foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche Donnerstag, 29. Oktober 2020
Fleisch & Delikatessen
Aktuell: Sensation beim Trockenfleisch-Test
Report:
Frischeverlängerung mit Vakuum oder Schutzgas?


Tipps & Wissen: IFFA 2016: Metzgerei-Trends
Backwaren & Confiserie
Aktuell: Innovationen an der ISM 2016: Rückblick
Report:
Neue Stevia-Generation ohne Bitterkeit


Tipps & Wissen: Undeklarierte Allergene in Broten beanstandet
Gastronomie
Aktuell: Kantonslabor Basel prüft Restaurant-Hygiene
Report:
Metzgereiprodukte in der Patientenernährung?


Tipps & Wissen: Geschmacks-Trends von morgen
Inhalt
Home
Nachrichten
Fleisch & ...
Backwaren & ...
Gastronomie
Über uns, Werbung
Archiv, Suche
Impressum
3.2.2016
Messetipp: IFFA 2016 in Frankfurt

„Fleischindustrie 4.0“ nimmt Fahrt auf
anzeigen...

Partner/Sponsoren

Cash+Carry Angehrn: Frische für Profis an neun Standorten in der Deutschschweiz.
Direkt zur CCA-Website:
www.cca-angehrn.ch


Empfohlene Links:

Fachschule für Bäckerei,
Konditorei, Confiserie:
www.richemont.cc


Fachschule für Metzgerei:
www.abzspiez.ch


Internationale Privat-Fachschule für Koch-Profis: European Culinary Center DCT in Vitznau LU
Deutsch: http://german.dct.ch
English: www.culinary.ch


Internet- und Socialmedia-Auftritte:
www.chrisign.ch







Schweizerischer Bäckerei- und Konditorei-Personal-Verband


Nachrichten

11.5.2007

Druckansicht
Milchindustrie fordert gleiche Spiesse wie in EU

Differenzen zwischen der Förderpolitik der EU und der Schweiz für Neuinvestitionen in Molkereien könnten Standortentscheide der Unternehmen negativ beeinflussen.




Eine ETH-Studie hat ergeben, dass die europäische Verarbeitungsindustrie von staatlichen Förderungen profitiert, die es in der Schweiz nicht gibt. Bild: deutscher Industriekäse.


Die Vereinigung der Schweizerischen Milchindustrie (VMI) hielt an ihrer Jahresversammlung vom 10. Mai 2007 in Bern Rückblick auf das Jahr 2006, welches zuletzt insbesondere geprägt war von schwierigen Milchpreisverhandlungen. Die VMI hat sich im Jahr 2006 u.a. mit der Agrarpolitik 2011, dem vorzeitigen Ausstieg aus der Milchkontingentierung, den Mehrmengen, der Neuordnung der Qualitätskontrolle, dem neuen Lebensmittelrecht sowie mit dem geplanten Agrarfreihandelsabkommen mit der EU befasst.

In Bezug auf letzteres hatte die letztjährige Jahresversammlung der VMI entschieden, ein Agrarfreihandelsabkommen mit der EU insbesondere im Sektor Milch und dessen Umsetzung in Abstimmung mit Agrarpolitik 2011, WTO und Zollgesetz zu unterstützen und gleichzeitig gefordert:

- dass die Liberalisierung die gesamte Wertschöpfungskette Milch und Milchprodukte umfasst, d.h. die Rohstoffe, die Halbfabrikate und die verarbeiteten Produkte;

- dass ein uneingeschränkter Marktzutritt zur gesamten EU geschaffen wird;

- dass die schweizerische Milchindustrie spätestens ab Übergang zur vollständigen Liberalisierung im Wettbewerb mit der EU – Milchindustrie über gleich lange Spiesse (äquivalente Rahmenbedingungen) und im Inland über einen diskriminierungsfreien Zugang zum Rohmilchmarkt (äquivalente Bedingungen für Molkereiprodukte und Kä-se) verfügt;

- dass vorübergehende flankierende Massnahmen ergriffen werden, damit der Übergang zum Agrarfreihandel mit der EU geordnet abläuft.

In Bezug auf die Frage der äquivalenten Rahmenbedingungen zur EU hat die VMI im Berichtsjahr durch Professor Bernard Lehmann, ETH Zürich, ein Gutachten erstellen lassen, welches am Beispiel Deutschland die staatlichen Unterstützungen zugunsten der milchverarbeitenden Industrie in der EU und in der Schweiz untersuchte.

Die Studie hat ergeben, dass die europäische Verarbeitungsindustrie von staatlichen Förderungen profitiert, die es in der Schweiz nicht gibt. Diese Förderungen werden hauptsächlich durch Beihilfen an Investitionen und durch die Gewährung zinsverbilligter Kredite gewährt. Die Förderintensität variiert dabei zwischen 0 % und 50 % der förderfähigen Investitionskosten.

Anhand der hypothetischen Errichtung einer neuen Molkerei mit einem ausgewogenen Ver-arbeitungsportfolio wurden die Beihilfen gegenübergestellt, welche in der Schweiz, in Bayern sowie in den neuen Bundesländern für diese Neuerrichtung ausbezahlt würden.

Umgerechnet auf den Milchpreis ergaben sich aufgrund der EU-Beihilfen (unter Anwendung der branchenüblichen Abschreibungsdauern und Zinsen) erhebliche Einsparungen pro verarbeitetem kg Milch. Die Einsparungen liegen bei einem Standort der neuen Molkerei in Bayern zwischen 0.22 und 0.78 €-Cents pro kg Milch (ca. 0.36 - 1.28 Rp.) und bei einem Standort in den neuen Bundesländern zwischen 2.07 und 2.14 €-Cents, also zwischen 3.4 und 3.5 Rp. pro kg Milch.

Die Studie der ETH belegt eindrücklich die Gefahren für den Standort Schweiz. Die Differenzen zwischen der Förderpolitik der EU und der Schweiz für Neuinvestitionen im Molkereibereich könnten gerade im Hinblick auf ein Agrarfreihandelsabkommen negative Auswirkungen auf Standortentscheide der Unternehmen haben.

Die VMI setzt sich weiterhin ohne Vorbehalte für den Produktions- und Verarbeitungsstandort Schweiz ein. Es ist zentral, dass sich die Produzenten und die Verarbeiter in dieser Frage als Partner verstehen, da weder die Produzenten ohne eine schweizerische Verarbeitung, noch die Verarbeiter ohne eine schweizerische Produktion langfristig werden bestehen können. In dieser Hinsicht ist es wichtig, dass sich alle Beteiligten für äquivalente Rahmenbedingungen zur EU einsetzen.

Die Studie kann bezogen werden bei: Vereinigung der Schweizerischen Milchindustrie (VMI) Thunstrasse 82, 3000 Bern 6. Tel. 031 356 21 21. Email: info@milchindustrie.ch (gb)


__________________________________________


9.2.2016
Wenn das Essen die Gene verändert
Mütter beeinflussen mit ihrer Ernährung den Fett- und Zuckerstoffwechsel der Nachkommen durch epigenetische Veränderungen.
weiter...

8.2.2016
KURZNEWS 8. Februar 2016
Olivenöl-Preise um 20 Prozent gestiegen / Desinfektionsmittelrückstände in Lebensmitteln nachgewiesen / 23 Mio. Europäer pro Jahr erleiden Lebensmittel-Infektionen
weiter...

4.2.2016
KURZNEWS 4. Februar 2016
Micarna-Gruppe übernimmt Gabriel Fleury SA / Tête de Moine erhält eigenes Fest / Weichmacher fördern Übergewicht
weiter...

2.2.2016
KURZNEWS 2. Februar 2016
Lidl steigert Export von Schweizer Lebensmitteln / Täuschungen mit geschützten Bezeichnungen GUB / GGA / Zu viel Milch produziert / Warum schützt Rohmilch vor Allergien und Asthma?
weiter...

1.2.2016
Schwieriges 2015 für Schweizer Käseexporte
Der geringe Käseexportzuwachs von +0.3% im 2015 wurde dank einer Exportsteigerung ausserhalb der EU erzielt. Mengenmässig wurde 1.5% weniger in die EU exportiert.
weiter...

28.1.2016Hopfenextrakt als natürliches Konservierungsmittel
26.1.2016KURZNEWS 26. Januar 2016
21.1.2016Regelmässiges Streicheln beschleunigt Kälbermast
19.1.2016KURZNEWS 19. Januar 2016
18.1.2016Migros mit stabilem Umsatz im 2015
14.1.2016Wurstwaren wegen Deklarationsmängeln beanstandet
12.1.2016KURZNEWS 12. Januar 2016
8.1.2016Coop im 2015 mit weniger Umsatz
6.1.2016KURZNEWS 6. Januar 2016
5.1.2016Kaffee wirkt entzündungshemmend und zellschützend
30.12.2015fial gegen Nahrungsmittel-Spekulation-Initiative
28.12.2015KURZNEWS 28. Dezember 2015
24.12.2015KURZNEWS 24. Dezember 2015
22.12.2015Alternativen zum abzuschaffenden Schoggigesetz
17.12.2015KURZNEWS 17. Dezember 2015
15.12.2015KURZNEWS 15. Dezember 2015
8.12.2015KURZNEWS 8. Dezember 2015
3.12.2015KURZNEWS 3. Dezember 2015
1.12.2015KURZNEWS 1. Dezember 2015
30.11.2015Offiziell beste Jung-Metzgerin: Manuel Riedweg
26.11.2015KURZNEWS 26. November 2015
24.11.2015Ernst Sutter: offiziell beste Schweizer Metzgerei
19.11.2015KURZNEWS 19. November 2015
17.11.2015KURZNEWS 17. November 2015
11.11.2015Erforscht: Zartheit von vakuum-gegartem Fleisch

Eine vollständige Liste aller älteren Nachrichten finden Sie im Archiv


Die Redaktion empfiehlt:

Archiv der Nachrichten

Archiv der Varia-Beiträge

foodaktuell.ch-Newsletter

foodaktuell Journal (Print)

Delikatessen-Führer delikatessenschweiz.ch






Copyright Codex flores, Huobstr. 15, CH-8808 Pfäffikon (SZ)