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17.4.2007

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KTipp kritisiert Fischknusperli aus Buttermakrelen

Diese Woche im K-Tipp: Fischknusperli aus Buttermakrelen können zu heftigem Bauchweh und Durchfall führen. Die Behörden unternehmen nichts.



Diese Woche im Konsummagazin K-Tipp: Fünf Gäste eines Restaurants in St. Gallen klagten über Magenschmerzen und heftigen Durchfall kurz nachdem sie Fischknusperli gegessen hatten. «Diese waren aus Buttermakrelen zubereitet», konstatierte Daniel Huber, stellvertretender Kantonschemiker.

In asiatischen Gewässern landet der stark ölhaltige Fisch als Beifang in den Netzen. Das Fischfleisch besitzt abführende Eigenschaften wegen des hohen Anteils an unverdaulichem Wachsester, der 90 Prozent des Fetts ausmacht. Wer 100 Gramm isst, nimmt 20 Gramm Wachsester auf. Wissenschaftliche Studien in Australien haben nachgewiesen, dass ein Drittel aller Personen nach dem Verzehr solcher Fische mit heftigem Durchfall rechnen müssen. Zudem kann es zu Krämpfen, Kopfschmerzen und Erbrechen kommen.

In Japan und Italien haben die Behörden den Handel mit Buttermakrelen und dem Oilfish aus derselben Familie verboten. Australien und Deutschland hingegen empfehlen Warnhinweise. Seit Anfang Jahr gilt auch laut Schweizer Lebensmittelverordnung, dass die beiden Buttermakrelenarten nur verpackt im Detailhandel verkauft werden dürfen und einen Hinweis auf das Risiko einer Magen-Darm-Störung tragen müssen. Diese Vorschriften gelten aber nicht für Restaurants.

«Sollte ein Wirt tatsächlich warnen, würde wohl kein Gast diesen Fisch bestellen», erklärt Daniel Huber: «Aber wir empfehlen den Gästen, sich in jedem Fall nach der Fischart zu erkundigen.» Die Wirte haben eine Auskunftspflicht. Und Sabina Helfer, Sprecherin des Bundesamts für Gesundheit: «Wir haben keine Empfehlung, wie Restaurants auf das Risiko hinweisen sollen.»

Text: Auszug aus dem K-Tipp-Bericht vom 11.4.2007
Bild (foodaktuell): Fischknusperli - nicht aus Buttermakrelen sondern Zugersee-Albeli (Felchen) (gb)


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