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24.11.2015: nachrichten
24.11.2015
Ernst Sutter: offiziell beste Schweizer Metzgerei

Im Rahmen der Metzgerei-Fachmesse Mefa 2015 in Basel prämierte die Schweizer Fleischwirtschaft die besten Fleischprodukte und Metzgereien.




Die besten Schweizer Metzger kommen aus den Kantonen St. Gallen und Schwyz. Gesamtsieger des Qualitätswettbewerbs 2015 wurde die Ernst Sutter AG, Gossau.

Bild: Reto Sutter, CEO der Ernst Sutter AG


Wer ist der beste Schweizer Fleischfachbetrieb, wer bietet auf dem Markt die besten Schweizer Fleischprodukte an? Antworten auf diese Fragen gibt jeweils der vom Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) und dem Ausbildungszentrum für die Schweizer Fleischwirtschaft (ABZ) in Spiez seit über 40 Jahren durchgeführte Qualitätswettbewerb für Fleischprodukte und -zubereitungen. Die letzte Ausgabe dieser harten Qualitätsprüfung fand 2013 statt.

Die grossen Gewinner des Gesamtklassements des SFF-Qualitätswettbewerb 2015 sind die erstplatzierte Ernst Sutter AG aus Gossau SG und ex aequo auf dem zweiten Platz die Micarna SA aus Bazenheid SG und Courtepin FR sowie die Felder AG aus Seewen SZ.

Geprüft werden von einer unabhängigen Fachjury jeweils die von den teilnehmenden Betrieben eingereichten Produkte in den sieben Kategorien Brühwürste, Rohwürste, Kochwürste, Rohpökelwaren, Kochpökelwaren, Feinkostprodukte und Verschiedene Produkte. Mittels eines anspruchsvollen Verfahrens werden von der Jury nicht nur der Gesamtsieger und damit beste Schweizer Metzger, sondern auch die Sieger in den einzelnen Kategorien gekürt.

Das Reglement sieht vor, dass ein Kategoriensieg nur an Bewerber vergeben werden kann, die in der betreffenden Kategorie mindestens drei Produkte eingereicht haben. Da kein Bewerber diese Bedingung erfüllt hat, konnte in der Kategorie Kochwürste kein Kategoriensieger erkoren werden. In den übrigen sechs Kategorien haben sich folgende Betriebe als Kategoriensieger durchgesetzt:

Sandmeier Fleisch und Feinkost AG, Kölliken AG (Brühwürste),

Metzgerei Buffoni AG, Illnau ZH (Rohwürste),

Cher Mignon S.A., Chermignon VS und Ernst Sutter AG, Gossau SG (Rohpökelwaren),

Metzgerei M. Schwander, Riggisberg BE (Kochpökelwaren),

Hotz Fleisch Wurst Traiteur, Uster ZH (Feinkostprodukte)

Ceposa AG, Kreuzlingen TG (Verschiedene Produkte).

Qualitativ hochstehende Produkte werden je nach erzieltem Ergebnis mit einer Gold-, Silber- oder Bronze-Medaille ausgezeichnet. Um möglichst von der „Tagesform“ unverfälschte Ergebnisse zu ermitteln, werden die einzelnen Produkte jeweils von drei Experten in zwei zeitlich auseinanderliegenden Prüfungsdurchgängen bewertet. Dabei waren gelegentlich auch prominente Gastprüfer am Werk, so der 8. Bundesrat Roland Mahler sowie der Zürcher Stargastronom Michel Péclard.

Insgesamt wurden 512 Produkte aus 123 Betrieben von den Experten auf Herz und Nieren geprüft und bewertet. Die Resultate dieses fachlichen Kräftemessens sind im Rahmen der Metzgerei-Fachausstellung Mefa, die vom 21. bis 25. November in Basel stattfindet bekannt gegeben worden. Dort sind die prämierten Produkte auch ausgestellt.

Strenge Kriterien

Die Hürden für einen Medaillengewinn in den sieben Kategorien sind höchst anspruchsvoll. So müssen alle der eingereichten Produkte unter anderem aus betriebseigener Produktion stammen und im Teilnehmerbetrieb während der ganzen Woche erhältlich sein. Um die Konsistenz der Qualität über einen längeren Zeitraum zu testen, wurden die gleichen Produkte seit dem Frühjahr 2014 insgesamt zweimal geprüft.

Für die Prüfung erhielten die Kandidaten von der Expertenkommission an einem vorgängig nicht bekannten Datum ein sehr kurzfristig angesetztes Aufgebot mit der genauen Angabe, wann das Produkt bei den Juroren einzutreffen habe. Damit soll verhindert werden, dass speziell für die Prüfung hergestellte Produkte eingereicht werden und so ein verzerrtes Bild der tatsächlich im Markt angebotenen Qualität entstehen könnte. Jeder Teilnehmer konnte eine beliebige Anzahl an unterschiedlichen Produkten einsenden. Bewertet wurden die fünf Kriterien Aussehen, Schnittbild, Verarbeitung, Geschmack und Geruch.

Die Objektivität der Prüfung wurde sichergestellt, indem die Ergebnisse der dreiköpfigen Expertenteams jeweils von zwei Oberexperten nochmals überprüft wurden. Dank dieses akribischen Prüfungsverfahrens ergab sich ein sehr verlässliches Bild der von den Wettbewerbsteilnehmern im Markt angebotenen Qualität. Mit einem Erfolg in der Qualitätsprüfung erhalten die Teilnehmer auch das Recht, ihre prämierten Produkte entsprechend auszuzeichnen und das erhaltene Qualitätssiegel in ihrem Marketing einzusetzen. (Text: SFF. Bild: Arthur Rossetti)


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