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16.6.2005 Tipp: Kiwis nachreifen ![]() Äpfel scheiden mit zunehmender Reife das farb- und geruchlose Gas Ethylen aus. Ethylen ist ein pflanzliches „Reifungshormon“. Es löst die Aromabildung aus und beschleunigt die Reifung aber auch Alterungs- und Verderbnisprozesse in Pflanzen. Obst- und Gemüseproduzenten machen sich diese Wirkung von Ethylen zunutze. Reife Früchte und Gemüse sind zu empfindlich, um lange Transporte ohne Schäden zu überstehen. Aus diesem Grund werden beispielsweise Tomaten und Bananen grün geerntet und transportiert. Am Bestimmungsort werden sie dann mit Ethylen begast, um den Reifungsprozess abzuschliessen. Die Früchte und Gemüse unterscheiden sich zum Teil stark in der Ethylenproduktion bzw. –empfindlichkeit. Eine hohe Produktion korreliert dabei keineswegs unbedingt mit einer hohen Empfindlichkeit. Starke Ethylenausscheider sind vor allem Äpfel und Passionsfrüchte, aber auch Birnen, Feigen, Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen. Empfindlich auf Ethylen reagieren unter anderem Kiwis, Honigmelonen, Mangos und Bananen. Möchte man also eine unreife Frucht oder grüne Tomate (botanisch betrachtet eine Beere) nachreifen lassen, lagert man diese von Vorteil gemeinsam mit einem starken Ethylenausscheider. Sie werden rasch butterweich. Ansonsten empfiehlt es sich, ethylenempfindliche Sorten von den Ausscheidern getrennt aufzubewahren und allenfalls die starken Ausscheider auch in Beutel zu verpacken. Ethylenempfindliche Früchte: sehr stark empfindlich sind: Honigmelone Kiwi Mango stark empfindlich: Apfel Aprikose Banane Birne Nektarine Papaya Pfirsich mittel empfindlich: Zitrusfrüchte Ethylenausscheidende Früchte: sehr starke Ausscheider: Apfel Passionsfrucht starke Ausscheider Aprikose Avocado Birne Nektarine Papaya Pfirsich Pflaume mittelstarke Ausscheider: Banane Feige Mango Quellen: SGE, aid | |