Geographische Indikationen wie AOC und GGA sind international wichtig zum Schutz der Produkte lokaler Kleinbauern und des lokalen Gewerbes.
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Geschützte Herkunftsangaben können ein Mittel zur Entwicklungshilfe sein. Dies schreibt die Schweizerische AOC-Vereinigung in einer Medienmitteilung zur Generalversammlung des internationalen Netzwerkes OriGin vom 9. und 10. November in Genf. Produzentenvertreter aus aller Welt bekräftigten, wie wichtig der Schutz von geografischen Indikationen (GI) für lokale Kleinbauern und das lokale Gewerbe sei.
So wäre zum Beispiel für das Argan-Öl, das ausschliesslich von einem Baum im Marokko gewonnen wird, ein internationaler Schutz wichtig. "Drei Millionen Menschen leben von der Produktion von Argan-Öl", zitiert die AOC-Vereinigung den marrokanischen Produzentenvertreter Zoubidas Charrouf. "Ein internationaler Schutz würde den ökonomischen, kulturellen und ökologischen Impakt der Öl-Produktion verstärken, da es jetzt schon in einem klar definierten Gebiet nach althergebrachten Methoden gewonnen wird."
Innerhalb der Welthandelsorganisation WTO sei es wichtig, die Politiker weltweit gegenüber dem Konzept "GI" zu sensibilisieren, so Alexandra Grazioli vom Institut für Geistiges Eigentum. "Origin obliegt die wichtige Rolle, aufzuzeigen, dass die GI nicht nur ein europäisches oder schweizerisches Thema sind."
OriGin will mit der World Intellectual Property Organisation (WIPO) Kontakte aufbauen, um politisch besser abgestützt zu sein. Ferner soll die Geschäftsstelle von Brüssel entweder nach Genf oder nach Alicante verlegt werden. Eine Entscheidung steht noch aus. (Quelle: AOC, LID)
Sensibilisierung der WTO-Politiker
Für Frédéric Brand, Präsident der Schweizerischen Vereinigung zur Förderung der AOC und IGP, sind die GI ein wichtiges Mittel, um Marktzutritt zu erhalten. Ausserdem sei es unerlässlich, Regierungen davon zu überzeugen, dass die GIs eine wertvolle und effiziente Art der Entwicklungshilfe, nämlich die Hilfe zur Selbshilfe, seien.
Für Italien kamen Vertreter des Prosciutto di Parma DOP, eines des weltweit meistkopierten Schinkens in Genf. Für Frankreich ein Vertreter der berühmten französischen AOC-Käsesorten und von der Kooperative des prestigeträchtigen Châteauneuf-du-Pape. Für Spanien ein Delegierter der Produzenten vom „Turron di Alicante“, einem berühmten Mandel-Nougat. Ausserdem waren mehrere Vertreter von Schweizer Traditionsprodukten (Gruyère AOC, Walliser Trockenfleisch IGP, Schweizer Uhrenverband) in Genf.
OriGIn ist das erste internationale Netzwerk von Bauern und Verarbeitern, die ihre Produkte nach OriGInal-traditioneller Art in der Ursprungsregion produzieren. OriGIn engagiert sich – auch im Rahmen der WTO - für den internationalen Schutz von regionalen, traditionellen Spezialitäten vor Kopien und Namensmissbrauch.
Damit soll die Wertschöpfung der Produktion in den Ursprungsgebieten erhalten bleiben und den lokalen Kleinbauern ermöglichen, mit ihren qualitativ hochwertigen Originalprodukten ein Einkommen zu sichern. OriGIn soll den lokalen Produzenten Mittel in die Hand geben, um sich in der fortschreitenden Konfektionierung der globalen Agrarindustrie und unter dem Druck der fortschreitenden Liberalisierung zu behaupten. Wertvolles Kulturgut und
Know-how können so erhalten und weitergegeben werden.
Die Schweizerische Vereinigung zur Förderung der AOC und IGP ist seit 2003 Mitglied von OriGIn und organisierte zusammen mit Agridea, Lausanne, die Testimonials im Rahmen einer Pressekonferenz mit anschliessender Degustation von AOC-IGP-Spezialitäten am 9. November.
Die Mitgliedschaft von Produzenten bei AOC-IGP eröffnet diesen die Chance, sich am Markt mit originalen und unverfälschten Produkten zu behaupten. Davon profitieren in der Schweiz auch der Tourismus sowie das Gewerbe und die Dienstleistungsbranche in den zentrumsferneren Regionen. (Quelle: Schweizerbauer)
(gb)
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