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14.5.2009: nachrichten
14.5.2009
BAG lanciert Initiative «actionsanté»

In der Schweiz hat in den letzten Jahren Übergewicht in allen Altersgruppen stark zugenommen. Daher startete der Bundesrat das Nationale Programm Ernährung und Bewegung.



Die Lebensmittelpyramide stellt eine ausgewogene Mischkost dar, welche eine ausreichende Zufuhr von Energie sowie von lebensnotwendigen Nähr- und Schutzstoffen gewährleistet und massgeblich zu unserem Wohlbefinden beiträgt. Lebensmittel der unteren Pyramidenebenen sollen in grösseren, solche der oberen Ebenen hingegen in kleineren Mengen gegessen werden. Alle Nahrungsmittel sind erlaubt. Wichtig ist, dass sie möglichst abwechslungsreich und vorzugsweise saisongerecht aus den einzelnen Pyramidenebenen gewählt sowie schonend verarbeitet und zubereitet werden. Die Empfehlungen müssen nicht jeden Tag, sondern sollen langfristig eingehalten werden, z.B. über eine Woche. Eine Ausnahme bilden die Empfehlungen zur Flüssigkeitszufuhr, die täglich berücksichtigt werden sollen. (Text: SGE)

Urbanisierung, sitzende Tätigkeiten und unausgewogene Ernährung wirken sich zunehmend negativ auf die Gesundheit der Bevölkerung aus. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) lanciert im Rahmen des Nationalen Programms Ernährung und Bewegung die Initiative «actionsanté». Damit werden Aktionen von Partnern aus Wirtschaft und Institutionen unterstützt, die es dem Individuum erleichtern, sich für einen aktiveren Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung zu entscheiden.

In der Schweiz hat die Zahl der Übergewichtigen in den letzten Jahren in allen Altersgruppen stark zugenommen. Vor diesem Hintergrund startete der Bundesrat im Juni 2008 das Nationale Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012).

Gesunder Lebensstil leicht gemacht

Zu diesem Programm gehört die Initiative «actionsanté» des BAG, die heute lanciert wird. «actionsanté» unterstützt Firmen und Institutionen aus dem Bewegungs- und Ernährungsbereich, sich vermehrt für die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten einzusetzen; beispielsweise indem die Lebensmittelindustrie ihre Rezepte auf Gesundheitsaspekte überprüft und anpasst oder es den Menschen durch die Produktanordnung in den Regalen leichter gemacht wird, beim Einkaufen eine gesunde Wahl zu treffen.

Mit der Unterzeichnung der Charta «actionsanté» verpflichten sich die teilnehmenden Firmen und Institutionen, einen Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten. Coop, Migros und Nestlé haben als erste Partnerfirmen diese Charta unterschrieben und sich damit bereit erklärt, wirksame Aktionen durchzuführen. Die Föderation der Schweizerischen Nahrungsmittel-Industrien (fial) sichert «actionsanté» als Dachverband ebenfalls ihre Unterstützung zu. Da der Erfolg von «actionsanté» vom Engagement seiner Partner abhängt, hat das BAG rund 300 Firmen eingeladen, sich zu beteiligen.

Die Partner können ihre Aktion mit der Verwendung des Logos «actionsanté» aufwerten. An der ersten Jahreskonferenz von «actionsanté» am 9. November 2009 haben sie die Möglichkeit eines Erfahrungsaustauschs. (Mitteilung BAG)

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