Obstbauern denken laut über Antibiotika gegen den Feuerbrandbefall ihrer Plantagen nach. Die Imker befürchten Rückstände im Honig und Imageprobleme.
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Die Obstbauern fordern den Einsatz von Streptomycin zur Bekämpfung der Feuerbrand-Bakterienkrankheit. Dieser kann aber frühestens 2008 während der Blüte erfolgen. Für das Ausnahmejahr 2007 will die St. Galler Regierung zusätzliche, befristete Massnahmen prüfen, wie Regierungsrat Willi Haag an einer Instruktion der Gemeindekontrolleure am 1. Juni in Steinach sagte.
Über den Antibiotika-Einsatz entscheidet das Bundesamt für Landwirtschaft. Der Einsatz müsse sorgfältig geprüft werden. Er werde Konsequenzen haben; es gebe auch negative Aspekte, beispielsweise die Resistenzbildung. Aber er habe Verständnis, dass die Obstbauern alles unternehmen wollten, um ihre Anlagen zu retten.
Inzwischen sind im Kanton St. Gallen in 77 von 88 Gemeinden Obstbäume von Feuerbrand befallen, vor allem im "Befallsgürtel" Rorschach-Will. Zur besseren Bekämpfung des grassierenden Feuerbrands sollen im Kanton St. Gallen Nieder- und Hochstamm-Anlagen entflochten werden. Die Regierung unterstützt die Prüfung eines befristeten, kontrollierten Antibiotika-Einsatzes.
Bekämpft wird der Feuerbrand 2007 so gut es geht mit Rodung und Rückschnitt. Langfristig sei ein Überleben des sanktgallischen Obstbaus mit dem Feuerbrand nur möglich, wenn Niederstamm- Hochstamm- und Streuobstanbau entflochten würden und gleichzeitig eine Verlagerung auf robustere Sorten erreicht werde. Ganz besonders stark sind jetzt hochanfällige Sorten betroffen.
Imker gegen Streptomycin
Die Imker wehren sich gegen den Einsatz von Antibiotika. Die Anwendung von Streptomycin würde dazu führen, dass kaum mehr Honig ohne Antibiotika-Rückstände geerntet werden könnte, schreibt der Verein deutschschweizer und rätoromanischer Bienenfreunde (VDRB) in einer Medienmitteilung. Dabei spiele es keine Rolle, ob die Werte über oder unter dem Grenzwert lägen. Für Fremdstoffe im Qualitätshonig müsse eine Nulltoleranz gelten.
Die Imkerverbände hätten in den vergangenen Jahren viel Aufwand betrieben, um die Mitglieder zu einer qualitativ hochstehenden Honigproduktion zu animieren, heisst es weiter. Ein Fünftel der Imker produziere bereits nach den strengeren Qualitätsnormen des VDRB-Honigreglementes. Diese verpflichteten sich, Honig möglichst ohne Fremdstoffe zu produzieren und beispielsweise die Varroa-Milbe ohne Chemie zu bekämpfen. Diese Bemühungen würden mit dem Antibiotika-Einsatz auf einen Schlag zunichte gemacht.
Für den Fall, dass der Streptomycin-Einsatz bewilligt wird, verlangt der VDRB, dass dies allen Imkern im Umkreis von drei Kilometern mitgeteilt wird, damit die Honigernten in diesem Umkreis auf Kosten des Verursachers auf Antibiotika-Rückstände untersucht werden und dass bei Rückständen der Honig vom Verursacher gekauft und vernichtet oder als Industriehonig verwertet wird. (Quelle: LID)
(gb)
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