der erste Denner Top Superdiscount-Laden der Schweiz eröffnet. Mit einem Sortiment von 1’000 Artikeln und einem massiven Preisabstand zu den beiden massgeblichen Konkurrenten Migros und Coop repräsentiert er die neue Denner Discount-Strategie, welche das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft führen soll.

1996: Vor Bundesgericht gewinnt Denner den zweiten Tabakprozess und zahlt die seit 1988 den Kunden abgegebenen neuen Tabakbons in Form von Denner Warengutscheinen aus. Denner verkauft die 7 Optik-Discount-Geschäfte.

1994: Denner übernimmt die Waro AG.

1993: Denner tritt den Rückmarsch zum echten Discounter an. Im Laufe des Jahres 1997 soll das auf ca. 1000 Artikel gekürzte Sortiment, von wenigen Ausnahmen abgesehen, immer mindestens 20 % billiger sein als bei den massgeblichen Konkurrenten Migros und Coop. Denner gewinnt ausserdem den Bier-Boykott-Prozess und erwirbt für Franz Carl Weber «Mothercare Switzerland» mit 15 über die ganze Schweiz verteilten Geschäften.

1992: Per Ende 1992 löst sich das von Denner 20 Jahre lang bekämpfte Tabakkartell auf.

1991: Per Ende 1991 löst sich das von Denner 25 Jahre lang bekämpfte Bierkartell auf.

1990: Die Denner AG, die Hofer & Curti Beteiligungen AG (HC) und die Usego-Trimerco-Holding AG (UTH) beschliessen eine Zusammenarbeit auf den Gebieten Einkauf, Logistik und Frontaktivitäten. Damit wird die von Karl Schweri seit Jahren angestrebte «dritte Kraft» im schweizerischen Lebensmitteldetailhandel (als Gegenpol zu Migros und Coop) verwirklicht.

1981: Aus den 1980 von der MERKUR AG erworbenen Drogerien geht die Drogerien- und Apothekenkette «WALLACE AG» hervor. Ab November 1981 wird Denner durch die schweizerischen Kartell-Brauereien boykottiert, weil sie sich weigert, einen verfügten Bierpreisaufschlag mitzumachen. Dies ist der Beginn des langwierigen Bierprozesses.

1977: In Endingen/AG wird der erste Denner Satellit eröffnet. Bei der Satelliten-Kette handelt es sich um rechtlich und finanziell von Denner AG völlig unabhängige Lebensmittelgeschäfte, die unter anderem das Denner Sortiment führen.

1969: Die «IGA» wird in die «Denner AG» umgewandelt. Karl Schweri ist einziger Verwaltungsrat und Alleininhaber.

1967: Am 2. Februar 1967 fällt nach langwierigen Auseinandersetzungen zwischen der IGA und der Markenartikelindustrie sowie deren Verband «PROMARCA» das System der gebundenen Endverkaufspreise für Lebens- und Genussmittel (Preisbindung der zweiten Hand). Der Verwirklichung von Karl Schweris Discount-Idee steht damit nichts mehr im Weg.

1967 wird in Zürich-Altstetten der erste Lebens- und Genussmittel-Discount der Schweiz eröffnet.

1951: Karl Schweri, der inzwischen heimlich IGA-Aktien aufgekauft hat, taucht plötzlich als Mehrheitsaktionär wieder auf und setzt nun seinerseits die ehemaligen Partner vor die Tür.

1946: Die «Import- und Grosshandels AG» (IGA), an der Karl Schweri beteiligt ist, erwirbt die 4 Unternehmen «Consumgesellschaft Denner und Co. AG», «Kaufhaus-genossenschaft“, «Consum Bär-Pfister» und «Sommer AG». Wegen interner Konflikte mit anderen Grossaktionären, die gleichzeitig Lieferanten der IGA sind und diese zu überhöhten Preisen beliefern, wird Karl Schweri noch im gleichen Jahr ausgebootet.

1935: Cäsar Denner stirbt. Die «Consumgesellschaft Denner und Co.» wird in eine AG umgewandelt.

1881: Cäsar Denner Reiff, auf den der Name «Denner » zurückgeht, steigt als weiterer Teilhaber in die «Consumgesellschaft» ein.

1860: Heinrich Reiff-Schwarz gründet die Firma «Reiff-Schwarz, Mercerie und Spezereihandel». Es ist die Geburtsstunde der späteren Denner AG. (Quelle: Denner)

Bild und Legende: foodaktuell (gb)


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