![]() 9.8.2007: nachrichten | ||||
9.8.2007 Käse-Exporte stagnieren – Billigimporte legen zu Exporte von Weich-, Frisch- und Extra-Hartkäse erlitten Einbussen. Billligkäse-Importe für Fertiggerichte nahmen derweil um 7% zu als Folge der Käsemarkt-Liberalisierung.
Im ersten Halbjahr 2007 wurden gesamthaft 25 224 Tonnen Käse, Schmelzkäse und Fertigfondue exportiert. Das sind 6 Tonnen mehr als in der gleichen Vorjahresperiode, teilt die Käseorganisation Schweiz (KOS) mit. Ein Blick auf die Zahlen zeigt eine unterschiedliche Entwicklung: Während Emmentaler AOC, Switzerland Swiss und Tilsiter ihre Exporte steigern konnten, verzeichneten andere Sorten Einbussen. Besonders stark litt der Auslandabsatz von Fertigfondue unter dem enorm warmen Wetter des vergangenen Winters. Auf den Exportmärkten ist der Wettbewerb um die Regalplätze im Detailhandel und um die Gunst der Kunden nach wie vor hart. Schweizer Käsespezialitäten konnten mit neuen Angebotsformen in den Selbstbedienungsregalen Fuss fassen. Auch in der Selbstbedienung sind Konsumenten bereit für einen hervorragenden Schweizer Käse einen angemessenen Preis zu bezahlen. Die Importe von Käse und Schmelzkäse nahmen um 1101 Tonnen (+6,7%) zu. Daran ist ersichtlich, wie sich die Liberalisierung des Käsemarktes mit der Europäischen Union EU jetzt zunehmend auf den schweizerischen Markt auswirkt. Zugenommen haben vor allem die Importe von «andere Hartkäse» (+360 t), «andere Halbhartkäse» (+344 t) «andere Weichkäse» (+321 t) und «andere Frischkäse» (+244 t). Bei diesen Produkten handelt es sich vorwiegend um ausländische Billigware, die in grossen Mengen in der Industrie und bei Grossverbrauchern eingesetzt werden. Sie gelangen beispielsweise in Fertiggerichte. Käseexporte Januar bis Juni 2007 in Tonnen Frischkäse 139 Weichkäse 141 Halbhartkäse 4445 Hartkäse 16’813 Extra-Hartkäse 193 Schmelzkäse 2033 Fertigfondue* 1345 Andere Käse 115 Total 25’224 * Ohne andere Nahrungsmittelzubereitungen mit Milchfett. Quelle: TSM Treuhand GmbH, Bern Text: Medienmitteilung KOS | ||||