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18.4.2007

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Emmi ist dank Innovationen markant gewachsen

Emmi erhöhte im 2006 den Reingewinn um 5,1 Prozent und den Nettoumsatz um 15.2 Prozent auf 2'335 Mio Franken – dank innovativen Konzepten und Spezialitäten.



Das Geschäftsjahr 2006 von Emmi war geprägt von einem markanten Wachstum sowie dem Ausbau der Marktpositionen und der Wettbewerbsfähigkeit. Der Nettoumsatz stieg auf CHF 2'335 Mio., was einem Wachstum von 15.2% entspricht. Trotz akquisitionsbedingter Verwässerung realisierte Emmi 2006 mit CHF 54.0 Mio. einen Reingewinn von CHF 2.6 Mio. über dem Vorjahr und eine Reingewinn-Marge von 2.3%.

Die Integration des Betriebs der Aargauer Zentralmolkerei (AZM) in die Mittelland Molkerei führte zu einem Wachstumssprung in der Schweiz. Mit dem norditalienischen Jogurthersteller Trentinalatte übernahm Emmi erstmals einen Produktionsbetrieb im Ausland und baute damit die Marktposition in Italien substanziell aus. Zum organischen Wachstum haben vor allem die innovativen Markenkonzepte und die Käsespezialitäten beigetragen.

"Emmi hat sich trotz hohem Preisdruck in einem intensiven internationalen Wettbewerb mit einem Wachstum von 15.2% und einer Reingewinn-Marge von 2.3% erfreulich entwickelt", kommentiert Walter Huber, CEO der Emmi Gruppe, die Entwicklung im Geschäftsjahr 2006.

Er ergänzt: "Emmi hat 2006 ihre Marktposition in internationalen Schlüsselmärkten mit Investitionen in die Vertriebsstrukturen, Akquisitionen und Partnerschaften entscheidend ausgebaut." Walter Huber ist überzeugt: "Mit der Mittelland Molkerei schaffen wir gute Voraussetzungen in der Schweiz, um im europäischen Öffnungsprozess erfolgreich bestehen zu können."

Markanter Wachstumssprung

Emmi hat sich im Geschäftsjahr 2006 trotz anhaltend hohem Preisdruck im Heimmarkt und einem wettbewerbsstarken internationalen Umfeld gut entwickelt und realisierte einen Nettoumsatz von CHF 2'335 Mio., was einem Wachstum von 15.2% entspricht. Das markante Wachstum ist hauptsächlich die Folge der Integration des Betriebs der AZM und der Übernahme des italienischen Jogurtherstellers Trentinalatte.

Das organische Wachstum erzielte Emmi mit innovativen Markenkonzepten und Käsespezialitäten und im Inland auch mit klassischen Molkereiprodukten. Beim Käse ging der Umsatz insgesamt leicht um 1.9% zurück, was auf das Konsumverhalten in den milden Monaten November und Dezember, die teilweise limitierte Warenverfügbarkeit beim Emmentaler und auf den zunehmenden Importdruck durch die Marktöffnung zurückzuführen ist.

Wachstumssprung in der Schweiz mit der Mittelland Molkerei

Emmi erzielte im Heimmarkt Schweiz einen Umsatz von CHF 1'826 Mio. (Vorjahr CHF 1'583 Mio.). Die markante Steigerung von 15.4% ist insbesondere auf die Mittelland Molkerei zurückzuführen. Diese hat 15.4% oder rund CHF 243 Mio. zum Umsatzwachstum in der Schweiz beigetragen. Ohne den Effekt aus der Mittelland Molkerei stieg der Umsatz bei den klassischen Molkereiprodukten um 1.5% und bei den Frischprodukten um 2.3%.

Dagegen ging der Umsatz beim Käse um 3.3% zurück. Der milde Winteranfang, eine vorübergehend limitierte Verfügbarkeit beim Emmentaler und der zunehmende Importdruck als Folge der Marktöffnung wirkten sich negativ auf den Umsatz aus. Die innovativen Konzepte von Emmi hingegen, wie Kaltbach und SwissAlp, überzeugten die Konsumenten und legten deutlich zu.

Beim Frischkäse lag das Wachstum mit 5.1% deutlich über der Marktentwicklung in der Schweiz. Die Umsatzsteigerung von 5.9% bei Pulver/Konzentrate ist hauptsächlich auf die Mittelland Molkerei zurückzuführen. Mit einem Rückgang von 1.1% blieben die Umsätze aus den übrigen Produkten und den Dienstleistungen weitgehend stabil.

Fokus auf den internationalen Ausbau

Im Ausland konnte Emmi den Umsatz um 14.6% steigern auf CHF 509 Mio. (Vorjahr: CHF 444 Mio.). Dies entspricht einem Anteil von rund 22% am Gesamtumsatz von Emmi. Der per 1. Juli 2006 übernommene norditalienische Jogurthersteller Trentinalatte hat dabei 6.3% oder CHF 28 Mio. zum Wachstum beigetragen. Akquisitionsbereinigt betrug das Wachstum somit 8.3%. Bei den Frischprodukten verzeichnete Emmi international ein organisches Wachstum von 17.1%.

Wachstumstreiber waren insbesondere Lifestyle- und Gesundheitsprodukte wie Caffè Latte und Benecol. Trotz teilweise limitierter Warenverfügbarkeit beim Emmentaler konnte dank einer erfreulichen Entwicklung bei den Markenkonzepten beim Export von Käse ein organisches Wachstum von 0.9% erzielt werden. Sehr erfreulich entwickelten sich Konzepte und Spezialitäten wie Kaltbach oder Tête de Moine AOC und Le Gruyère AOC. Beim Schmelzkäse konnte Emmi in einem hart umkämpften Markt mit 3.7% Wachstum deutlich zulegen.

Konsequenter Ausbau des Auslandgeschäfts

Im Ausland stand der Ausbau der internationalen Märkte und die Stärkung der Marktpositionen im Vordergrund. Mit der Übernahme von Trentinalatte kann Emmi die Position im Schlüsselmarkt Italien auch bei den Frischprodukten entscheidend ausbauen. Mit der Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Käsespezialisten Roth Käse wurden erste Massnahmen zum weiteren Ausbau der Position bei den Käsespezialitäten im US-Food-Service-Geschäft umgesetzt. Emmi will die Position auch im US-Frischproduktmarkt weiter ausbauen.

Nach der Produktionspartnerschaft mit dem Milchverarbeiter Upstate Farms Cooperative in Buffalo (New York), der im Auftrag von Emmi Jogurt produziert, übernahm Emmi rückwirkend per 1. Februar 2007 eine Minderheitsbeteiligung an CASP (Contract Aseptic & Speciality Packaging) LLC in Penn Yan (New York). Das Unternehmen ist auf die Produktion von aseptischen Milchprodukten spezialisiert und soll im Auftrag von Emmi ausgewählte Frischprodukte für den US-amerikanischen Markt herstellen.

In Spanien hat Emmi eine Minderheitsbeteiligung an ihrem Kooperationspartner Kaiku, der Nummer 2 im Bereich innovativer Frischprodukte, erworben. Die Zusammenarbeit beinhaltet die Entwicklung und Vermarktung von Frischprodukten in Spanien und in Lateinamerika. Mit der Gründung der Tochtergesellschaft in Schweden (Emmi Nordic AB) hat Emmi die Basis für den Aufbau der kaufkraftstarken Märkte in Skandinaven gelegt.

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit auch in der Schweiz

Im Geschäftsjahr 2006 standen Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit im Vordergrund. Nach der Genehmigung durch die Eidgenössische Wettbewerbskommission wurde am 1. April 2006 die Mittelland Molkerei AG gegründet, an welcher Emmi mit 60% die Aktienmehrheit hält. Bereits per Mitte Jahr wurde die Verlagerung der Flüssiglinie (Milch, Rahm und Säfte) von Luzern nach Suhr abgeschlossen.

Bis Ende 2007 wird auch die Butterproduktion nach Suhr verlagert. Mit der Zusammenführung der Betriebe Luzern und Suhr schafft Emmi gute Voraussetzungen für wettbewerbsfähige Strukturen und für die notwendige Grösse, um im europäischen Öffnungsprozess erfolgreich bestehen zu können.

Um im Rahmen der vollständigen Liberalisierung des Käsemarkts die internationale Konkurrenzfähigkeit und die führende Position im Bereich Fondue langfristig zu sichern, wird der Betrieb in Langnau bis 2010 substanziell ausgebaut und die Produktion in Thun ab 2008 schrittweise nach Langnau verlagert. Darüber hinaus hat Emmi signifikante Investitionen für den Ausbau der Käseproduktion in Landquart und des Käsereifungslagers in Moudon getätigt.

Das rasante Wachstum von Emmi hat in den letzten Jahren nicht zuletzt zu einer heterogenen Landschaft in Bezug auf Systeme und Prozesse geführt. Emmi hat 2005 begonnen, die Strukturen und Systeme über die ganze Gruppe zu erneuern. Mit der Einführung einer neuen, einheitlichen Auftragsabwicklung erfolgte 2006 ein weiterer grosser Umsetzungsschritt. Mit vereinfachten, integrierten Prozessen und dem Abbau von Komplexität erwartet Emmi mittel- bis langfristige Kostensynergien sowie eine Erhöhung der Qualität und Flexibilität im Abwicklungsprozess zu erzielen.

Auf Zielkurs

Der Bruttogewinn stieg um 13.8% auf CHF 723.9 Mio., aufgrund der tieferen Margen der Produkte der Mittelland Molkerei ging jedoch die Bruttogewinn-Marge leicht von 31.4% auf 31.0% zurück. Der Betriebsaufwand stieg um 14.3% auf CHF 585.7 Mio., was auf die Integration der Mittelland Molkerei, die Akquisition von Trentinalatte und Produktionserweiterungen zurückzuführen ist.

In der Zunahme enthalten sind CHF 36 Mio. (+14.3%) höhere Personalkosten und einen um CHF 37.2 Mio. (+14.3%) höheren übrigen Betriebsaufwand. Die Investitionen in Marketing und Werbung, hauptsächlich zum Aufbau der internationalen Marktpositionen, stiegen um 11.4% auf CHF 94.8 Mio. Die Logistikaufwendungen nahmen um 27.0% zu, bedingt durch den Frischdienst der Mittelland Molkerei und den internationalen Ausbau.

Der Betriebserfolg vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 9.7% auf CHF 141.3 Mio. (Vorjahr CHF 128.8 Mio.), während die EBITDA-Marge akquisitionsbedingt leicht von 6.4% auf 6.1% zurückging. Die Mittelland Molkerei generiert leicht tiefere Margen und die erwarteten Synergieeffekte werden erst ab 2008 voll realisiert werden können. Der Betriebserfolg vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich auf CHF 66.5 Mio. (Vorjahr CHF 62.3 Mio.).

Die EBIT-Marge sank, bedingt durch höhere Abschreibungen aus Akquisitionen und früheren Investitionstätigkeit, leicht von 3.1% auf 2.9%. Der Reingewinn stieg auf CHF 54.0 Mio. (Vorjahr CHF 51.4 Mio.). Trotz akquisitionsbedingter Verwässerung erzielte Emmi 2006 eine zielkonforme Reingewinn-Marge von 2.3% (Vorjahr 2.5%). Aufgrund der Akquisitionen und des weiteren Ausbaus der internationalen Märkte erhöhte sich der Personalbestand von 2'765 auf 3'300 Mitarbeitende (auf Vollzeitbasis).

Ausblick Gesamtjahr 2007

Emmi ist 2007 gut gestartet und wird auch im laufenden Jahr ihre strategischen Wachstums- und Entwicklungsziele weiterverfolgen und die Chancen, die sich aus der Öffnung der Märkte ergeben, aktiv nutzen. In der Schweiz rechnet Emmit mit dem erwarteten hohen Preisdruck aufgrund der weiteren Liberalisierung der Märkte generell mit leicht rückläufigen Umsätzen bei den Standardprodukten, jedoch mit Wachstumspotenzial bei Markenkonzepten und Spezialitäten.

Im Ausland wird Emmi die Marktposition mit innovativen Konzepten, mit strategischen Partnern und Akquisitionen konsequent weiter ausbauen. In den internationalen Märkten erwartet Emmi im laufenden Geschäftsjahr, nicht zuletzt aufgrund der Effekte aus der Akquisiton Trentinalatte ein überdurchschnittliches Wachstum. (Medienmitteilung Emmi) (gb)


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